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GamingHintergrund 10878

Kommt das Lootbox-Verbot und gilt es auch für die Schweiz?

Belgien und die Niederlande erklären Lootboxen zum Glücksspiel. «Fifa 18», «Overwatch» und «Counter-Strike: Global Offensive» werden explizit als Übeltäter genannt. Was für Auswirkungen hat das auf die Game-Branche und insbesondere auf die Schweiz?

So richtig ins Rollen gebracht, hat den Stein «Star Wars Battlefront 2». Das Lootbox-System im Herbstblockbuster hat für derart Aufruhr gesorgt, dass EA zurückrudern musste. Zu spät: Der Schaden war bereits angerichtet. Ironischerweise gehört «Battlefront 2» nicht zu den Titeln, die von der belgischen Glücksspielkommission geahndet wurden. Zum Zeitpunkt der Prüfung wurden die Microtransactions bereits wieder entfernt. Namentlich genannt wurden dagegen «Fifa 18», «Overwatch» und «Counter-Strike: Global Offensive». Die Lootboxen müssen entfernt werden, sonst droht eine Busse von bis zu 800 000 Euro und fünf Jahren Gefängnis. Kürzlich hat die Niederlande einen ähnlichen Entschluss gefasst. Dort trifft es «Fifa 18», «Dota», «PUBG» und «Rocket League». Während die Holländer eine Galgenfrist bis Juni gewähren, hat Belgien noch keinen konkreten Umsetzungstermin genannt.

EAs Antwort liess nicht lange auf sich warten. Gegenüber Eurogamer wies das Unternehmen die Vorwürfe zurück, dass die eigenen Spiele in irgendeiner Form Glückspiele sein sollen. Der belgische Justizminister Koen Geens gibt sich offen für einen Dialog, strebt aber gleichzeitig ein europaweites Verbot an. Für die Game-Hersteller könnte das verlustreiche Auswirkungen haben, die sie nicht kampflos auf sich nehmen werden. Die Leidtragenden könnten wir Gamer sein.

«Battlefront 2» hat die Diskussion angestossen, konnte den Kopf aber noch rechtzeitig aus der Schlinge ziehen.

Um was geht’s konkret?

Microtransactions, DLCs und Season Passes sind bei der aktuellen Debatte nicht das Thema. Es geht ausschliesslich um Lootboxen. Also Beutekisten, die in vielen Spielen gegen In-Game-Währung oder gegen echtes Geld gekauft werden können. Sie enthalten manchmal neue Outfits, die rein optischer Natur sind und manchmal aber auch Ausrüstung oder neue Waffen, die Spielvorteile bringen. Die belgische Glücksspielkommission kritisiert die mangelnde Transparenz und das Spiel mit den Emotionen der Spieler – besonders von Kindern und Jugendlichen. Man weiss oft nicht genau, was man bei einer Lootbox erhält. In-Game-Währungen verschleiern zusätzlich den echten Wert. Das und weitere Faktoren haben zur Einstufung als Glücksspiel geführt. Die genannten Spielehersteller sind nun zum Handeln gezwungen.

Möglichkeiten der Branche

Die betroffenen Game-Hersteller gehören mit Ausnahme von Psyonix («Rocket League») zu den grössten oder aufstrebendsten der Welt. Sie haben genug Ressourcen und Anwälte, um sich dem Problem zu stellen und Schlupflöcher zu finden. Fürs erste sehe ich aber die folgenden kurz- bis mittelfristigen Lösungen.

Auch «Rocket League» macht sich dem Lootbox-System schuldig.

Lootboxen entfernen

Die vermeintlich einfachste Lösung ist es, die Lootboxen aus den betroffenen Spielen zu entfernen – vorerst nur in den beiden Ländern. Allerdings hat «Battlefront 2» gezeigt, dass das nicht unbedingt ein simples Unterfangen ist. Teilweise sind die Lootboxen ein essenzieller Teil des Spiels und so weit ins System eingeflochten, dass man sie nicht von einem Tag auf den nächsten rausnehmen kann. Dennoch ist das wohl die kurzfristigste Lösung.

System modifizieren

EA, Valve, Blizzard und Co. könnten ihre Spielsysteme so anpassen, dass keine Lootboxen, Schlüssel etc. mehr gegen echtes Geld gekauft werden können. Natürlich müsste dann auch die Möglichkeit entfernt werden, dass gegen Geld In-Game-Währung gekauft werden kann. Oder sie sorgen für mehr Transparenz oder erlauben nur noch direkt Käufe von Gegenständen anstelle von zufälligen Beutekisten. So oder so müssten auch dabei umfangreiche Anpassungen am Spiel vorgenommen werden, um ein neues System aufzusetzen. Auch diese Lösung sehe ich als durchaus umsetzbar.

Spiel vom Markt nehmen

Die Hersteller könnten sich dazu entscheiden, ihre Spiele in den betroffenen Märkten nicht mehr zu verkaufen. Alle Spiele haben ihren Verkaufspeak längst hinter sich, daher wäre der Initialkaufsverlust minimal. Allerdings wäre ein Verkaufsstopp kein einfaches Unterfangen. Was passiert mit den bereits verkauften Spielen? Online-Dienste oder Server abschalten, damit keine Lootbox-Käufe mehr möglich wären? Für reine Online-Titel wie «Overwatch» und «Counter-Strike: GO» undenkbar. Die Hersteller würden sich damit keinen Gefallen tun, selbst wenn sie den Kunden ihr Geld zurückerstatten würden. Diese Möglichkeit sehe ich daher eher als unwahrscheinlich.

Videos, wie YouTuber Lootboxen öffnen, sind längst zum Massenphänomen geworden.

In jedem Fall ein Millionenverlust

Egal, wie man es dreht, für die Game-Branche entsteht ein riesiges finanzielles Loch. Viele Spiele werden heutzutage nur so lange bewirtschaftet und mit Inhalten gefüllt, weil nach dem Kauf des Spiels weitere Einnahmen aus DLCs, Microtransactions oder eben Lootboxen fliessen. Mit dem Spielmodus FIFA Ultimate Team verdient EA jährlich bereits über 800 Millionen Dollar. Gegen In-Game-Münzen, die verdient oder mit echtem Geld gekauft werden, können Fut Packs mit neuen Spielern und verschiedenen Boni gekauft werden.

Der belgische Justizminister Koen Geens betonte zwar, dass eine gemeinsame Lösung mit den Spieleherstellern angestrebt werde. Ob die Lootboxen deshalb überleben, bleibt ungewiss. Auch in Deutschland prüft die Jugendschutzkommision ein Verbot. Die Tragweite wird umso grösser, wenn der Beschluss auf alle EU-Staaten ausgeweitet würde. Die EU hat sich bereits im Datenschutzgesetz gegen internationale Konzerne behaupten können, da ist es durchaus denkbar, dass auch solche Bezahlsysteme dem Druck der europäischen Nationen nicht standhalten können.

«Fifa» generiert mittlerweile den grössten Teil der Einnahmen aus Lootboxen.

Etwas anders sieht es in den USA aus. Dort ist der Konsumentenschutz etwas zahnloser. Nicht auszuschliessen, dass es in den nächsten Jahren darum verschiedene Lootbox-Systeme geben wird: eins für die USA und eines für Europa.

Auswirkungen auf die Schweiz

Sollte die EU Lootboxen als Glücksspiel deklarieren und die Hersteller zum Handeln zwingen, darf angenommen werden, dass die Schweiz die gleiche Behandlung erhält. Solange genug andere Länder auf der Welt das Lootbox-System beibehalten, wäre es zwar möglich, dass die Schweiz eine Ausnahme bleibt. Da wir aber ohnehin auf die übersetzten Versionen für Frankreich, Italien und Deutschland angewiesen sind, ist das eher unwahrscheinlich.

Umgekehrt ist es aber gar nicht nötig, dass wir auf die Entscheide unserer Nachbarn warten. Was sagt denn die Schweizer Rechtssetzung zu den Lootboxen? Im Bundesgesetz steht folgendes:

Art. 3 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 18. Dezember 1998 über Glücksspiele und Spielbanken (Spielbankengesetz, SBG; SR 935.52) legt fest, dass Glücksspiele Spiele sind, bei denen gegen Leistung eines Einsatzes ein Geldgewinn oder ein anderer geldwerter Vorteil in Aussicht steht, der ganz oder überwiegend vom Zufall abhängt. Die Durchführung solcher Spiele ist alleine den konzessionierten Spielbanken vorbehalten (Art. 4 Abs. 1 SBG); diese sind verpflichtet, die Vorschriften der Spielbankengesetzgebung und der Konzessionsbedingungen einzuhalten, und unterstehen der Aufsicht durch die ESBK.

Klingt in meinen Ohren exakt nach dem Lootbox-System, wie es in zahlreichen Spielen zum Einsatz kommt. Man kauft sich für echtes Geld eine Lootbox, die einen zufälligen Gewinn ausspuckt. Im Falle der Outfits in «PUBG» oder der Waffenskins in «CS:GO» sind diese teilweise viel Geld wert. Die Schweizerische Spielbankenkommission sieht aktuell allerdings noch keinen Grund zum Handeln.

«Bei den von Ihnen geschilderten erwähnten ‹Lootboxen› handelt es sich sozusagen um ein ‹Spiel im Spiel›, welches im Verlaufe des Computer- oder Videospiels auftaucht und in der Regel – im Verhältnis zum ganzen Computer- oder Videospiel – nur einen kleineren Teil des gesamten Spiels ausmacht.»

Da Computer-, Konsolen- und Videospiele in der Regel nicht zu den Glücksspielen gemäss Definition im Spielbankengesetz gehören, sollen sie zudem auch gar nicht in den Kompetenzbereich der ESBK fallen, sagt Maria Chiara Saraceni von der Eidgenössischen Spielbankenkommission. Sie fügt an, dass es sich hierbei um eine Einschätzung nach heutigem Stand handle.

Es sprechen also primär zwei Faktoren gegen die Einstufung als Glücksspiel: Wenn es ein Spiel im Spiel ist und wenn Lootboxen nicht den Hauptaspekt ausmachen. Also würde ein Spiel, in dem man ein voll funktionierendes Casino besucht, wohl nicht durchgehen: «Richtig. Wenn wir merken, dass es in erster Linie ein Glücksspiel ist, dann fällt es auch unter das Spielbankengesetz», so Saraceni. Sie betont aber auch, dass man jedes Spiel individuell prüfen müsste, um zu entscheiden, ob es ein Glücksspiel ist oder nicht.

«Overwatch» wird oft als positives Beispiel für Lootboxen genannt, gehört nun aber ebenfalls zu den Übeltätern.

Lösen wir uns einen Moment von der Game-Diskussion. Wie steht es denn um «Magic the Gathering»- oder aktuell die Panini-Bilder? Sind die nicht auch eine Form von Lootboxen? Du kaufst für einen bestimmten Betrag ein Päckchen, das fünf zufällige Bilder von Fussballern enthält. Je nach Seltenheitsgrad sind sie unterschiedlich wertvoll. Nicht viel, aber dennoch. «Hier fehlt es am Element des Gewinns, das bei einem Glücksspiel gegeben sein muss. Man kann die Bilder zwar tauschen oder verkaufen, aber man kann mit den Bildern der Fussballer keinen Gewinn direkt beim Verkäufer einlösen», findet Saraceni.

Von den Schweizer Behörden haben die Game-Entwickler also vorerst nichts zu befürchten. Saraceni macht jedoch klar, dass sie die Entwicklungen im Spielbereich weiterhin aufmerksam beobachten werden. «Sollten sich konkrete Gründe für allfällige Verletzungen des Spielbankengesetzes ergeben, werden wir intervenieren.» Es darf angenommen werden, dass diese Diskussion auf dem politischen Parkett ausgefochten wird.

Was kommt nach den Lootboxen?

Die guten Waffenskins gibt es in «PUBG» fast nur in den kostenpflichten Kisten.

Sollten Lootboxen konsequent verboten werden, wird das massive Folgen für die Game-Branche haben. Gerade im Free-to-Play-Sektor sind sie oft die einzige Einnahmequelle. Zurück zum alten System, wo Spieler einmalig ein Vollpreisspiel gekauft haben und in Ausnahmefällen noch ein kostenpflichtiges Addon dazu, ist unwahrscheinlich. Zu sehr lockt der lukrative Honigtopf mit Microtransactions und Co. Die Game-Branche wächst von Jahr zu Jahr und brachte es 2017 zu einem Umsatz von über 100 Milliarden US-Dollar. Am stärksten gewachsen ist zwar die Mobile-Sparte, aber auch Konsolen- und PC-Spiele haben nicht geschlafen. Die Branche wird also mit grösster Sicherheit irgendeinen Weg finden, uns weiterhin fleissig zur Kasse zu bitten. Über das nächste System kann ich nur orakeln. Was denkt ihr? Werden Lootboxen verschwinden und wenn ja, was wird sie ablösen?

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Philipp Rüegg, Zürich

  • Teamleader Odin
Als Game- und Gadget-Verrückter fühl ich mich bei digitec und Galaxus wie im Schlaraffenland – nur leider ist nichts umsonst. Wenn ich nicht gerade à la Tim Taylor an meinem PC rumschraube, oder in meinem Podcast über Games quatsche, schwinge ich mich gerne auf meinen vollgefederten Drahtesel und such mir ein paar schöne Trails. Mein kulturelles Bedürfnis stille ich mit Gerstensaft und tiefsinnigen Unterhaltungen beim Besuch der meist frustrierenden Spiele des FC Winterthur.

108 Kommentare

3000 / 3000 Zeichen
Es gelten die Community-Bedingungen.

User Anonymous

Hoffentlich kommts auch in die Schweiz...

09.05.2018
User BeartigerMensch

Geiler Avatar :D

09.05.2018
User Anonymous

lol yepp.. dacht schon.. wut? wieso muss der so lange laden? XD

30.05.2018
Antworten
User _saem_

Ich vermeide mittlerweile Spiele, bei denen Microtransactions vorkommen, die nur dazu da sind, das Spiel spielbarer zu machen. Ich bezahle gerne für ein super Spiel, aber nur einmal. Ich würde für ein super Game sogar einmalig anstatt 60.- bis zu 100 Stutz bezahlen.

09.05.2018
User Anonymous

Und ich erinnere mich, wie in den 80ern und 90ern Games noch 80-130 Franken gekostet haben...

12.05.2018
User Misch_86

Vor 10 Jahren hat man für PS3 games immer 90-100 Franken bezahlt...

13.05.2018
User ExtraTNT

Also ich habe nichts gegen lootboxen, echt Geld einsätze, usw. solange das Spiel ohne dies gut spielbar ist bin ich dabei... leider sieht heute alles ein bisschen anders aus... ich kenne aber ein Spiel (free2play) beidem man genau sieht wer gezahlt hat, der der einfach den skill für das was er und halt auch seine gegner hat nicht aufbringen kann... also es gibt noch heute games die ohne echt Geld besser zu zocken sind als mit... (mein Senf (mit Mayo (und Curry)))

14.05.2018
User joel.t.waelti

Ich stimme ExtraTNT zu. Ich habe rein gar nichts gegen Lootboxen in Spielen SO LANGE ES NICHT PAY-TO-WIN IST. OW ist ein perfektes Beispiel in dem Lootboxen super sind: Man bekommt sie ziemlich einfach durch spielen, sie bringen einem nicht den geringsten Vorteil im Spiel und man bekommt nicht oft doppelte Items/bekommt Währung, wenn es passiert. Ich finde nichts schlechtes daran.

16.05.2018
User ExtraTNT

Und auch wenn man einen kleinen vorteil durch lootboxen hat... zb waffenupgrade 56 -> 58 schaden, dann ist das alles in bester Ordnung.
Aber wenn durch ne lootbox der grösste noob ein pro ohne weiteres killen kann dann nein danke... Ich meine Spieleentwickler brauchen auch Geld, aber wenn dadurch Leute leiden die nicht lootboxen kaufen... wenn das Game 10.- oder 20.- mehr kostet und lootboxen nur kleine oder keine Vorteile bringen sind alle glücklicher... (darum mag ich Crossout, wer zahlt verliert)

16.05.2018
Antworten
User Axonteer

Ich habe für mich selbst gemerkt, dass spiele mit künstlichem Grind in jedweder form (wozu auch lootboxen gehören) wo man konstant sein "defizit" aufgezeigt bekommt eher deprimierend und demotivierend sind. Daher kaufe ich sie nicht mehr. Doppelter Profit für mich, keinen für die Hersteller!

09.05.2018
User Sensenmaa

Seid diese microtransactions in Spiele implementiert worden sind, habe ich einfach Stück für Stück das zocken aufgegeben.
Heute spiele ich lieber mal wieder Karten oder gehe in die Spielstatt und schau was es dort so gibt. Mir tut es gut damit aufzuhören zu meinem Portemonnaie auch, so konnte ich mir auch die sehr teuren Computer Komponenten sparen :D

09.05.2018
User Sensenmaa

Autokorrektur :D ist schon was blödes.

09.05.2018
Antworten
User MatthiasBarth

Ich sehe das Problem von Lootboxen vor allem darin, dass man während dem spielen Lootboxen quasi auf dem Silbertablett als Reward bekommt. Das öffnen kostet dann aber zwei Stutz. Wenn man sie nicht öffnet, liegen sie im Inventar rum und lachen dich jedes mal an, wenn man den Inventar checkt.

09.05.2018
User Misch_86

du kannst die Lootboxen im Steam store verkaufen, nicht?
Dann kannst du die Spielsucht anderer dazu ausnutzen, Geld zu verdienen...

Und die CH-Behörden kümmert das nicht, weil der Hersteller dir dafür ja kein Geld zahlt. ^.^

13.05.2018
User MatthiasBarth

Teilweise möglich, teilweise aber auch nicht.
Beispielsweise bei CS:GO ist dies möglich. Allerdings würde ich die 2 Rappen welche man dafür erhält nicht als "Geld verdienen" bezeichnen. :D
Bei Rocket League können die Lootboxen allerdings nicht verkauft werden.

13.05.2018
Antworten
User Am1no

guter Artikel Philipp ! Bin gespannt wie sich das alles entwickelt... Aber ja grundsätzlich gibt es dieses System ja mit MTG seit über 20 Jahren schon...

09.05.2018
User -Spooky-

Bei MtG kann ich Karten tauschen oder gg. Wert auch handeln. Klar werden bei CS:Go auch die Skins verkauft, aber eben ..

09.05.2018
User Anonymous

Die Karten gehören aber im Unterschied zu den meisten digitalen Items dir.

10.05.2018
Antworten
User Lynx_

Man könnte es so versuchen das Items die nur einen Sammlerwert haben (Weil sie nur optischen Nutzen haben) und dadurch ein eher persönlichen Wert und keinen Effekt auf das Gameplay haben durch Lootboxen erworben werden können. Effektive Items jedoch nicht da sich ihr wert klar beziffern lässt.

09.05.2018
User bachmasa

Das erste macht OV bereits so.
Das zweite ist pay to win, was so ziemlich das grösste no go bei spielen mit competitivem geist ist.

09.05.2018
User Lynx_

Es gibt hier einige Systeme:
1. Echtes Geld -> Effektive Items (PayToWin)
2. Echtes Geld -> Optische Items
3. Echtes Geld -> Lootboxen -> Effektive Items (PayToWin)
4. Echtes Geld -> Lootboxen -> Optische Items
Ich dachte das 3. Vielleicht verboten werden könnte ohne das 4. Verboten wird.

10.05.2018
User Anonymous

Das Problem ist, dass die Hersteller dabei nur ein Ziel haben; dem Gamer möglichst viel Geld aus der Tasche zu saugen. Brauchen tut das ja wirklich keiner um zu spielen. Denn z.G. ist wenigstens P2W verpönt. Fair ist nur "2. Echtes Geld -> Optische Items". So verdient man aber nur einen 0.00%Teil.
Das Case open Video sagt eigentlich alles. Verbesserung würde immer heissen, dass es nicht im Sinne des Herstellers sein wird.
Gesetze!? - Go for it! Sonst lässt die Saugkraft nie nach ;)

10.05.2018
User Anonymous

PS: Wenn wir schon dabei sind, könnte man auch gleich das Zahnbürstli(Köpfe), Drucker(Patronen), Kafee(Kapseln), usw -problem auch gleich lösen.

10.05.2018
User Anonymous

Stimmt, aber andererseits sind diese Sachen nun wirklich kein Glücksspiel. Man weiss jederzeit was man fürs Geld bekommt.

11.05.2018
Antworten
User _tdc_

Alternative?? keine Lootboxen dafür wieder mit LAN Modus, dann braucht es auch keine Server mehr und die Spiele können auch in 10/20/30 Jahren noch gespielt werden!

11.05.2018
User redae899

Lootboxen sind gefährlich. Jedoch sollten diese nicht unter den Begriff des Glücksspiels fallen. Man kriegt immer einen Gegenwert für das bezahlte Geld, was im Casino nicht der Fall ist. Dort "erwirbt" man lediglich die Möglichkeit Geld zu gewinnen. Es sollte eine neue Regelung für Lootboxen geben.

09.05.2018
User redae899

Super Beitrag übrigens!

09.05.2018
User Paescu1996

Das Problem dabei.
Der Spieler zahlt das Geld oftmals ein, weil er ein spezifischen Gegenstand will. Dieser erhält er jedoch nur selten, was den schwächeren der Spielerschaft zu immer grösseren Investitionen führt.

Dies ist wohl so die niederste Art der Mikrotransaktionen, und gehört verboten.

09.05.2018
User iceteapeach

@ Redae899 "Man kriegt immer einen Gegenwert für das bezahlte Geld, was im Casino nicht der Fall ist." Der Gegenwert ist gleich 0 EURO,CHF, Dollar. Kannst mir gerne erleutern was genau der Gegenwert ist. Was sind die Skins Wert? Einzig die guten CS.GO Skins könnten einen Wiederverkaufswert haben. Aber alles andere sind nur Bits/Bytes und kann nicht verkauft werden. Noch schlimmer als im Casino, wo man wenigstens die Chance hat Cash zu gewinnen.

09.05.2018
User Tr3l4m

Bei Lootboxen hat man genau die selbe Chance etwas zu gewinnen wie im Casino, ich sehe das Problem nicht

10.05.2018
Antworten
User quinxx12

Das einzig vernünftige ist wohl, dass man die Skins direkt kaufen kann, also dass der Preis völlig klar von den Entwicklern festgelegt wird wie bei LoL. Allerdings stellt sich dann die Frage, was dann mit den Communitymärkten wie bei csgo passieren wird. Was bestimmt dann den Wert der Dragon Lore?

09.05.2018
User Mactteo

Entweder würde Valve sich mit den grossen 3rd Party Organisationen auseinander setzen und faire Preise bestimmen, so dass diejenigen die die Skins schon haben keinen Unterschied/Verlust haben. Oder..... Valve setzt den Preis einer Dragon Lore FN auf 300$ und fertig ist, CSGO-Wirtschaftschaos!

22.05.2018
Antworten
User stetwig

Lootboxen, die nur kosmetische Artikel (wie in CS:GO und RL) bieten finde ich nicht so tragisch. Da ist es jedem selber überlassen und man hat keinen Vorteil.
Sobald es um Spielinhalt geht wie neue Waffen oder sonstige neue Inhalte, sollten Lootboxen verboten werden.

11.05.2018
User JTR.ch

Warframe zeigt wie man F2P ohne Lootboxen macht. Du weisst immer was du gegen Echtgeld kaufst. Das System könnte auch Einzug finden. Ich habe einiges Geld in Warframe gesteckt, ich würde aber nie Lootboxen kaufen, genau weil man nicht weiss was man bekommt.

09.05.2018
User thomasbaumann1993

Weg mit den Sche......Lootboxen Als Entwickler und zocker würde ich ein solches Gesetz gut finden

13.05.2018
User lol-lukas-schwab

Nur teilweise wie @01andiplayz schon geschrieben hat. Ohne ingame vorteil nach dem kauf sind lootboxen komplett ok. Über Altersbe

15.05.2018
User lol-lukas-schwab

Über Altersbeschränkungen kann man diskutieren.

15.05.2018
User ExtraTNT

Also ich finde es gut, auch mal etwas zu kaufen um die entwickler zu unterstützen, aber wenn man kaufen muss ummithalten zu können, -> ne danke... zb würde ich fürn gutes game gerne mal was ingame kaufen sagen wir 20.- (wird wohl schnell mal mehr als 50.- aber egal)
, wäre im genau gleichen game der „zwang“ etwas für 10.- zu kaufen, so hätte ich gar keinen bock drauf... -> am schluss haben die genau 10.- von mir, anders 20.-, eher 50.- (wenn ich dann mal geld habe... ;) )

06.06.2018
Antworten
User 01andiplayz

Ich persönlich sehe kein Problem in Lootboxen, solange keine Pay-to-win-Items vergeben werden. Der Kaufzwang für den Spieler in vielen Games sehe ich als weitaus grösseres Problem.
Fifa beispielsweise zwingt einen nach dem Kauf für 70.- im Ultimate Team fast zum Lootbox-Kauf um mithalten zu können.

15.05.2018
User Sandro88

Wenn nun die Lootboxen laut Schweizer Gesetzt illegal wären und das Geldspielgesetz angenommen wird, müssten dann diese Firmen per Netzsperren geblockt werden?

08.05.2018
User Philipp Rüegg

Dieses Beispiel hab ich oben ebenfalls beschrieben. Allerdings wäre es vorstellbar, dass bei der Schweiz, die nicht zur EU gehört, möglicherweise tatsächlich eine Sonderlösung gefunden würde. Gut möglich, dass es sich nämlich nicht lohnt, nur für uns das Spielsystem anzupassen. Aber wie gesagt, da die Spiele bereits im Handel sind, kann ich es mir fast nicht vorstellen, dass man sie so leicht vom Markt nehmen kann.

09.05.2018
User f0rky

Genau, nur schon das Ausmass bei CS:GO wäre ja richtig heftig. Da würde ja richtig viel Geld von Gamern verloren gehen, also diejenigen die man mit so einem Gesetz schützen will würden erst mal alles verlieren. Ich habe schon beim letzten CS:GO Wettspiel Skandal meine Skins verkauft....

09.05.2018
Antworten
User swiss_brodi

Guter Artikel mir scheint aber vielen ist nicht klar wieviel heutzutage es kostet ein Triple A game zu produzieren und server zu warten etc.. Ich sehe höchstens als alternative zu Lootboxen heutzutage das Spiele wieder teurer werden in den 90er waren Sie ja zum Teil 20-30 Franken teurer als heute.

09.05.2018
User zilti

Ich kann mich nicht erinnern, dass PC-Spiele mehr als 76.- gekostet hätten, selbst in den 90ern nicht.

09.05.2018
User Fleuru

oder man macht das man wie be World of warcraft jeden Monat zahlen muss. irgendwie müssen die Server ja Bezahlt werden.

09.05.2018
User Anonymous

Zilti, für Games zahlte man in den 80ern/90ern gut 80.- (Durchschnitt für Amiga/Atari/MS-DOS) bis 130.- (Durchschnitt für SNES) Franken. Wer ein Neo-Geo hatte, sogar bis 300 Franken für ein Game...

12.05.2018
Antworten
User earthnuts

Habe in CSGO mit Crates öffnen schon seit mehr als 12 Monaten aufgehört. Doch in Rocket League bin ich immernoch "süchtig". Sobald ich einer der neuen Crate bekomme, mache ich es sofort auf. Ist ja nur ca. CHF1.- pro Schlüssel. Doch bis jetzt habe ich locker über 200 Crates geöffnet.

09.05.2018
User Silvio.Fontevivo

Bei RL wird das Geld wenigstens in den Cup gesteckt und nicht in die eigene Tasche. Finde ich einen guten Ansatz.

09.05.2018
User Sebastard

Geht mir gleich, übrigens bei Rainbow six siege geht es auch in den E-Sport, wenn man etwas kauft.

09.05.2018
User Paescu1996

Sebastard
Läge wohl eher im Interesse der Spielerschaft, wenn sie es in die Server oder Bugfixing Investieren würden.
Für Ubisoft ist die ESL/Competitive eher Marketing, schließlich stehen die Gamer ja auf ESL Shooter, auch wen weder die Engine noch Infrastruktur dafür ausreichend sind. Wen ich für jeden nicht gezählten Kopfschuss, jeden Glitcher und jeden Highpinger 1CHF erhalten würde müsst ich wohl nicht mehr arbeiten gehen.

09.05.2018
Antworten
User dario

Das Leben würde wieder Sinn machen und bitte auch noch gerade ein DLC Verbot damit Entwickler Studios nicht das 3x oder 4x Fache für ein Game verlangen können nur damit wie z.B. in Forza alle Autos fahren kann.

09.05.2018
User buzzware

ich denke das Hauptproblem ist eher, dass gewisse Seiten wie csgofast ein glückspiel draus machen. Da geht es zu wie im Casio. Schwarz oder Rot (rollet usw.) wo man für richtige treffer Punkte bekommt und somit die Punkte zu Skins eingetauscht werden können. Das ist Geldmacherei und das will das Land verbieten

12.05.2018
User ricci78

Solange nur kosmetische Items in den Lootboxen sind, hab ich kein Problem damit.

13.05.2018
User Sebastard

Ich habe früher bestimmt schon in den FIFA Teilen 14-17 400 Fr. ausgegeben. In Rocket League vielleicht 200 Fr. Hochgerechnet ist das schon echt viel Geld, dass Problem dabei ist, dass das purer Scam ist.

09.05.2018
User iceteapeach

Ich hab in Hearthstone sicher schon um die 1k verlocht. Bis ich aufgehört habe und das Game deinstalliert.

09.05.2018
Antworten
User eichof99

Warum sollte man diese per Gesetz verbieten? Gesetze der Gesetze willen? Es ist jedem seine Verantwortung ob er solche Spiele kauft oder nicht.

12.05.2018
User Intarisgmbh

Wenn Lootboxen ein "Glücksspiel" sind sind es auch Pokemon Karten, Magic Karten, Panini Bilder usw auch.

15.05.2018
User HenriMütze

hmmm... meiner meinung nach sollten loot-boxen nicht verboten werden. Ich ände es gerechtfertigt, wenn man hinweise darauf machen würde dass es evt. süchtig machen kann und die funkion sollte evt. auch ab 18 sein, oder auch das gesamte spiel dadurch ab 18.

15.05.2018
User DraftDario

Bonjour,
Concernant l'article de loi suisse:
"...la chance de réaliser un gain en argent ou d'obtenir un autre avantage matériel...", peut-on vraiement considérer les loot boxes comme un "avantage MATÉRIEL" ? Le digital est-il officielement défini comme matériel ?
À réfléchir...

18.05.2018
User Anonymous

Die Lootbox wird nicht verschwinden. Der Inhalt kann ja immer wieder neu angepasst werden. Und wenn der Spieler "nur" sehr begehrte Skins rausgebekommt, welche nicht handelbar sind, wird kein Gesetz der Welt etwas dagegen halten können.
Dafür werden dann Skins teuer im Ingameshop verkauft.

10.05.2018
User Snbider

Für alles, was man in Games untereinander handeln kann, gibt es auch inoffizielle Spielcasinos.
Somit gibt es hier eine Glücksspielproblematik.

10.05.2018
User Anonymous

WWE Supercard! Teure "Packs" mit grossen versprechen... bekommt aber blos "schrot"

10.05.2018
User Misch_86

Der Staat sollte sich des enormen Potentials für Einnahmen bewusst werden. Werden sämtliche Lootboxen als Glücksspiel definiert, müssen Spielehersteller eine entsprechende Abgabe entrichten und der Staat kann mächtig verdienen.

13.05.2018
User Misch_86

Damit würde man auch noch Jugendliche schützen, da diese Spiele konsequent ab 18 verkauft (unter strengeren Kontrollen) und mit einem expliziten Warnhinweis versehen werden müssten (sodass die Eltern ihren Kiddies nicht mehr jedes Spiel einfach so kaufen).

Mikrotransaktionen, wo für echtes Geld direkt optische Veränderungen gekauft werden können, finde ich okay. Alles, was irgendwie dazu führt, dass ein Zufallsprinzip mit echtem Geld verknüpft wird, gehört verboten!

13.05.2018
Antworten
User meninosousa

as micro transactions also exist since long time and are also a big problem between teenagers, all come to the question of education. this will be hard to remove everywhere so it's a question of how each individual will deal with this matter. i'm sure that if no one buys loot boxes, all the major companies will stop this way of earning money

14.05.2018
User DigiMermar

Wenigstens dient die ganze Diskussion dazu, dass die Boxen transparenter werden. Am Beispiel von NFS: No Limits sieht man deutlich, wie EA bzw. Firemonkeys die Boxen geändert haben und nun transparent machen, was man gewinnen könnte. Es gibt Listen mit allem Inhalt, was möglich wäre.

15.05.2018
User DigiMermar

Und es gibt Boxen, die einen garantierten Gewinn enthalten. Die sind zwar richtig teuer, aber man bekommt auch das, was drauf steht.
Dennoch: Ich wäre auch dafür, wieder 50 - 100 Stutz für ein Game auszugeben, und das dann aber durchspielen zu können. Ansonsten summieren sich die kleinen Böxchen schnell auf einen ansehnlichen Betrag.
Was sind so Eure Beträge, die Ihr für Boxen ausgebt? 100.-? 1000.-? Oder noch mehr?

15.05.2018
User Anonymous

ich hab in etwa 5 Jahren etwa CHF 50.- dafür ausgegeben.
Der Inhalt war aber sehr enttäuschend.
Muss die Schlüssel zu den Lootboxen auch nicht zwingend kaufen, da ich diese begrenzt (timegatet) Ingame farmen kann.

17.05.2018
User tho22

Ich gehe davon aus, dass gewisse Games in Zukunft dann nur noch als Abo zu haben sein werden. Sieht man ja auch bei der Software (Stichwort Creative Cloud...). Wenn du dann nicht nehr zahlst, kannst du auch nicht mehr zocken. Dann wäre die Möglichkeit da, verschiedene Abo-Modelle anzubieten. So gibt es vielleicht nur beim teuersten Abo sämtliche Spielmodi... Ob das dann in eine bessere Richtung geht als aktuell, wage ich zu bezweifeln. Denn so werden schlussendlich alle bestraft. Andererseits lässt sich aktuell ein Modus meiden oder halt nur bescheiden mitzuspielen.

20.09.2018
Antworten