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Die Sony XB-Serie: Die nervigen technologischen Wunderwerke

Dominik Bärlocher
Zürich, am 15.02.2018
Sie sind klein, laut und können bis zu einem Tag lang ununterbrochen Musik von sich geben. Die Bluetooth Speaker aus dem Hause Sony werden wohl den Sommer mitvertonen. Wir konnten die leuchtenden Mesh-Speaker bereits antesten.

Bluetooth Speaker sind nervig. Praktisch überall gehen sie allen, bis auf all jenen, die ihre Musik damit geniessen, auf den Wecker. Zu laut, zu aufdringlich und zu unkaputtbar. Im Umkehrschluss aber kann keiner abstreiten, dass die Speaker eigentlich recht beeindruckend sind, selbst wenn sie im Sommer am Letten oder auf der Chinawiese zu den furchtbarsten Ausgeburten der Hölle werden. In den kleinen Lautsprechern steckt enorm viel enorm komplexe Technologie, die es verdammt schwierig macht, sie wirklich zu hassen. Denn dafür sind sie schlicht zu cool. Also, nicht nur die neuen Sony Speaker, sondern generell das Konzept der Bluetooth Wireless Speakers. Sie sind klein, laut, halten lange durch und klingen gut.

Im kommenden April, pünktlich zum Beginn der Badesaison, bringt Sony neue Bluetooth Speaker auf den Markt. Die neuen Modelle in der Sony SRS-XB-Serie kommen in drei Ausführungen.

  • SRS-XB21: Macht Musik, Lichteffekte, wird über USB geladen, 12 Stunden Betrieb ohne Lichteffekte
  • SRS-XB31: Macht Musik, Lichteffekte, wird über USB geladen, 24 Stunden Betrieb ohne Lichteffekte, kann als Powerbank gebraucht werden
  • SRS-XB41: Macht Musik, Lichteffekte, wird über USB oder Stromadapter geladen, 24 Stunden Betrieb ohne Lichteffekte, kann als Powerbank gebraucht werden

Wenn du nicht so lange warten kannst, was die neuen Speaker hergeben: Die Geräte sind an einem Event für Experten, Händler und Medien im Zürcher Komplex 457 vorgestellt worden.

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Klein, bunt, laut. Das neue Sony SRS-XB-Serie soll den Sommer aufmischen

Ein bisschen Multiroom mit ad hoc Mesh-Netzwerk für Musik

Das ist mal stark vereinfacht eine Übersicht, die dazu dienen soll, folgendes auszusagen: Je höher die Modellnummer, desto mehr Features hat das Gerät. In der Basis aber sind alle gleich. Sogar so gleich, dass die Technologie bis hin zu Sony Soundbars und Multiroom-Systemen identisch scheint. Teilweise zumindest. Verbindung via NFC und Bluetooth sind auch dort zu finden.

Dazu haben sich die kleinen Speaker etwas von den grossen Geschwistern im Multiroom-System-Bereich abgeschaut. Bis zu 100 der XB-Speaker können zu einem Mesh-Netzwerk zusammengeschlossen werden. So kannst du eine grössere Gegend beschallen, ohne auf absurd hohe Lautstärken setzen zu müssen. Mittels Knopfdruck kannst du die Geräte verbinden, die dann – analog eines Mesh-Netzwerks unter WLAN-Protokoll – selbst untereinander die Verbindung aushandeln und die Musik verteilen.

Das Ziel scheint Unzerstörbarkeit

Dann sind die Speaker auch noch robust. Sie sind wasserdicht und schwimmen. Die Lettenparty kann also nicht von einem frustrierten Journalisten, der seine Ruhe will, unterbrochen werden. Wenn du Bier oder Ketchup auf deine Speaker sudelst, dann kannst du den ganzen Speaker ganz einfach abwaschen.

Lustiger Nebeneffekt: Wenn du ein Lied mit viel Bass auf hoher Lautstärke hörst und der Speaker im Wasser ist, dann spritzt das Wasser rhythmisch nach oben. Klar, denn Bass verdrängt Luft, die muss auch unter Wasser irgendwo hin. Dann spritzt es halt.

Eine Handvoll Knöpfe. That's it.

Die Handhabung der kleinen Geräte ist ebenfalls einfach und intuitiv. Die einfachste Art, den Speaker mit einem Smartphone zu verbinden, ist NFC. Near Field Communication auf dem Handy ein, dann über den Speaker wedeln und voilà, die Geräte bauen eine Verbindung auf. Keine fünf Sekunden später steht sie via Bluetooth. Denn NFC selbst wird hier als Autorisierungsmechanismus und Verhandlungsprotokoll genutzt. Dann wird auf dem Smartphone Bluetooth aktiviert, worüber die Audiodaten an den Speaker gesendet werden.

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Im Dunkeln auffällig, im Licht fast schon etwas edel

Auf den Speakern hat es einen Knopf, der mit «ADD» beschriftet ist. Wenn dieser gedrückt wird, dann – so vermute ich – sucht das Gerät andere Geräte, die es als Master für das Netzwerk akzeptieren kann, sprich einen Speaker, auf dem schon Musik läuft. Dann wird das Signal vom Master Speaker an den Slave Speaker gesendet und voilà, fertig Netzwerk. Der ganze Prozess geht nur wenige Sekunden und funktioniert so weit feststellbar tadellos.

Was bleibt ist der Gedanke daran, dass der Sommer lauter und unentspannter wird. Aber der Sound wird gut sein und die Technologie in den Speakern wird beeindrucken, so viel steht fest.

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Dominik Bärlocher
Dominik Bärlocher
Senior Editor, Zürich
Journalist. Autor. Hacker. Ich bin Geschichtenerzähler und suche Grenzen, Geheimnisse und Tabus. Ich dokumentiere die Welt, schwarz auf weiss. Nicht, weil ich kann, sondern weil ich nicht anders kann.

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