Schnell, stylish und cool: So sieht das Endprodukt nach getaner Arbeit aus.
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Wasserkühlungs-Build mit Hardtubes – die Königsklasse der Kühlungen

Christian Seeholzer
Zürich, am 09.09.2017
Wasserkühlungen habe ich schon die eine oder andere gebaut, jedoch nur mit Softtubes bzw. Schläuchen. Seit längerem reizte es mich, eine Wasserkühlung der Königsklasse mit Hardtubes zu bauen. Nach langer Planung habe ich dieses Projekt nun endlich verwirklicht und möchte euch ein Bisschen durch das Projekt führen und meine Erfahrungen mit euch teilen.

Der Start

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Was es alles braucht, um einen solchen PC zu bauen, findet ihr im obigen Bild schön aufgereiht auf meinem Tisch. Bevor ihr euch an ein solches Projekt wagt, ist eine genaue Planung das Wichtigste. Die Wahl der Komponenten muss wohldurchdacht sein, denn eine Wasserkühlung besteht aus unzähligen kleinen Einzelteilen. Wenn nur etwas fehlt, ist man bereits aufgeschmissen.

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So, wir starten mit dem Schrauben. Erstmal müssen diverse Schrauben raus, ich empfehle hier jedem, eine Aufbewahrungsbox zu nehmen. Vor allem, falls ihr Mainboard oder Grafikkarte umbauen möchtet, gibt es viele kleine Schrauben ab- und wieder anzuschrauben. Am besten für jeden Schrauben-Typ ein Fach nehmen und das Ganze nach dem Befüllen beschriften, falls ihr euch schlecht merken könnt, welche Schraube wohin gehört.

Das Herzstück

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Die CPU, ein Intel Core i7 6900K, ist montiert und ready für die Wärmeleitpaste. Ich verwende hier die Thermal Grizzly Krynoaut, da sie meiner Meinung nach mit Abstand die beste Wärmeleitfähigkeit besitzt. Das Mainboard, ein Rampage V Edition 10, ist nun bereit, um mit dem Wasserkühler bestückt zu werden.

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Ich habe mich dazu entschieden, nicht nur die CPU wasserzukühlen, sondern auch gleich die North- und Southbridge. Nicht, weil es dies zwingend benötigt, sondern einfach weil's mir gefällt und weil ich es kann.

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Als nächstes kommt die GPU an die Reihe. Nebst der CPU macht das wohl am meisten Sinn, sind doch die Grafikkarten sehr grosse Hitzequellen. Hier ist äusserste Vorsicht geboten, sboald ihr den Kühler von der Grafikkarte abmontiert, da oft noch kleine Kabel dran hängen.

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Auch ist es bei den Grafikkarten so, dass ihr die Garantie verliert durch den Umbau, ausser bei EVGA: Da bleibt, sofern ihr nichts beschädigt, die Garantie erhalten. Bei der Grafikkarte setze ich ebenfalls auf Krynoaut als Wärmeleitpaste.

Modding muss sein

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Wenn ich schon am Umbauen der Komponenten bin, dann kommt natürlich auch der RAM dran. Ich habe mir hier für meinen Corsair Dominator von Cablemod das Modding Kit geholt. Dieses besteht aus einer schwarzen Aluminum-Abdeckung, welche die silberne ersetzt und Kunststoff-Einsätze in diversen Farben besitzt. Die Dominator haben weisse LEDs verbaut, so kann man die Dominator in einer anderen Farbe erstrahlen lassen.

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Leider ist das Kit bei uns noch nicht erhältlich. Es ist aber nur noch eine Frage der Zeit, denn wir arbeiten mit Hochdruck daran, euch weitere Cablemod-Artikel anbieten zu können.

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Die Komponenten sind soweit fertig. Das Gehäuse kommt als nächstes dran. Ich habe mich für einen Big Tower von Phanteks entschieden. Dieser wird komplett gefüllt, da ich zwei Loops geplant habe. Zu viel will ich hier nicht schreiben, Bilder sagen bekanntlich mehr als Worte.

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Es gibt zwei Umbaumassnahmen, die ich am Gehäuse machen muss. Oben die Vorlage auf der Netzteilabdeckung, bei welcher nachher die Aquaero-Steuerung reinkommt. Das zweite Loch, welches geflext werden muss, ist dann rein für die Optik. Mal schauen, ob ihr am Schluss rausfindet, wo an meinem Enthoo Primo das zweite Loch herausgeschnitten wurde. Wer's findet, darf's gerne in die Kommentare schreiben. Unter allen richtigen Antworten gibt's dann nämlich auch was zu gewinnen. Mehr Infos hierzu erfahrt ihr am Schluss des Blogs.

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Bevor ich mich an den Bau der Wasserkühlung mache, noch der letzte Modding-Part. Die Kabel werden gesleevt. Sleeven ist extrem aufwendig und man braucht Fingerspitzengefühl. Nicht immer gelingt es, die Pins der einzelnen Kabel sofort zu lösen. Sleeven gehört mittlerweile zu jedem Modding-Projekt dazu. Wer's komplett selber macht – chapeau! Mir hat es ganz ehrlich gereicht, die Lüfter und die beiden Pumpen zu sleeven. Für die SATA-Kabel und die Stromkabel vom Netzteil setze ich auf Sets von Cablemod. Die Kabel von Cablemod, welche wir teilweise anbieten, sind übrigens mit Stoff gesleevt. Das sieht dann extrem schön und edel aus und die Jungs machen einen sehr guten Job bei den Kabeln.

Die Wasserkühlung

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Kommen wir zum spannendsten Teil: Die Wasserkühlung wird eingebaut. Den Einbau der Komponenten lasse ich bewusst mal weg. Das würde definitiv den Rahmen des Blogs sprengen. Ich habe zwei Radiatoren im Einsatz, einen 480mm und einen 240mm. Das reicht völlig für CPU, GPU, North- und Southbridge. Die Radiatoren sowie das Case habe ich mit Corsair ML 120/140 Pro Lüftern ausgestattet. Ich habe hier bewusst auf LED-Lüfter verzichtet, da ich es eher schlicht halten und nur gewisse Bereiche mit LED-Ringen/-Streifen in Szene setzen wollte. Die Lüfter habe ich gewählt, da sie einen sehr guten Druck erzeugen und auch einiges an Luft durchpusten können. Dies ist vor allem bei dicken Radiatoren wichtig.

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Hier liegen sie in Reih und Glied. Anschlüsse sowie Adapter, um die Hardtubes sauber verlegen zu können. Ich empfehle hier jedem, der noch nie eine Wasserkühlung gebaut hat, erstmal mit Softtubes zu beginnen. Es ist um einiges einfacher und ihr braucht weniger Adapter. Jeder, der sich doch daran wagt, dem gebe ich auf den Weg, den Loop auf Papier zu planen und erstmal alles auszumessen. Dies hilft euch sehr, um die Anzahl der Fittings und Adapter zu bestimmen und kauft lieber ein bis zwei Adapter mehr – glaubt mir, ihr werdet sie brauchen.

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Die ersten Fittings, Adapter und Tubes werden verbaut. Ein millimetergenaues Ausmessen ist hier das A und O. Auch das Entgraten der geschnittenen Stellen an den Tubes dürft ihr nicht unterschätzen. Wenn es nur ein bisschen abweicht oder nicht ganz gerade ist, besteht die Gefahr, dass eure Wasserkühlung ausläuft. In unseren Shop findet ihr unter PC-Komponenten Werkzeuge alle nützlichen Tools dafür. Die weiteren Bilder erkläre ich nicht, sie zeigen einfach den weiteren Bau der Wasserkühlung.

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Wasser marsch!

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Nach mehreren Stunden Arbeit – okay, ja, ein Paar Tubes habe ich verbockt – geht's nun endlich ans Befüllen. Was für ein Gefühl: Einerseits die Freude, dass man endlich fertig ist, andererseits die Angst, falls etwas undicht sein sollte. Doch wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Gratis-Tipp: Alles mit Haushaltspapier abdecken, damit die Komponenten im «worst case» nicht nass werden.

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Der grosse Moment ist da, der Loop befüllt – hoffentlich ist alles dicht!! War es leider nicht, denn ein Fitting war nicht ganz angezogen. Zum Glück unter dem AGB, wo das auslaufende Kühlwasser keinen grossen Schaden anrichten konnte und auch nur ganz wenig tröpfelte. Der Schaden war daher schnell behoben und die anfängliche Enttäuschung ebenso rasch verflogen. Daher lege ich euch nochmals nahe: Arbeitet ganz exakt und prüft alle Fittings lieber einmal zu viel.

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Voilà, es ist vollbracht. Ach ja, die Grösse des Loops habe ich auch unterschätzt. Für den grossen mit dem 480mm Radiator reichte ein Liter Flüssigkeit leider nicht. Somit musste ich noch einen nachbestellen – die Warterei hat mich fast gekillt.

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Der grüne Loop ist nun auch voll befüllt mit dem Thermaltake Opaque C1000 und die LED-Streifen sind angeschlossen. Meine Work- und Gaming-Station steht und ich bin happy. Der PC ist ruhig und kühl. Auch im Sommer kommt meine Grafikkarte nicht über 50 Grad. Gezockt wird auf einem ROG 2K Monitor mit höchsten Details. Im Office-Betrieb bleibt die CPU bei kühlen 30 Grad – ein äusserst solider Wert bei einem 8-Kerner.

Da sicher viele von euch gerne noch mehr über das Thema wissen möchten, habe ich eigens dafür einen kleinen Wasserkühlungs-Guide geschrieben, da ich hier nicht detailliert auf alles eingehen konnte.

Übrigens: Das kleine Rätsel nicht vergessen – denn unter allen richtigen Antworten verlosen wir drei CPU-Wasserkühler von EKWB. Das Beste daran: Du darfst ihn dir sogar aussuchen.

Teilnahmebedingungen: Teilnahmeberechtigt sind alle natürlichen Personen mit Wohnsitz in der Schweiz, die mindestens 18 Jahre alt sind. Mitarbeiter der der Digitec Galaxus AG sind vom Gewinnspiel ausgeschlossen. Die Auswahl des Kühlers ist nur unter den ab Lager verfügbaren Artikeln möglich. Jeder Teilnehmende darf nur einmal am Wettbewerb teilnehmen, um nicht ausgeschlossen zu werden. Über den Wettbewerb wird keine Korrespondenz geführt, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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Christian Seeholzer
Christian Seeholzer
Category Buying Specialist, Zürich

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