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Shelly baut sein Ökosystem aus: Kamera, Türschloss und neue Partnerschaften

Ob Garagentor, Waschmaschine oder Rollladen: Künftig kannst du noch mehr Haustechnik über Shelly steuern. Dazu kommen frische Produkte wie eine Überwachungskamera und ein aktualisiertes Wall-Display.

Eine der auffälligsten Neuheiten ist die erste Überwachungskamera im Shelly‑Ökosystem. Shelly tritt damit in Konkurrenz zu etablierten Smarthome-Kamerasystemen. Die Shelly-Camera nimmt in Full-HD auf und unterstützt WLAN sowie Bluetooth. Stellt die Kamera eine Bewegung fest, informiert sie via App und liefert auch ein Vorschaubild.

Die Kamera für Innenräume funktioniert auch ohne Cloud und speichert Daten lokal.
Die Kamera für Innenräume funktioniert auch ohne Cloud und speichert Daten lokal.
Quelle: Shelly

Das Bildmaterial landet lokal auf einer Mikro-SD-Karte (bis zu 512 GB), auf einem NAS im Heimnetzwerk oder in der Shelly-Cloud. Deren Server stehen innerhalb der EU und arbeiten laut Hersteller DSGVO-konform. Nur wer die KI-basierte Objekterkennung nutzen will, benötigt zwingend die Cloud-Anbindung. Die Mustererkennung informiert dann die Nutzerinnen und Nutzer, was vor sich geht, also ob ein Fahrzeug in die Garage fährt oder sich das Haustier bewegt.

Eine weitere Besonderheit ist die Audio-Kommunikation in zwei Richtungen, mit der sich die Kamera auch als Babymonitor eignet. Du kannst also nicht nur hören, was in dem Raum vorgeht, sondern auch etwas zu Personen im Raum sagen. Ihren Strom bezieht die Kamera über einen USB‑C‑Anschluss. Kompatibel ist die Shelly-Camera mit der Smart Control App, Home Assistant, Alexa und Google Home.

Neu ist auch das smarte Türschloss «LOQED Pure», mit dem du ohne Schlüssel in deine Wohnung kommst. Im Unterschied zu anderen Lösungen am Markt bewegt hier der Motor nicht einen im Schloss steckenden Schlüssel. Bei der Installation von «LOQED Pure» tauschst du den kompletten Türzylinder aus, sodass du gar keinen Schlüssel mehr brauchst. Öffnen und Schließen funktioniert via Smartphone direkt in der Shelly-App oder der LOQED-App. Zum Lieferumfang gehört auch ein Bluetooth-Öffner für den Schlüsselanhänger.

Via App oder Bluetooth-Schalter wird das Türschloss bedient.
Via App oder Bluetooth-Schalter wird das Türschloss bedient.
Quelle: Shelly

Einbinden kannst du das Türschloss für Automatisierungen in Shelly, Google Home, Alexa und Home Assistant. Vor dem Kauf solltest du vorab prüfen, ob dein Türschloss kompatibel ist. Informationen zu den Voraussetzungen und dem Einbau hat Shelly auf einer eigenen Seite zusammengestellt.

Das Wall-Display in neuer Version

Auf der IFA hat Shelly auch den Nachfolger seines Wall-Displays vorgestellt. Damit ist die Steuerung von Licht, Heizung, Klimaanlagen und anderen Shelly-kompatiblen Geräten ohne App möglich. Das 4-Zoll-Touchdisplay ermöglicht etwa Gästen, die smarten Funktionen im Haus zu benutzen, ohne sich erst eine App installieren zu müssen.

Dank des neuen Quad-Core-Prozessors wurde die Leistung für kürzere Reaktionszeiten verbessert. Außerdem bietet das Display bei der Konnektivität WLAN 6 Dual-Band (2,4 GHz und 5 GHz) und Bluetooth 5.0. Integriert ist ein Relais mit bis zu 5 Ampere zur Lichtsteuerung, sodass Elektriker das Gerät direkt anstelle des Lichtschalters installieren können. Bei der Stromversorgung zeigt sich das Wall-Display generell flexibel: Wahlweise funktioniert sie über USB-C oder einen zu verbauenden Controller der i-Serie.

Wer Home Assistant nutzt, kann beim neuen Display direkt darauf zugreifen
Wer Home Assistant nutzt, kann beim neuen Display direkt darauf zugreifen
Quelle: Shelly

Neuigkeiten für die BLU-Serie

Auch die BLU-Sensoren von Shelly bekommen ein Update. Sie werden künftig auch das Protokoll Zigbee unterstützen – und nicht nur Bluetooth. Erste Geräte der neuen Serie sind der Bewegungsmelder «BLU Motion ZB», der für schmale Rahmen geeignete Fensterkontakt «BLU Door Window Mini ZB» und der für den Außenbereich gedachte Türkontakt «BLU Door Window Outdoor ZB».

Die BLU-Serie, wie hier ein Bewegungsmelder, bekommt den Zusatz «ZB», da nun auch Zigbee unterstützt wird.
Die BLU-Serie, wie hier ein Bewegungsmelder, bekommt den Zusatz «ZB», da nun auch Zigbee unterstützt wird.
Quelle: Shelly

Partnerschaften mit bekannten Marken

Für Shelly ein wichtiger Schritt vom reinen Produkthersteller zum Lösungsanbieter sind Partnerschaften mit anderen Herstellern.

So arbeitet Miele künftig enger mit Shelly zusammen. Geplant ist die Integration von Miele-Geräten (Spülmaschine, Waschmaschine, Trockner) in das Energiemanagement-System (EMS) von Shelly. Die Nutzerinnen und Nutzer legen dann nur noch den Zeitpunkt fest, an dem sie spätestens das Geschirr oder die Wäsche brauchen. Das System wählt anschließend bei dynamischen Stromtarifen den spätesten Startzeitpunkt mit der größten Ersparnis aus.

Hörmann, europaweiter Hersteller von Toren und Türen, wird das Gateway «Powered by Shelly» direkt in seine Torantriebe montieren. Über die Shelly-App können somit auch Garagentore oder elektrische Tore in Lagerhallen gesteuert werden. Unklar ist noch, ob diese Kooperation nur für neue Produkte von Hörmann gilt oder ob ältere Tore und Türen auch nachgerüstet werden können.

In die gleiche Richtung zielt die Zusammenarbeit mit der Firma Rademacher, die sich auf Rollladen- und Sonnenschutz spezialisiert hat. Sie wird einen Gurtwickler auf Shelly-Basis herstellen. Da diese Steuerung werkseitig integriert wird, spart sich die Kundschaft die Montage weiterer Shelly-Module und Relais hinter Schaltern oder im Rollladenkasten.

Weitere Kooperationen sollen laut Shelly folgen.

Titelbild: Shelly

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Hamburger, Leseratte, Eishockey-Fan. Papa und Grosspapa. Bastelt ständig an seinem Smarthome herum. Interessiert an DIY, Outdoor, Mode und Kosmetik.


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