Fitbit Sense, Versa 3 & Inspire 2: Drei neue Fitness-Wearables
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Fitbit Sense, Versa 3 & Inspire 2: Drei neue Fitness-Wearables

Jan Johannsen
Jan Johannsen
Hamburg, am 25.08.2020
Fitbit schließt zu Apple auf. Zumindest mit einer Funktion der neuen Fitbit Sense, die zuerst in den USA nutzbar ist. Unbrauchbar ist die Fitnessuhr in Europa trotzdem nicht.

Die Fitbit Sense ist das neue Top-Wearable des Herstellers und löst die in die Jahre gekommene Ionic ab. Die zwei größten Neuerungen sind die Erstellung von Elektrokardiogrammen (EKG) und die Messung der Hauttemperatur, die Fitbit für verschiedene Auswertungen nutzt. Mit der Versa 3 und Inspire 3 betreibt der zu Google gehörende Wearable-Hersteller zudem sinnvolle Sortimentspflege.

Fitbit Sense: EKG erstellen und Temperatur messen

Um das AMOLED-Display der Fitbit Sense schmiegt sich ein Rahmen aus Edelstahl. Dieser ist gleichzeitig ein Sensor. Zwei Finger auflegen und zusammen mit dem Sensor auf der Rückseite der Uhr sowie einer EKG-App erstellt das Wearable ein Elektrokardiogramm. Dies soll dabei helfen, Vorhofflimmern zu erkennen. Allerdings ist dies eine medizinische Anwendung, die genehmigt werden muss. Deswegen wird sie anfangs nur in den USA zur Verfügung stehen. In Deutschland oder der Schweiz musst du noch auf die behördliche Genehmigung warten. Fitbit gab noch keine konkreten Einschätzungen ab, wann es soweit sein wird.

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Auf der Rückseite der Fitbit Sense befindet sich neben der Pulsmessung ein Sensor für «elektrodermale Aktivität», kurz EDA. Damit misst die Fitnessuhr Feuchtigkeit und Temperatur der Haut. Daraus ergeben sich in der Fitbit-App Rückschlüsse auf dein Stresslevel. Du sollst verstehen, wie dein Körper auf Stress reagiert und ihn bewältigen können. Zudem arbeitet Fitbit daran, aus den Daten Erkrankungen zu erkennen, bevor Symptome auftreten. Die Forschung steht aber noch am Anfang. Die Funktionen wandern allerdings teilweise hinter die Bezahlschranke von Fitbit Premium.

Neu ist zudem, dass die Fitbit Sense dich benachrichtigen kann, wenn dein Puls einen vorher festgelegten Bereich unter- oder überschreitet. Außerdem sind ein Mikrofon und ein Lautsprecher im Wearable verbaut, über die du Alexa oder den Google Assistant – ab Winter 2020 – nutzen und sogar über die Fitnessuhr und dein per Bluetooth verbundenes Smartphone telefonieren kannst.

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Ansonsten verfügt die Fitbit Sense über ein internes GPS, zählt deine Schritte und Aktivzonenminuten, ist wasserdicht, erkennt verschiedene Sportarten automatisch und überwacht deinen Schlaf. Die Batterie soll mit einer Ladung sechs Tage durchhalten. Diese Zeit verkürzt sich mit GPS-Nutzung erfahrungsgemäß deutlich. Zudem kannst du Musik von Deezer und Pandora offline speichern und bei Spotify immerhin die Wiedergabe vom Handgelenk aus steuern. Mit Fitbit Pay ist kontaktloses Bezahlen möglich – wenn dein Geldinstitut zu den Unterstützern gehört.

Versa 3: Lautsprecher, Google Assistant und internes GPS

Die Versa 3 ist quasi die günstigere Variante der Fitbit Sense ohne EKG-Funktion und ohne EDA-Sensor für Stress und Temperatur. Du schaust aber auch bei ihr auf ein AMOLED-Display und im Vergleich zur Versa 2 kommen das integrierte GPS, der Lautsprecher und der Google Assistant als Option neben Alexa dazu. Die Sprachassistenten zeigen ihre Antworten nicht nur auf dem Display an, sondern lassen sie dich auch hören. Zudem sind auch mit dieser Fitnessuhr Telefonate übers Handgelenk möglich.

*Fitbit Versa 2 im Test:** Fitness-Wearable mit AlexaVideo
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Die restliche Ausstattung ist Fitbit-Standard: Dazu gehören unter anderem die Pulsmessung, ein wasserdichtes Gehäuse, Fitbit Pay, die automatisch Aktivitätserkennung, der Schrittzähler, die Anzeige verbrannter Kalorien, die Schlafüberwachung und Offline-Musik für zahlende Deezer- und Pandora-Nutzer. Die Akkulaufzeit gibt Fitbit mit sechs Tagen an und auch hier spielt deine Nutzung des internen GPS eine wichtige Rolle bei der Länge der Akkulaufzeit.

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Fitbit Inspire 2: Back to the roots

Die Fitbit Inspire 2 ist der neue günstigste Fitnesstracker des Herstellers mit Pulsmessung. Er verfügt – zusammen mit der Fitbit-App – über alle wichtigen Basis-Funktionen. Er zählt Schritte, verbrannte Kalorien, zeigt Benachrichtigungen an und kann Trainingsanleitungen geben. Die automatische Aktivitätserkennung ist ebenfalls an Bord und wenn du beim Sport-Tracking GPS-Daten benötigst, holt sich das Wearable sie vom verbundenen Smartphone.

Im Vergleich zum Vorgänger, dem Inspire HR, hat Fitbit bei der Inspire 2 nach eigenen Angaben das monochrome OLED-Display heller und damit besser erkennbar gemacht. Die Bedienung erfolgt über den Touchscreen und den Berührungssensor, der wie beim Fitbit Charge 4 die Taste an der Seite ablöst. Der Fitnesstracker soll bis zu einer Tiefe von 50 Metern wasserdicht sein und mit einer Akkuladung zehn Tage durchhalten.

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Alle drei neuen Fitbit-Wearables sollen ab Ende September 2020 weltweit verfügbar sein.

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Jan Johannsen
Jan Johannsen
Content Development Editor, Hamburg
Als Grundschüler saß ich noch mit vielen Mitschülern bei einem Freund im Wohnzimmer, um auf der Super NES zu spielen. Inzwischen bekomme ich die neueste Technik direkt in die Hände und teste sie für euch. In den letzten Jahren bei Curved, Computer Bild und Netzwelt, nun bei Galaxus.de.

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