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Sony bringt videotaugliches Weitwinkelobjektiv

David Lee
Zürich, am 22.03.2022

Sonys neues 16-35mm-Objektiv ist bestens für Videoaufnahmen gerüstet. Zum Fotografieren eignet es sich selbstverständlich auch. Ich habe es kurz ausprobiert.

In den letzten Jahren haben sich die spiegellosen Systemkameras vor allem im Videobereich deutlich verbessert. Um von dieser Leistung voll zu profitieren, braucht es allerdings auch die richtigen Objektive. Das Sony 16-35mm f/4.0 FE PZ ist ein solches Objektiv.

Mit einer Offenblende von f/4 ist das Glas nicht besonders lichtstark. Dafür misst es nur gut 88 Millimeter und wiegt nur 353 Gramm. Zum Vergleich: Das 16-35mm-Objektiv mit f/2,8 wiegt 680 Gramm, das Pendant von Canon 840 Gramm.

Schwerer ist auch Sonys bisheriges 16-35mm mit F/4. Diesem fehlen zudem die Features, die für Videoaufnahmen wichtig sind.

Videotauglicher Zoom

Der Zoom ist auffällig unauffällig. Er wird motorisch betrieben, was in Videos regelmässige Bewegungen ermöglicht. Das Besondere dabei: Die XD-Linear-Motoren arbeiten nahezu lautlos. Sie verwenden die gleiche Technologie wie Sonys lautlose Fokusmotoren. Beim Ausprobieren dachte ich zuerst, dass der Zoom nicht funktioniert. Denn es war nicht nur nichts zu hören, sondern auch nichts zu sehen. Das Objektiv verlängert sich nicht – die optischen Elemente bewegen sich innerhalb des Gehäuses. Das folgende Video zeigt eine Zoombewegung – was zu hören ist, habe ich mit dem Kameramikrofon aufgenommen.

Natürlich lässt sich auch manuell zoomen. Der Zoomring ist der grössere der beiden Ringe. Dass die Ringe direkt nebeneinander liegen, finde ich etwas gewöhnungsbedürftig – ich habe einige Male daneben gegriffen. Nach kurzer Zeit wurde ich allerdings Herr der Ringe.

Von links nach rechts: Blendenring, Zoomring, Fokusring. Die Blende lässt sich mit dem Click-Schalter auf stufenlos stellen. Iris Lock sperrt den Wechsel von oder zu automatischer Blende.
Von links nach rechts: Blendenring, Zoomring, Fokusring. Die Blende lässt sich mit dem Click-Schalter auf stufenlos stellen. Iris Lock sperrt den Wechsel von oder zu automatischer Blende.

Fokus und Blende

Auch der Autofokus arbeitet schnell und lautlos. Der Ring dazu geht leicht, aber nicht zu leicht. Er dreht unabhängig von der Drehgeschwindigkeit – mit anderen Worten, eine Vierteldrehung verändert den Fokus immer gleich.

Das Focus Breathing hat Sony bei diesem Objektiv zum Verschwinden gebracht. Das heisst, der Bildausschnitt ändert sich nicht, wenn der Fokus ändert. Auch das ist vor allem bei Videoaufnahmen wichtig.

Der dritte Ring im Bunde ist der Blendenring. Hier lässt sich das Klickraster wie bei vielen neueren Sony-Objektiven ausschalten. So werden stufenlose Blendenwechsel bei Videoaufnahmen möglich. Eine weitere Taste namens Iris Lock verhindert, dass der Blendenring unabsichtlich von automatisch auf manuell oder umgekehrt verstellt wird.

Sony FE PZ 16-35mm f/4 G Premium, E-Mount
Objektiv
1459.–

Sony FE PZ 16-35mm f/4 G Premium, E-Mount

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Das Objektiv ist voraussichtlich ab Anfang Mai 2022 verfügbar.

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Durch Interesse an IT und Schreiben bin ich schon früh (2000) im Tech-Journalismus gelandet. Mich interessiert, wie man Technik benutzen kann, ohne selbst benutzt zu werden. Meine Freizeit ver(sch)wende ich am liebsten fürs Musikmachen, wo ich mässiges Talent mit übermässiger Begeisterung kompensiere. 


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