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Handy weg: Hört auf, das ganze Konzert zu filmen

Du freust dich wie wild auf das Konzert am Festival. Aber nein, vergiss es. Irgendein Tubel wird vor dir stehen, dir sein Handy vor die Nase halten und das ganze Konzert filmen. So ging’s jedenfalls mir am Openair Frauenfeld. Bei Eminem. Darum: Eine Schimpfschrift.

Freitagabend. Allmend Frauenfeld. Es ist Openair. 50 000 Besucher warten auf den US-Superstar Eminem. Die hartgesottenen Fans seit zwölf Uhr Mittags. Als das Gelände öffnete, sind sie reingerannt, erzählt mir eine Kollegin, die als Helferin beim Eingangsbereich arbeitet. Ich bin zwei Stunden vor Konzertbeginn auf dem Gelände, wo der Schlamm mittlerweile wieder getrocknet ist. Es gibt jetzt kein Durchkommen mehr. Von hinten drängen immer weiter Leute vor die Bühne. Es wird gestossen, geschubst und gedrückt. Wir stehen Schulter an Schulter. Währenddessen spüre ich den Atem des Typs hinter mir in meinem Nacken. Immerhin hat er vorher kein Chnoblibrot gegessen.

Dann geht’s los. Der weisse Vorhang, der die Bühne verhüllt, fällt. Der Rap-Gott, der Vorhänge mag, lässt sich nicht bitten und beginnt seinen Auftritt ohne Verspätung.

Ekstase. Aber dann: Tausende Scheiss-Handys werden gezückt und eine Armlänge hoch in die Luft gehalten. Ich sehe nichts mehr von der Bühne. So weit mein Auge reicht erblicke ich nur Smartphone-Displays. Die Bildschirme leuchten fast heller als die Bühnenbeleuchtung. Ich denke mir: Ja gut, die filmen jetzt den Beginn des Konzerts. Das wird schon wieder aufhören. Tja, ich liege falsch.

Der Typ vor mir, jung, ich schätze ihn auf anfang zwanzig, filmt das ganze Konzert. Das ganze Eminem-Konzert. Geschlagene neunzig Minuten hält er sein Handy hoch. Macht ein Video nach dem nächsten. Schade, ist ihm nicht sein blöder Arm abgefallen. Nur zwei Mal steckt er sein Handy weg; um sich seine Freundin auf die Schultern zu setzen. Die bleibt beide Male eine Viertelstunde da oben. Vor unseren Gesichtern. Und sie filmt von oben weiter. Meine Kollegin und ich sehen entweder das Handy des Typs oder den Arsch seiner Freundin. Was für ein Scheiss.

Ich bin etwas über eins-siebzig. Trotzdem: Nur wenn ich meinen Hals recke, sehe ich knapp auf den Übertragungsbildschirm. Die Bühne, wenn ich mich auf die Zehenspitzen stelle. Kleinere Menschen sehen gar nichts. Und ich sehe nur auf tausende Scheiss-Displays. So viele Leute schauen das Konzert durch den Bildschirm ihres Smartphones.

What the fuck?

Da war der Auftritt schon fertig. Immerhin das Feuerwerk konnte ich sehen

Niemand will diese Videos

An dieser Stelle will ich ehrlich sein. Ich habe im Eifer des Gefechts auch ein Video des Konzerts gemacht. Ein einziges. Vom ganzen Festival waren es insgesamt vier. Und ich bereue jedes einzelne. Wegen meines Videos habe ich fünfzig Sekunden von Eminems «Lose Yourself»-Finale verpasst. Für so ein doofes Video. Es ist verwackelt und die Soundqualität ist, wie bei all diesen Videos, unter aller Sau. Dazu kommt: Das Video werde ich eh nie mehr anschauen. Niemand tut das, denn eigentlich will niemand diese Videos sehen.

Bis zur Unkenntlichkeit verwackelt. Bravo

Von jedem grösseren Konzert gibt’s professionelle Videos. Wieso müssen die Leute selbst filmen? Und das auch noch so penetrant. Wenn du dein Phone einmal eine Minute lang hochhältst, sagt ja niemand etwas. Aber so ist es nicht. Die Handys sind permanent oben.

Ich glaube, die Leute, die ein ganzes Konzert filmen, sind Wiederholungstäter. Denn wer ein ganzes Konzert lang nicht merkt, wie bescheuert es ist, alles zu filmen, der wird’s wieder tun. Da drängt sich bei mir auch gleich die Frage auf, wie diese Leute das Speicherplatzproblem lösen. Neunzig Minuten Video werden so grob über den Daumen geschätzt 16 Gigabyte Speicher fressen. Wenn der bescheuerte Filmer noch ein paar weitere Konzerte besucht, wird er nicht darum herumkommen, einige der Videos zu löschen. Die Videos, für die er mit seinem Scheiss-Handy allen die Sicht verdeckt hat.

Nebst Speicherplatz frisst neunzig Minuten filmen auch Akku wie blöd. Ich frage mich was der Typ denn für ein Handy hat. Oder ob er extra für seine Filmerei eine Powerbank ans Konzert mitgeschleppt hat.

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Ich will den Leuten ihr Handy aus der Hand schlagen. Doch Gewalt und Sachbeschädigung sind nicht mein Ding. Und wären illegal.

Ihr sollt doch tanzen, singen und abgehen

An einem Konzert will ich zur Musik tanzen und mitsingen. Ich will den Bass im Bauch fühlen und ich will abgehen. Ich will das Konzert erleben. Aber die Mehrheit der Leute steht wie angewurzelt vor mir. Ab und an wippen sie mit dem linken Arm mit. Denn in der rechten Hand halten sie ja ihr blödes Handy noch immer oben.

Heute machst du mit der Taschenlampe deines Smartphones Atmosphäre. Damals haben wir noch mit dem Feuerzeug mitgefeiert und uns alle den Daumen verbrannt

Während dem Eminem-Konzert ist das Handynetz tot. Das weiss ich, weil ich im Gedränge vor dem Konzert einen Teil meiner Kollegen verloren habe. Nicht, weil ich Videos auf Snapchat, Instagram oder wo auch immer hochladen will. Anrufe sind nicht mehr möglich, WhatsApp-Nachrichten kommen nicht mehr durch. Das Netz ist komplett überlastet. Aber das ist auch nicht schlimm. Wir sind schliesslich wegen der Musik da. Schlimm ist, dass ich unzählige Snapchat-Screens vor mir habe. Wieso zur Hölle lädt jemand mehr als ein Video des selben Konzerts in seine Story?

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Die Freunde dieser Leute stehen wahrscheinlich gleich neben den Bekloppten, die filmen. Und haben die selbe Sicht. Dennoch müssen sie alle dasselbe uploaden und sehen dann die selben Videos wieder bei ihren Freunden. Cool. Die Daheimgebliebenen wollen die schlechten, elends langen Videos, auf denen du das Konzert nur verzerrt hörst, eh nicht sehen. Die schauen sich den Aftermovie an.

Das Publikum am Eminem-Konzert macht mit. Trotzdem: Ich habe schon Konzerte erlebt, an denen auch der Hinterletzte mitspringt. Das war hier nicht der Fall. Getanzt haben nur wenige. Wie auch, mit dem Handy in der Hand. Da wären die blöden Videos ja noch übler.

Handyverbot als Lösung?

Brauchen wir, damit wir Konzerte wieder geniessen können, ein komplettes Handyverbot? Die Firma Yondr hat das Handyproblem an Konzerten, Schulen und anderen öffentlichen Plätzen erkannt. Yondr hat ein Konzept das ich mag: An Konzerten verbieten sie Smartphones nicht, sondern sie schränken die Nutzung ein.

Auf ihrer Homepage schreibt die Firma Yondr:

In our hyperconnected world, we provide a haven to engage with what you’re doing and who you’re doing it with. In physical space and real time.

Übersetzung: In unserer hypervernetzten Welt bieten wir eine Oase, um sich mit dem zu beschäftigen, was du tust und mit denen du da bist. Im physischen Raum und in Echtzeit.

Yondrs Konzept funktioniert so: Am Eingang erhält jeder Besucher ein Yondr-Case. Dort wird das Phone reingesteckt und dann mit einem speziellen Verschluss zugemacht. Öffnen lässt sich das Case nur mit der dazugehörenden Dockingstation. Die Dockingstations gibt’s am Ausgang und in der Handy-Area. In dem abgetrennten Platz dürfen die Phones benutzt werden. Etwa für Notfälle oder andere dringende Anrufe oder Nachrichten.

Bild: overyondr.com/howitworks

Wer also ein Babysitter hat oder auf Pikett-Dienst ist, stellt sein Telefon auf Vibrationsalarm. Das Vibrieren sei auch durch das Case spürbar, so Yondr. Vibriert dein Phone, kannst du einfach in die Handy-Zone gehen.

Die Sängerin Adele ist ebenfalls gegen die vielen Smartphones an ihren Konzerten. Sie forderte Verbote für ihre Auftritte. Da bin ich dabei! Ich wünsche mir mehr Konzerte mit einer Handy-Einschränkung. Obwohl ich es schade finde, dass wir als Gesellschaft sowas überhaupt benötigen. Dass wir sogar beim Auftritt unserer Lieblingsstars noch auf unser Phone fixiert sind, finde ich bedenklich. Den Auftritt nur durch das Handy-Display zu sehen, obwohl du live dabei bist, ist eine Schande. Darum: Lass doch beim nächsten Konzertbesuch dein Phone in der Tasche.

Schlussendlich bin ich den Besuchern von Frauenfeld aber doch ein Bitzli dankbar: Immerhin hat niemand mit einem iPad gefilmt. Da hätte ich mich nicht mehr beherrschen können.

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Experimentieren und Neues entdecken gehört zu meinen Leidenschaften. Manchmal läuft dabei etwas nicht wie es soll und im schlimmsten Fall geht etwas kaputt. Ansonsten bin ich seriensüchtig und kann deshalb nicht mehr auf Netflix verzichten. Im Sommer findet man mich aber draussen an der Sonne – am See oder an einem Musikfestival.

89 Kommentare

3000 / 3000 Zeichen

User Anonymous

Danke, das du es deutlich Aussprichst. Mir nerven diese Menschen so wahnsinnig. Leider kommt das nicht nur an schiggi miggi festivals wie dem FF vor sondern verbreitet sich auch ander orts immer mehr.

10.07.2018
User alain1989

Frauenfeld ein "schiggi miggi"? Lebe ich in einem Paralleluniversum?

11.07.2018
User Anonymous

oder wie würdest du diese weisse socken zu weissen sneaker und möglichst trendigen/schicken outfits tragende festivalgänger denn sonst bezeichnen?

11.07.2018
User Yuppie

HipHopper? Times change bebe

11.07.2018
Antworten
User jeevanandk

Bestimmt die Gleichen, die früher das Konzert mit Blitz fotografiert haben.

10.07.2018
User Yuppie

Nein, aber etwa gleichviel Hirnmasse

10.07.2018
User Anonymous

Oder ein Feuerwerk mit Blitz fotografieren!

19.07.2018
User patrijisis

war gestern bei ed sheeran auch ganz krass ! 47999 smartphones

05.08.2018
Antworten
User Hannes2000

Das schlimmste was ich an einem Rock Konzert im Stehbereich erlebte: Ein älterer Herr bat uns ,Still zu sein, er würde mit dem iPad gerne das Konzert filmen.
Das coolste: Eine Band die die Zuschauer gebeten hat alle Handys auszumachen und das Konzert zu geniessen. Die Stimmung war sowas von gut.

10.07.2018
User Munze

Haben Sie den Herrn wenigstens auf sein unsinniges Verhalten hingewiesen?

10.07.2018
User Hannes2000

Ja natürlich. Ich habe auch deutlich gemacht, dass wir es uns an einem Rockkonzert im Stehbereich nicht verbieten lassen zu feiern. Der Herr ist irgendwann wo anders hin verschwunden. :)

11.07.2018
User Taboo

@Hannes2000: Sicher? Herrlich.... Da hätte ich mich kaputtgelacht! :D

11.07.2018
User Mikapfister

Ich habe nach dem Skillet Konzert 2016 die Bewertungen der Band nochmals angesehen weil ich auch eine geschrieben habe. Da hat sich doch tatsächlich einer über die "pogende Menge" beschwert.

27.07.2018
Antworten
User aarotsch

Beim Eminem Konzert war eine vor mir, die hat das halbe Konzert mit ihrer Freundin über Facetime geteilt... Oh man..

10.07.2018
User kevin.delia

bei mir auch xD ich war vor der sanitätstation und als ich die sah dachte ich nur: was zum teufel läuft mit der falsch

10.07.2018
Antworten
User Taboo

...das werde ich auch nie verstehen können... klar, ein paar fotos oder kurze filmchen zur erinnerung sind ja gut und schön, ABER, wer um alles in der welt setzt sich dann zuhause hin und schaut sich diese filme nochmals in "ruhe" an? abgesehen davon mit grottenschlechter soundquali...

10.07.2018
User Anonymous

Mein letztes Festival war 2013 und der Unterschied ist richtig traurig wenn ich mir die Crowd so ansehe alle nur am filmen weil sonst glaubt ja keiner das man da war oder noch schlimmer es gibt keine likes, aber das Konzert geniessen nein sowas macht man nicht mehr.

10.07.2018
User Anonymous

Es ist ganz einfach. Ich crashe in diesem Fall immer die Video- oder Bildaufnahmen.
Schreie dem Vordermann in das Mikrophon oder klatsche so laut wie möglich direkt neben dem Phone.
Dann springe so hoch du kannst, halte die Hände nach oben und verdecke damit so viele Smartphones wie möglich.

11.07.2018
User Anonymous

Pathethic, lieber passiv aggressiv als kurz ansprechen?

11.07.2018
Antworten
User claudehole

Danke! Ähnlich sind auch diese die ganze Feuerwerke filmen (und nie wieder anschauen)

11.07.2018
User HaefiDeBoss

Ich kann ehrlich sein mich nervts auch sehr fest. Nicht weil ich dann nichts mehr sehe, ich bin nähmlich 1.88, sondern wegen den sch**** Bildschirmen die mir die ganze Zeit in das Gesicht scheinen. Das kanns doch nicht sein...

11.07.2018
User sn00k3r

Das Handy kann das Klangspektrum eh nicht einfangen. Zudem sitze ich nicht 2 Jahre später im Wohnzimmer und schaue mir das verwackelte Video an. Ich stehe lieber in der zweiten Reihe bei Status Quo, trinke ein Bier und spiele Luftgitarre ;-)

11.07.2018
User derernst

Hm... spielen Status Quo noch ohne Rick Parfitt? Und hat man da heute in der 2. Reihe genug Platz zum Luftgitarre spielen? Luftgitarre ist aber grundsätzlich ein Superinput, denn wer Luftgitarre spielt hat sicher keine Hand frei fürs Handy.

11.07.2018
User sn00k3r

Jup sie spielen noch mit einem Jungen Gitaristen, hab die Tickets schon für Oktober ;-)

11.07.2018
Antworten
User Anonymous

Er sagt es sonst hier relativ deutlich.. Immer wieder mal, ganzes Video gucken für Hartnäckige..
youtu.be/5xN7fYnDRfU?t=37s

11.07.2018
User _saem_

Noch nie hab ich mir ein selbstgedrehtes Videos eines Konzertes erneut angeschaut. in 99% der Fällen landet das File irgendwo im Nirvana der iCloud. Aber dennoch kommt es vor, dass ich ein kurzes Video mache, was eigentlich sinnlos ist xD.

11.07.2018
User Marcusborbely

Ich stimme dir zu, dass es sich nicht gehört das ganze Konzert zu filmen. Das filmen ganz zu verbieten halte ich jedoch für eine schlechte Idee. Einen Song als Erinnerung aufzunehmen kann sehr schön sein, weil diese eine Video an das ganze Konzert erinnern kann.

10.07.2018
User Marcusborbely

Es gibt tatsächlich Leute, die sich diese Videos sehr gerne im nachhinein ansehen - und dies nicht nur einmal!
Trotzem sollte man den Moment geniessen, denn der ist einzigartig!
(Nebenbemerkung: Ein möglicher Grund für die vielen Leute, die am Eminem Konzert gefilmt haben, könnte sein, dass er jegliche Übertragungen oder Aufnahmen durch Fotografen verboten hat. Dies konnte ja jeder Künstler vor seinem Auftritt selbst entscheiden.)

10.07.2018
Antworten
User kevin.delia

vielen dank, ich war da und konnte eminem nur sehen (mit meinen augen und nicht durch diese grossen TV's die da hängen) dank meinem kollegen der mich auf die schulter nahm. ohne ihn hätte ich meinen kindheitstraum nicht erfüllen können und eminem live sehen, alles nur wegen den scheiss handys.

10.07.2018
User marco_z182

Die geilsten fand ich diejenigen, die soweit hinten standen und die einzige Möglichkeit mit 100fach zoom die Bildschirme zu filmen :D

11.07.2018
User Paperb0y

Am Konzert von Savas & Sido war das einiges besser. Zugegeben, ich habe auch das eine oder andere aufgenommen, jedoch war es erstaunlich, wie wenige Handys in den Himmel gestreckt wurden. Sido hat es auch erwähnt: es sieht aus, als ob es langsam bessert, zumindest bei einigen Artists.

11.07.2018
User timo

Gegen die schlechte Sicht würde es schon reichen wenn die Veranstalter von OpenAirs mal brauchbare Locations wählen würden, statt nur die billigsten mit dem meisten Platz. Es gibt zahlreiche Locations, die eine natürliche Tribühne durch abschüssiges Gelände bieten, was für Sicht und Ton top ist.

10.07.2018
User timo

Leider sind solche oft nicht für diese Zwecke entsprechend infrastrukturell angebunden. Am besten hab ich das bisher am Hockenheim Ring erlebt beim ersten Rock'n'Heim Festival. Die Infrastruktur (bewaldete Campingplätze, Strom), Konzerte und vor allem auch eben das Gelände vor der Bühne waren genial.

10.07.2018
Antworten
User manuel_vogel

Du sprichst mir aus der Seele! Wollte Eminem geniessen und sah nur Handy-Displays.. Traurige Welt :(

10.07.2018
User gumble_ch

Traurig. Zum Glück gibt es dann auch immer mal wieder andere Erlebnisse. Zum Beispiel am KASABIAN Konzert in der Halle 622. Habe kein einziges Smartphone gesehen bzw. wenn dann 5 Sek. für ein Foto. Auch das war aber eher die Ausnahme.

11.07.2018
User gumble_ch

Sogar als Gitarrist und Sänger Serge durch die Halle lief, blieben dann die Handys drin. Das hat das ansonsten schon tolle Konzert (alle tanzten und sangen mit) zusätzlich aufgewertet. Aber schade, dass es soweit kam, dass man sowas erwähnen muss resp. sich daran freuen.
Insbesondere da solche Videos nur digitaler Abfall sind. Schade um die Energie für Akku und CO.

11.07.2018
Antworten
User Raast

Es geht heute halt nur noch darum, das ganze dann irgendwo zu teilen (Facebook, Twitter, Insta, whatever) um den Kollegen zu zeigen was für ein tolles Leben man doch hat. Ich freue mich jeweils z.B. auf Toten Hosen oder Ärzte Konzerte, da wird kaum gefilmt, jedenfalls nicht in den vorderen 50 Meter.

11.07.2018
User KingRaven90

Dies kann nerven, aber viel schlimmer finde ich den Müllberg den das Openair Frauenfeld an Plastik produziert und liegen gelassen hat. Ich selbst gehe an viele Open Airs aber sowas habe ich noch nie gesehen. Einfach Traurig wie so viele menschen so wenig überlegen -.-

11.07.2018
User KingRaven90

20min.ch/schweiz/ostschweiz...

11.07.2018
Antworten
User Praind

Ich gehe jedes Jahr an die Dominator in Holland. Dort scheint das kein grosses Problem zu sein, die Leute feiern alle und gehen ab.

11.07.2018
User eoleonz

Ehrlich, Direkt, Danke, Teile deine Meinung!
Punkt

12.07.2018
User Lofton

Danke für Deine Worte...leider sind wie "Konzertgeniesser" immer mehr in der Unterzahl...

15.07.2018
User SEM Logistique

Entièrement d'accord avec vous ! Je n'arrive pas à comprendre pourquoi les portables sont permis dans les concerts, puisqu'il est stipulé sur les billets: "photos interdites" ! Les portables sont des appareils photos, donc ils devraient être interdits.

19.07.2018
User Rouven41

Ich nehme nur noch ca. 5 min eines ganzen Konzertes als Errinnerung auf, welche ich dann schneide und auch ab und an wieder anschaue. Jedoche vepasst man viel wenn man zuviel aufnimmt, desshalb am besten unter der 5 min Grenze bleiben.

10.07.2018
User Alessandro Bottinelli

Ja man kann einiges verpassen, kommt aber auch darauf an, wie man filmt. Ich hab ein System für meine Videos: Bei einer Strophe mache ich Closeups von den einzelnen Bandmitgliedern und bei allem anderen filme ich die ganze Bühne. Wenn man die ganze Bühne filmt, kann man oft auch auf die Bühne schauen, ohne Angst haben zu müssen, dass das Video schlecht wird, wenn der Arm schön ruhig bleibt ^^ (was er dann manchmal leider nicht tut xD)

10.07.2018
User gumble_ch

Sorry aber ich finde geht beides nicht. Wenn jeder 5 Min. sein Handy in der Luft hat sehe ich trotzdem die ganze Zeit Smartphones und zudem leidet die Stimmung jedes Mal enorm. Das stört mich noch viel mehr! Schreibst ja selber, man muss still halten. Ergo lame Stimmung.

11.07.2018
User Alessandro Bottinelli

Das kommt auch ganz auf das Konzert oder das jeweilige Lied an ^^ Ich persönlich gehe oft an Konzerte von Bands, die viele Balladen haben oder bei denen die Fans nicht "crazy" sind und keine Pits machen xD Als ich Black Sabbath sah, hab ich zum Beispiel auch nur 2 oder 3 Lieder gefilmt, den Rest vom Konzert hab ich normal miterlebt ^^

11.07.2018
User gumble_ch

Ja aber auch bei Balladen gibt es doch Emotionen und Stimmung welche völlig untergehen, wenn sich alle auf die Handyfilme konzentrieren?! Geniesst du es selber nicht auch mehr, wenn sich das Publikum völlig auf die Band einlässt?
Ich unterstelle auch nicht allen die Filmen, dass sie NUR wegen Social Media und Co. da sind. Ich sage vor allem, dass die Stimmung - egal welcher Natur, immer darunter leidet (mal mehr, mal weniger).

11.07.2018
User Alessandro Bottinelli

Ich persönlich fühle Musik oft auch nur durch hören. Da ich selber Songtexte schreibe, achte ich mehr auf die Texte als alles andere ^^ Und um ehrlich zu sein, bin ich lieber an einem Konzert an dem alle "still" stehen als an einem Konzert mit Moshpit, ich geh an ein Konzert um die Musik zu hören, nicht um andere zu prügeln xD Wenn ich zu Musik abgehen will, gehe ich lieber zu Parties, ob dies nun in einem Club oder sonst wo ist. Ich gehe an ein Konzert um die Musiker zu sehen und zu beobachten, nicht um Party zu machen. Aber das ist meine persönliche Meinung/Einstellung zu Musik ^^
Ich glaube auch nicht, dass du alle "Filmer" in eine Schublade steckst ^^ es gibt bestimmt die, die es nur für Likes machen, sowie es die gibt, die es für andere Fans machen, um Erinnerungen zu haben und diese nach Belieben "wiederbeleben" zu lassen und dann gibt es bestimmt noch die, die es für all diese Gründe machen xD

11.07.2018
Antworten
User patriksage

Als ich am Frauenfeld war, 2006 herum. Jedenfalls waren unsere Handys zum Simsen da. Ich war dazumals noch der erste mit einer Gummipuppe was wiederum viel anregenden Gesprächsstoff ergab, wir hatten Hüpfburgen dabei, waren ständig blau und hatten super Sex- so sollte ein Open air sein ach ja auch gute Musik!

10.07.2018
User StageSolutions

Das ist ja nicht nur bei den Konzerten so. Es ist traurig, dass viele nicht mehr in der Lage sind^, ein Konzert live zu geniessen und die Erinnerung als solche (nicht als "Dokument") zu behalten.

11.07.2018
User StageSolutions

Noch schlimmer sind aber all die, die mit ihren Kindern unterwegs sind, 100e von Schnappschüssen von ihnen machen und sich sonst nur mit dem Handy beschäftigen.
Die erleben ihre Kinder gar nicht - und über das Selbstwertgefühl der Kinder möchte ich lieber nichts wissen. Was sagt das über dich, wenn deine Eltern sich mehr für ein kleines Stück Elektroschrott interessieren, als für den wundervollen Kieselstein, den du jetzt gerade wieder gefunden hast..

11.07.2018
Antworten
User Mr.Shin-Chan

Stimme voll und ganz zu, das Video wäre jedoch mit einem p20 pro oder ähnlichem gerät mit Stabi deutlich besser gekommen :D Hab auch total 4 Videos a 20sek vom ganzen OAF18 aber die gefallen mir und erinnern mich auch in Zukunft an dieses Openair :D

11.07.2018