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Sony XZ1 und Sony XZ1 Compact: Das Smartphone wird zum 3D-Scanner

Sony hat an der IFA neue Smartphones vorgestellt. Sie gleichen zu weiten Teilen dem Vorgänger, bringen aber nicht nur Android O, sondern auch ein neues Feature: Das Sony XZ1 und das XZ1 Compact sind voll funktionsfähige 3D-Scanner. Wir haben den Scanner getestet.

Auf den ersten Blick meint Videoproducerin Stephanie Tresch, sie habe es mit einer Farbvariante des Vorgängers - dem im Februar vorgestellten Sony XZ Premium - zu tun. Doch sie hält gerade das neue Sony XZ1 in den Händen. Im Grossen und Ganzen gleicht das Gerät dem chromglänzenden Vorgänger aus dem Februar, aber es ist wesentlich kleiner. Trotz der Grösse hat Sony nicht an der Hardware gespart. Das XZ1 mit 5.2 Zoll Bildschirmdiagonale und sein kleineres Geschwister, das XZ1 Compact mit 4.6 Zoll, haben zu weiten Teilen die gleichen Specs wie das Premium-Modell. Sony hat beim Akku gespart, was aber nicht zwingend auf eine kürzere Batterielebensdauer herausläuft, denn das Chipset sei optimiert worden. Ob dies nun wirklich der Fall ist, oder nicht, kann erst ein Langzeittest zeigen.

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Xperia XZ1 (64GB, Black, 5.20", Single SIM, 19Mpx)
Sony Xperia XZ1 (64GB, Black, 5.20", Single SIM, 19Mpx)
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Xperia XZ1 (64GB, Moonlight Blue, 5.20", Single SIM, 19Mpx)
Gebraucht + Geprüft
439.20
Sony Xperia XZ1 (64GB, Moonlight Blue, 5.20", Single SIM, 19Mpx)
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Xperia XZ1 (64GB, Venus Pink, 5.20", Single SIM, 19Mpx)
Sony Xperia XZ1 (64GB, Venus Pink, 5.20", Single SIM, 19Mpx)
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Xperia XZ1 Compact (32GB, Black, 4.60", Single SIM, 19Mpx)
Sony Xperia XZ1 Compact (32GB, Black, 4.60", Single SIM, 19Mpx)
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Xperia XZ1 Compact (32GB, Snow Silver, 4.60", Single SIM, 19Mpx)
Sony Xperia XZ1 Compact (32GB, Snow Silver, 4.60", Single SIM, 19Mpx)
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Xperia XZ1 Compact (32GB, Horizon Blue, 4.60", Single SIM, 19Mpx)
Sony Xperia XZ1 Compact (32GB, Horizon Blue, 4.60", Single SIM, 19Mpx)
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Xperia XZ1 Compact (32GB, Twilight Pink, 4.60", Single SIM, 19Mpx)
Sony Xperia XZ1 Compact (32GB, Twilight Pink, 4.60", Single SIM, 19Mpx)

An der IFA in Berlin haben wir nach der Schliessung des Sony-Standes eines der Geräte in die Finger bekommen und Stephanie hat das Hauptfeature des Geräts getestet. Denn das XZ1 und das XZ1 Compact sind nicht nur Phone, Kamera und was auch immer sonst ein Smartphone diese Tage sonst noch so ist, sondern auch ein 3D-Scanner.

Der Tanz zum Scan

Als Versuchskaninchen hält Stephanie hin. Sie muss still stehenbleiben und möglichst keine Miene verziehen, während Nadia Rasetti von Sony das Feature demonstriert. Die 3D-Creator-App sucht Stephanies Gesicht, weist dann Nadia an, wo sie hinzugehen hat und wo im entstehenden 3D-Scan sie noch einen Flecken von Stephanies Kopf übersehen hat. Da ein Flecken Haar, dort eine Stelle unter dem Kinn. Für Aussenstehende sieht es so aus, als ob Nadia einen merkwürdigen Tanz um Stephanie vollführt.

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Stephanie muss während dem Scan still halten

Das Resultat: Eher durchwachsen. Stephanie ist zwar klar erkennbar, aber die linke Hälfte ihres Gesichts wirkt etwas zerdrückt. Wir probieren es nochmal. Diesmal etwas langsamer und weniger hektisch. Das klappt wunderbar und die virtuelle Stephanie gleicht sich selbst aufs Haar. Irgendwie unheimlich. Wenn ich Real!Stephanie und VR!Stephanie nebeneinander sehe, dann trifft mich irgendwo der als Uncanny Valley bekannte Effekt, der dann eintritt, wenn etwas zwar täuschend realistisch wirkt, es aber doch irgendwie nicht ist. Und die echte Stephanie neben ihrem digitalen Abbild fällt definitiv in dieses unheimliche Tal.

3D-Modelle für jeden Zweck

Das fertige Modell Stephanies kann sie dann auf virtuelle Körper packen. Sie kann dabei ihre Hautfarbe und ihren Körpertyp nach einigen Kriterien anpassen und die Figur dann tanzen lassen. Oder sie kann ihr virtuelles Gesicht als GIF versenden, das eine Geste vollführt.

“Naja, das ist ja ganz lustig”, höre ich dich sagen, “aber wozu soll das gut sein?” Eine praktische Anwendung jenseits von etwas Social-Media-Spass gibt es noch keine. Aber die Daten, die der 3D-Scanner ausspuckt, können im obj-Format gespeichert und an einen 3D-Drucker gesendet werden.

“obj-Dateien sind so etwas wie das PDF der 3D-Welt”, sagt Mariana Hurtado, unsere Expertin für Tüfteleien und 3D-Druck. Die Daten seien schwierig im Nachhinein zu bearbeiten, aber es sei nicht unmöglich. “Um eine weitere Dateiformat-Analogie herbeizuziehen: Es ist so in etwa, wie wenn du ein jpg bearbeiten willst, aber irgendwo eine psd-Datei mit allen Ebenen rumliegt.” Das ist im Falle eines Körperscans oder eines Gesichtsscans wohl nicht allzu schlecht, selbst wenn es vielleicht interessant wäre, zu sehen, wie du mit kleinerer Nase oder grösseren Ohren aussiehst.

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Die virtuelle Stephanie sieht der echten erschreckend ähnlich

Stephanie zeigt ihren tanzenden Digitalklon herum und wir bemerken, dass die 3D-Creator-App sich nicht einfach damit zufrieden gibt, eine Skin auf ein Modell zu pappen. Die Digitalstephanie schmunzelt aber und hebt die Augenbrauen. Da geht eine Menge Datenverarbeitung und Programmintelligenz für ein bisschen Instagram-Lustig drauf. Dennoch: Wir sind beeindruckt.

Die 3D Creation App wird demnächst mit dem Update auf Android O auch auf dem Sony Xperia XZ Premium installiert.

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Dominik Bärlocher
Dominik Bärlocher
Senior Editor, Zürich
Journalist. Autor. Hacker. Ich bin Geschichtenerzähler und suche Grenzen, Geheimnisse und Tabus. Ich dokumentiere die Welt, schwarz auf weiss. Nicht, weil ich kann, sondern weil ich nicht anders kann.

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