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Produktwissen

«Gion, welchen Velocomputer kannst du mir empfehlen?»

Kürzlich kam meine Schwägerin Carole auf mich zu: «Ich möchte deinem Bruder einen Velocomputer schenken. Was kannst du mir empfehlen?» Tatsächlich eine gute Frage, da die Auswahl enorm gross ist. Lasst mich euch helfen.

Die Velocomputer variieren in puncto Funktionalität von ganz einfachen, kabelgebundenen Modellen, welche die aktuelle Geschwindigkeit und gefahrene Kilometer angeben, bis zu topmodernen GPS-Multifunktionsgeräten mit Touchscreen und voller Navigation. Ein paar, meiner Meinung nach, wichtigen Gesprächsausschnitte mit meiner Schwägerin Carole habe ich im Folgenden für dich zusammengefasst.

Carole: Inwiefern unterscheiden sich die verschiedenen Computer? Die gehen preislich ja von einer 20er-Note bis hin zu Modellen für mehrere hundert Franken.

Das stimmt, aber du weisst ja, für meinen Bruder ist nur das Beste gut genug :). Aber im Ernst: Ganz grob kann man die Velocomputer in 3 Kategorien unterteilen:

1. GPS-Computer mit Routing-Funktion (wie Autonavigation)

Bei diesen Modellen ist eine Navigation, wie man sie von Auto-Navis kennt, möglich. Auf dem grossen Display lassen sich über installierte Karten routingfähige Strassen, Velowege und Trails anzeigen. Beim Abfahren einer Strecke werden Abbiege-Hinweise mit Angaben zur verbleibenden Distanz und Zeit angezeigt.

Edge Explore 820 (Europa)
CHF 292.–statt vorher 329.–3
Garmin Edge Explore 820 (Europa)
Der leichte und kompakte Edge Explore 820 mit hochauflösendem Touchscreen ist perfekt für Tourenfahrer und Mountainbiker.

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Edge 1000 (Europa)
CHF 429.–UVP 609.–1
Garmin Edge 1000 (Europa)
Der neue Edge 1000 Velo-Computer mit GPS für Challenges, Online-Funktionen und Navigation

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2. GPS-Computer ohne Routing-Navigation

Diese Computer bieten unzählige Funktionen, die auch den ambitioniertesten Radfahrer zufriedenstellen sollten, solange er von seinem Radcomputer keine Routenführung und Touchscreen erwartet. Dank GPS können Wegstrecken aufgezeichnet und nachträglich am PC ausgewertet werden. Oft die erste Wahl für ambitionierte Rennvelofahrer!

M450
CHF 139.–UVP 179.–1
Polar M450

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Edge 520 (vorinstallierte Basiskarte (Garmin))
CHF 259.–UVP 349.–1
Garmin Edge 520 (vorinstallierte Basiskarte (Garmin))
Der Wettkampftyp mit Strava Live-Segmenten

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3. Klassische Computer mit und ohne Kabel

Die Geschwindigkeits- und Distanzmessung erfolgt nicht über GPS, sondern wie bei normalen Tachometern über einen Magneten am Rad. Die Datenübertragung wird über ein Kabel oder kabellos mit Funk erledigt. Hier 2 Modelle aus diesem Bereich:

Dashboard BCP-05
CHF 19.90UVP 24.901
BBB Dashboard BCP-05

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BC 14.16 STS
CHF 69.–statt vorher 79.–3
Sigma BC 14.16 STS

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Hmm, ok. Er fährt grundsätzlich schon gerne Touren anderer Leute nach. Und eigentlich will er sowieso immer das «Neueste» und «Beste». Da braucht er wohl schon GPS. Was sind denn die Vor- und Nachteile?

Klar, wenn man selber nicht mehr so fit ist, muss das beste Material her. Geht mir mittlerweile ähnlich. Also für bzw. gegen die GPS-Geräte spricht Folgendes.

Vorteile

  • Touren lassen sich nachfahren (bei den grösseren Modellen wie Autonavigation).
  • Flexibilität, da keine Sensoren montiert werden müssen. Verwendung an verschiedenen Rädern ohne Einstellung des Raddurchmessers möglich.
  • Ausgangshöhe muss nicht manuell ermittelt werden.
  • Haben meist ein grösseres Display.
  • Routen- und Leistungsinformationen lassen sich besser individuell anpassen.
  • Aufzeichnung und Auswertung des Streckenverlaufs.

Nachteile

  • Normale Velocomputer arbeiten im Gegensatz zu GPS-Geräten mit Batterien, die je nach Nutzung bis zu einem Jahr lang halten und nicht wie die Akkus der GPS-Geräte nur 10 bis maximal 20 Stunden.
  • Meist höheres Gewicht und Grösse.
  • Kurze Wartezeit bis das GPS-Gerät genügend Satelliten gefunden hat.
  • Genauigkeit: Bei langsamer Geschwindigkeit (z.B. bergauf) ist die von den Sensoren ermittelte Geschwindigkeit genauer als per GPS. Bei den meisten GPS-Geräten ist aber ein Radsensor optional erhältlich.
  • Teurer.

Cool, in dem Fall also eines mit GPS, welches routenfähig ist. Gibt es sonst noch etwas zu beachten für das Geschenk?

Ein Pulsmesser könnte noch spannend sein, falls er gezielt Ausdauertraining machen möchte. Dieser ist oft auch bereits in einem Bundle enthalten oder kann einzeln dazugekauft werden.

Und mein Bruder ist ja ein Spielertyp. Ich könnte mir vorstellen, dass ihm ein Computer gefällt, welcher über die Garmin Connect-Segment Funktion verfügt. Damit kann er auf Strecken-Segmenten (z.B. von Meilen bis auf den Pfannenstiel) in Echtzeit seine Leistungen mit seinen früheren Aktivitäten, Profis oder der gesamten Garmin Connect-Community vergleichen. Das wird ihn sicher motivieren und zu besseren Leistungen anspornen.

Zu allen Velocomputern

User

Gion Manetsch

77-42-65: Das sind nicht etwa meine Traummasse für die Bewerbung bei der nächsten „Bachelor“-Staffel, sondern Körperwerte während meiner Zeit als Profi-Mountainbiker. Mittlerweile hat sich meine maximale Sauerstoffaufnahme (Vo2max) von 77 gefühlt halbiert bzw. der Ruhepuls von früher 42 Schlägen/min verdoppelt und die Waage zeigt 11 kg mehr als die 65kg vor 8 Jahren. All das heisst aber nicht, dass ich zum Passivsportler geworden bin. Im Gegenteil, ich bin mittlerweile begeisterter Racketsportler, Hobbyschwimmer, Feierabend-Jogger und Skifahrer. Die Bewegung in der Natur und die Kombination aus Ausdauer, Technik und Action macht für mich das Biken aber noch immer zur schönsten Sportart überhaupt – einfach gemütlicher und mit mehr Federweg am Bike.

7 Kommentare

User mmgn

Ich besitze ein Garmin Edge 820, fahre viel Rennvelo und manchmal grosse Bike Tour. Einfach top und ich würde ein Edge empfehlen.

18.12.2016
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User soermel83

Ich fahre noch mit dem Vorgänger Edge 800. Schon ein geiles Teil.

16.12.2016
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User Holky123

Interessantes Thema zur Vorbereitung für die nächste Bike-Saison. Was mir persönlich fehlt, da ich selber damit die beste Erfahrung gemacht habe: Tipps, wie man ein altes Smartphone als MTB/Strassenvelo-Navi optimiert. Es gibt Apps, Halterungen und seit Pokemon Go sind Extra-Akkus eh kein Thema.

28.12.2016
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User alexbinder

Mit dem Outdooractive app kein Problem, braucht einfach viel Akkuleistung.

29.12.2016
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User Anonymous

Ich habe die komoot app über mehrere tausend Kilometer getestet. Ist ähnlich wie outdooractive. Funktioniert super auf meinem alten Samsung S3. Zudem ist der Bildschirm für Navigation riesig und immer gut ablesbar.
Wollte letztes Jahr ein Garmin 1000 kaufen. Werde dies nicht mehr tun. Da ich mit Garmin unterwegs oder in den Ferien keine gpx-Dateien importieren kann ohne PC! - Mit dem komoot geht das! - So bin ich auch unterwegs flexibel.

29.12.2016
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User Anonymous

Ergänzung zu meinem Beitrag oben:
- je nach Wunsch wandelt komoot sogar jeden Track in Sprachansage um; das erlaubt es, das Display mit dem Home Button nur bei Bedarf einzuschalten. So komme ich bis 90 km ohne Powerpack, das ich natürlich dabei habe.

29.12.2016
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User order

Kann den Garmin Edge 1000 Pack sehr empfehlen. Dort sind alle nötigen Sensoren und ein Brustpulsgurt enthalten. Das UI vom 1000er sieht für das Jahr 2016 etwas traurig aus, sonst ein super Begleiter auf den Trainingstrecken. Funktioniert alles tipptopp, montiert habe ich das Teil an meinem SHIV.

29.12.2016
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