Bild: Flickr/Mr Seb
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8 Gründe, warum jeder einmal eine LAN-Party besuchen sollte

Philipp Rüegg
Zürich, am 03.06.2017
Stickige Luft, rote Augen, viel Geschrei und alles voller Getränkedosen und Pizzaresten. LAN-Partys sind einfach grossartig. Für wen das jetzt widersprüchlich klingt, der muss unbedingt weiterlesen.

LAN-Partys feiern ein Revival. Zumindest ein Kleines. Während sie nämlich in den 90ern in jeder Scheune und Keller stattfanden, verschwanden die gemeinschaftlichen Game-Treffen um die Jahrtausendwende herum. Durch die immer bessere Vernetzung zogen es die meisten Zocker vor, übers Internet miteinander zu spielen. Auch wenn es viel praktischer und unkomplizierter ist, online mit anderen zu zocken, so ist das Erlebnis nicht zu vergleichen. Ich empfehle dabei private LANs mit einem überschaubaren Kreis an Teilnehmern, aber auch Mega-Events mit hunderten von Teilnehmern, haben ihren Reiz.

1. Zusammensein macht Freude

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Unsere LAN-Partys sind mit 20 Leuten überschaubar. Dafür kennt sich jeder.

Nichts macht mehr Spass als seine Zockerkollegen unmittelbar um sich herum zu haben. In greifbarer Nähe sozusagen. Das ist nämlich essentiell, wenn du Tomätchen verteilen musst, weil du wieder völlig unverdient abgeschossen wurdest. Instant Feedback nennt sich das.

2. Einfach mal die Sau rauslassen

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Siegen kann manchmal schmerzhaft sein. Siehe Punkt 1.

«Dini Muetter». Bis dieser Spruch im Dauerfeuer fällt, dauert es bei mir und meinen Spiessgesellen keine fünf Sekunden. Es gehört sozusagen zum Begrüssungsritual. Sehr wahrscheinlich fliegen bei euch andere platte Sprüche und Beleidigungen durch die Luft. Der verbale Schlagabtausch gehört dazu, wie die fettige Pizza zum zNacht.

3. Zocken, bis zum Umfallen

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Bild: Poxlan

Ein ganzes Wochenende bis in die frühen Morgenstunden durchzocken, ohne sich darüber Gedanken zu machen, ob du die Zeit sinnvoller nutzen könntest. Und was könnte sinnvoller sein, als deine besten Freunden mit einer Railgun in «Quake 3 Arena» wegzupusten und ihnen anschliessend ins Gesicht zu schreien: «In your face»? Eben, das kann man fast nicht toppen.

4. Stimmung wie im Hexenkessel

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Leider kein passendes Bild gefunden, aber ich schwöre, bei uns sieht es EXAKT so aus.

Nicht immer spielen alle LAN-Besucher die gleichen Games. Aber die beste Stimmung entsteht eindeutig, wenn sich möglichst viele für ein paar Runden hitziger Matches in «Counter-Strike», «Battlefield» oder «Chivalry» zusammentun. Dann erreicht der Lärmpegel Jumbojet-Niveau, der Adrenalin-Level steigt in den roten Bereich und der Spass kennt keine Grenzen mehr. Kompetitive Teamspiele machen eindeutig am meisten Laune.

5. Ungesundes Essen

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Keine LAN-Party wär komplett ohne haufenweise Ungesundes in sich reinzustopfen. Viel Bier, Chips, fettige Pizzas und so viel Gummizeugs, dass sich jeder Zahnarzt freudig die Hände reibt. Macht man ja nicht alle Tage, darum kannst du ohne Gewissensbisse sündigen.

6. Nostalgie

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bild: Flickr/Trammell Hudson

Vielen neuen Spielen merkt man an, dass LAN-Partys längst der Vergessenheit angehören. Ein LAN-Modus ist so gut wie nirgends mehr vorhanden und online tut man sich schwer, eine private Partie für alle Teilnehmer zu erstellen, wenn keine eigenen Server zur Verfügung stehen. Darum sind es oft Klassiker, in denen wir uns aufs Dach geben. Aber nicht nur deswegen. «Counter-Strike 1.6», «Day of Defeat» und «Unreal Tournament» sind verstaubter als mein Bücherregal, aber sie machen noch genauso viel Spass wie damals. Fast noch mehr, weil man sich dabei so schön in der Zeit zurückversetzt fühlt. Zumindest wenn auch deine Truppe aus mehrheitlich Ü30ern besteht.

7. Siegen ist nie schöner

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Aber das Beste ist und bleibt der direkte Kontakt zu deinen Freunden. Besonders wenn du oder dein Team gewinnt und ihr mit einem schmerzhaften aber zufriedenen High-5 den Sieg feiert. Begleitet von allerfeinstem Trash-Talk wohlgemerkt. Denn fast so schön wie gewinnen, ist die Schadenfreude, wenn du deine Kumpels runterputzen kannst.

8. Aufwand überschaubar

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«Ich hab doch keinen Bock, meinen PC rumzuschleppen», wirst du jetzt vielleicht sagen. Verständlich. Darum reisst sich wirklich niemand. Allerdings hast du die ganze Kiste relativ schnell aus- und wieder eingestöpselt. Und wenn du nicht wie ich einen riesigen 34-Zoll-Monitor rumschleppen musst, dann ist der Transport auch relativ entspannt. Alternativ geht auch ein Laptop. Der Organisator hat da natürlich etwas mehr zu tun. Aber so lange die Sicherungen halten und jeder genug Switches und Steckerleisten mitbringt, bleibt auch das überschaubar – behaupte ich einfach mal, ohne jemals selbst die Chef-Mütze angezogen zu haben.

Also wenn du Freunde hast und einen PC (oder eine Konsole) dann organisier deine eigene LAN-Party. Wenn du keine Freunde hast, dann besuch eine öffentliche LAN. Oder gehörst du bereits zur erfahrenen LAN-Zocker-Sippe? Wie sehen eure Partys aus und was für Spiele werden bei euch gezockt?

Falls dir noch die passende Kiste fehlt, hier sind drei Empfehlungen für Einsteiger, tragefaule und Angeber

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X0500 (Intel Core i5-7600K, 16GB, 250GB, 1TB, SSD, HDD)
digitec X0500 (Intel Core i5-7600K, 16GB, 250GB, 1TB, SSD, HDD)
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Trident 3 (Intel Core i7-7700, 8GB, 256GB, 1TB, SSD, HDD)
MSI Trident 3 (Intel Core i7-7700, 8GB, 256GB, 1TB, SSD, HDD)
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Zenon ZX - powered by Joule Performance (Intel Core i7-7700K, 16GB, 500GB, 2TB, SSD, HDD)
digitec Zenon ZX - powered by Joule Performance (Intel Core i7-7700K, 16GB, 500GB, 2TB, SSD, HDD)

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Philipp Rüegg
Philipp Rüegg
Senior Editor, Zürich
Als Game- und Gadget-Verrückter fühl ich mich bei digitec und Galaxus wie im Schlaraffenland – nur leider ist nichts umsonst. Wenn ich nicht gerade à la Tim Taylor an meinem PC rumschraube, oder in meinem Podcast über Games quatsche, schwinge ich mich gerne auf meinen vollgefederten Drahtesel und such mir ein paar schöne Trails. Mein kulturelles Bedürfnis stille ich mit Gerstensaft und tiefsinnigen Unterhaltungen beim Besuch der meist frustrierenden Spiele des FC Winterthur.

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