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Neue Xbox könnte 2027 erscheinen, sagt AMD
von Philipp Rüegg

Statt im ersten Quartal kommt Valves Wohnzimmer-PC nun voraussichtlich in der ersten Jahreshälfte. Verschieben dürfte sich auch der Preis und zwar nach oben.
Valves Sturm auf das Wohnzimmer verschiebt sich. In der Mitteilung vom Mittwoch erklärt das Unternehmen, dass sich der Launch der neuen Steam-Hardware verschiebt. Bei der Enthüllung im November hiess es, die Steam Machine, das Steam Frame und der Steam Controller würden im ersten Quartal 2026 erscheinen. Auch die Preise hätte man bekanntgeben wollen. Das Zeitfenster erstreckt sich nun über die erste komplette Jahreshälfte.

Dies steht im direkten Zusammenhang mit dem globalen KI-Boom. Kollege Kevin Hofer hat das Phänomen kürzlich beleuchtet. Diesem kann sich auch Valve nicht entziehen: «Wie viele andere Hersteller der Branche ist auch Valve von den aktuellen globalen Engpässen bei der Verfügbarkeit von Speicherkomponenten betroffen. Wegen der steigenden Preise müssen wir unsere Preisgestaltung und Markteinführungspläne insbesondere in Bezug auf die Steam Machine und das Steam Frame überarbeiten.» Das verheisst nichts Gutes. Konsolenhersteller wie Sony, Microsoft und Nintendo haben bereits im vergangenen Jahr die Preise für ihre Systeme erhöht. Seither sind RAM und SSDs noch teurer geworden.
Valve teilte bereits mit, dass die Steam Machine nicht subventioniert werde. Man solle mit Kosten für einen vergleichbaren Eigenbau-PC rechnen. Bei der Vorstellung der Steam Machine wurde der Preis für die 515-Gigabyte-Version auf 500 bis 600 US-Dollar geschätzt. Seither sind Hardware-Preise teilweise um mehr als das Doppelte gestiegen.
Das betrifft auch die Steam Frame – Valves neues Standalone-VR-Headset. Da es wie eine Quest 3 ohne PC benutzt werden kann, ist es ebenfalls auf Komponenten angewiesen, die stetig teurer werden.

Neben unerfreulichen Preis- und Launch-Details verrät Valve auch neue Informationen zur Hardware. Die Konsolen-Alternative Steam Machine soll die meisten Steam-Games bei einer Bildauflösung von 4K und einer Bildwiederholrate von 60 Bildern pro Sekunde mit aktivierter FSR «hervorragend» abspielen können. Valve arbeitet auch an HDMI-VRR. Die Technik, um bei schwankender Bildrate ein flüssiges Bild darzustellen, ist unter Linux mit einer AMD-Grafikkarte aktuell nur über Umwege möglich. Auf der Steam Machine läuft SteamOS, ein Linux-basiertes Betriebssystem.

Valve bestätigt: Die SSD (NVMe 2230 oder 2280) und der Arbeitsspeicher (DDR5 SODIMMs) sind zugänglich und aufrüstbar. Austauschen lässt sich auch die abnehmbare Blende auf der Vorderseite. Dafür will Valve in den kommenden Monaten technische Daten und CAD-Dateien veröffentlichen. Damit können anschliessend Kunden und Drittanbieter eigene Blenden für die neue Steam Machine herstellen.
Als Kind durfte ich keine Konsolen haben. Erst mit dem 486er-Familien-PC eröffnete sich mir die magische Welt der Games. Entsprechend stark überkompensiere ich heute. Nur der Mangel an Zeit und Geld hält mich davon ab, jedes Spiel auszuprobieren, das es gibt und mein Regal mit seltenen Retro-Konsolen zu schmücken.
Vom neuen iPhone bis zur Auferstehung der Mode aus den 80er-Jahren. Die Redaktion ordnet ein.
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