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15 Jahre Steam: So hat der digitale Store die Game-Landschaft geprägt

Steam ist Synonym für PC-Gaming. Der Dienst zählt 125 Millionen User und hat die Gaming-Landschaft massgeblich geprägt. Sowohl im guten wie im schlechten...

Am 12. September 2003 erschien Steam 1.0. Der Client diente zum Testen von «Counter-Strike 1.4». Das gemeinsame Spielen übers Internet war damals noch etwas komplizierter als heute. Darum entwickelte das Game-Studio Valve für die eigenen Multiplayer-Titel «Counter-Strike» und «Team Fortress» eine neue Möglichkeit, Online-Spiele zu verwalten.

Ersten Gegenwind spürte das amerikanische Studio als es die Unterstützung von WON, dem bestehenden Multiplayer-Client, abstellte und somit Steam zur Pflicht von Valve-Spielen machte. Ein noch grösserer Aufschrei ging aber durch die Game-Gemeinde als ein Jahr später das heissersehnte «Half-Life 2» erschien und ebenfalls eine Steam-Registration verlange. Aber auch das konnte den Aufstieg nicht bremsen. Die Zulassung von Drittherstellern 2005 zementierte Steams Existenz schliesslich endgültig und seither ist der digitale Spieleladen nicht mehr wegzudenken.

Vom Zusatzprogramm zum Alleskönner

Das ist nun 15 beziehungsweise 14 Jahre her und bezeichnete den Anfang einer Entwicklung, die die Game-Welt nachhaltig verändern sollte. Steam zählt heute über 125 Millionen Nutzer, bis 15 Millionen gleichzeitig sind zu Spitzenzeiten online. Dank eines Hintertürchens wurden sogar Schätzungen bekannt, wie viele Games Valve insgesamt schon verkauft hat: 1’700’000’000. In Worten: Eine Milliarde siebenhundert Millionen.

Steam hat sich ziemlich gewandelt
Bild: PCGamer

Da fliesst ordentlich Zaster. Die Spieleauswahl ist mit 23’000 Games ebenfalls beachtlich. Und die Zahl explodiert weiter. Alleine 2017 wurden knapp 8000 Spiele auf Steam veröffentlicht.

Ein weiterer Rekord verzeichnete kürzlich «PUBG». Es ist das erste Spiel, in dem ein ganzes Jahr lang nie weniger als 1 Million Spieler gleichzeitig online waren. «PUBG» verwaltet auch den Steam-Rekord mit den meisten gleichzeitig aktiver Spieler: 3,2 Millionen. Diese Zahlen lassen erahnen, welchen Einfluss Steam auf die Branche hat.

Neuer Vermarktungsort

Vor Steam waren Vermarktungsmöglichkeiten für Spieleentwickler relativ beschränkt. Wer kein Geld für Werbung hatte, musste auf Mund-zu-Mund-Propaganda setzen oder auf eine Erwähnung in einem Spielemagazin (so eins aus echtem Papier) hoffen. 2005 öffnete Steam seine Pforten erstmals für Nicht-Valve-Spiele. Der erste Zugang war «Rag Doll Kung Fu».

Die Vermarktung von Spielen in rein digitaler Form war zu der Zeit immer noch ein Novum. Aber immer mehr Hersteller drängten auf die Plattform. Auch die Spielerzahl wuchs kontinuierlich und das obwohl man die digitalen Güter nicht wie physische Spiele tauschen konnte. Einmal den Aktivierungs-Code eingelöst, ist das Spiel an den Account gebunden.

Die Steam-Hauptseite ist eine attraktive Werbeplattform, die zunehmend auch von Indie-Spielen besetzt wurde. Um der stetig wachsende Menge an Neuzugängen Herr werden zu können, führte Valve 2012 Steam Greenlight ein. Greenlight ist ein Begriff aus Film- und Spielebranche, der beschreibt, wenn ein Produkt zur Produktion freigegeben wird. Auf Steam übernahmen diese Aufgabe fortan die User. Dadurch konnten Spielehersteller ihre Titel wesentlich schneller auf Steam veröffentlichen und ein Publisher war auch nicht mehr zwingend nötig. 2017 wurde Greenlight schliesslich durch Steam Direct ersetzt. Nun müssen Hersteller nur noch ein paar Formulare ausfüllen und einen kleinen Einschreibungsbetrag leisten, der primär dazu dient, unseriöser Einsendungen zu verhindern.

Mittlerweile werden täglich so viele Spiele auf Steam veröffentlicht, dass es für Entwickler wieder schwieriger geworden ist, überhaupt entdeckt zu werden. Ein Problem, das im Mobile-Bereich aber immer noch um ein Wesentliches gravierender ist.

Cloud-Save

Ich kann mich noch viel zu gut daran erinnern, wie ich bei jeder Neuinstallation von Windows den ständig wachsenden Ordner mit den Eigenen Dateien sichern musste, damit ich meine ganzen Speicherstände nicht verlor. Selbst damit kam es immer wieder vor, dass gewisse Backups nach der Neuinstallation nicht mehr funktionierten. Dem hat Steam ein Ende bereitet. 2008 führte Steam die Cloud-Save-Funktion ein. Anfangs konnte man damit lediglich die Tastenbelegung speichern. Später kam das Synchronisieren der Spielstände hinzu. Eine unbezahlbare Funktion, die heute nicht mehr wegzudenken ist und glücklicherweise auch ihren Weg auf Konsolen gefunden hat. Sogar Nintendo ist mit zehn Jahren Verspätung in den Club eingetreten.

Mods

Während Mods schon immer Teil der PC-Gaming-Szene waren, so wurden sie durch die Einführung von Steam Workshop deutlich zugänglicher. Damit kann User-generierter Inhalt direkt über Steam installiert werden, ohne dass man manuell Dateien herunterladen und in die richtigen Ordner verschieben muss. 2015 schaltete Valve die Möglichkeit frei, Geld für Mods zu verlangen. Der erste Versuch wurde zwar von Spielern vehement kritisiert, so dass Valve den Rückzug antreten musste. Noch im gleichen Jahr wurde der Dienst in abgewandelter Form wieder aktiviert und der Aufschrei war leise genug, dass Valve daran festhielt. Seither können Modder ihre Arbeit auf Steam zu Geld machen.

Sales

Games zum Schnäppchenpreis? Vor Steam gabs sowas höchstens auf dem Flohmarkt oder in Internet-Tauschbörsen. Seit rund zehn Jahren gibt es bei Steam regelmässige Sales. Der berühmteste ist der Steam Summer Sale, der Spieler immer wieder dazu verführt, unzählige Spiele zu kaufen, die anschliessend in der Bibliothek vergammeln (schuldig). Gerade für Indie-Entwickler kann eine prominente Platzierung während der Schnäppchenwoche bedeuten, dass sie in wenigen Tagen mehr Exemplare verkaufen als während Monaten.

Mittlerweile gibt es mehrere solche Sales das ganze Jahr hinweg. Es sind richtige Events geworden, nur dass man keine Angst haben muss, unter den Füssen kaufrünstiger Shopper zertrampelt zu werden wie am Black Friday. Mit der zunehmenden Digitalisierung von Spieleverkäufen hat auch die Konkurrenz angefangen, Rabattaktionen einzuführen. Wohl auch weil sie gemerkt haben, wie lukrativ Steam Sales sind. So kann man nun auch auf der Playstation oder Xbox Schnäppchen ergattern.

Early Access

Eine der einflussreichsten Veränderungen rührte von der Einführung von Early Access her. 2013 führte Valve die Option für Entwickler ein, unfertige Spiele im Store anzubieten. Damit erhielten sie eine neue Möglichkeit, ihre Spiele zu finanzieren, zu testen und dank User-Feedback zu verbessern. Das Feature ist derart erfolgreich, dass mittlerweile auch Konsolen-Hersteller dem Prinzip gefolgt sind.

Zahlreiche Spiele haben es nur dank diesem Mittel geschafft, Erfolg zu haben. Gerade wenn sich kein Publisher finden lässt, der das Spiel unterstützen will, ist der Weg über Early Access für viele Entwickler der einzige Weg.

Backwards compatibility und Archivierung

Steam dient nicht nur als digitales Shopping-Center, es ist gleichzeitig ein Archiv. Selbst uralte Textadventure aus den Achtzigern kannst du auf Steam kaufen. Damit fällt das umständliche durchstöbern von Flohmärkten oder Auktionshäusern weg. Steam ist in dieser Hinsicht ein bisschen wie ein Museum.

Ein weiterer Vorteil ist, dass du auch mit der neusten Windows-Version die ganzen Klassiker zocken kannst. Zumindest die meisten. Hier leistet CD Project Reds Shop GoG die bessere Supportleistung. Dort findest du ebenfalls unzählige alte Juwelen, die auch auf aktuellen Systemen spielbar sind. Ohne den Erfolg von Steam würde es GoG aber vielleicht gar nicht geben.

PC-Gaming vereint

Steam sorgte dafür, dass es einen Ort gibt, wo fast alle PC-Spiele zu finden sind. Man kann über diese Monopolstellung streiten, aber praktisch ist es allemal. Mit Steam fanden PC-Spieler auch ein gemeinsames Zuhause. Während Konsoleros durch die Wahl ihrer Plattform automatisch eine Zugehörigkeit erhielten, konnten auch PC-Spieler sich hinter eine gemeinsame Flagge stellen. Die Community-Foren, die 2007 eingeführt wurden, gehören zu den aktivsten Game-Foren im Internet. Zu jedem Spiel findet man so direkt Anschluss.

Und während früher Spiele immer ab DVD installiert werden mussten, oft mit separatem Launcher, so hat man sein Spiel nach Aktivierung des Codes für immer verfügbar in der Steam-Bibliothek (zumindest die Lizenz, wenn man die Eula genau liest). Patches von Gamershell oder wo auch immer runterladen und hoffen, dass es die richtige Version ist, ist auch vorbei.

Nachahmer

Steams Monopolstellung passt natürlich nicht jedem in dem Kram. Genau wie es Google und Apple mit ihren Mobile-Stores machen, zwackt auch Steam von jedem verkauften Spiel 30 Prozent ab. Hersteller umgehen das, indem sie eigene digitale Shops lanciert haben. Ubisoft, EA, Blizzard/Activision, Epic: Grosse Hersteller, deren Spiele genug Zugkraft haben, können Steam umgehen. Auch wenn sie von der Funktionalität, der Bedienung oder der Auswahl noch nicht mit dem marktführer mithalten können, sorgen ihre AAA-Spiele dafür, dass an ihnen kein Weg vorbei führt. Und schliesslich ist Konkurrenz gut für uns Kunden.

Erst verteufelt, dann geliebt und jetzt wieder verteufelt

Steam hat in den letzten 15 Jahren einige Gefühlsschwankungen bei Gamern ausgelöst. Anfangs wurde der Dienst verflucht, weil er uns aufgezwungen wurde. Dann wendete sich langsam das Blatt und wir lernten Steam als die Zentrale für PC-Spiele schätzen. In den letzten Jahren macht sich nun immer deutlicher die Vormachtsstellung von Valve bemerkbar. «Good Guy Valve» ist eben auch nur ein Firma, die an Gewinnmaximierung interessiert ist und so haben die lustigen Memes um CEO Gabe Newell einen fahlen Beigeschmack erhalten. Mit der Installation und der Nutzung von Steam liefern wir Valve bereitwillig wertvolle Infos über unser Nutzerverhalten aus. Das 2015 eingeführte Umtauschrecht musste hart erkämpft werden, etwas, das im Offline-Bereich eine Selbstverständlichkeit ist. Early Access wird als Vorwand benutzt, um mit unfertigen Prototypen ahnungslosen Spielern das Geld aus der Tasche zu ziehen, ohne Absicht, das Produkt jemals fertig zu stellen.

Valve ist zum Google der Game-Branche geworden. Aus dem Studio, das für mehrere Game-Meilensteine verantwortlich ist, ist ein Industriegigant geworden, dem fast nur noch am Geld als an der Kreativität zu liegen scheint.

Was hältst du von Steam?
Fluch oder Segen?

Hab ich auch einen in der Küche

15%

Früher war's ja noch cool

5%

Alles Kapitalisten

6%

Nein, einfach nein

2%

Full Steam ahead

69%

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User

Philipp Rüegg, Zürich

  • Teamleader Odin
Als Game- und Gadget-Verrückter fühl ich mich bei digitec und Galaxus wie im Schlaraffenland – nur leider ist nichts umsonst. Wenn ich nicht gerade à la Tim Taylor an meinem PC rumschraube, oder in meinem Podcast über Games quatsche, schwinge ich mich gerne auf meinen vollgefederten Drahtesel und such mir ein paar schöne Trails. Mein kulturelles Bedürfnis stille ich mit Gerstensaft und tiefsinnigen Unterhaltungen beim Besuch der meist frustrierenden Spiele des FC Winterthur.

35 Kommentare

3000 / 3000 Zeichen
Es gelten die Community-Bedingungen.

User daccurda

Hier Half Life 3 Witz einfügen

20.09.2018
User miklagard

Oder Left 4 Dead 3

20.09.2018
User ELGURU

oder Portal 3

20.09.2018
User AlenisCenn

oder Half Life 2 Episode 3

08.10.2018
Antworten
User PcShopper

Quasi Monopole müssen nicht zwingend schlecht für den Kunden sein. Ich nerv mich immer wenn ich ein Game kaufen will, welches ich nicht bei Steam bekomme, vor allem da jeder Publisher meint er müsse einem seinen eignen ,tollen Client aufs Auge drücken. (Origin, Battelnet usw.)

20.09.2018
User f0rky

Sehe ich genauso, aber wäre halt schön wenn "Volvo" den Entwickler entgegenkommt und die Platform geöffnet hätte für z.B. EA, Activision und andere grosse Hersteller. Damit man nicht 5 verschiedene Clients installieren muss.... aber die kleinen Spiele-Entwickler haben so oder so schlechte Karten - da ist wohl DRM-Free am lukrativsten. Persönlich habe ich aber kein Interesse eine eigene Spiele Bibliothek lokal zu verwalten, daher full Steam ahead!

20.09.2018
User daccurda

Das ist tatsächlich so. Vor Allem als Linux Nutzer kommt man nicht um Steam herum, wenn man spielen möchte.

20.09.2018
User oliverdp

Genau. Zumal die Clients und Stores der Publisher teils unterirdisch sind. Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich Origin mal entnervt deinstalliert habe. Das Ding wollte mich aus unerfindlichen Gründen stets mit der französischen Version eines Spiels zwangsbeglücken...

20.09.2018
User SL33V3

absolut, das sehe ich genau so! sei es RAINBOW SIX SIEGE über uplay oder eben auch BATTLEFIELD 1 / V über origin... :-(

20.09.2018
User alain1989

"Quasi Monopole müssen nicht zwingend schlecht für den Kunden sein."
Was hat den Steam gut gemacht?
Ich kann mich noch erinnern als Steam aufgekommen ist mit CS und HL2 und die Leute gesagt haben dass Sie es mit Steamzwang nie kaufen werden und heute sagen Sie ohne Steam werde ich das Game nicht kaufen. Das ganze könnte man im Wörterbuch unter der Definition von Schizophren führen.

Ein weitere Punkt ist, dass Steam meist höhere Preise für Games (ausser im Sale) haben als in einem Shop, der Karton, Verpackung, Lager und Personalkosten hat. Diese kosten entfallen bei Steam natürlich komplett und gönnen sich dafür Pauschal 1/3 vom Umsatz.

Steam hat desweiteren immer noch eine schlechtere Rückgabepolitik als selbst EA Origin, dass muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Der einzige Grund, dass Steam überhaupt dieses Rückgaberecht eingeräumt hat, ist dass in England ein Gerichtsverfahren hängig war und Sie wussten, dass Sie es verlieren würden, weil Ihre bisherige Regel nicht EU konform war.

Valve wurde auch extrem faul durch Steam, Sie haben nichts mehr gemacht seit HL2, Portal2, und LFD2. Ein Zyniker würde als neuen Firmenslogan folgendes Vorschlagen "Valve, we used to make games, but now we make money".

Ein weiterer Schandfleck ist "Steam direct" aka Greenlight. während früher immerhin ab und zu gute Titel kamen ist dies nun quasi eine Gamingkloake geworden die den halben Shop zuspammen.Aus diesem Program kamen u.a. solche Gamingperlen wie "The slaughtering grounds"

Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich hier nicht erkennnen kann wieso Steam in der heutigen Zeit noch eine Bereicherung sein sollte. Wettbewerb ist immer eine gute Sache für den Konsumenten. Wirtschaft erstes Semester.

20.09.2018
Antworten
User Binärsprachler

Von meiner Steam-Bibliothek habe ich ein Fünftel mindestens mal angespielt. Wer bietet weniger?

20.09.2018
User SL33V3

Da könnten wir uns noch duellieren! xD Ich habe auch diverse Keys ziemlich günstig erhalten und somit, wie ich leider zugeben muss, die meisten Games noch nie gezockt! Ich bleibe meistens bei den üblichen verdächtigen 2-3 hängen... verdammt! ^^

21.09.2018
Antworten
User Softloader

Überraschender und interessanter Artikel! Werde ich sehr gerne lesen.
Vielen Dank dafür!

P.S. Ich weiss nicht ob Du bereits dran bist, aber ein Artikel über den Blackout Modus von Treyarch wäre auch ziemlich interessant. Meinung von Dir, dein Eindruck, sofern Du die Open Beta gespielt hast, und allgemein evtl. Informationen. Ich finde BR IMHO eigentlich eher langweilig (und ich habe seit Black Ops I kein COD mehr angefasst), dennoch hat mich Blackout überraschenderweise sehr beeindruckt und der Modus macht doch extrem Spass (das einzige was momentan etwas stört ist dass der Blackout Modus 60.- kosten wird und nur mit dem "Gesamtpaket" kaufbar ist).
Ich denke vieles hat damit zu tun dass Blackout einerseits einiges mehr poliert ist als die bisherigen BR Spiele (ausgenommen Fortnite; dies richtet sich aber eher an gross & klein). Natürlich gab es in dieser Beta durchaus Bugs, Abstürze etc. aber zu wissen dass ein AAA-Unternehmen dahinter steht gibt einem ein wenig Sicherheit dass dies doch in die richtige Richtung gehen kann. Ich hoffe sehr dass Treyarch Blackout nicht vermasselt und den Modus lange und gut pflegen wird mit Content-Updates. etc. etc. Was meinst Du/Ihr?
Gruss

20.09.2018
User Softloader

Habe den Artikel nun durchgelesen. Steam ist in der Tat mittlerweile ein Industriegigant. Ich persönlich finde es eigentlich ziemlich schade wie sich Steam/Valve in den Jahren verändert hat, obwohl ich nicht ohne auskommen könnte. Valve macht mittlerweile haufenweise Kohle mit Steam allein dass es gar nicht mehr nötig ist selbst Games zu veröffentlichen/entwickeln. Ich vermute dass einerseits dies ein Grund ist warum Half Life Ep. 3 niemals erscheinen wird (Schuld daran ist aber sicher auch der extreme Hype der womöglich so gross wurde dass Valve selbst kein Risiko eingehen wollte die Fans zu enttäuschen und unter anderem auch wegen den ganzen Memes die dadurch entstanden sind). Und sowieso: die Fans können noch so enttäuscht sein dass Ep. 3 nie erscheinen wird - Valve hat jedes Jahr gute Zahlen und dass ist was am Ende zählt. Wäre es wohl mit Steam nicht so gut gelaufen hätten sie bestimmt weiter festgehalten an Half Life. Valve wurde aber auch mit sehr viel Glück gesegnet, Steam genau zum richtigen Zeitpunkt einzuführen (nicht zu früh und nicht zu spät), und ist nun was PewDiePie unter den Youtubern ist - unantastbar (T-Series ignoriere ich jetzt mal). Es wird womöglich niemandem möglich sein Steam zu "überholen". Alleine der Fakt dass die Spiele "in der Steam Bibliothek" sind und es daher niemals möglich sein wird diese auf einen anderen Client zu übertragen wird jeder Steam "treu" bleiben, egal welche Fehler Steam sich in Zukunft leisten wird. Viele haben über 100 Spiele in der Bibliothek die oft über 1000.- Wert sein können - da wechselt man so schnell nicht den Client. Was ich auch sehr schade finde ist die Flut von Trash-Titeln. All dieses Anime Zeugs (low budget) und die "cash grab" Spiele die eigentlich gar nicht als Spiele gelten sollten. Steam hat so viel Traffic dass es gar nicht mehr möglich ist "zu filtern" was auf die Plattform kommen sollte und was nicht. Ich hoffe Steam wird in 5-10 Jahren dieses Problem irgendwie in den Griff bekommen. Noch findet man gute Spiele auf der Hauptseite etc. aber wenn man mal nach Tags o.ä. Spiele suchen will stösst man meistens, seitenweise, auf irgendwelche billige cash grab Spiele bis man dann zuletzt irgendwann nach 15 Seiten auf ein Juwel stösst.

20.09.2018
User loopios7

Du hast ja mehr geschrieben als im ganzen Artikel steht xD

20.09.2018
User Softloader

hehe, bei mir kann's oft zu viel werden. Besonders jetzt wo man 3000 Zeichen nutzen kann, sollte man es ausnutzen :P Und über solche Sachen zu reden/schreiben ist doch immer interessant :D
Schönen Tag!

20.09.2018
User daccurda

Ja, aber... mach Absätze?

20.09.2018
User Softloader

Das nächste mal :]

20.09.2018
Antworten
User Anonymous

Echt schade dass Valve mit all den Einnahmen über Steam keine Spiele in den letzten Jahren raus gebracht haben.
Ich hoffe insgeheim immernoch an ein Left 4 Dead 3, obwohl es wahrscheinlich nie das Licht dieser Welt erblicken wird.
Naja, die Hoffnung stirbt zuletzt.

20.09.2018
User Anonymous

"Am 12. September 2003 erschien Steam 1.0. Der Client diente zum Testen von «Counter-Strike 1.4». "
War es nicht CS 1.6?

20.09.2018
User NeXT405

Nein, es gab definitiv noch Versionen vor 1.6. Ich kann mich noch an die 1.5 Zeiten erinnern. Ob es aber bei Release von Steam 1.4 war kann ich auch nicht sagen.

20.09.2018
User daccurda

1.4 war die erste Version die auch mit Steam spielbar war (ich glaube auch die erste Version mit VAC)
1.5 war die letzte Version die auch ohne Steam spielbar war
... 1.6 brachte in-game Werbung und CT Schutzschilde :D

20.09.2018
User reinhold86

Also mit CS 1.6 wurde nur noch über Steam Verteilt... wie es mit denen davor war kann ich nicht mit Sicherheit sagen.

20.09.2018
User RealMajor

cs 1.6 war der tod vom public cs zocken ;-)

21.09.2018
Antworten
User SL33V3

Es gibt wirklich nichts, was auch nur annähernd an Steam kommt. Die Übersicht (in den meisten punkten zumindest...); die einfachheit; der shop; das zurückgeben von nicht gefallenden artikeln, die hilfe bei probleme; die geringen ressourcen, welche benötigt werden, usw...
also steam hat es wirklich nicht schwer, wenn man sich mal die konkurrenz anschaut. alle zocker die ich kenne, verfluchen jedenfalls uplay / origin...
also in diesem bezug finde ich die monopolstellung völlig in ordnung, zumal die anderen konkurrenten sich ja nicht wirklich bemühen, einen top service auf gleichem niveau zu bieten!

schade, dass man für gewisse games halt immer (noch) origin und uplay benötigt...

20.09.2018
User SL33V3

BTW: Ich nutze aber auch wirklich JEDE Gelegenheit, wenn ich zu einer Umfrage bezüglich Origin eingeladen werde, denen mitzuteilen, wie *ç%**" ihr Client ist... Erstaunlich, dass die mir immer noch Einladungen und sogar Alpha Codes senden! xD

21.09.2018
User zingarro96

Also ich persönlich finde Uplay um weiten besser als Steam. Schon alleine das Design des Client gefällt mir besser und von der Übersicht will ich gar nicht erst anfangen. Allerdings ist es ja auch so das Uplay mehr ein Sammelort für Ubisoft Spiele ist im gegensatz zu Steam das primär ein Store sein will

21.09.2018
User SL33V3

Okay, das höre ich aber nun wirklich zum ersten Mal! :-) Aber ja klar, wenn du eine Platform gefunden hast, welche dir zusagt, umso besser! Ich bin mir Steam eben schon seit jeher so gewohnt, dass ich vermutlich auch sowieso schon ziemlich voreingenommen bin... :-S

21.09.2018
User zingarro96

Mmh ja das kann sein. Und ich will halt Ubisoftspiele bei Ubisoft kaufen und nicht Valve noch 30% abgeben

21.09.2018
User SL33V3

Nee klar, das kann ich nachvollziehen. Ich habe z.B. meine Assassin's Creed Games auch bei Ubi direkt, oder *hust* mit Game Keys geholt, was natürlich auch günstiger ist, als bei den nicht-Sale Preisen bei Steam! :-)

24.09.2018
Antworten
User markus900

Danke für den Beitrag echt cool

20.09.2018