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Dropbox: bald kannst du Daten versenden, bis der Arzt kommt

Zukünftig sollst du auch über Dropbox grosse Dateien versenden können. Das Ganze gleicht dem Dienst von Wetransfer. Und es gibt eine Warteliste.

Der Filehosting-Dienst Dropbox stellt eine neue Funktion vor: Mit Dropbox Transfer kannst du bald auch grosse Datenmengen versenden. Sogar ohne, dass der Empfänger bei Dropbox angemeldet ist. Dies schreibt der Dienst in seinem Blog.

Die Funktion erinnert sehr an Wetransfer. Dropbox bietet dir aber viel mehr Speicherplatz und mehr Optionen. Bei Wetransfer ist der Versand von Datenmengen mit einem Gratiskonto bis zwei Gigabyte möglich. Bei Dropbox Transfer sollen’s bis zu hundert Gigabyte sein. Die Daten werden ebenfalls in eine Cloud geladen und der Empfänger erhält auch hier einen Link für den Download. Optional soll der Datenversand mit einem Passwort versehen werden können und dem Link kann ein Ablaufdatum hinzugefügt werden.

Screenshot Dropbox.com

Der vergleichbare Cloudsharing-Dienst Wetransfer ist vor wenigen Wochen in Verruf geraten. Wegen einer Sicherheitspanne sind zahlreiche Daten an die falschen Personen versendet worden.

Kosten und andere Probleme?

Ob auch Nutzer mit dem kostenlosen Dropbox Basic-Konto von der Option profitieren können, gibt der Dienst in seinem Blogeintrag nicht bekannt. Es sieht dafür so aus, dass Dropbox Transfer kostenfrei ist – zumindest sind in der Ankündigung keine Preise erwähnt. Wenn dem so wäre, hätte Dropbox einen Vorteil gegenüber Wetransfer, denn dort zahlst du schon für 20 Gigabyte.

Dropbox Transfer ist jedoch erst in einer geschlossenen Beta-Version verfügbar. Wenn du also Daten versenden willst, bis der Arzt kommt, kannst du dich hier auf die Warteliste setzen.

Für den angekündigten Dienst musst du anstehen.

Die weitere, schon seit Jahren mögliche Freigabe bleibt natürlich weiterhin bestehen. Das Problem, das du dabei sicher auch kennst: Wenn die dir zugesandten Daten vom Besitzer gelöscht werden, verlierst auch du den Zugriff. Bei Dropbox Transfer wird eine Kopie der Datei angelegt, die weiterhin zum Download bestehen bleibt.

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Livia Gamper, Zürich

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Experimentieren und Neues entdecken gehört zu meinen Leidenschaften. Manchmal läuft dabei etwas nicht wie es soll und im schlimmsten Fall geht etwas kaputt. Ansonsten bin ich seriensüchtig und kann deshalb nicht mehr auf Netflix verzichten. Im Sommer findet man mich aber draussen an der Sonne – am See oder an einem Musikfestival.

9 Kommentare

3000 / 3000 Zeichen
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User joshivsjerry

Dropbox eine der schlechtesten Wahlen für File hosting. Der Firma würde ich nicht einmal ein beschriebenes Blatt Toilettenpapier anvertrauen. Die Mitarbeiter haben volle Einsicht in alle Dateien und nutzen das auch wenn ihnen langweilig ist. Zudem würde Dropbox Daten sofort an dritte (z.b US Regierung) weitergeben. Neee, dann sage ich dem Pöstler lieber was in den einzelnen Briefen drin steht die ich ihm mitgeben.

12.07.2019
User chrannen

"Die Mitarbeiter haben volle Einsicht in alle Dateien und nutzen das auch wenn ihnen langweilig ist." --> Sind oder waren Sie Mitarbeiter von Dropbox? Nur wenn dem so ist, glaube ich Ihnen diese Aussage.

12.07.2019
User rabbit75

Ich sag mal so: Auf DropBox würde ich persönlich nur das speichern, was ich auch mit gutem Gewissen im Blick veröffentlichen würde...

12.07.2019
User Anonymous

@Chrannen:
Da die Leute heutzutage leider viel zu schnell vergessen, was manche Firmen auf dem Kerbholz haben, helfe ich gerne aus:

"Snowden nannte als Anbieter die Firma Spideroak, die im Gegensatz zum "datenschutzfeindlichen" Dropbox keinen Zugriff auf die hochgeladenen Daten der Nutzer habe. Selbst bei einem richterlichen Durchsuchungsbeschluss könne Spideroak die Daten nicht unverschlüsselt herausgeben, da sie vom Nutzer verschlüsselt würden."

golem.de/news/ueberwachung-...

Wenn ich mich richtig erinnere, gab es auch Skandale bezüglich bezüglich der AGB's (Stichwort: Konsumentenschutz) und Zusammenarbeit mit Diensten wie der NSA.

de.wikipedia.org/wiki/Dropb...

12.07.2019
User d.schlegel

Darum nutze ich Boxcryptor Verschlüsselung, egal auf welcher Cloud.

13.07.2019
User michelzoll

Wenn man zu faul ist, wichtige Dateien selber zu verschlüsseln, sollte man sie sowieso nicht via internet versenden. Ich verstehe das Problem nicht ganz. Für super wichtige Dateien ist Dropbox sicher nicht geeignet, wenn man solch wichtige Dateien Online haben muss, hat man meistens auch das Budget dazu, sich etwas sicheres zu leisten. Dropbox ist gut um grosse Mengen an Fotos zu Synchronisieren ohne dabei Arm zu werden.

14.07.2019
Antworten
User tomtom84

Das Dropbox ist ein alter Hut, brauche ich nicht, bin doch nicht bescheuert, ich gebe meine Wohnungsschlüssel schliesslich auch niemandem...

13.07.2019
User NiewnNiewn

Oder einfach www.swisstransfer.com nutzen. Bis zu 25 GB ohne Login übertragen. Für die Übertragung heikler Daten darf man sowieso keinen Gratisdienst nutzen.

14.07.2019
User SwissCloudHosting Carè

Da sag ich nur „Zum Glück gibt es Open-Source Alternativen zu Dropbox wie Nextcloud und ownCloud, da gibt es keine Wartelisten und den Postboten benötigt man auch nicht“. Mit den preiswerten Angeboten von SwissCloudHosting Carè findet jeder eine passende Lösungen.

12.07.2019