Zahlen der Tech-Giganten zeigen: Trotz Halbleiterknappheit läuft das Geschäft
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Zahlen der Tech-Giganten zeigen: Trotz Halbleiterknappheit läuft das Geschäft

Kevin Hofer
Zürich, am 28.07.2021
Trotz Halbleiterknappheit machen die Techgiganten riesige Umsätze. Vor allem Apple zeigt sich bis jetzt von der Knappheit unbeeindruckt. Das dürfte sich aber noch in diesem Jahr laut eigener Aussage ändern.

AMD macht mit 3,85 Milliarden US-Dollar 99 Prozent mehr im Umsatz im zweiten Quartal 2021 als im selben Vorjahresquartal. Konkurrent Intel mit 19,6 Milliarden nur 0,5 Prozent weniger. Bei Microsoft sind’s 21 Prozent Umsatz mehr im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2021 als im Vergleichsquartal. Bei Apple im Juni-Quartal gar 36 Prozent.

Microsoft hat unter Chip-Knappheit gelitten Apple (noch) nicht

Die Zahlen zeigen: Die Techgiganten zeigen sich von der Halbleiterkrise zahlenmässig noch unbeeindruckt. Microsoft setzt 46,2 Milliarden US-Dollar im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2021 um. Obwohl ein genauerer Blick auf die Zahlen zeigt: Die Surface-Umsätze, also jene der Hardware, sinken um 20 Prozent. Aufgefangen hat Microsoft dieses Minus durch gesteigerte Umsätze bei Office- und Cloud-Diensten und -Produkten. Der Konzern aus Redmond hat wohl tatsächlich unter der Chip-Knappheit gelitten.

Anders sieht es bei Apple aus: Der Umsatz stieg in den letzten 12 bis 15 Monaten enorm. Im Juni-Quartal sind es 81,43 Milliarden US-Dollar. Das kann am starken Produkt-Line-up liegen. Die neuen iPads, MacBooks und iMacs mit M1-Chip verkaufen sich sehr gut. Wohl auch, weil viele Leute neue Geräte fürs Homeoffice brauchten. Aber auch das iPhone verkaufte sich wie immer gut. Der Konzern aus Cupertino erwartet jedoch, dass er vom Halbleiterengpass im Herbst betroffen sein wird. Das betreffe vor allem iPhones und iPads.

Uneinigkeit, wann sich die Situation bessert

AMD CEO Lisa Su meint, dass sich die Lage langsam bessert. Sie erwartet eine Entspannung bei den Halbleitern und der gesamten Lieferkette aber erst 2022. Dennoch halte das Unternehmen an seiner Roadmap für neue Produkte fest. So sollen 2022 sowohl die Zen-4-Prozessoren als auch die RDNA-3-Grafikkarten erscheinen.

Weniger enthusiastisch in Bezug auf die Lieferkette ist Intel CEO Pat Gelsinger: Er geht davon aus, dass erst in ein, zwei Jahren der Bedarf an Halbleitern wieder gedeckt werden kann.

Halbleiter bleiben weiterhin sehr gefragt. Auch Intel dürfte also trotz leichtem Umsatzrückgang in den nächsten Jahren weiterhin kräftig Kasse machen.

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Kevin Hofer

Editor, Zürich

Technologie und Gesellschaft faszinieren mich. Die beiden zu kombinieren und aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten, ist meine Leidenschaft.

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