Gaming Notebooks unter 1400 Franken

Gaming Notebooks unter 1400 Franken

Martin Jud
Zürich, am 28.11.2019
Für die Hardware eines Notebooks musst du stets tiefer in die Taschen greifen, als für einen Desktop-PC. Insbesondere bei einem Gaming Notebook. Dennoch finden sich auch «Schnäppchen».

Gründe für ein Gaming Notebook gibt es etliche. Du bist damit nicht nur bei der Anreise zur nächsten LAN-Party klar im Vorteil, auch sparst du zuhause eine Menge Platz, der sonst für Gehäuse und Co. draufgeht. Die Nachteile des mobilen Gamings sind erhöhte Hardwarepreise und mehr Lärmemission, als bei einem normalen PC. Durch die kompakte Bauweise muss Hitze besser abtransportiert werden. Das ist aber nie so effizient wie bei einem grossen Gehäuse. Daraus resultieren nicht nur lautere Luftströme, sondern auch direkte Einbussen bei der Leistung der verbauten Hardware.

Das heisst, dass du im Gegensatz zu einem grossen Gaming PC nicht immer auf die Hardware-Ausstattung und deren technischen Daten vertrauen kannst. Ein Notebook kann dank gutem Kühlkonzept auch mal mit schlechterer Grafikkarte mehr Leistung abrufen, als ein anderes mit leicht besserer aber lausigem Lüfterdesign. Selbiges gilt auch für die verbauten Prozessoren.

Auf was soll ich beim Kauf achten?

Falls du dir bereits bewusst bist, auf was es beim Kauf eines Gaming Notebooks ankommt, kannst du gerne zu den aktuellen Empfehlungen runterscrollen.

Da sich Notebooks insbesondere abseits der Innereien unterscheiden, sollte ein Kauf gut überlegt sein. Gerade wenn es um die Tastatur, sprich um Haptik und Ergonomie geht, ticken wir alle anders. Daher ist es empfehlenswert, entweder das Gerät im Shop oder bei einem Kollegen auszuprobieren, oder zumindest genügend Meinungen anderer Besitzer einzuholen respektive Reviews zu lesen. Für alles, wo es nicht aufs persönliche Gusto ankommt, gebe ich dir gerne eine Empfehlung ab.

Prozessor und Arbeitsspeicher (RAM)

Bei Einsteiger-Gaming-Notebooks musst du nicht zwingend auf den Prozessor Acht geben, da sowieso sämtliche mit mindestens einer i5-CPU daherkommen. In Kombination mit einer Grafikkarte aus dem Mid-Range- oder unteren High-End-Bereich genügt das vollkommen.

Was den Arbeitsspeicher betrifft, findest du im Shop kein Gaming Notebook mit weniger als 8 GB RAM. Das ist gut, jedoch empfehle ich dir, eines mit 16 GB zu kaufen, um auf der sicheren Seite zu sein. Alternativ nimmst du eins mit 8 GB und kaufst gleich einen zweiten Riegel RAM zum selber Aufrüsten dazu. Oder du schaust erstmal, ob die 8 GB mit deinen bevorzugten Games reichen.

Grafikkarte

Willst du Games der vergangenen Jahre bei 1080p-Auflösung mit mittleren bis hohen Grafikeinstellungen spielen, benötigst du mindestens eine Grafikkarte mit der Leistung einer NVIDIA GeForce GTX 1050 Ti. Zu einer schwächeren würde ich auf keinen Fall greifen. Greifst du zu einer NVIDIA GeForce GTX 1650 oder besser, wirst du auch viele aktuelle Games mit hohen bis maximalen Qualitätseinstellungen flüssig spielen können.

Als Hilfe habe ich dir folgende Tabelle zusammengestellt, welche empfohlene Einsteiger-Grafikkarten fürs mobile Gaming enthält. Sie sind von der stärksten bis zur schwächsten absteigend geordnet.

GrafikkartePositionierungTakt und VRAM
NVIDIA GeForce GTX 1660 TiUnterer High-End-Bereich, performt bei hoher Auflösung besser als GTX 10701455 - 1590 MHz, bis 6 GB VRAM
NVIDIA GeForce GTX 1070Unterer High-End-Bereich, performt bis 1080p besser als GTX 1660 TI1443 - 1645 MHz, bis 8 GB VRAM
NVIDIA GeForce GTX 1070 Max-QOberer Mid-Range-Bereich1101 - 1379 MHz, bis 8 GB VRAM
NVIDIA GeForce GTX 1060Mid-Range, etwas besser als GTX 16501404 - 1670 MHz, bis 6 GB VRAM
NVIDIA GeForce GTX 1650Mid-Range, performt bei hoher Auflösung besser als GTX 1060 Max-Q1395 - 1560 MHz, bis 4 GB VRAM
NVIDIA GeForce GTX 1060 Max-QMid-Range, performt bis 1080p besser als GTX 16501063 - 1480 MHz, bis 4 GB VRAM
NVIDIA GeForce GTX 1650 Max-QMid-Range, etwas besser als RX 560X1020 - 1245 MHz, bis 4 GB VRAM
AMD Radeon RX 560XMid-Range, etwas besser als GTX 1050 Ti1172 - 1275 MHz, bis 4 GB VRAM
NVIDIA GeForce GTX 1050 TiMid-Range1493 - 1620 MHz, bis 4 GB VRAM

Speicherausstattung

Damit dein System flott arbeitet, muss das Gerät über eine SSD verfügen. Allerdings benötigst du für deine Games eine Menge Platz und SSD-Speicher ist teuer. Daher verfügt dein Gaming Notebook optimalerweise über eine kleine SSD für Windows sowie über eine zusätzliche HDD für Games. Solltest du zu einem Notebook greifen, das nur eine SSD hat, solltest du eines mit mindestens 512 GB besorgen.

Display

Die Auflösung bei Gaming Notebooks im Einsteiger-Bereich geht nie über 1080p. Doch immerhin kannst du die Bildschirmdiagonale wählen. Was darf es denn sein: 15.6 oder 17.3 Zoll? Egal, für was du dich entscheidest; sei dir bewusst, dass das Angebot an brauchbaren 17.3-Zoll-Gaming-Notebooks aufgrund des Preisaufschlages gering ist. Daher finden sich in meinen Empfehlungen weiter unten auch nur drei Stück.

Auf Technologien wie G-Sync oder HDR musst du bei Notebooks unter 1400 Franken verzichten. Doch immerhin gibt es das eine oder andere Angebot mit 120- oder 144-Hz-Display. Die erhöhte Ausgabefrequenz sorgt unter anderem dafür, dass deine Augen geschont werden und du länger Spielen kannst, ohne zu ermüden.

Ansonsten ist es immer von Vorteil, wenn die Leuchtkraft des Displays nicht zu gering ausfällt. 300 cd/m² oder mehr wären toll, sind aber in Anbetracht des Gamens im dunklen Kämmerlein kein Muss. Allerdings ist es nicht immer einfach, herauszufinden, wie viel cd/m² das verbaute Panel bringt. Suche im Netz am besten nach dem Notebook-Typ und «Leuchtkraft», «cd/m²» oder «nits».

Anschlüsse

Mach dir vor dem Kauf Gedanken, welche Geräte du ans Notebook anschliessen möchtest. Überprüfe, ob dein auserwähltes künftiges Gerät alles hat, was du willst. Solltest du beispielsweise einen externen Bildschirm anhängen wollen, aber das Notebook verfügt nur über USB-C, empfiehlt es sich, gleich einen entsprechenden Adapter dazu zu kaufen.

Tastatur

Das Keyboard spielt beim Gamen eine wichtige Rolle. Doch sind die persönlichen Vorlieben genauso unterschiedlich, wie die verbauten Tastaturen. Informiere dich falls möglich darüber, wie Testpersonen die Haptik des Geräts beurteilen. Finde heraus, wie gross der Tastenhub ist, ob die Tasten einen klaren Auslösepunkt haben und wie das Layout daherkommt. Ferner könnte auch die Tastenbeleuchtung und das Material der Handballenauflage wichtig sein. Im Idealfall testest du dies alles selber im Shop oder bei einem Kollegen, der das Gerät besitzt.

Akkuleistung

Zumal Gaming Notebooks ohne Netzanschluss praktisch nie länger als zwei Stunden durchhalten, empfehle ich beim Kauf eines Gaming Notebooks nur sekundär darauf zu achten.

Empfehlungen aktueller Gaming Notebooks unter 1400 Franken

Die folgenden Empfehlungen habe ich dir behutsam zusammengestellt. Ich habe darauf geachtet, nur Modelle aufzuführen, die wir entweder in eigenen Reviews als gut befunden haben oder die im Quervergleich verschiedener Internet-Reviews gut abschneiden.

15.6-Zoll-Gaming-Notebooks mit viel Einstiegs-Power

Mehr Grafik-Power für unter 1400 Franken geht nicht. Dieses Notebook verfügt über eine NVIDIA GeForce GTX 1660 Ti, 16 GB RAM und einen AMD Ryzen 7. Ausserdem hat das verbaute Display eine erhöhte Bildwiederholfrequenz. Leider ist es das einzige Notebook mit GTX 1660 Ti oder GTX 1070, das zum Veröffentlichungszeitpunkt des Artikels unter 1400 Franken kostet und verfügbar ist.

TUF Gaming FX505DU-AL137T (15.60", Full HD, AMD Ryzen 7 3750H, 16GB, 512GB, SSD)
Notebook
1399.–
ASUS TUF Gaming FX505DU-AL137T (15.60", Full HD, AMD Ryzen 7 3750H, 16GB, 512GB, SSD)

ASUS TUF Gaming FX505DU-AL137T: 15.6-Zoll-Display mit 120 Hz, AMD Ryzen 7 3750H, nVidia GeForce GTX 1660 Ti, 16 GB RAM, 512 GB SSD

15.6-Zoll-Gaming-Notebooks mit gutem Einstiegs-Power

Mit einer nVidia GeForce GTX 1650 oder GTX 1060 Max-Q bekommst du ordentliche Einstiegs-Power. Bitte achte darauf, dass die aufgeführten Modelle mit 8 GB RAM vor allem dann empfehlenswert sind, wenn du dir zusätzlichen RAM besorgst und das Gerät damit aufrüstest. Alternativ greifst du besser gleich zu einem Modell mit 16 GB RAM. Oder du probierst aus, ob 8 GB für deine Spiele genügen.

GamingBook X571GT-AL101T (15.60", Full HD, Intel Core i7-9750H, 16GB, 512GB, 1000GB, SSD, HDD)
Notebook
1399.–
ASUS GamingBook X571GT-AL101T (15.60", Full HD, Intel Core i7-9750H, 16GB, 512GB, 1000GB, SSD, HDD)

ASUS GamingBook X571GT-AL101T: 15.6-Zoll-Display mit 120 Hz, Intel Core i7-9750H, nVidia GeForce GTX 1650, 16 GB RAM, 512 GB SSD, 1 TB HDD

G5 15 – 5587 (15.60", Full HD, Intel Core i5-8300H, 8GB, 128GB, 1000GB, SSD, HDD)
Notebook/>
Dell G5 15 – 5587 (15.60", Full HD, Intel Core i5-8300H, 8GB, 128GB, 1000GB, SSD, HDD)

Dell G5 15 5587: 15.6-Zoll-Display, Intel Core i5-8300H, nVidia GeForce GTX 1060 Max-Q, 8 GB RAM (2. Steckplatz frei), 128 GB SSD, 1 TB HDD

Ideapad L340 (15.60", Full HD, Intel Core i7-9750H, 16GB, 256GB, 1000GB, SSD, HDD)
Notebook
1191.–
Lenovo Ideapad L340 (15.60", Full HD, Intel Core i7-9750H, 16GB, 256GB, 1000GB, SSD, HDD)

Lenovo Ideapad L340: 15.6-Zoll-Display, Intel Core i7-9750H, nVidia GeForce GTX 1650, 16 GB RAM, 16 GB RAM, 256 GB SSD, 1 TB HDD

Legion Y540 (15.60", Full HD, Intel Core i7-9750H, 16GB, 256GB, 1000GB, SSD, HDD)
Notebook
1405.–
Lenovo Legion Y540 (15.60", Full HD, Intel Core i7-9750H, 16GB, 256GB, 1000GB, SSD, HDD)

Lenovo Legion Y540: 15.6-Zoll-Display mit 144 Hz, Intel Core i7-9750H, nVidia GeForce GTX 1650, 16 GB RAM, 256 GB SSD, 1 TB HDD

X571GT-AL115T (15.60", Full HD, Intel Core i5-9300H, 8GB, 512GB, SSD)
Notebook
1099.–
ASUS X571GT-AL115T (15.60", Full HD, Intel Core i5-9300H, 8GB, 512GB, SSD)

ASUS X571GT-AL115T: 15.6-Zoll-Display mit 120 Hz, Intel Core i5-9300H, nVidia GeForce GTX 1650, 8 GB RAM (2. Steckplatz frei), 512 GB SSD

15.6-Zoll-Gaming-Notebooks mit mittelmässigem Einstiegs-Power

Ein Gaming Notebook mit weniger guter Grafikkarte, kann zur heutigen Zeit nicht mehr empfohlen werden. Diese Notebooks haben eine nVidia GeForce GTX 1050 Ti. Beim Modell mit 8 GB RAM empfiehlt es sich, dieses allenfalls selbst auf 16 GB aufzurüsten.

Erazer P6705 (15.60", Full HD, Intel Core i7-8750H, 16GB, 256GB, 1000GB, SSD, HDD)
Notebook
1189.–
Medion Erazer P6705 (15.60", Full HD, Intel Core i7-8750H, 16GB, 256GB, 1000GB, SSD, HDD)

Medion Erazer P6705: 15.6-Zoll-Display, Intel Core i7-8750H, nVidia GeForce GTX 1050 Ti, 16 GB RAM, 256 GB SSD, 1 TB HDD

G3 15 3579 (15.60", Full HD, Intel Core i7-8750H, 8GB, 128GB, 1000GB, SSD, HDD, 3G)
Notebook
1295.–
Dell G3 15 3579 (15.60", Full HD, Intel Core i7-8750H, 8GB, 128GB, 1000GB, SSD, HDD, 3G)

Dell G3 15 3579: 15.6-Zoll-Display, Intel Core i7-8750H, nVidia GeForce GTX 1050 Ti, 8 GB RAM (2. Steckplatz frei), 128 GB SSD, 1 TB HDD

17.3-Zoll-Gaming-Notebooks

Wer mehr Bildschirmdiagonale will, greift tiefer in die Tasche. Daher habe ich auch nur drei Notebooks gefunden, die unter 1400 Franken kosten und empfohlen werden können. Sie sind absteigend nach Leistung sortiert. Beim letzten, schwächsten Modell muss wieder beachtet werden, dass es nur 8 GB RAM hat – zum Glück verfügt es über einen zweiten Steckplatz und kann somit aufgerüstet werden.

Omen 17-an165ng 43,9cm Ci7 16GB GTX1060 (17.30", Intel Core i7-8750H, 16GB, SSD, HDD)
Notebook
1291.–
HP Omen 17-an165ng 43,9cm Ci7 16GB GTX1060 (17.30", Intel Core i7-8750H, 16GB, SSD, HDD)

HP Omen 17-AN165NG: 17.3-Zoll-Display, Intel Core i7-8750H, nVidia GeForce GTX 1060, 16 GB RAM, 256 GB SSD, 1 TB HDD

L340 Gaming (17.30", Full HD, Intel Core i7-9750H, 16GB, 256GB, 1000GB, SSD, HDD)
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1179.–
Lenovo L340 Gaming (17.30", Full HD, Intel Core i7-9750H, 16GB, 256GB, 1000GB, SSD, HDD)

Lenovo L340 Gaming: 17.3-Zoll-Display, Intel Core i7-9750H, nVidia GeForce GTX 1650, 16 GB RAM, 256 GB SSD, 1 TB HDD

Omen 17-an162ng (17.30", Intel Core i7-8750H, 8GB, SSD, HDD)
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HP Omen 17-an162ng (17.30", Intel Core i7-8750H, 8GB, SSD, HDD)

HP Omen 17-AN162NG: 17.3-Zoll-Display, Intel Core i7-8750H, nVidia GeForce GTX 1050 Ti, 8 GB RAM (2. Steckplatz frei), 128 GB SSD, 1 TB HDD

Falls du weitere empfehlenswerte Gaming Notebooks für Einsteiger kennst oder Tipps für den Kauf hast – schreib’s in die Kommentarspalte.

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Martin Jud
Martin Jud
Editor, Zürich
Der tägliche Kuss der Muse lässt meine Kreativität spriessen. Werde ich mal nicht geküsst, so versuche ich mich mittels Träumen neu zu inspirieren. Denn wer träumt, verschläft nie sein Leben.

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