Hund allein! Hilft Kamera?
News & Trends

Hund allein! Hilft Kamera?

sandranama
Blumenstein , am 06.03.2017
Sandra verbringt gerne viel Zeit mit Gioia. Aber manchmal darf die junge Hündin einfach nicht mit. Das Training zum Alleinbleiben ist schwierig. Hilft eine Überwachungskamera? Davon berichtet Sandra.

Seit Sommer 2016 haben wir einen Havaneserwelpen zu Hause. Wir haben das grosse Los gezogen und dürfen den Hund mit zur Arbeit nehmen. Trotzdem: ich finde es wichtig einem Hund beizubringen, dass er auch mal für zwei, drei Stunden alleine bleiben kann. Es gibt immer wieder Situationen, in denen Gioia nicht dabei sein darf; sei es ein Arztbesuch oder der Wocheneinkauf.

Vorsichtig haben wir das Alleinbleiben aufgebaut, zuerst in Sekunden, dann in Minuten.

Wir wohnen in einem Bauernhaus im ersten Stock. Die Treppe ist wohl das einzige, was nicht renoviert wurde. Sie ächzt und knarzt bei der geringsten Berührung, wenn man zu unserer Wohnung hinaufläuft. Sobald ich meinen Fuss auf die unterste Treppenstufe stellte, hörte unsere Hündin das und wartete dann so oder so schon schwanzwedelnd vor der Tür. Ich konnte unmöglich abschätzen, ob sie in der Zwischenzeit entspannt war, ob sie herumgetigert ist oder sogar gewinselt und gebellt hatte.

Bevor ich beim Training die Zeit auf eine Stunde erhöhte, wollte ich Gewissheit haben. Bei digitec wurde ich fündig: Logitech Circle. Perfekt für mein Vorhaben und blondinensicher in der Bedienung ☺

Die Kamera wird über eine Gratis-App bedient. App installieren und ein Konto anlegen. Dann die Kamera mit dem WLAN verbinden und schon gehts los. Die Circle an einem geeigneten Standort platzieren und so ausrichten, dass man den gewünschten Bereich im Blick hat. Schritt für Schritt wird man in der App an die verschiedenen Funktionen herangeführt.

Dank der App kann ich nun live dabei sein. Ich kann aber auch auf kurze Sequenzen zurückgreifen: wenn die Kamera Bewegungen registriert, läuft die Aufzeichnung. Eine Tageszusammenfassung im Zeitraffer gibt es auch.

Zusätzlich hat die Kamera ein Mikrofon und einen Lautsprecher. Mit der App auf dem Smartphone hat man damit eine Gegensprechanlage. In der Übungsphase wollte ich kein Risiko eingehen, unsere Hündin damit zu erschrecken oder zu verunsichern. Sie ist halt eher ein Sensibelchen. Die Funktion könnte aber nützlich sein, wenn man sein Haustier aus der Ferne von etwas abhalten möchte und im richtigen Moment das trainierte Abbruchsignal gibt.

Uns hat die Kamerafunktion beim Training geholfen. Überraschenderweise konnten wir die Zeit sehr schnell steigern. Mittlerweile kann Gioia entspannt drei Stunden alleine bleiben. Sie trottet etwas umher, reckt und streckt sich und geht auf Erkundungstour. Sie ist aber nicht nervös, zeigt keine Anzeichen von Stress und verhält sich ruhig. Klar hat sie die Tür im Blick, wartet auf unsere Rückkehr und ist auch sicher glücklicher, wenn wir Zuhause sind. Aber sie meistert es super.

Wir nutzen die Kamera auf jeden Fall weiterhin, wenn wir Gioia ab und zu alleine lassen. Einerseits, weil es uns Sicherheit gibt. Andererseits, weil manchmal witzige Aufnahmen entstehen ☺

Dank Kamera im Blick: Was Gioia so treibt, wenn sie alleine ist.

11 Personen gefällt dieser Artikel


sandranama
sandranama
Blumenstein

Diese Beiträge könnten dich auch interessieren