News & TrendsMobile

LG V30+: Ein erster Blick auf ein heiss erwartetes Phone

Dominik Bärlocher
Zürich, am 15.11.2017
Der Vorgänger hat zu meinen liebsten Phones des Jahres gehört. Jetzt kommt das LG V30+ daher. An der IFA in Berlin durfte ich es kurz antesten, jetzt liegt es bei mir auf dem Pult. Ein detaillierter Blick auf ein Gerät, in das ich grosse Hoffnung lege.

Endlich. Endlich liegt das LG V30+ auf meinem Tisch. Klar, ich freue mich über jedes neue Phone auf meinem Tisch, aber ich habe klare Favoriten. Das Essential PH-1, weil es neu ist und das LG V30 weil das LG V20 zu meinen Phones des Jahres 2016 gehört hat. Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft soll jetzt also das V30 gehörig etwas reissen.

V30+ (128GB, Aurora Black, 6", Single SIM, 16Mpx)
LG V30+ (128GB, Aurora Black, 6", Single SIM, 16Mpx)

Ich bin nicht direkt überrascht, wie das Phone aussieht oder wie es sich anfühlt, denn an der IFA in Berlin habe ich es vor einigen Monaten schon halten dürfen. Nur kurz. Und nur unter Aufsicht. Für einen kurzen kleinen Blick hat das gereicht. Aber die detaillierte Vorstellung des Phones musste warten. Denn am Demogerät rumdrücken war nicht wirklich drin.

Darum: ein zweiter erster Blick auf ein Phone, das sich anschickt, den ganz Grossen der Szene zu zeigen, was Phones auch noch so können.

Es sieht aus wie jedes andere Phone auch

Vor mir liegt also das V30+. Verpackt in einer Kiste mit digitec-Siegel, was bedeutet, dass die Kiste schon mal geöffnet worden ist. Der Grund, warum mein brandneues Gerät schon mal offen war ist der, dass das V30+ nicht auf dem europäischen Markt erscheint. Das heisst, der Originalstecker in der Kiste passt nicht in unsere Steckdosen. Daher lassen wir die Stecker von unseren Partnern ersetzen, damit du dein Phone aufladen kannst. Ferner werden minimale Spracheinstellungen vorgenommen, damit du nicht komplett verloren bist, da das Phone nur koreanisch mit Hangul-Zeichen mit dir spricht. Zudem wird auch gleich noch der SIM-Lock entfernt.

Der zweite Bildschirm ist Geschichte
Der zweite Bildschirm ist Geschichte

Sollte dein Phone aber doch wider Erwarten in einem Alphabet daherkommen, das du nicht lesen kannst, habe ich für das V20 damals einen Guide geschrieben. Nach einem ersten Blick auf die Einstellungen kann ich sagen, dass der immer noch funktioniert.

Wie du dein importiertes *China-Smartphone** auf Deutsch umstellst
placeholder

placeholder

Jetzt aber! Das Phone. Ich komme immer noch nicht drüber weg, dass LG den zweiten Bildschirm oben entfernt hat. Zur Erinnerung: Das LG V20 hatte nebst dem normalen Bildschirm oben einen zweiten Screen, auf dem Shortcuts eingeblendet werden. In meinem Review meinte ich, dass das zwar nicht das offensichtlich nützlichste Feature aller Zeiten sei, sich aber trotzdem angenehm in den täglichen Gebrauch geschlichen hat.

Klar, der zweite Screen war auf dem Markt eine Randerscheinung und dass das System keinen breiten Anklang findet, war auch mehr oder weniger klar. Egal, wie nützlich es war, es war doch ein Phone eines kleineren Herstellers – Ja, LG ist halt kein Samsung oder Apple, auch nicht auf dem asiatischen Markt –, das nur in Asien breit erhältlich war.

Tja, so gehen gute Ideen verloren. Aber LG hat eine softwareseitige Lösung verbaut.

Das wohl leichteste Flaggschiff

Das LG V30+ wiegt knapp unter 160 Gramm. Mit SIM-Karte wohl 160 grade. Das ist extrem wenig und fühlt sich auch so an. Ich find es irgendwie erstaunlich, dass das Gewicht einer SIM-Karte etwa 1.25 Prozent des Gesamtgewichts ausmacht.

Der Fingerabdrucksensor hinten funktioniert auch gleich als Power Button
Der Fingerabdrucksensor hinten funktioniert auch gleich als Power Button

Fühlt es sich billig an? Jein. Klar, ich bin mir schwerere Phones gewöhnt, aber das macht das LG V30+ nicht billig. Das liegt vor allem an den dünnen Metallrändern an der Seite, die dem Phone eine harte Kante geben.

So. Genug für ein erstes Anfassen. Und ich kenne dich, lieber Leser, du denkst jetzt «Was ist das für ein Review?» Meine Antwort. Gar keins. Denn das Review kommt noch. Weil nach einmal auspacken ein Review machen, bringt keinem was. Denn am Ende, wenn du dir das Teil kaufst, dann hast du es auch etwas mehr als zehn Minuten in der Hand.

15 Personen gefällt dieser Artikel


Dominik Bärlocher
Dominik Bärlocher
Senior Editor, Zürich
Journalist. Autor. Hacker. Ich bin Geschichtenerzähler und suche Grenzen, Geheimnisse und Tabus. Ich dokumentiere die Welt, schwarz auf weiss. Nicht, weil ich kann, sondern weil ich nicht anders kann.

Diese Beiträge könnten dich auch interessieren