Shutterstock
News & Trends

Insider: Microsoft will KI in Windows 11 gezielter einsetzen statt überall

Martin Jud
2.2.2026

Microsoft soll laut einem Bericht von Windows Central seine KI‑Strategie für Windows 11 neu bewerten. Copilot‑Integrationen stehen demnach auf dem Prüfstand, neue Buttons sind pausiert, und auch Recall wird intern hinterfragt. Ziel sei ein gezielterer KI‑Einsatz statt «AI everywhere».

Die KI‑Offensive von Windows 11 sorgt bereits seit Längerem für Kritik. Copilot‑Buttons in Apps wie Notepad sorgten für Unverständnis und Recall musste bereits 2024 nach massiven Sicherheitsbedenken überarbeitet werden, bevor es 2025 erneut eingeführt wurde. Jetzt soll Microsoft laut einem Bericht von Windows Central prüfen, wie KI künftig sinnvoller in Windows eingesetzt werden kann. Offiziell bestätigt ist das nicht, doch laut Windows Central reagiert Microsoft auf die deutliche Kritik der jüngeren Vergangenheit.

Copilot‑Integrationen unter Review

Laut den Quellen von Windows Central bewertet Microsoft derzeit, wo Copilot‑Integrationen in Windows‑Apps tatsächlich sinnvoll sind. Als Beispiele werden Notepad und Paint genannt. Beide Apps erhielten Copilot‑Buttons, die bei vielen Nutzern eher Stirnrunzeln als Nutzen erzeugten. Die Insider sprechen davon, dass Microsoft diese Integrationen überprüft.

Auch der Ausbau weiterer Copilot‑Buttons in Windows‑Apps soll vorerst pausiert sein. Die Pause gilt laut Bericht nicht als endgültig, deutet aber darauf hin, dass Microsoft künftig selektiver vorgehen will. KI soll nicht mehr automatisch überall auftauchen, nur weil sie verfügbar ist.

Recall: ein Konzept in der Schwebe

Recall war 2024 das umstrittenste Windows‑Feature. Die Idee, den Bildschirminhalt kontinuierlich zu speichern und durchsuchbar zu machen, löste eine breite Debatte über Sicherheit und Privatsphäre aus. Laut Windows Central gilt Recall in seiner aktuellen Form intern als gescheitert. Das bedeutet jedoch nicht, dass Microsoft das Konzept aufgibt. Die Quellen sprechen davon, dass Recall weiterentwickelt werden soll – möglicherweise unter neuem Namen.

KI bleibt Teil des Systems – aber weniger sichtbar

Während sichtbare KI‑Elemente überprüft werden, laufen die grundlegenden KI‑Frameworks weiter. Semantic Search, Agentic Workspace, Windows ML und die Windows‑AI‑APIs sollen laut Bericht unverändert vorangetrieben werden. Sie bilden das technische Fundament, auf dem Entwickler aufbauen können. Gleichzeitig sind sie weniger kontrovers, weil sie nicht in jede Benutzeroberfläche hineinragen.

Microsoft soll Windows weiterhin als konkurrenzfähige KI‑Plattform positionieren wollen, aber ohne die Fehler der jüngsten Vergangenheit zu wiederholen. Der Bericht deutet insgesamt darauf hin, dass Microsoft weg vom «AI everywhere»-Ansatz will und künftig selektiver entscheidet, wo KI‑Funktionen sinnvoll sind.

Titelbild: Shutterstock

2 Personen gefällt dieser Artikel


User Avatar
User Avatar

Der tägliche Kuss der Muse lässt meine Kreativität spriessen. Werde ich mal nicht geküsst, so versuche ich mich mittels Träumen neu zu inspirieren. Denn wer träumt, verschläft nie sein Leben.


Software
Folge Themen und erhalte Updates zu deinen Interessen

Computing
Folge Themen und erhalte Updates zu deinen Interessen

Notebooks
Folge Themen und erhalte Updates zu deinen Interessen

News & Trends

Vom neuen iPhone bis zur Auferstehung der Mode aus den 80er-Jahren. Die Redaktion ordnet ein.

Alle anzeigen

Diese Beiträge könnten dich auch interessieren

  • News & Trends

    Neue Tools für alte Probleme: Schwache Windows-Passwörter im Visier

    von Florian Bodoky

  • News & Trends

    Confer ist ein KI-Chatbot mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung

    von Jan Johannsen

  • News & Trends

    Guardian-Recherche: GPT-5.2 greift auf Grokipedia als Quelle zurück

    von Kim Muntinga

5 Kommentare

Avatar
later