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Google macht den Homepod Mini intelligent

Lorenz Keller
17.6.2026

Der neue Google Home Speaker erinnert an das Pendant von Apple. Er wurde primär für den KI-Assistenten Gemini gebaut – für einige Funktionen braucht es ein Abo.

Die kleine Kugel in weiss oder schwarz sieht harmlos aus. Fast schon kuschelig mit dem textilen, grobmaschigen Überzug. Doch im Google Home Speaker steckt die volle Power von Gemini, der neuesten Version der Künstlichen Intelligenz des US-Konzerns.

Die Hardware des Lautsprechers spielt eine Nebenrolle, Google verliert bei der Präsentation kaum ein Wort darüber. Ja, er spielt auch Musik ab. Ja, zwei Speaker können zu einem Stereopaar zusammengefügt werden. Ja, er bleibt Multiroom-tauglich und lässt sich so zu einem Soundsystem für die gesamte Wohnung ausbauen.

Und ja, der Speaker erinnert an den Homepod Mini von Apple, ebenfalls eine kleine, bunte Smarthome-Kugel. Gemini kann aber Kontext verstehen, Befehle gleichzeitig ausführen und Fragen beantworten – Siri nicht.

LEDs zeigen an, wenn der Sprachassistent zuhört.
LEDs zeigen an, wenn der Sprachassistent zuhört.
Quelle: Google

Der Speaker versteht komplexe Anweisungen

Dem Google Speaker kann ich mehrere komplexe Befehle in normaler Sprache geben: «Schalte alle Lichter aus, ausser die Nachttischlampe.» oder «Spiele meine Gute-Nacht-Playlist und stelle einen Timer für 30 Minuten.»

Ich kann auch Befehle mittendrin korrigieren oder ändern. Gemini sollte das verstehen. Auch komplexere Fragen sind möglich: «Wie ist das Wetter beim nächsten Spiel der Schweizer Fussball-Nationalmannschaft?» Die KI recherchiert, wann und wo der Match stattfindet, und versucht dann einen Wetterbericht zu finden. Frage ich danach: «Wer ist der Trainer?», erinnert sich Gemini an den Kontext und nennt den Trainernamen.

Das Ziel: Ich weise den Smart-Home-Speaker wie einen Menschen an – in über 70 Sprachen.

Abo für den KI-Chat

Allerdings sind nicht alle Funktionen gratis. Für einige Features muss ich das Google Home Premium Abo für zehn Franken oder Euro monatlich oder 100 Franken oder Euro im Jahr abschliessen. Dafür erhalte ich «Gemini live». Mit dieser KI kann ich brainstormen, diskutieren und Ideen austauschen – wie viele es heute mit ChatGPT tun.

Zusätzlich enthält das Abo Funktionen, die nur in Kombination mit den Nest Kameras Sinn ergeben: ein 30-tägiger Videoverlauf mit wichtigen Ereignissen, intelligente Benachrichtigungen für Pakete, Personen oder Haustiere sowie Automationen fürs Smarthome. Die aufgezeichneten Videos lassen sich per Sprachbefehl durchsuchen.

Richtig Sinn macht das Abo aber wohl nur, wenn nicht nur der Speaker als Gesprächspartner, sondern das Google-Home-Ökosystem genutzt wird. Immerhin sind sechs Monate Gratis-Abo beim Kauf inklusive, sodass ich alles ausprobieren kann.

Der Google Home Speaker misst 8,6 Zentimeter in der Höhe und 10,7 Zentimeter im Durchmesser. Er wiegt knapp 400 Gramm. Die drei integrierten Mikrofone lassen sich per Hardware-Schalter stummschalten. Der Verkauf des Lautsprechers startet am 25. Juni zum Preis von knapp 100 Franken oder 120 Euro.

Titelbild: Google

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Gadgets sind meine Passion – egal ob man sie für Homeoffice, Haushalt, Smart Home, Sport oder Vergnügen braucht. Oder natürlich auch fürs grosse Hobby neben der Familie, nämlich fürs Angeln.


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