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Kindersichere Knopfbatterie von Energizer soll tödliche Unfälle verhindern

Kleinkinder verschlucken weltweit mehrere Tausend Knopfzellen pro Jahr. Die Folgen können fatale Verätzungen sein. Energizer will dem mit einer neuen Zellchemie vorbeugen.

Energizer bringt eine neue Generation von Knopfzellen auf den Markt, die das Risiko schwerer Verätzungen nach dem Verschlucken eliminieren soll. Das «Ultimate Child Shield» ist demnächst für die Zellgrössen CR2032, CR2025 und CR2016 erhältlich. Solche Batterien stecken in vielen Alltagsgeräten wie Fernbedienungen, Autoschlüssel oder AirTags. Laut Hersteller verhindert eine integrierte Schutztechnologie, dass sich in der Speiseröhre oder im Magen ätzende Hydroxid-Ionen bilden.

Gesundheitsbehörden warnen seit Jahren vor den Folgen solcher Unfälle. Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung und die US-Organisation National Capital Poison Center verweisen auf mehrere tausend Fälle pro Jahr, überwiegend bei Kleinkindern. Schon innerhalb von 15 Minuten können Gewebeschäden einsetzen, nach rund zwei Stunden drohen lebensbedrohliche Verletzungen – selbst wenn die Batterie später entfernt wird.

Farbwarnung und Bitterstoffe

Ultimate Child Shield kombiniert die veränderte Zellchemie mit weiteren Schutzebenen. Eine Beschichtung färbt den Mund bei Kontakt mit Speichel innerhalb von Sekunden blau und soll Betreuungspersonen so auf einen möglichen Vorfall hinweisen. Die eingesetzte Lebensmittelfarbe ist ungiftig. Zusätzlich sind die Zellen mit einer Bitterstoff-Beschichtung versehen, die Kinder und Haustiere abschrecken soll. Eine kindersichere Blisterverpackung erschwert zudem den Zugriff auf die Batterien.

Die offizielle Werbung für die kindersicheren Knopfzellen.
Die offizielle Werbung für die kindersicheren Knopfzellen.
Quelle: Energizer

Die Zahl der gemeldeten Zwischenfälle mit Lithium-Knopfzellen ist in den letzten Jahrzehnten deutlich gestiegen. Grund ist die wachsende Verbreitung der Batterien in Spielzeug, Smart-Home-Geräten und Trackern. Auch andere Hersteller haben in den vergangenen Jahren Zellen mit bitteren Beschichtungen und verbesserten Verpackungen entwickelt.

AirTags standen bei ihrem Launch in der Kritik, dass sie sich von Kindern zu einfach öffnen liessen. Kindersichere Batterien wären eine sinnvolle Sicherheitsmassnahme. Allerdings warnt Apple seit 2021, dass CR2032-Zellen mit Bitterstoff-Beschichtung je nach Ausrichtung Kontaktprobleme verursachen können. Unabhängige Tests dazu liegen bislang nicht vor.

Titelbild: Shutterstock

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Mein Fingerabdruck verändert sich regelmässig so stark, dass mein MacBook mich nicht erkennt. Der Grund: Sitze ich nicht vor einem Bildschirm oder stehe hinter einer Kamera, hänge ich oft an den Fingerspitzen in einer Felswand.


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