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Ratgeber

Das sind die Streaming-Highlights im Juli

Patrick Vogt
1.7.2026

Neuer Monat, neue Streaming-Tipps. Ob Netflix, Prime Video, Disney+, Apple TV oder HBO Max: Hier erfährst du, welche Serien und Filme diesen Juli starten.

Was ist ein Keks unter einem Baum? Ein schattiges Plätzchen. Vorzugsweise im Schatten ziehst du dir auch das eine oder andere der Film- und Serienhighlights rein, die der Juli zu bieten hat.

Netflix

«Sparks of Tomorrow» (Serie)

«Sparks of Tomorrow» nimmt uns mit in ein alternatives Kyoto im Jahr 1907. Die 15-jährige Inako kann ihrem Vater nichts recht machen. Trost und Hoffnung findet sie in ihren Gebeten beim örtlichen Inari-Schrein. Dort lernt sie eines Tages den Jungen Kihachi kennen. Anders als Inako hat er mit Göttern nichts am Hut – er glaubt an das kommende Zeitalter der Elektrizität. Als Inakos Vater entscheidet, dass sie heiraten müsse, hauen sie und Kihachi ab und machen sich auf die Suche nach einem verschwundenen Katalog. Dieser könnte den wegen der vielen Dampfmaschinen verqualmten Strassen Kyotos Strom bringen.

«Sparks of Tomorrow» ist die Anime-Adaption des Romans «20 Seiki Denki Mokuroku» («20th Century Electricity Catalogue») von Hiro Yuki, produziert vom Studio Kyoto Animation. Der Trailer verspricht Tempo, Action, Drama und einmal mehr bezaubernde Animationen. Film- und Serienkomplize Luca scheint schon wieder all-in dafür zu sein, von ihm hab ich den Tipp gekriegt. Ich selbst hab mich abgesehen von dem einen oder anderen Klassiker noch nicht in den Anime-Kaninchenbau gewagt. Warum? Weil ich genau weiss, dass ich dort nie wieder rauskomme. «Sparks of Tomorrow» macht es mir schwer, noch länger zu widerstehen … Ich bin verloren!

Start: 5. Juli

«Little House on the Prairie» (Serie)

Familie Ingalls beginnt im Wilden Westen ein neues Leben. Auf ihrer kleinen Farm kommen sie mal besser, mal schlechter zurecht und müssen sich mit allerlei Schwierigkeiten und Problemen herumschlagen. Ein astreines Familien- und Überlebensdrama um die Mühen und Erfolge der Siedler halt.

Moment mal, da klingelt doch was bei mir. In den Siebzigern und Achtzigern lief dasselbe schon einmal sehr erfolgreich im Fernsehen, mit dem für mich unvergessenen Michael Landon («Bonanza», «Highway to Heaven»). Tatsächlich ist «Little House on the Prairie» – auf Deutsch «Unsere kleine Farm» – ein Remake. Beide Serien beruhen auf den semi-biografischen Kinderbüchern der Schriftstellerin Laura Ingalls Wilder. Da werde ich sicher mal reingucken und mit gestrengem Blick durch die verklärte Nostalgie-Brille ein Urteil fällen. Mir war gar nicht bewusst, wie sehr ich Michael Landon vermisse.

Start: 9. Juli

«The East Palace» (Serie)

Ein Geisterjäger, der zwischen der Welt der Lebenden und derjenigen der Geister wandeln kann. Eine Hofdame, welche die Stimmen der Toten hören und mit ihnen kommunizieren kann. Diese beiden sollen im Auftrag des Königs einen Fluch aufheben, der über dem Palast des Kronprinzen liegt. Doch dessen dicken Mauern bergen noch mehr düstere Geheimnisse.

Hat da jemand K-Drama gesagt?! Das südkoreanische Film- und Serienschaffen hat es mir schon lange angetan («Memories of Murder», «I Saw the Devil», «Kingdom»). Auch der Trailer von «The East Palace» hat mich schon nach wenigen Sekunden am Haken. Ob und wie gut die Mischung aus Horror, Fantasy, Action und Drama tatsächlich funktioniert, davon werde ich mich auf jeden Fall selbst überzeugen.

Start: 17. Juli

Disney+

«X-Men ‘97» – Staffel 2 (Serie)

Ein Score von 8,7 auf Imdb sowie 99 (!) und 91 Prozent bei Rotten Tomatoes sprechen Bände: «X-Men ‘97» ist ein wilder Nostalgieritt, den ganz, ganz viele weiterschauen möchten – auch ich!

2024 fügte sich die erste Staffel optisch und inhaltlich nahtlos an das Original an, welches 1997 nach fünf Staffeln geendet hatte. Nun folgt die zweite Staffel der Neuzeit, und am Horizont winkt bereits die dritte. Auf diese werden die Fans dann auch nicht mehr zwei Jahre warten müssen, wie Produzent Larry Houston sagte. Allfällige Sorgen über einen Qualitätsverlust wischt er ebenfalls weg:

«Trust me, as a fan, you will enjoy it.»

Daran hege ich keinen Zweifel, Larry. Und jetzt zur Seite bitte, ich will das sehen!

Start: 1. Juli

«Ready or Not 2: Here I Come» (Film)

Als ob der Teufel seine Hand im Spiel hätte … Kaum hat Grace (Samara Weaving) die tödlichen Spiele ihrer angeheirateten Familie überlebt, warten auch schon die nächsten Durchgeknallten, die ihr ans Leder wollen.

Nach dem Erfolg der blutrünstigen Horrorkomödie «Ready or Not» 2019 war eine Fortsetzung reine Formsache. Es gingen dann aber doch noch einige Jahre ins Land, bis es 2026 soweit war. Regie führten wie schon beim ersten Teil Matt Bettinelli-Olpin und Tyler Gillett. Der Cast um Hauptdarstellerin Samara Weaving wird um schillernde Namen wie Sarah Michelle Gellar («Buffy the Vampire Slayer») und Elijah Wood («The Lord of the Rings») ergänzt. Ansonsten wird’s wohl nicht viel Neues geben. Muss es auch nicht, mehr vom ersten Teil reicht mir völlig.

Start: 2. Juli

Apple TV

«Silo» – Staffel 3 (Serie)

Was hat es mit dem riesigen Silo auf sich, der 144 Stockwerke unter der Erdoberfläche liegt und 10 000 Überlebende beherbergt, die sich an diverse Regeln zu ihrem Schutz halten müssen? Vor was müssen sie überhaupt beschützt werden? Was ist mit der Welt ausserhalb und darüber los? Es gibt keine Anzeichen von Leben, die Vegetation ist zerstört.

Mehr über «Silo» zu erzählen bringt gar nichts, wenn du diese grossartige Serie noch nicht gesehen hast. Klick auch keinesfalls auf den Trailer oben! Fang bei Staffel 1, Folge 1 an, wie sich das gehört.

Nun geht die dystopische Science-Fiction-Serie mit Rebecca Ferguson im Lead in die dritte Runde. Schon jetzt ist klar, dass es noch eine finale vierte Staffel geben wird. Ich bin schon sehr gespannt, doch etwas bremst meine Vorfreude ein bisschen: der im Trailer angesprochene Gedächtnisverlust. Was soll das? Ist das ein Kniff im Drehbuch, um die Serie künstlich aufzublähen? Ich hoffe nicht. Wie auch immer, ich werde mir «Silo» sowieso bis zum bitteren Ende anschauen. Dafür ist diese Serie einfach zu gut.

Start: 3. Juli

«Lucky» (Miniserie)

Lucky (Anya Taylor-Joy) ist eine Trickbetrügerin, die ihr kriminelles Geschick seit Kindesbeinen trainiert und verbessert hat. Mit ihrem namensgebenden Glück hat es jedoch ein Ende, als ein Grossraub schiefgeht. Fortan wird sie gejagt, sowohl vom FBI als auch von Protagonisten aus der Unterwelt, aber auch ihre eigene Vergangenheit holt sie ein.

Wenn Apple TV einen raushaut, trifft das Ergebnis fast immer ins Schwarze. Das dürfte auch hier zutreffen. Der Trailer lässt jedenfalls keinen Zweifel daran, dass bei «Lucky» weder Kosten noch Mühe gescheut wurden. Vorlage für die siebenteilige Miniserie ist übrigens der gleichnamige Bestseller-Roman von Marissa Stapley, der Ende 2021 veröffentlicht wurde.

Zugpferd im Cast ist mit Anya Taylor-Joy («The Queen’s Gambit», «Furiosa: A Mad Max Saga») eines von Hollywoods aktuellen «everybody’s darlings». Sie hat «Lucky» auch gleich mitproduziert, zusammen mit Reese Witherspoon und weiteren. Den feinen Cast ergänzen unter anderem Timothy Olyphant («Justified») und Annette Bening («American Beauty»).

Start: 15. Juli

«The Dink» (Film)

Der ehemalige Tennisprofi Dusty Boyd hatte schon bessere Tage. Im Country Club seines Vaters trainiert er verwöhnte Vorstadtblagen. Mit seinem Vater teilt er die Verachtung für weltweit angesagte Tennis-Abarten wie Padel und Pickleball. Letzteres empfiehlt ihm sein Arzt (Ben Stiller) aber ausdrücklich, um nach einer Handgelenksverletzung möglichst schnell wieder fit zu werden. Ausgerechnet!

Breakball «The Dink»: Sportkomödien sind nicht meine Kernkompetenz. Der Trailer hat mich aber zum Schmunzeln gebracht. Nicht das schlechteste Zeichen.

Satzball «The Dink»: der herausragende Cast mit Jake Johnson («New Girl»), Ed Harris («Westworld»), Mary Steenburgen («Melvin and Howard») und Ben Stiller («The Secret Life of Walter Mitty»).

Matchball «The Dink»: Andy Roddick spielt mit, einer der grössten Rivalen von Roger Federer in den Nuller-Jahren. Das muss ich sehen!

Spiel, Satz, Sieg. Oder so.

Start: 24. Juli

Amazon Prime Video

«Elle» (Serie)

Eine Reise in die Vergangenheit gefällig? «Elle» nimmt uns mit in die Mitte der Neunziger. Im Leben der Teenagerin Elle Woods (Lexi Minetree) läuft alles wie am Schnürchen. Da erfährt sie von ihren Eltern, dass sie von Los Angeles nach Seattle umziehen werden. Ein gehöriger Tapetenwechsel, der sich da in allen Belangen anbahnt.

Bevor Elle Woods also in Harvard allen Widerständen und Unkenrufen trotzt und Anwältin wird, hat sie sowas Ähnliches schon mal an der Highschool erlebt? Ich setze schon mal die rosarote Brille auf.

Ja genau, «Elle» erzählt die Vorgeschichte von «Legally Blonde», dem Film, der Reese Witherspoon endgültig den Durchbruch verschaffte und sie in den Olymp der Hollywoodstars katapultierte. Auch bei der Prequel-Serie ist Witherspoon mit von der Partie, wenn auch «nur» als Produzentin.

Start: 1. Juli

«Batman: Caped Crusader» – Staffel 2 (Serie)

In den 1940er-Jahren droht Gotham City im Chaos zu versinken. Die Kriminalität nimmt überhand, die Situation steht kurz davor, ausser Kontrolle zu geraten. Da macht sich ein einsamer Rächer im Fledermauskostüm auf, die Stadt vom Joch der Unterwelt zu befreien. Doch kann man so einer Gestalt trauen? Unterscheidet sie sich überhaupt von den Verbrechern, die sie bekämpft? Fragen über Fragen, die sich Batman seit jeher stellen muss, so auch in «Batman: Caped Crusader».

Diese Detective-Noir-inspirierte Serie spaltet die Gemüter – zumindest laut Rotten Tomatoes. Dort erhält «Batman: Caped Crusader» derzeit 94 Prozent von den Kritikerinnen und Kritikern, gerade mal 55 Prozent sind es vom Publikum. Die Wahrheit liegt wahrscheinlich wie so oft irgendwo dazwischen und muss jeder und jede für sich selbst herausfinden.

J.J. Abrams («Lost») und Matt Reeves («The Batman») sind auch bei der zweiten Staffel von «Batman: Caped Crusader» als Produzenten an Bord. Visuell erinnert die Serie stark an «Batman: The Animated Series», die von vielen Fans bis heute kultartig verehrt wird. Die optische Ähnlichkeit kommt denn auch nicht von ungefähr: Für beide Serien ist massgeblich Bruce Timm verantwortlich.

Start: 31. Juli

Sky Show

«The Walking Dead: Dead City» – Staffel 3 (Serie)

Maggie (Lauren Cohan) braucht mal wieder Negans (Jeffrey Dean Morgan) Hilfe für irgendwas. Also ausgerechnet von dem Menschen, den sie ja eigentlich am liebsten tot sähe, weil er Glenn – ihren Mann und Vater ihres Sohnes Hershel – auf dem Gewissen hat. Aber in einer Welt voller Zombies und nur noch wenigen Menschen muss man sich halt schon ganz genau fragen, wen man um Hilfe bittet.

Ich geb’s zu: I’m a sucker for the whole «Walking Dead»-Gedöns. Wie erratisch sich die Überlebenden angesichts einer grossen Zombie-Apokalypse verhalten und sich lieber gegenseitig abschlachten als zusammenzuspannen, ist abstossend und faszinierend zugleich und – abgesehen von der Sache mit den Zombies – erschreckend realistisch. Befürchte ich.

Ich gehöre jedenfalls zu denen, welche die Hauptserie bis zum bitteren und gar nicht mal so befriedigenden Ende durchgeschaut haben, mag sie auch noch so repetitiv und vorhersehbar geworden sein. Zudem habe ich mir bis jetzt auch noch jedes einzelne Spin-off angetan und konnte allen etwas abgewinnen. So auch «The Walking Dead: Dead City». Jeffrey Dean Morgan mag ich besonders, sein Negan hat sich gar zu meinem Lieblingscharakter gemausert. Ich bin zuversichtlich, dass er mich auch in der dritten Staffel nicht enttäuscht.

Start: 26. Juli

Paramount+

«Star Trek: Strange New Worlds» – Staffel 4 (Serie)

«Space: the final frontier. These are the voyages of the starship Enterprise. Its five-year mission: to explore strange new worlds …»

Mit diesem Text beginnt jede Folge der allerersten «Star Trek»-Serie mit William Shatner als Captain James T. Kirk. Fremde neue Welten zu erforschen, war schon immer das Ziel der Enterprise. Dieses Konzept zieht «Star Trek: Strange New Worlds» weiter. Sie spielt einige Jahre vor den Abenteuern der Originalserie. Bekannte Figuren wie Uhura, Spock, Scotty und James T. Kirk kommen darin schon vor, müssen sich aber erst noch ihre Sporen abverdienen.

Pille, Data, Picard, Klingonen: Ich war nie ein Trekkie. Mein «Star Trek»-Wissen ist bruchstückhaft und hängt sehr davon ab, was in der Populärkultur hängengeblieben ist. Natürlich habe ich den einen oder anderen Film gesehen und eine Handvoll Episoden der Serien, die im Fernsehen liefen. Doch so richtig überspringen wollte der Funke nie. Was meinst du, könnte «Star Trek: Strange New Worlds» das ändern?

Start: 23. Juli

HBO Max

«Stuart Fails to Save the Universe» (Serie)

Der Erfolg der Sitcom «The Big Bang Theory» hat wiederholt Früchte in Form von Spin-offs getragen. «Young Sheldon» beleuchtete die jungen Jahre des hochintelligenten Physikers und unbeholfenen Nerds Sheldon Cooper. «Georgie & Mandie» wiederum rückte Sheldons älteren Bruder Georgie und dessen Frau in den Mittelpunkt. Und nun steht mit «Stuart Fails to Save the Universe» auch schon der nächste Ableger in den Startlöchern.

Comicladenbesitzer Stuart Bloom (Kevin Sussman) hat ein Problem. Er hat aus Versehen eine von Sheldon mitentwickelte Maschine zerstört und damit ein Multiversums-Armageddon ausgelöst. Beim Versuch, die Realität wiederherzustellen, erhält er Unterstützung von Freundinnen und Freunden und trifft auf alternative Versionen bekannter Figuren aus «The Big Bang Theory». Wie das wohl ausgeht? Lies den Titel der Serie nochmals.

Start: 23. Juli

Streaming-Highlights im Juli 2026

Auf welches Streaming-Highlight freust du dich am meisten?

Titelbild: Netflix

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Ich bin Vollblut-Papi und -Ehemann, Teilzeit-Nerd und -Hühnerbauer, Katzenbändiger und Tierliebhaber. Ich wüsste gerne alles und weiss doch nichts. Können tue ich noch viel weniger, dafür lerne ich täglich etwas Neues dazu. Was mir liegt, ist der Umgang mit Worten, gesprochen und geschrieben. Und das darf ich hier unter Beweis stellen. 


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