Kaufberatung: So findest du den richtigen Bluetooth-Lautsprecher
Kaufratgeber

Kaufberatung: So findest du den richtigen Bluetooth-Lautsprecher

Marco Engelien
Marco Engelien
am 01.10.2019
Smartphones werden immer größer, die Lautsprecher klingen aber trotzdem oft bescheiden. Für mehr Musikspaß sorgt ein Bluetooth-Speaker. Das richtige Modell findest du hier.

An gute Musik zu kommen, war noch nie so einfach und so günstig. Streaming-Dienste bieten via Smartphone Zugriff auf mehrere Millionen Musiktitel. Das Problem dabei: Zwar werden die Geräte immer größer, die Lautsprecher klingen aber oft bescheiden. Besonders Titel mit viel Bass scheppern ordentlich, wenn du die Lautstärke am Smartphone voll aufdrehst. Willst du eine Party oder den Strandausflug musikalisch untermalen, greifst du besser zum Bluetooth-Lautsprecher.

Bluetooth-Lautsprecher für draußen

Wenn du gern draußen unterwegs bist, dich mit Freunden zu Grillparties oder zum Camping triffst, sollte dein Lautsprecher neben gutem Klang und einer langen Akkulaufzeit zwei weitere Eigenschaften bieten: Er muss gegen Widrigkeiten gewappnet sein und darf nicht zu sehr ins Gewicht fallen. Alle diese Eigenschaften erfüllt der UE Wonderboom 2. Der kleine Speaker ist nach IP67 staub- und wasserdicht, hält also bis zu 30 Minuten in einem Meter tiefen Wasser aus. Der Hersteller gibt die Akkulaufzeit mit bis zu 13 Stunden an.

*UE Wonderboom 2 im Test:** Ein Lautsprecher für den Tag am Badesee
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Außerdem überzeugt er mit einer leichten Bedienung: Es gibt eine Taste, um die Musik zu starten, zu stoppen und zum nächsten Titel zu wechseln. Zusätzlich zur Bluetooth-Funktion kannst du ein Gerät per Audiokabel an den Lautsprecher anschließen. Als kleines Extra hat der Wonderboom 2 einen Trick auf Lager. Per App kannst du den Speaker mit einem zweiten Wonderboom 2 oder dem älteren Wonderboom koppeln. Das sorgt für besseren Klang. Eine Schlaufe für die Befestigung am Rucksack rundet den Lautsprecher ab.

Eine Alternative ist der Anker SoundCore Flare. Der 360-Grad-Lautsprecher ist nach IPX7 wasserdicht und sollte somit ein versehentliches Bad im kühlen Nass unbeschadet überstehen. Optisch setzt der Speaker durch seine Stoffummantelung und den leuchtenden Ring am Fuß Akzente. Wie der Wonderboom 2 kann sich auch der SoundCore Flare mit einem zweiten Exemplar verbinden und bietet dann Stereo-Sound.

Lautsprecher für große Strandparties

Den gleichen Trick hat auch der ebenfalls wasserdichte JBL Flip 4 auf Lager. Der 2.1-Lautsprecher kann sich ebenfalls mit einem weiteren Exemplar verbinden und beschallt im Verbund die Party. Für größere Feierlichkeiten im Freien eignet sich dann der Nachfolger noch besser. Der JBL Flip 5 ist wie sein Vorgänger ein wasserdichter 2.1-Lautsprecher, der sich aber mit beliebig vielen weiteren Lautsprechern verbinden lässt, die ebenfalls die «PartyBoost»-Funktion unterstützen. Besonders praktisch für den Wochenendtrip ist darüber hinaus der JBL Charge 4. Hier gibt es zwar keinen 2.1-Sound, aber die Möglichkeit, den Speaker zusätzlich als Powerbank zu nutzen, um das Smartphone aufzuladen.

*JBL Flip 5 im Test:** Kleines Soundwunder
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Wenn es in den Urlaub Richtung Wasser geht, solltest du einen Blick auf den UE Boom 3 und dessen größeren Bruder, den Megaboom 3 werfen. Auch die beiden Speaker sind nach IP67 wasserdicht. Sie haben aber noch eine Besonderheit: Beide Lautsprecher können schwimmen und eignen sich somit ganz besonders gut für einen Badeausflug. Über den „Magic Button“ kannst du nicht nur die Wiedergabe der Musik steuern, sondern auch vorher festgelegte Playlisten starten. Dabei soll es aber nicht bleiben. Boom 3 und Megaboom 3 können sich über die Boom-App mit mehr als 150 weiteren Lautsprechern (Boom 2 und 3, Megaboom 2 und 3) verbinden. Das ist aber gar nicht notwendig. Schon ein einzelner der Speaker bietet Musikleistung satt und klingt dabei auch sehr gut.

Stilvolle Speaker für Zuhause

Es spricht natürlich nichts dagegen, einen der oben genannten Lautsprecher auch in der Wohnung zu benutzen. Die zum Teil quietschbunten Farben der Geräte passen aber nicht zu jeder Einrichtung. Die Bluetooth-Lautsprecher von Marshall geben da ein anderes Bild ab. Sie sind den ikonischen Verstärkern des britischen Musikunternehmens nachempfunden und bringen optisch mehr Stil in die Wohnung.

Über die Drehknöpfe am Marshall Acton BT II kannst du neben der Lautstärke auch die Intensität des Basses und die Höhen regulieren. Gleiches klappt auch über die App des Herstellers. Neben Bluetooth kannst du die dein Handy auch per Klinke mit dem Lautsprecher verbinden. Über einen weiteren Knopf startest und pausierst du die Wiedergabe. Darüber hinaus unterstützt der Acton 2 auch Bluetooth 5.0. Es ist also möglich, zwei Smartphones mit dem Speaker zu verbinden.

Der größere Marshall Stanmore BT II bietet die gleichen Vorzüge wie der kleine Acton 2, unterstützt darüber hinaus aber auch aptX für eine höhere kabellose Übertragungsqualität. Beide Lautsprecher gibt es, wie den noch größeren Woburn BT II, auch als Multiroom-Ausgabe. Das heißt, du kannst jeden Raum zu Hause mit einem Lautsprecher ausstatten und überall die gleiche Musik hören. Dafür unterstützen die Lautsprecher neben Bluetooth auch Cream sowie AirPlay 2 von Apple und lassen sich ins WLAN einbinden. Mit nach draußen nehmen solltest du die Marshall-Geräte übrigens besser nicht: Sie sind nicht wasserdicht.

Acton Multiroom (Bluetooth, WLAN, Airplay, Chromecast, aptX)
251.–
Marshall Speakers Acton Multiroom (Bluetooth, WLAN, Airplay, Chromecast, aptX)
Stanmore Multiroom (Bluetooth, WLAN, Airplay, Chromecast, aptX)
Marshall Speakers Stanmore Multiroom (Bluetooth, WLAN, Airplay, Chromecast, aptX)
Woburn Multiroom (Bluetooth, WLAN, Airplay, Chromecast, aptX)
Marshall Speakers Woburn Multiroom (Bluetooth, WLAN, Airplay, Chromecast, aptX)

Alle Multiroom-Lautsprecher

Bluetooth-Lautsprecher mit smarten Assistenten

Einen guten Hybrid zwischen häuslichem WLAN-Speaker und einem Bluetooth-Lautsprecher für unterwegs bilden die Libratone-Lautsprecher Zipp 2 Mini und Zipp 2. Beide kommen mit einem schicken Stoffüberzug, der sich dank eines Reißverschlusses einfach wechseln und durch optional erhältliche Sleeves austauschen lässt. So kannst du die Lautsprecher an deine Vorlieben und deine Einrichtung anpassen.

Unterwegs verbindest du dein Smartphone per Bluetooth oder Kabel. Alternativ kannst du auch einen USB-Stick anstecken. Die Speaker von Libratone erkennen die gängigen Dateiformate. Für bessere Mobilität sorgt bei beiden Lautsprechern eine Trageschlaufe. Nur zu nah ans Wasser dürfen auch sie nicht.

Zu Hause lassen sich die Libratone-Speaker auch ins WLAN einbinden und als Multiroom-Lautsprecher benutzen. Sie unterstützen neben AirPlay auch Spotify Connect. Über die zugehörige App kannst du den Lautsprechern Räume zuweisen und Webradio-Stationen starten. Die Bedienung der Lautsprecher erfolgt über ein Touchpad. Als Besonderheit sind beide Zipp-2-Lautsprecher mit Amazons Sprachassistenten Alexa ausgestattet. Wie bei den Echo-Geräten sprichst auch du auch die mit sechs Mikrofonen ausgestatteten Libratone-Speaker einfach mit „Alexa“ an. Allerdings ist der Funktionsumfang etwas eingeschränkt. Die Anruffunktion über den smarten Assistenten funktioniert mit dem Zipp 2 (Mini) zum Beispiel nicht.

Der Bose Portable Home Speaker ist ebenfalls einen Blick Wert. Den 360-Grad-Lautsprecher kannst du zu Hause als Multiroom-Lautsprecher ( mit anderen Bose-Geräten) verwenden. Außerdem unterstützt er aptX, AirPlay und diverse Streaming-Dienste wie Spotify, Amazon Music oder Apple Music. Beim smarten Assistenten darfst du wählen: Laut Hersteller funktioniert der Lautsprecher sowohl mit dem Google Assistant als auch mit Alexa. Über beide Assistenten kannst du unter anderem Smart-Home-Geräte steuern.

Geladen wird der Lautsprecher per USB-C oder über die optional erhältliche Ladestation. Für den Außeneinsatz gibt der Hersteller zwar keine Schutzklasse an, verspricht aber immerhin ein wasserabweisendes Design.

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Marco Engelien
Marco Engelien
Nachdem ich mein staubtrockenes Lehramtsstudium vorzeitig beendet hatte, wollte ich eigentlich beim Radio arbeiten. Auf dem Weg dahin wollte ich nur mal kurz in den Tech-Bereich hineinschnuppern. Das war vor über sieben Jahren.

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