Mecha Systems Inc.
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Mecha Comet: Modularer Linux-Handheld sammelt über eine Million Dollar auf Kickstarter

Martin Jud
26.8.2026

Der Arm-Linux-Handheld Mecha Comet hat auf Kickstarter über eine Million US-Dollar eingesammelt. Das modular aufgebaute Gerät richtet sich an alle, die ein offenes, reparierbares Handheld-System suchen.

3346 Personen haben auf Kickstarter 1 198 844 US-Dollar für den Mecha Comet zugesagt – bei einem ursprünglichen Finanzierungsziel von nur 50 000 Dollar. Die Kampagne endete am 23. August 2026.

Wer den Handheld möchte, hat die Wahl zwischen zwei Arm-SoC: dem NXP i.MX 8M Plus mit vier Cortex-A53-Kernen, einer Vivante-GPU und 2,3 TOPS NPU oder dem NXP i.MX 95 mit sechs Cortex-A55-Kernen, einer Arm-Mali-GPU und 2 TOPS NPU. Zur Wahl stehen 2, 4 oder 8 GB RAM sowie 64 oder 128 GB eMMC-Speicher. Ein M.2-Steckplatz erlaubt den Einbau einer SSD oder eines Mobilfunkmodems. Die Nutzung des Steckplatzes für nachrüstbare, stärkere AI-Beschleuniger wird derzeit getestet.

Zum Start gibt es erst wenige Erweiterungen.
Zum Start gibt es erst wenige Erweiterungen.
Quelle: Mecha Systems Inc.

Das Gehäuse misst 155 × 73 × 14 mm und wiegt 225 Gramm. Das AMOLED-Display hat 3,92 Zoll, eine Auflösung von 1080 × 1240 Pixeln und eine Helligkeit von 500 Nits. Die Ausstattung umfasst zwei USB-C-Ports, Mini-HDMI (DisplayPort über Type-C mit 2k60), einen 3,5-mm-Klinkenstecker, einen SIM-Slot (für 4G/5G-Modems), einen MicroSD-Kartenslot (bis 1 TB), eine 8‑Megapixel‑Kamera mit Autofokus (IMX219), zwei digitale Mikrofone, einen HD‑Lautsprecher und einen haptischen Vibrationsmotor. Hinzu kommen Wi-Fi 6 (2,4 und 5 GHz), Bluetooth 5.4 mit BLE und LE Audio, ein 9‑Achsen-Bewegungssensor (Accelerometer, Gyroskop, Magnetometer) sowie ein Sicherheitschip (Trust Anchor) für verschlüsselte Kommunikation. Der 4100‑mAh‑Akku wird über USB‑C geladen.

Keyboard-Modul
Keyboard-Modul
Quelle: Mecha Systems Inc.

Der Mecha Comet läuft mit Mechanix OS, einem auf Fedora basierenden Linux-Derivat. Bootloader, Kernel und Root-Dateisystem sind Open Source. Vorinstalliert sind native Apps für Dateien, Kamera, Musik und Notizen.

Gamepad-Modul
Gamepad-Modul
Quelle: Mecha Systems Inc.

Das Besondere ist die modulare Hardware. Über einen magnetischen 40‑Pin‑Anschluss lassen sich Erweiterungen andocken – aktuell sind eine programmierbare Tastatur (25 Dollar), ein Gamepad (20 Dollar) und ein GPIO-Breakout-Modul (15 Dollar) erhältlich. Die Extensions können einzeln oder als Bundle bestellt werden – das «All Extensions Bundle» kostet 50 Dollar, das «Gamepad+Keyboard»-Bundle 40 Dollar. Sämtliche Erweiterungen basieren auf offener Hardware. Die Hardware selbst wird unter der Cern-Open-Hardware-Lizenz veröffentlicht – das bedeutet, die Baupläne sind öffentlich und du darfst sie nachbauen und modifizieren.

GPIO-Breakout-Modul
GPIO-Breakout-Modul
Quelle: Mecha Systems Inc.

Nach dem Ende der Kickstarter-Kampagne kann der Mecha Comet weiterhin über die Hersteller-Website vorbestellt werden – allerdings zu höheren Preisen als während der Crowdfunding-Phase. Die Kickstarter-Versionen lagen zwischen 159 und 269 Dollar. Die aktuelle Vorbestellung startet bei 239 US-Dollar zuzüglich 28 Dollar Versand – je nach Lieferland kommen noch Zoll und Einfuhrumsatzsteuer hinzu. Die Auslieferung soll ab Herbst erfolgen. Wie bei solchen Projekten üblich, bleibt ein gewisses Restrisiko bezüglich des genauen Liefertermins.

Die Software-Unterstützung für Mechanix OS garantiert Mecha Systems für sieben Jahre. Der verbaute NXP-SoC wird vom Chiphersteller selbst mit langfristigen Treiber-Updates bis 2036 versorgt – das sichert die Kompatibilität auf unterster Ebene, unabhängig vom Support durch Mecha Systems.

Titelbild: Mecha Systems Inc.

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Der tägliche Kuss der Muse lässt meine Kreativität spriessen. Werde ich mal nicht geküsst, so versuche ich mich mittels Träumen neu zu inspirieren. Denn wer träumt, verschläft nie sein Leben.


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