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Blizzard lässt «Overwatch 2» fallen und kehrt zum Originalnamen zurück

Kim Muntinga
6.2.2026

Mit dem Wegfall der «2» setzt Blizzard ein deutliches Zeichen: Overwatch wird zum fortlaufenden Service-Spiel. Neue UI-Elemente, ein Rollenumbau und eine strukturierte Jahresstory markieren den größten Umbruch seit Jahren.

Blizzard Entertainment zieht einen klaren Schnitt: Die Marke «Overwatch 2» verschwindet, der Shooter tritt künftig wieder unter dem ursprünglichen Namen «Overwatch» auf. Dieser Schritt bringt eine Überarbeitung der Benutzeroberfläche mit sich sowie tiefgreifende Design- und Strukturänderungen. Das Studio reagiert damit auf eine Phase anhaltender Kritik, strategischer Kurswechsel und enttäuschter Erwartungen rund um die Fortsetzung.

Das Ende der Ziffer: Ein Name für die Ewigkeit

Die Entscheidung, die «2» aus dem Titel zu entfernen, ist ein Eingeständnis. Game Director Aaron Keller erklärte während des «Overwatch Spotlight 2026», dass das Spiel als ein sich ständig weiterentwickelndes Ökosystem begriffen wird, das über starre Nummerierungen hinausgeht. Das Studio will verhindern, dass du dich als Spieler ständig fragen musst, wann ein möglicher dritter Teil deine Fortschritte wieder hinfällig macht. Das Ziel ist ein «Forever Game». Mit dem Wegfall der Zahl signalisiert Blizzard, dass die Fragmentierung der Spielerschaft beendet ist und der Fokus wieder auf einem einzigen, geeinten Dienst liegt.

Dieser Schritt korrigiert eine der umstrittensten Entscheidungen der letzten Jahre. Während der Name «Overwatch 2» bei seinem Start im Jahr 2022 vor allem für den (später in Teilen verworfenen) PvE-Modus und die Umstellung auf 5-gegen-5 stand, soll der alte, neue Name nun für Verlässlichkeit stehen.

Radikaler Umbau der Benutzeroberfläche

Wenn du dich am 10. Februar zum Start der neuen Ära einloggst, wirst du das Spiel laut Entwickler kaum wiedererkennen. Blizzard führt das umfangreichste UI/UX-Redesign der Franchise-Geschichte ein. Ebenfalls hat der Entwickler die gesamte Menüführung entschlackt, um Reibungspunkte zu minimieren und dich schneller in die Action zu bringen.

Ein besonderes Highlight ist die neue 3D-Helden-Lobby. In der ersten Phase siehst du dort deinen ausgewählten Charakter in einer dynamischen Umgebung; bis zur vierten Saison soll dieses Feature so erweitert werden, dass deine gesamte Gruppe gemeinsam in einer interaktiven Szene präsentiert wird.

Die offizielle 2026-Roadmap von Blizzard gibt einen Ausblick auf neue Helden, Spielmodi, Events und kosmetische Inhalte in «Overwatch».
Die offizielle 2026-Roadmap von Blizzard gibt einen Ausblick auf neue Helden, Spielmodi, Events und kosmetische Inhalte in «Overwatch».
Quelle: Blizzard

Neben der Optik ändert sich die Struktur der Helden-Galerie und des Sozial-Panels grundlegend. Ein neuer «Notification Hub» bündelt alle Informationen zu Events, Fortschritten und Belohnungen an einem zentralen Ort. Das Ziel der Designer ist klar: Das Spiel soll sich moderner, aufgeräumter und vor allem schneller anfühlen.

Neue (Sub)Rollen und neue Helden braucht das Land

Die Rückkehr zum Namen «Overwatch» geht Hand in Hand mit einer spielerischen Zäsur. Blizzard bricht die klassischen Rollen von Tank, Schaden und Unterstützung weiter auf. Du triffst künftig auf ein System von Sub-Rollen wie «Bruiser», «Initiator» oder «Tactician». Diese Unterkategorien bringen spezifische passive Boni mit sich, die das strategische Gewicht deiner Heldenwahl erhöhen. Ein «Initiator»-Tank wie Winston erhält beispielsweise andere Vorteile als ein defensiverer «Stalwart»-Tank.

Gleichzeitig läutet Blizzard mit «The Reign of Talon» eine neue Ära des Storytellings ein. Statt loser Schnipsel erwartet dich ein zusammenhängender, einjähriger Erzählbogen, der direkt im Spiel über einen integrierten «Narrative Viewer» verfolgt werden kann.

Die fünf zum Start geplanten neuen Helden heißen Dominia, Emre, Mizuki, Anran und Jetpack Cat, fünf weitere Figuren folgen im Laufe des Jahres.
Die fünf zum Start geplanten neuen Helden heißen Dominia, Emre, Mizuki, Anran und Jetpack Cat, fünf weitere Figuren folgen im Laufe des Jahres.
Quelle: Blizzard

Den Auftakt bildet ein massiver Content-Drop: Gleich fünf neue Helden verstärken auf einen Schlag den Kader. Insgesamt plant Blizzard, im Jahr 2026 zehn neue Charaktere zu veröffentlichen. Damit verdoppelt das Studio die Schlagzahl früherer Jahre und macht deutlich, dass die Marke «Overwatch» alles andere als am Ende ist.

Titelbild: Blizzard

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