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«Die bedeutendste Umstrukturierung in der Geschichte von Xbox»: Microsoft verkauft Studios und entlässt Tausende Mitarbeitende

Microsoft baut weltweit rund 4800 Stellen ab. Besonders hart trifft es die Gaming-Sparte. Zudem verkauft das Unternehmen vier Xbox-Studios und kündigt weitreichende Umstrukturierungen an.

Jährlich grüsst das Murmeltier: Microsoft entlässt knapp 5000 Mitarbeitende. Mit 3200 gestrichenen Stellen – rund 20 Prozent der Belegschaft – trifft die Entlassungswelle die Xbox-Sparte besonders hart. Xbox-CEO Asha Sharma spricht in einer internen E-Mail von der «bedeutendsten Umstrukturierung in der Geschichte von Xbox». Zuvor kündigte Sharma bereits einen «grossen Xbox-Reset» an.

Rund die Hälfte der betroffenen Xbox-Mitarbeitenden verlieren bereits heute ihren Job – der Rest soll bis zum Ende des Finanzjahres (Juli 2027) entlassen werden. Sharma nennt folgende Studios, die von der Entlassungswelle betroffen sind: Activision, Blizzard, King, Bethesda / ZeniMax sowie Mojang.

Sharma schreibt: «Ich weiss, wie schmerzhaft das ist. Die Veränderungen betreffen Menschen, die mit ihrer Kreativität Xbox aufgebaut haben.» Sie geht auf die wirtschaftlichen Schwierigkeiten ein, vor denen die Gaming-Abteilung steht: «Unser Geschäft läuft derzeit nicht gut. Unsere Gewinnmargen liegen drei- bis zehnmal unter denen vergleichbarer Plattform- und Publishing-Unternehmen.»

Microsoft betont, dass keine angekündigten First-Party-Spiele gecancelt werden – das beinhaltet unter anderem «Fable», «Gears of War: E-Day», «Call of Duty: Modern Warfare 4» und «The Elder Scrolls 6».

Microsoft will nicht nur Mitarbeitende entlassen, sondern auch sein Portfolio an Studios und Games verringern: «Heute konkurrieren wir nicht nur mit den grössten Publishern, sondern auch mit zahlreichen unabhängigen Studios. Es ist weder möglich noch sinnvoll, jedes herausragende Indie-Studio zu besitzen.»

Als Konsequenz dieser Neuausrichtung verkauft Microsoft vier Xbox-Studios.

  • Double Fine: Das «Psychonauts»- und «Keeper»-Studio wird unabhängig. Gründer Tim Schafer übernimmt das Unternehmen wieder. Das Studio behält die Rechte an seinen Games, mit Ausnahme von «Psychonauts», das bei Microsoft bleibt. Das Studio bekommt zusätzlich eine finanzielle Grundlage, um bisher unangekündigte Titel fertigzustellen, die sich in Produktion befinden.
  • Compulsion Games: Auch das «South of Midnight»-Studio wird unabhängig. Der Gründer Guillaume Provost übernimmt das Unternehmen. Das Studio behält die Rechte an allen Games und bekommt ebenfalls eine finanzielle Grundlage, um bisher unangekündigte Titel zu veröffentlichen, die sich in Produktion befinden.
  • Ninja Theory: Das «Hellblade»-Studio wird an eine noch unbekannte Partei verkauft. Das am Xbox Showcase vorgestellte «Senua» wird vom neuen Käufer finanziert und veröffentlicht.
  • Undead Labs: Das «State of Decay»-Studio wird ebenfalls an eine noch unbekannte Partei verkauft. Der am Xbox Showcase vorgestellte dritte «State of Decay»-Teil wird vom neuen Käufer finanziert und veröffentlicht.

Noch offen ist, was mit dem französischen Studio Arkane geschieht, das an einer Umsetzung von Marvels «Blade» arbeitet. Dies aufgrund strenger Arbeitsrechte in Frankreich.

Entlassungswelle nach Entlassungswelle

Zuletzt sorgte Microsoft vergangenen Juli für ein Erdbeben in der Gaming-Branche. Damals wurden Microsoft-weit über 9000 Stellen abgebaut – am härtesten traf es auch damals die Xbox-Sparte.

Das 2018 gegründete Studio The Initiative wurde geschlossen und die Arbeit an einem «Perfect Dark»-Reboot eingestellt. Rares ambitioniertes Open-World-Spiel «Everwild» wurde auch gecancelt, ebenso wie Bethesdas Online-Rollenspiel «Blackbird».

Ausblick und Hoffnung

Im Rahmen des grossen Xbox Resets will Microsoft zudem interne Prozesse vereinfachen und flachere Hierarchien einführen. Sharma zeigt sich im Hinblick auf das kommende Jahr siegessicher: «Wir werden in diesem Jahr so viel in Xbox investieren wie nie zuvor, dabei aber gezielter, disziplinierter und mit klareren Prioritäten vorgehen, um Xbox zu dem Ort zu machen, an dem die Welt spielt und kreativ wird. [...] Im Jahr 2027 werden wir wieder auf Wachstumskurs sein.»

Sie blickt noch weiter in die Zukunft: «Mein Ziel ist es, Xbox zu einem der wenigen Unternehmen zu machen, das täglich mehr als eine Milliarde Menschen unterhält. [...] Die Geschichte ist voller Unternehmen, die ihre lange Existenz mit Unvermeidbarkeit verwechselt haben. Wir werden nicht dazugehören.»

Titelbild: Billy Freeman / Unsplash

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Meine Liebe zu Videospielen wurde im zarten Alter von fünf Jahren mit dem ersten Gameboy geweckt und ist im Laufe der Jahre sprunghaft gewachsen.


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