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Alte Fotos digitalisieren – so hat es bei mir geklappt

Das kennt jeder: Der Hund hat soeben die Negative der alten Familienfotos gefressen, und die Erinnerung an die Urgrossmutter verblasst langsam. Kein Problem, denn du hast zuvor die Negative digitalisiert. So gehts.

Wahrscheinlich lagern auch bei dir oder in deiner Verwandtschaft Negative von alten Fotos, die nicht digitalisiert sind. Sie stammen aus einer Zeit, in der noch viel weniger geknipst wurde, und es wäre schade, wenn sie einfach verloren gingen.

Wie du weisst, lassen sich digitalisierte Fotos beliebig kopieren und an verschiedenen Orten aufbewahren. Zum Beispiel auf einem USB-Stick in einem Bankschliessfach. Oder im Cloud-Speicher. Dadurch sind sie selbst dann sicher, wenn die Hütte abbrennt, der Speicher vom Hund gefressen wird oder die Negative auf mysteriöse Weise verloren gehen (kommt in den besten Familien vor).

Ich habe mir kürzlich einen Scanner besorgt und begonnen, Negative von mir und meinen nächsten Angehörigen zu digitalisieren. Das ist nicht allzu schwierig, aber am Anfang brauchte ich doch einige Zeit, bis ich den Bogen raus hatte. Damit du nicht jeden einzelnen Fehler wiederholst, den ich gemacht habe, hier einige Tipps.

Ich kann hier nicht jeden Spezialfall abdecken. Dia- und Schwarzweissfilme lasse ich weg, und ebenso das Scannen mit der Spezialsoftware Silverfast. Falls du dazu Tipps hast, verfass doch bitte einen Kommentar.

Auswahl des Scanners

Es gibt im Prinzip drei Typen von Geräten, mit denen Negative digitalisiert werden können:

  1. Mini-Scanner, die eigentlich Kameras sind
  2. Flachbettscanner mit Durchlichteinheit
  3. Spezielle Filmscanner

Ein Mini-Scanner ist am günstigsten, braucht am wenigsten Platz und der Scan geht erst noch sehr schnell. Denn er scannt eigentlich gar nicht, sondern fotografiert das Negativ einfach ab. Das ist aber gleichzeitig auch die grosse Schwäche dieser Geräte: Die Bildqualität kommt nicht an die eines richtigen Scanners heran.

x7-Scan (USB)
CHF 135.–
Reflecta x7-Scan (USB)
28

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Die zweite Kategorie sind ganz normale Flachbettscanner, die zusätzlich eine Durchlichteinheit haben. In der Mitte des Scanbereichs wird eine Halterung eingelegt, auf der die Negative fix positioniert sind. In diesem Bereich arbeitet der Scanner mit einer viel höheren Auflösung.

  • Perfection V600 (USB)
  • Perfection V600 (USB)
  • Perfection V600 (USB)
CHF 258.–
Epson Perfection V600 (USB)
Photo, Film- und Flachbettscanner
10

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Schliesslich gibt es auch spezielle Filmscanner. Mit denen kannst du nur Negative oder Dias einscannen. Dafür sind sie relativ kompakt. Im Durchschnitt kosten sie mehr als ein Flachbettscanner. Es gibt aber auch relativ günstige, zum Beispiel dieser hier:

  • OpticFilm 8200i SE (USB)
  • OpticFilm 8200i SE (USB)
  • OpticFilm 8200i SE (USB)
CHF 300.–
Plustek OpticFilm 8200i SE (USB)
Der Plustek OpticFilm 8200i SE ist ein hochauflösender Dia/Negativ Filmscanner, der weltweit bei professionellen Fotografen, Hobbyfotografen, Grafikdesignern, Photolaboren und Schulen zum Einsatz kommt.
19

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Ich habe den oben gezeigten Scanner von Epson gekauft und bin damit zufrieden. Einmal abgesehen davon, dass er sehr viel Platz braucht, aber das ist bei anderen Geräten dieser Art nicht anders.

Negative einlegen

Wenn du die Negative wie ein Stück Papier aufs Glas legst, kommt das gar nicht gut. Die Ergebnisse sind unbrauchbar. Du musst unbedingt die Halterung verwenden. Den weissen Aufsatz an der Unterseite des Deckels nimmst du heraus.

Der weisse Aufsatz im Deckel muss weg. Der ist nur für Papiervorlagen gut.

Die Buchstaben am Rand der Scanfläche und auf der Filmhalterung zeigen dir, wie du die Halterung auflegen musst. Achte ausserdem auf die Beschriftung, wie die Negative einzulegen sind. Ansonsten musst du jedes einzelne Bild am PC spiegeln und auch die Nummerierung ist verkehrt.

Eine zweite Halterung beschleunigt den Prozess ein bisschen und falls einer in die Brüche geht, kannst du trotzdem weitermachen.

  • Slide Halterung für 35mm Film
  • Slide Halterung für 35mm Film
CHF 10.30
Epson Slide Halterung für 35mm Film
3

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Papierstreifen entfernen: Viele Negative haben einen Papierstreifen angeklebt. Den brachte damals das Fotolabor an, damit man die Anzahl der Nachbestellungen pro Foto drauf schreiben konnte. Solange dieses Papier am Film klebt, passen deine Negative nicht in die Halterung. Wenn du die Fotos digitalisierst, brauchst du den Papierstreifen sowieso nicht mehr. Also weg damit.

Diese Papierstreifen konnte ich problemlos abreissen. Probier das aus – aber zuerst an einem Streifen, um den es nicht schade ist.

Ich habe zuerst versucht, die Streifen mit einem Teppichmesser abzutrennen. Aber es geht auch einfacher. Der Papierstreifen ist mit einer Plastikfolie verbunden, die über das ganze Negativ läuft. Diese Plastikfolie konnte ich einfach abreissen. Ich empfehle dir das mal an einem Streifen auszuprobieren, bei dem es nicht schade ist, wenn etwas kaputt geht. Zum Beispiel beim Filmanfang, da sind oft einige unbelichtete Bilder.

Spezialformate: Nicht alle Negative liegen im 35mm-Format vor. Ich habe zum Beispiel Negative von 126er-Filmen (Kodak Instamatic). Diese sind quadratisch mit einer Seitenlänge von 28 mm. Das bedeutet, dass ich sie nicht in die 35x24mm-Halterung reinbringe. Eine spezielle Halterung für dieses Format gibt es bei Epson nicht.

Glücklicherweise passen diese Negative bei mir mitsamt Papierstreifen genau in die Halterung fürs Mittelformat. So konnte ich die Fotos einscannen, ohne eine eigene Halterung basteln zu müssen. Allerdings funktionierte so die automatische Separierung in Einzelbilder nicht. Ich musste für jedes Foto manuell einen Begrenzungsrahmen aufziehen.

Für 110er-Filme, die kleiner als Kleinbild sind, gibt es auch keine Halterung. Solche Filme habe ich nicht, darum kein wirklicher Tipp. Ich würde wahrscheinlich versuchen, ob der Film auch hält, wenn du ihn nur auf einer Seite einklemmst. Oder, wenn es einen Papierstreifen hat, den aufs Kleinbildformat zuschneiden. Irgendein Weg findet sich immer, aber es kann recht aufwändig werden.

Ablauf eines Scans

Wenn du die Negative korrekt eingelegt hast, wählst du im Hauptfenster von Epsons Scan-Software den professionellen Modus aus. Ist der Filmtyp richtig gewählt, kannst du schon mal die Vorschau starten (gleichlautender Button unten). Dabei werden die Bilder erst mal grob gescannt, damit du siehst, was drauf ist.

Die Vorschau mit Einzelbildern. Die Optionen im Hauptfenster werden nur auf die Bilder angewendet, die mit einem blauen Rahmen markiert sind. Die ohne Häkchen werden gar nicht eingescannt.

Normale Kleinbildfilme zerlegt die Software automatisch in Einzelbilder. Das spart Arbeit. Bei dunklen Bildrändern erkennt die Software die Ränder nicht immer korrekt. Ebenso, wenn du einen Film mit einem speziellen Format einscannst. Dann musst du die Rahmen selbst aufziehen. Achte darauf, dass die Ränder vollständig beschnitten sind, sonst arbeitet die Farbkorrektur nicht korrekt.

Nachdem du alles richtig eingestellt hast – mehr dazu weiter unten – klickst du auf «Scannen».

Die Option «Bildordner öffnen» brachte bei mir den Explorer regelmässig zum Absturz. Naja, verwende ich sie halt nicht.

Allgemeines zur Bildoptimierung

Bei den Einstellungen musst du höllisch aufpassen, dass sie wirklich für alle Fotos übernommen werden. Das geschieht nur, wenn du vorher alle Bilder in der Vorschau selektierst, so dass sie blau umrandet sind. Nochmal zum mitschreiben: Die Einstellungen werden nur für die blau selektierten Bilder angewendet. Für alle anderen werden die Standardeinstellungen angewendet.

Es gibt grundsätzlich zwei Strategien. Entweder du versuchst, mit der Scan-Software ein fixfertiges Bild zu kreieren. Oder du scannst das Bild nur ein, und bearbeitest es später in einem anderen Programm.

Ich habe mich für die erste Variante entschieden, weil ich damit schneller zu brauchbaren Ergebnissen komme. Ein Film-Negativ ist nicht so einfach zu korrigieren wie ein digitales Foto. Es hat je nach Film einen extremen Farbstich, was bedeutet, dass man sehr hart eingreifen muss. Wenn ich anfange, im RAW-Konverter (bei mir immer noch Lightroom) herumzubasteln, werden die Farben nicht so gut wie mit der automatischen Farbkorrektur von Epson. Ausserdem hat dann jedes Foto eine andere Farbgebung, womit der Charme des Films verloren geht.

Wenn du dich trotzdem entschliesst, Scans extern zu bearbeiten, dann musst du unbedingt 48-bit-Farbe wählen. Nur so hast du genügend Farbinformationen, um anschliessend richtig bearbeiten zu können. Da JPEG gar kein 48 bit kann, musst du die Dateien als Tiff abspeichern.

Damit die Scan-Software keinerlei Farbkorrekturen vornimmt, solltest du unter «Konfiguration» jegliches Farbmanagement ausschalten.

Optimale Bilder mit der Scan-Software

Das Hauptfenster der Epson-Scansoftware:

Allgemeines: Meiner Meinung nach funktioniert die automatische Farbkorrektur meistens sehr gut und muss kaum geändert werden. Allerfalls kannst du unter «Konfiguration» die automatische Belichtung einige Stufen in Richtung «niedrig» stellen. Die Überlegung dahinter: Heller machen geht später immer noch, aber überbelichtete Teile abdunkeln ist schwierig.

Auflösung: 4800 dpi ergibt beim Kleinbildformat ein Bild mit einer ähnlichen Auflösung wie heutige Digitalkameras. Mehr führt im Normalfall nur zu grösseren Dateien, aber nicht zu mehr Detailreichtum. Je nach Qualität des Fotos tun es auch 3200 dpi.

Farbe: Das erste Icon ist die automatische Farbkorrektur. Durch «Zurücksetzen» deaktivierst du wie, wenn sie bereits aktiviert ist. Wie gesagt, ist die von Haus aus schon recht gut, allenfalls kannst du mit dem Histogramm (2. Icon) noch etwas feinjustieren. Dabei kann sich die Farbgebung etwas verschieben, womit du mit dem 4. Icon gegensteuern kannst.

Unscharfe Maske: Dies ist eine Schärfungsfunktion. Sie verstärkt aber auch das Rauschen. Sie ist standardmässig aktiviert, aber du kannst es auch deaktivieren und später in deinem Bildbearbeitungsprogramm nachschärfen.

Kornreduzierung: Kann bei lichtempfindlichen Filmen (400 ASA und mehr) sinnvoll sein. Bei meinen Bildern mit 200 ASA passiert gar nichts, ausser dass sie ein kleines bisschen an Schärfe verlieren.

Farbwiederherstellung: Bei sehr alten Negativen holt diese Option teilweise erstaunlich lebendige Farben hervor. Aber Achtung: wenn die Farben noch gut sind, dann verfälschst du damit das Bild, die Farben werden dann nicht besser, sondern schlechter.

Hintergrundbeleuchtungskorrektur: Sollte laut Epson Fotos mit Gegenlicht aufhellen. Diese Option wende ich nicht an. Falls das wirklich einmal nötig sein sollte, kann ich das gut später im Bildbearbeitungsprogramm machen.

Staubentfernung: Diese Option ist deaktiviert, wenn die nächste Option (ICE) aktiviert ist. Beides geht nicht. Da ich immer ICE verwende, benutze ich diese rein software-basierte Staubentfernung nie.

Digital ICE Technologie: Dies ist meiner Meinung nach die wichtigste Option. Das Bild wird zusätzlich zum normalen Scan mit einer Infrarotlampe gescannt. Die erkennt nur Kratzer, Staubteile und ähnliches, normale Farben sieht sie nicht. Der Scanner ist dadurch in der Lage, Kratzer von normalen Bildteilen zu unterscheiden und aus dem Bild herauszurechnen. Das funktioniert super. Ich wende diese Option immer an, obwohl das Scannen dadurch viel länger dauert.

Ohne ICE. Die weissen Fusseln sind selbst verkleinert noch gut sichtbar.
Mit ICE. Die Störungen sind weg. Das Bild ist etwas schärfer weil ich hier aus Versehen die Unscharfmaskierung angewendet habe. Das hat mit dem ICE nichts zu tun.

Ohne Digital ICE müsste ich mit speziellen Handschuhen in einer staubfreien Umgebung arbeiten und bräuchte vermutlich auch einen speziellen Reinigungspinsel.

Digital ICE Technology wird von vielen Scannern unterschiedlicher Marken verwendet.

Das Wichtigste nicht vergessen

Deine digitalisierten Fotos sind nur gegen Verlust geschützt, wenn du auch wirklich Sicherheitskopien davon anlegst. Und diese Kopien müssen physisch an einem anderen Ort sein. Also vergiss diesen kleinen aber wichtigen Schritt zum Schluss nicht, sonst war unter Umständen alles für die Katz! Oder für den Hund.

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User
Durch Interesse an IT und Schreiben bin ich schon früh (2000) im Tech-Journalismus gelandet. Mich interessiert, wie man Technik benutzen kann, ohne selbst benutzt zu werden. Meine Freizeit ver(sch)wende ich am liebsten fürs Musikmachen, wo ich mässiges Talent mit übermässiger Begeisterung kompensiere.

45 Kommentare

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User Löchliwasser

Und für alle, die es "quick and dirty" mögen gibt es die Google Fotoscanner App. Ist natürlich vom Resultat her niemals so gut wie die hier vorgeschlagene Methode. Aber um es kurz auf Instagram zu posten reicht es längstens und kostenlos ist es auch noch.

15.01.2018
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User mattsrules

Ich find die Fotoscanner App super und bin begeistert von der Qualität. ALlerdings funktioniert die nicht mit Dias von daher bist du gezwungen einen geeigneten Scanner zu finden

16.01.2018
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User Löchliwasser

Klar, funktioniert natürlich auch nicht mit Negativen. Dann muss man wirklich einen geeigneten Scanner finden, da gibt es halt keinen Umweg übers Smartphone (bis jetzt). Aber ich kann mir gut vorstellen, dass Google sich da in Zukunft was einfallen lassen wird, wenn die Leute die Fotoscanner App rege benutzen.
Ich benutze die Fotoscanner App vor allem für Instax Aufnahmen, da ist sie Spitzenklasse.

16.01.2018
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User Iceteavanill

Gibt es auch eine Möglichkeit ganze Filmrollen einzuscannen ohne jeder einzelne Frame einscannen zu müssen?

15.01.2018
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User cprotz69

Im Prinzip ja, zum Nikon Coolscan 5000 gab es einen Filmrollenadapter. SA-30 (vgl. z.B. filmscanner.info/NikonSuper...). Die Coolscan Serie wird nicht mehr hergestellt und erzielt recht hohe Preise im Occasionsmarkt. Die Software ist mittlerweile etwas antiquiert funktioniert aber auch gut unter Windows 10.

16.01.2018
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User Marky Mark

@Iceteavanil: Wie hast du das gemacht, dass du ein cooles, bewegtes Benutzerprofilfoto (die rote Lampe) hast?

05.02.2018
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User Iceteavanill

Du kannst als Benutzerprofilfoto GIF's hochladen. GIF's sind im Prinzip Videos in einem Bildvormat gespeichert. Es ist einfach ein GIF aus dem Internet hetunterzuladen und einfach auf Digitec hochzuladen, jedoch wenn man selber ein GIF machen möchte ist es etwas schwieriger aber es gibt einige guides welche es besser erklären als ich..... Suche ainfach auf Google "Gif erstellen"......

05.02.2018
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User erhard_gonsior

Ich habe sehr gute Erfahrungen mit der Software "VueScan" gemacht. Erkennt auch noch die Nikon-Scanner und die Preispolitik ist sehr freundlich.

08.02.2018
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User peter.mauder

Ich empfehle die Seite: scandig.de/kundeninfo.html zu besuche. Dort lernt man viel über das Digitalisieren von Negativen. Meine Empfehlung: Hände weg von Apps und davon Fotos mit Digicams von Fotos zu schiessen. Ist so als würde man von zigfach kopierten Kassetten eine neue Kopie ziehen.

16.01.2018
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User urswuergler

@ Peter Maude - ich schliesse mich Ihnen an. Auch mit Apps hat man einen gewissen Aufwand, die Qualität ist aber nicht ernst zu nehmen im Vergleich mit einem guten Scan. Für letzteres kriegt man übrigens bis auf den heutigen Tag exzellente Produkte zur Tagesmiete jedem anständigen Fachgeschäft. Insbesondere wenn man anschliessend noch die offensichtlichen Probleme
(z.B. Rotstich) beseitigen möchte, ist eine möglichst gute Vorlage enorm viel wert.

19.01.2018
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User peter.mauder

Ich begann mit Durchlichtscannern wie dem Epson (V300). Habe dann auf Reflecta RPS 7200 und dann auf RPS 10M gewechselt und alle Negative nochmals gescannt. Betrachtet man die Bilder auf einem modernen TV sind die Unterschiede eklatant. Das Entscheidende ist der Dichteumfang der beim Negativscanner 3x höher ist als beim Durchlichtscanner.

16.01.2018
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User 2daishi2

Nimmt man sich dem Thema an landet man bei Negativ-Scanning eigentlich schnell bei Reflecta. Hab mit Interesse Ihre anderen Beiträge gelesen, werde dies einfliessen lassen in meinen Entscheid. =D - irgendwann muss ich den Karton voll mit Negativen ja digitalisieren... :)

16.01.2018
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User peter.mauder

Ja, Reflecta ist der einzige Anbieter, der eine sehr gute Qualität zu einem vernünftigen Preis anbietet. Für ein Mü mehr an Qualität bewegt man sich zwischen 5'000.- und 25'000.- (Hasselblad). Da steigen die Preise exorbitant an. Ich bin mit dem RPS 10M mit Silverfast mehr als zufrieden. Die effektive optische Auflösung beträgt gemäss Test 4'300 dpi was für Kleinbildnegative völlig ausreicht. Viel Spass beim scannen. Habe die Hälfte meiner vollen Bananenschachtel geschafft :-)

17.01.2018
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User swissplast

wie lange dauert ein scann mit dem RPS 10M

19.01.2018
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User peter.mauder

Auf dieser Seite filmscanner.info/ReflectaRP... ist der ausführliche Testbericht zum RPS 10M von Reflecta. Je nach gewählter Auflösung und Korrekturen dauert ein Scan insgesamt von 1:30 bis 5 Minuten. Der grössere Anteil der "Scandauer" liegt aber bei der softwarebasierten Fehlerkorrektur aufgrund des Infrarot-Kanals.

21.01.2018
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User Anonymous

Hallo David. Danke für deine ausführlichen und ausgezeichnet nachvollziehbaren Tipps! Ich bin mir die Variante mit einem Gerät wie dem Plustek Filmscanner am überlegen. Vor allem aber würde mich interessieren, ob du Erfahrung mit SilverFast im Vergleich zur z.B. Epson-Scanner-SW hast?

15.01.2018
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User David Lee

Hallo, ich habe leider keine Erfahrung mit SilverFast. Da für mich die Epson-Software völlig okay war, sah ich keinen Grund, noch anderes auszuprobieren. Ich denke aber, in den Weiten des Web gibt es ziemlich viele Infos zu SilverFast.

15.01.2018
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User sorano

Ich bin Computerafin, aber SilverFast war für mich nicht zu bedienen. Zu kompliziert.

06.02.2018
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User mikesolo

Hallo David. Guter Bericht, deckt sich mit meinen Erfahrungen. Ich vermisse einzig eine Zeitangaben für den Scan. 4200 dpi und ICE, sind das so 5-10 min pro Negativ?

15.01.2018
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User David Lee

Hallo, ja das triffts ziemlich genau. Ich hätte 7 Minuten gesagt. Wenn man so einen 6er-Streifen gestartet hat, kann man sich in der Zwischenzeit locker mal Pasta kochen.

15.01.2018
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User MatthiasBarth

Habe alle alten Fotoalben mit der PhotoScan App von Google digitalisiert. Wenn man eine gute Smartphonekamera besitzt sehen die resultate sehr gut aus! Ist jedoch etwas zeitaufwändig, da die Ränder nicht immer schön erkannt werden.

15.01.2018
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User Anonymous

Habe ebenfalls einen Espon mit Durchlicht-Einheit. Diese funktioniert bei Dias und 35mm-Filmen sehr gut. Jedoch habe ich noch einige APS-Filme rumliegen. Weiss jemand von euch eine Lösung für diese Filme, ohne sie auseindernehmen zu müssen? Wäre froh, wenn ich diese auch digitalsisieren könnte.

15.01.2018
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User mikesolo

Wenn die Negative flach sind, einfach in die Mitte legen, so dass sie unter der Durchlichtlampe liegen, so habe ich es mit den Instamatic - Negative gemacht. Ist das Material wellig, ev. eine Glasscheibe drüber legen.

15.01.2018
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User Anonymous

Für beide Scanner gibt es einen APS Filmstreifen Halter:
amazon.com/s/ref=nb_sb_noss...
Das heisst jedoch, dass ich den Film mit einer Zange und Handschuhen aus der Filmdose nehmen muss. In 6'er Streifen zerschneiden und in Filmarchiv Bögen lagern.
Scannen geht aber danach 1A und im Papier Firmarchiv sind die Streifen dann auch gut aufgehoben.

25.01.2018
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User LoMasina

Hallo David
Meines wissen hat man Dias auf Grund ihrer langen Lebensdauer gemacht, nun würde mich interessieren wie man die Digitalen Bilder für eine ebenso lange Zeit sichern kann?
Was gibt es für Alternativen zur Cloud?
Eine SSD welche man mit den Fotos füllt und in einen Tresor sperrt?

16.01.2018
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User Löchliwasser

Achtung, bitte keine SSDs dazu benutzen.
Ich zitiere:
"Dennoch, als Archiv-Medien sind SSDs definitiv unbrauchbar, möglichst also gar nicht stromlos lagern und wenn, dann eben sehr kalt."
heise.de/newsticker/meldung...

Da wäre eine herkömmliche HDD wohl besser geeignet - mit allen (mechanischen) Risiken, die dadurch entstehen.

16.01.2018
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User David Lee

Dazu könnte man einen eigenen Artikel schreiben ;-) Das Wichtigste ist meiner Meinung nach, dass du immer mindestens zwei aktuelle Kopien deiner Daten hast. Diese Kopien müssen auf unterschiedlichen Speichermedien liegen (eine Partition nützt nichts) und ein Speichermedium muss an einem völlig anderen Ort aufbewahrt, für den Fall, dass aus irgend einem Grund die ganze Wohnung zerstört wird. Bezüglich Langlebigkeit einzelner Medien (HD, SSD) würde ich die einfach periodisch kontrollieren. Wenn sie kaputt gehen, kannst du sie ja ersetzen, solange du Datenkopien hast.

16.01.2018
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User fam.egger

Und immer daran denken, dass diese Daten oder Speichermedien in ein paar Jahren vielleicht nicht mit der dann aktuellen Software gelesen werden können oder die Anschlüsse nichtmehr passen. Also regelmässig kontrollieren, aktualisieren und ev. konvertieren, bevor man sie nichtmehr lesen kann.

16.01.2018
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User Anonymous

Backup-Strategien sind wirklich ein Ding für sich :-)
Meine Lösung (muss nicht die beste sein, aber für mich passt sie):
Die Fotos liegen auf einem NAS mit zwei Festplatten (gespiegelt, gilt noch nicht als Backup!). Vom NAS mache ich unregelmässig Backups auf eine externe Festplatte. Einmal pro Woche werden die Fotos zudem zu AWS hochgeladen (logischerweise nur die neuen/geänderten).

17.01.2018
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User Löchliwasser

Habe noch einen Overkill Vorschlag für dich: Magnetbänder. Wikipedia: Im professionellen Umfeld werden Magnetbänder wegen ihrer allgemein hohen Zuverlässigkeit und Langzeitstabilität auch heute zur (Batch-)Datenverarbeitung sowie zur Datenspeicherung und Archivierung nach wie vor häufig, meist in Bandbibliotheken (mit teilweise vielen tausend Bändern), eingesetzt.

17.01.2018
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User ahirschi

Leider beschneiden manche Dia-Rahmen das eigentliche Bild. Darum würde ich gerne meine Dias ohne den Rahmen einscannen. Ist das mit den vorgeschlagenen Geräten möglich? Beschneiden die Geräte oder ihre mitgelieferten Tools ev. die Negative? Vielen Dank für eine Antwort

16.01.2018
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User peter.mauder

Leider lassen sich nur Negativstreifen in voller Pracht einscannen. Einzelne Negative oder Dias müssen gerahmt werden oder gerahmt bleiben. (Negativscanner) . Bei Negativstreifen lässt sich der zu scannende Bereich manuell einstellen. Standartmässig wird das Bild zum Teil massiv beschnitten. Ohne Beschneidung müssen die störenden weissen Streifen auf den Seiten mit Photoshop oder dergleichen abgeschnitten werden. Dafür gibt es im PS aber ein geeignetes Werkzeug sodass es innert einer Sekunde erledigt ist. Habe schon einzelne Negative/Dias an einen Negativstreifen geklebt. Aber der Aufwand ist recht gross sowie die Gefahr, dass das Negativ/Dia im Gerät stecken bleibt.

16.01.2018
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User peter.mauder

Mit beigefügten Scanprogrammen lässt sich eine ordentliche, wenn auch nicht atemberaubende Qualität erzielen. Ich empfehle Silverfast, da dieses auf den Herstelle abgestimmte Profile hinterlegt hat. Gut belichtete Negative die mit guten Objektiven belichtet wurden können bis zu 33 Megapixel enthalten. Die Optimale Auflösung wird mit 4900dpi erreicht. ACHTUNG: Durchlichtscanner haben kaum mehr als 1500 dpi. Höhere Werte sind interpoliert und blähen die Datei nur auf statt effektiv Schärfe abzubilden.

16.01.2018
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User peter.mauder

Ganz wichtig ist, dass das Negativ mit der Emulsionsschicht vom Sensor abgetastet wird. Die glänzende Schicht vom Träger (Kunststoff-Streifen) sollte gegen die Lampe gerichtet sein. Bei Durchlicht-Scannern ist das nicht so wichtig, da diese nie die Schärfe von guten Negativ-Scannern erreichen. Bei einem guten Scanner macht man aber grosse Augen sobald man beim Foto mal reinzoomt.

16.01.2018
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User erichwürgl

Macro-Objektiv, Spiegelreflex-Kamera, Blitzgerät und Dia-/Film-Halter (vom Balgengerät aus dem Analog-Zeitalter) geben sehr gute Resultate (Canon EOS 7D, EF 100mm f/2.8L Macro IS USM). Kamera Fernsteuerung und Bildspeicherung über EOS Utility sind sehr schnell. Nachbearbeitung der RAW Daten in Lightroom, für Negative mit inverser Gradationskurve. Weissabglich mit Auswahl von grauem Motivbereich.

17.01.2018
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User 2daishi2

Auch das klingt sehr interessant, ausser einem Halter habe ich alles... muss mal nachschlagen wie man das am besten anstellt. =) Und an unwichtigen Negativen austesten. =D

25.01.2018
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User Bernhard63

Ich wollte mir keine HW beschaffen und nicht unnötig Zeit investieren. Daher habe ich mich für myCloud Memories unter
memories.mycloud.ch/#/landi...
entschieden und bin sehr zufrieden.

18.01.2018
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User MichaelD134

Für einen objektiven Vergleich wäre es sehr interessant gewesen die Ergebnisse der unterschiedlichen Geräte nebeneinanderzulegen.
Ansonsten danke für den ausführlichen Artikel und die Tipps zur Korrketur!

18.01.2018
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User ReMarkt1A

Die Zeitaufwand mit einem Scanner ist gross! Für Kleinbild Format und 6x6 benutzen wir eine gute Projektor, Leinwand und SLR-Kamera. Ein wenig parallax kann mittels Software entfernt werden. Farbtemperatur, Kontrast am SLR anpassen. Resultat: schneller, besser als mit einem Scanner... und billig.

22.01.2018
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User 2daishi2

Du hast so ein Vorgang nicht zufällig ein wenige dokumentiert? ;) Zumindest Projektor und Leinwand müsste ich besorgen und Wissen sammeln. :)

25.01.2018
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User ReMarkt1A

Als Leinwand eine weisse Tür im Korridor? Ein Stück Karton. Wichtig nur es ist weiss, Oberfläche ohne Struktur und nicht glänzend. Im Kamera gibt es oft Möglichkeiten den Weissabgleich zu ändern (Sonne, Wolke, Innenbeleuchtung oder sogar in Kelvin). Probiere die beste Einstellung für deine Projektor zu finden. Ebenfalls meistens Kontrast herunternehmen. Eventuell etwas falsches Licht von draussen oder einer Lampe (indirekt). Für Details findest du meine Adresse unter ReMarkt in Google.

25.01.2018
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User ReMarkt1A

Als Leinwand eine weisse Tür im Korridor? Ein Stück Karton. Wichtig nur es ist weiss, Oberfläche ohne Struktur und nicht glänzend. Im Kamera gibt es oft Möglichkeiten den Weissabgleich zu ändern (Sonne, Wolke, Innenbeleuchtung oder sogar in Kelvin). Probiere die beste Einstellung für deine Projektor zu finden. Ebenfalls meistens Kontrast herunternehmen. Eventuell etwas falsches Licht von draussen oder einer Lampe (indirekt). Für Details findest du meine Adresse unter ReMarkt in Google.

25.01.2018
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Antworten
User jaja81

Salut. Je n'ai pas / plus les négatifs, comment scanner les photos (papiers) pour que la qualité soit bien / parfaite ? J'utilise un scanner/imprimante HP (Deskjet F380), mais ca (me) prend beaucoup de temps...Merci pour ta réponse, Javier F.

29.01.2018
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