SpatialLabs: Acer treibt die Rückkehr von 3D an
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SpatialLabs: Acer treibt die Rückkehr von 3D an

Jan Johannsen
Jan Johannsen
Hamburg, am 18.05.2022

Mit zwei Monitoren und einem Gaming-Notebook will Acer die 3D-Technologie SpatialLabs unter die Leute bringen.

3D-Displays kommen zurück. Zumindest bemüht Acer sich darum. Auf die ConceptD-Notebooks aus dem Jahr 2021 folgt nun weitere Hardware, mit der sich 3D-Inhalte ohne Spezialbrille betrachten lassen. Die SpatialLabs View und der Predator Helios 300 SpatialLabs richten sich nicht nur an Gamer oder 3D-Software-Profis.

Mobile Bildschirme für 3D-Inhalte

Hinter SpatialLabs verbirgt sich sogenanntes stereoskopisches 3D. Das bedeutet, der Bildschirm erzeugt eine 3D-Ansicht, die du ohne Hilfsmittel sehen kannst. Spezialbrillen wie bei den ersten 3D-Monitoren vor zehn Jahren sind nicht notwendig. Die Nintendo 3DS verfügt zum Beispiel auch über ein stereoskopisches 3D-Display.

Acer SpatialLabs View Pro ohne eingezeichneten 3D-Effekt
Acer SpatialLabs View Pro ohne eingezeichneten 3D-Effekt

Der Acer SpatialLabs View ist dem Hersteller zufolge für Unterhaltung gedacht, der SpatialLabs View Pro dagegen für Profis, die den Bildschirm zum Arbeiten benötigen. Wo genau die Unterschiede zwischen den zwei tragbaren Displays liegen, hat sich mir allerdings nicht erschlossen.

Sie sind beide 15,6 Zoll groß, haben eine 4K-Auflösung und decken 100 Prozent des Adobe RGB-Farbraums ab. Sie wiegen weniger als 1,5 Kilogramm. Immerhin sind die Monitore dafür gedacht, durch die Gegend getragen zu werden.

SpatialLabs View Pro mit integriertem Standfuß.
SpatialLabs View Pro mit integriertem Standfuß.

Zu den Bildschirmen gehört die SpatialLabs Suite. Das Programm sorgt dafür, dass 3D-Inhalte auf dem Display angezeigt werden und wandelt sogar 2D-Inhalte dafür um. SpatialLabs Go heißt die KI, die Fotos, Videos und «einfache Webspiele» in eine 3D-Ansicht umwandeln soll.

SpatialLabs TrueGame nutzt dagegen die oft bei Spielen vorhandenen 3D-Informationen zur Darstellung auf den Monitoren. Zum Start unterstützt die Software 50 «moderne und klassische» Titel. Allerdings verriet Acer keine Namen.

Acer SpatialLabs View mit Effekt-Dino.
Acer SpatialLabs View mit Effekt-Dino.

Der SpatialLabs Model Viewer richtet sich an Profis. Im Architekturbüro, in der Designagentur oder in der Entwicklungsabteilung sollen sich 3D-Inhalte dreidimensional betrachten lassen. Dazu soll die Software «alle wichtigen Dateiformate» – einschließlich Datasmith – von Konstruktionssoftware unterstützen und arbeitet mit 3D-Design-Software wie Revit, Solidworks oder Cinema 4D zusammen.

Die zwei Bildschirme verfügen über Vesa-Halterungen. Wie viel sie kosten und wann sie erscheinen, verriet Acer noch nicht.

Predator Helios 300 SpatialLabs

Acer stattet den Predator Helios 300 SpatialLabs mit einem 15,6 Zoll großem Display aus, das für stereoskopisches 3D geeignet ist. Auf das 2D-Panel mit UHD-Auflösung klebt der Hersteller eine Flüssigkristall-Lentikularlinse. Mit ihr soll zwischen einer 2D- und 3D-Ansicht hin und her geschaltet werden können. Ein Eye-Tracking sowie ein Echtzeit-Rendering helfen dem Bildschirm bei der 3D-Darstellung.

Der Gaming-Laptop unterstützt mit SpatialLabs TrueGame, wie bereits erwähnt, zum Start 50 Spiele.

Predator Helios 300 SpatialLabs
Predator Helios 300 SpatialLabs

Der Predator Helios 300 SpatialLabs kann mit bis zu einem Intel Core i9 der zwölften Generation ausgestattet sein. Dazu kommt eine Geforce RTX 3060 und bis zu 32 Gigabyte Arbeitsspeicher. Die verbauten PCIe Gen4 NVMe SSDs können per Raid 0 verbunden sein. Der Laptop funkt zudem über Wi-Fi 6e, hat Windows 11 vorinstalliert und verfügt unter anderem über einen HDMI 2.1-, einen Thunderbolt 4- sowie zwei USB 3.2 Gen2-Anschlüsse.

Acer plant den Predator Helios 300 SpatialLabs ab September 2022 zu verkaufen. Für die preisliche Größenordnung: Die unverbindliche Preisempfehlung liegt in Deutschland bei 3299 Euro.

Zweite Chance für 3D

Im ersten Anlauf, vor etwa 10 Jahren, konnten sich 3D-Monitore nicht durchsetzen. Die Spezialbrillen brachten beim Zocken mehr Nachteile als die 3D-Ansicht ausbügeln konnte. Neben Kreativen und Gamern ergibt sich derzeit eine weitere potenzielle Zielgruppe: Alle Personen, die virtuelle Welten nutzen wollen, für die derzeit unter dem Schlagwort Metaverse neue Aufmerksamkeit erzeugt wird.

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Jan Johannsen

Als Grundschüler saß ich noch mit vielen Mitschülern bei einem Freund im Wohnzimmer, um auf der Super NES zu spielen. Inzwischen bekomme ich die neueste Technik direkt in die Hände und teste sie für euch. In den letzten Jahren bei Curved, Computer Bild und Netzwelt, nun bei Galaxus.de. 


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