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ComputingKaufratgeber 3336

Gratis-Office: Es muss nicht immer Microsoft sein

Microsoft Office ist schön und gut, doch es gibt Alternativen. Diese kosten nichts, benötigen wenig Umgewöhnungszeit, sind offline nutzbar und ermöglichen ein gewohnt produktives Arbeiten.

Selbst von Microsoft gibt es ein Gratis-Office. Jedoch ist «Microsoft Office Online», wie es der Name sagt, nur webbasiert, mit entsprechendem Account und in abgespecktem Umfang nutzbar. Will heissen; Word, Excel, PowerPoint, OneNote und Outlook. So ähnlich sieht es auch bei Google Docs, Sheets, Slides und Forms aus. Was aber, wenn du nach einer Office-Alternative suchst, die klassisch offline nutzbar ist?

Gerne gebe ich dir einen Überblick zu drei Alternativen. Diese sind auf «Freie Software» beschränkt, weshalb proprietäre Lösungen wie beispielsweise «Apple iWork», «WordPerfect Office», «WPS Office» oder «SoftMaker Office» hier nicht im Detail aufgeführt werden. Selbstverständlich verrate ich dir am Schluss auch, welche Software ich privat verwende und weshalb.

Apache OpenOffice

Apache OpenOffice gibt es seit 2002. Bis 2010 war es der Platzhirsch unter den freien Office-Lösungen (ehemals OpenOffice.org). Es ist quelloffen, gratis und für beinahe alle Betriebssysteme verfügbar. Dieses Office-Paket entstand aus den Quelltexten von StarOffice und wurde vor allem durch Sun Microsystems (gehört zu Oracle) entwickelt.

Enthaltene Anwendungen:

Textverarbeitung (Writer), Tabellenkalkulation (Calc), Präsentationen (Impress), Datenbank (Base), Formeleditor (Math), Grafik (Draw)

Unterstützte Betriebssysteme:

Windows, macOS, Linux und weitere

Lizenz und Download

Apache-Lizenz Version 2 (Freie Software)
Hier geht's zum Download.

Calligra Suite

Die Community «KDE» setzt sich seit 1996 für die Entwicklung freier Software ein. Unter anderem hat KDE die Calligra Suite entwickelt, bei welcher es sich um ein freies Office- und Grafik-Paket handelt. Die Suite ist aus dem ehemaligen KOffice entsprungen und verwendet OpenDocument-Formate.

Enthaltene Anwendungen:

Textverarbeitung (Words), Tabellenkalkulation (Sheets), Präsentationen (Stage), Datenbank (Kexi), Projektverwaltung (Plan), Digitales Malen (Krita), Vektorgrafiken (Karbon), Flussdiagramme (Flow)

Unterstützte Betriebssysteme:

Primär Linux (best unterstütztes System), FreeBSD und mit etwas Installations-Aufwand auch macOS

Lizenz und Download

LGPL, GPL (Freie Software)
Hier geht's zum Download.

LibreOffice

Bei LibreOffice handelt es sich um eine Abspaltung von OpenOffice. Es entstand durch die Unzufriedenheit vieler ehemaliger OpenOffice-Entwickler, welche sich im September 2010 von Oracle abwendeten und «The Document Foundation» gründeten. Mittlerweile hat LibreOffice, unter anderem dank regelmässigeren Updates, eine grössere Userschaft als Apache OpenOffice.

Enthaltene Anwendungen:

Textverarbeitung (Writer), Tabellenkalkulation (Calc), Präsentationen (Impress), Datenbank (Base), Formeleditor (Math), Grafik (Draw)

Unterstützte Betriebssysteme:

Windows, macOS, Linux

Lizenz und Download

MPL, LGPL v3+ und GPL v3+ (Freie Software)
Hier geht's zum Download.

Welches Office soll ich mir herunterladen?

Bist du Linux-User, empfiehlt es sich, einen Blick auf die Calligra Suite zu werfen. Diese bietet das grösste Programmpaket der drei vorgestellten Office Suites. Du kannst übrigens mit Calligra auch Dokumente von MS Office importieren (sowohl .doc wie auch .docx), doch abspeichern geht lediglich in OpenDocument-Formaten. Diese sind aber problemlos auch mit Anwendungen von MS Office und anderen Office Suites lesbar.

Volle Unterstützung zu MS-Formaten bieten OpenOffice und LibreOffice. Vom Programm-Umfang her sind sie gleichauf, doch erscheinen für OpenOffice im Vergleich zu LibreOffice weniger häufig Updates mit umfangreichen Neuerungen oder Anpassungen. OpenOffice erhält primär Sicherheitsupdates sowie Bugfixes. Im Gegensatz dazu geniesst LibreOffice einen grossen Support dank den Entwicklern von The Document Foundation. Persönlich nutze ich aus diesem Grund seit einiger Zeit LibreOffice. Ich bin damit sehr zufrieden, und vermisse bisher keine Funktionen von MS Office.

Update vom 30.11.2018, 13:40 Uhr
Fairerweise muss man zu diesem Artikel anfügen, dass eine Lösung wie LibreOffice nicht gänzlich kompatibel zu MS-Office-Dokumenten ist. Es kann beispielsweise Probleme mit Makros oder aufwändig gestalteten Präsentationen geben. Willst du hundertprozentige Kompatibilität, greifst du zu einem Produkt von Microsoft.

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User

Martin Jud, Zürich

  • Editor
Der tägliche Kuss der Muse lässt meine Kreativität spriessen. Werde ich mal nicht geküsst, so versuche ich mich mittels Träumen neu zu inspirieren. Denn wer träumt, verschläft nie sein Leben.

33 Kommentare

3000 / 3000 Zeichen
Es gelten die Community-Bedingungen.

User Yuppie

Libre Office ist wunderbar

30.11.2018
User l.mont

es ist wunderbar wenn Sie keine Datenanalyse durchführen :(

01.12.2018
User roccoriu

Dann ist ms office aber auch nix für dich

06.12.2018
Antworten
User gnaegeli

Trotz aller Sympathie für Opensource möchte ich mal jemanden treffen, der auf LibreOffice eine grössere Arbeit geschrieben hat ;-) Dann wirds wohl eher Latex

30.11.2018
User urswuergler

Meine Diplomarbeit konnte ich anno 1999 nicht mehr mit MS Word vollenden, weil die Software nicht mit grossen Tabellen umgehen konnte (es kann sein, dass sich das zwischenzeitlich geändert hat). Mir blieb nichts anderes übrig, als eine weitestgehend kompatible Software einzusetzen, die die vorletzte Version meines Dokumentes überhaupt öffnen konnte. Das war das taufrische OpenOffice, das aus StarOffice hervorgegangen war.
Bis heute halte ich die Textverarbeitung aus OpenOffice / LibreOffice für ausserordentlich solide. Als Tabellenkalkulation verwende ich lieber Excel.

01.12.2018
User SlimPress

Ein Vergleich mit einer Version die fast 20 Jahre auf dem Buckel hat? Respekt!

01.12.2018
User Philfreeze

Eine grössere Arbeit würde ich aber auch nicht mit MS Office schreiben. WYSIWYG Editoren sind dazu einfach nicht geeignet.

02.12.2018
User rmettier

Ja, hab' 2006 meine Dissertation in damals OpenOffice geschrieben. Verwende heute allerdings aus Bequemlichkeit meist Google Docs.

03.12.2018
Antworten
User daccurda

Wenn wir schon bei freier Software sind, wie wäre es mit einem Adobe Lightroom vs Darktable vergleich?
darktable.org/

30.11.2018
User RealMajor

ich finde darktable super =D noch mehr mag ich RawTherapee '^ ^

30.11.2018
User mova

Rawtherapee läuft zwar flüssiger, das bessere UI IMO hat Darktable. Und beide sind Opensource.

30.11.2018
Antworten
User schrottbox83

Danke Martin!
..wenn mich Phil schon nicht haben wollte ;) , kümmerst du dich wenigstens ein bisschen um die Opensource- und Linuxwelt.
Hehe :)

Gerne mehr davon!

30.11.2018
User tschlienger

Wer auf das "Open-Source"-Schild verzichten kann und lieber ein dem bekannten "Microsoft Office" möglichst ähnliches (besonders im Design) Softwarepaket nutzen möchte, sollte sich auch einmal WPS Office von Kingsoft anschauen: kingsoftstore.com

30.11.2018
User rolfzubi

Eine weitere option ist, Microsoft Office Online kostenlos über den Browser zu benutzen. Man gehe dafür auf bing.com und meldet sich mit seinem outlook.com oder hotmail.com Konto an. Dann auf Office Online klicken und gewünschtes Produkt wählen. Das ist für den Normalanwender, der ab und zu einen Brief verfassen muss oder ein einfache Excel Liste führen will, völlig ausreichend. Die Funktionen sind teilweise etwas eingeschränkt. Bestehende Dokumente lassen sich auch Problemlos über die Cloud öffnen. Ein ganz angenehmer Vorteil, man kommt überall auf seine Dokumente und kann sie jederzeit bearbeiten.

01.12.2018
User Anonymous

Habe LibreOffice und die Gratis-Version von Softmaker ausprobiert, Softmaker ist mein Favorit den ich regelmässig benutze.

30.11.2018
User AndreasLupert

LibreOffice ist das Paket meiner Wahl. Ich habe einen grossen iMac und 2 Windows 10 Notebooks. Die Dateien sind absolut kompatibel zu einer, was ein plattformübergreifendes Arbeiten wirklich einfach macht: zu Hause arbeite ich auf dem iMac, unterwegs mit dem Surface Pro oder dem Asus Notebook. Besser geht es nicht.

30.11.2018
User Doomer_66

Brauche zu Hause schon lange OpenOffice bzw. jetzt LibreOffice.
Für mich besser als das MS Office, aber da hat jeder seine eigenen Vorlieben.

30.11.2018
User Anonymous

Dass Martin Jud letztlich noch auf ein Produkt hinweisen muss, welches Digitec vertreibt, ist nachvollziehbar.
Interessant wäre hierbei jedoch ein Review der Synology Office Suite, welche auf den NAS zentral zur Verfügung steht und Kollaboration ermöglicht.

30.11.2018
User RealMajor

BTW Krita gibts auch standalone programm für windows und linux und hat eine recht gute unterstüzung für digital pens/stylus ;-) am touch ui arbeiten sie noch... kann man aber sehr gut mit 3rd party sw lösen

30.11.2018
User daccurda

Ausserdem gibt es bei Krita sehr viele Probleme wenn man den Touch-Input / Stylus mit Wayland verwenden möchte. Das ist irgendwie schade, Krita ist der einzige Grund, dass ich momentan noch X11 verwende

30.11.2018
User daccurda

Aber Krita ist wirklich genial!

30.11.2018
User RealMajor

hmm auf nativem windows habe ned so solch probleme mit dem touch auch tilt vom stylus wird erkannt.. ich nütze vA shortcuts mit nem BT keyboard das macht das genze recht eträglich, bei linux habe den touch enabled kernel noch gar ned ausprobiert... .

30.11.2018
Antworten
User gregorvogel

Schade gibt es keine Alternative zu Filemaker. Mit Filemaker lässt sich sehr schnell ein kleines App realisieren wie Rechnungserstellung, Kundenverwaltung etc. Doch leider viel zu teuer. Microsoft Access oder kostenlose Office-Alternativen sind meilenweit von Filemaker entfernt. Oder kennt jemand etwas vernünftiges?

30.11.2018
User stegeman

Ich war auch nie ein riesiger MS Fan. Aber wenn man ein wenig schaut bekommt man MS Office für 5 Stutz im Monat und kann es auf PCs, Tablets und Smartphones benutzen, für die ganze Familie (5 Geräte pro Kategorie). Warum soll ich mich um OpenOffice und Co bemühen?

02.12.2018
User JWirth

Hallo Stegmann, was genau für ein Abo verwendest Du?

03.12.2018
User stegeman

Office 365 Home

03.12.2018
Antworten
User maenujem

Ich arbeite unter Linux, habe aber oft mit Kunden zu tun, welche mir MS Office Dokumente/Tabellen/Präsentationen zum Bearbeiten geben. Da ist Libre/Openoffice nicht wirklich ne Alternative: bei Präsentationen sind Objekte meist schon nach dem ersten Austausch woanders und bei Dokumenten spätestens nach dem zweiten Austausch irgendwas schief..

Wer kennt geeignetere Tools, um unter Linux die MS Office Dateien zu bearbeiten (muss nicht gratis sein)?

02.12.2018
User Anonymous

Softmaker

05.12.2018
User daccurda

Ich arbeite auch mit Linux und habe mir folgende Dinge angewohnt:

- PDFs verteilen anstatt von ODT / DOC Dateien. In den meisten Fällen gibt es für andere Leute sowieso keinen Grund die Dateien zu bearbeiten, die ich ihnen schicke.

- Falls ich ab und an dann doch ein Word Dokument bekomme (passiert vielleicht einmal im Jahr..), dann einfach mit Office 360 im Browser öffnen (funktioniert unter Linux nur mit Chromium. Bei Firefox ist da einiges kaputt) und dann im Browser bearbeiten.

Wenn Dokumente von mehreren Leuten bearbeitet werden müssen ist es sowieso umständlich für alle Parteien sich Dateien per E-Mail durch die Gegend zu schicken die dann jeder mit seiner Software und unterschiedlichen Versionen auf dem Computer bearbeitet. 1999 ist vorbei. Es gibt genug Tools mit denen man das eleganter lösen kann. z.B. Google Docs Freigaben.

Vor Allem lege ich das gerne auch Windows & Mac Nutzern ans Herz da sogar zwischen unterschiedlichen MS-Office versionen die ein oder andere Inkompatibilität auftreten kann.

28.12.2018
Antworten
User roccoriu

Wps office ist wirklich gut und opensource. Kann ich für leute die ms office mögen nur empfehlen. Das UI is fast gleich und es kann alle ms office files öffnen. Gibts auch für linux. Wirklich ne gute sache

06.12.2018
User daccurda

Nettes Profilbild mein Freund

28.12.2018
Antworten
User Mr.Shin-Chan

Ich denke, dass die Stärke von MS Office auch vor allem darin liegt, verbreitet zu sein. Kollaboration ist so halt einfacher. Es ist definitiv nicht günstig, aber wer es ab und zu für irgendwelche Textarbeiten braucht, hat mit den genannten Tools mehr als genug.

02.12.2018
User Sadboy

1 click cmd datei sag ich dazu nur ;P

30.11.2018