Deadphones: Die zehn beliebtesten Todesarten von Kopfhörern

Deadphones: Die zehn beliebtesten Todesarten von Kopfhörern

David Lee
Zürich, am 05.09.2017

Kopfhörer ist nicht gleich Kopfhörer: Sie gehen auf die unterschiedlichsten Arten kaputt. Topseriöse, empirische Feldstudien aus meiner Wohnung haben die zehn beliebtesten Todesarten eruiert.

So geben sich Kopfhörer am liebsten den Rest:

1. Gebrochene, geknickte oder gerissene Kabel.

Der Klassiker schlechthin. Zeitlos und trotz Bluetooth nicht aus der Mode gekommen. Während manche Kopfhörer es vorziehen, einfach so abzuleben, warten andere darauf, dass ihr Besitzer das Kabel am Boden schleifen lässt und beim Tanzen draufsteht. Denn ein bisschen Spass muss auch beim Sterben sein.

2. Abgeknickte Stecker.

Auch das ein absoluter Evergreen. Selbst die dicksten Gummiverstärkungen an den Steckern halten Kopfhörer auf dem Selbstzerstörungstrip nicht von ihrem Erfolg ab. Gelernt ist eben gelernt.

3. Die Ohrpolster zerbröseln.

Die «Stirb-langsam-Methode» ist besonders beliebt unter Kopfhörern, die sich gerne über ihren Besitzer lustig machen wollen. Der Zerbröselungsprozess zieht sich über Wochen, ja Monate hin. Während dieser Zeit ist der Besitzer bis über beide Ohren von kleinen schwarzen Kunststoffteilchen befleckt. Das merkt er selbst kaum, andere hingegen schon.

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Der hier ist schon fast vollständig abgebröselt.

4. Die im Kabel integrierte Steuerung geht kaputt.

Moderne Kopfhörerkabel haben dank Mikrofon, Laustärkeregelung und anderen Gimmicks mehr Möglichkeiten zu Defekten. Es wäre jammerschade, dieses Potenzial ungenutzt zu lassen.

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Was da alles kaputt gehen kann – faszinierend.

5. Der Bügel, der die beiden Muscheln zusammenhält, zerbricht.

Passiert ausgerechnet bei «besonders widerstandsfähigen» Modellen. Denn das anfangs superelastische Zeug wird mit der Zeit spröd.

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Manche Kopfhörer sehen aus, als könne ihnen nichts anhaben. Aber das täuscht.

6. Die Ohrmuschel fällt ab.

Langsam kommen wir zu den exklusiveren Todesarten. Die sang- und klanglos abfallende Ohrmuschel ist etwas für Kenner und Geniesser.

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Dazu hier ein Beweisfoto, sonst glaubt es ja wieder keiner.

7. Die Silikonaufsätze bleiben im Inneren des Ohrs stecken.

Wenn schon «In-Ear», dann richtig: Das Teil bleibt beim Herausziehen stecken und muss mit einer Pinzette aus dem Gehörgang herausoperiert werden. Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie unbedingt Ihren Arzt, auch wenn gerade Sonntagabend ist (was garantiert der Fall sein wird).

8. Die automatische Ortung der AirPods zeigt an, dass sich diese im Sandkasten befinden. Dein Kind guckt unschuldig.

Bluetooth-Kopfhörer halten sich für etwas Besseres. Sie glauben, ohne Kabel, Bügel und Stecker würden sie ewig leben. Was für ein Irrtum!

9. Der Hund zerbeisst den DJ-Kopfhörer.

Kopfhörer für DJs gelten als unzerstörbar. Zu unrecht. Falls du gar keinen Hund hast, kann dir sicher der freundliche Nachbar aushelfen. Da nützt es dir dann auch nichts mehr, dass Kabel und Ohrpolster als Ersatzteile erhältlich sind.

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Hallo, mein Name ist Murphy, bekannt aus Film, Fernsehen und Murphy's Law.

10. Entsorgung infolge Nichtgebrauchs.

Das ist die mit Abstand seltenste und unnatürlichste Todesart eines Kopfhörers. Betroffen sind Exemplare aus den 70er-Jahren, die zu schwer sind, als dass man sie als Hanteln verwenden könnte.

Du brauchst einen neuen Kopfhörer, weil dein alter futsch ist? Die hier gehen auch kaputt, aber wahrscheinlich weniger schnell:

AirPods (1st Gen.)
Gebraucht
100.–
Apple AirPods (1st Gen.)
275

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David Lee
David Lee

Senior Editor, Zürich

Durch Interesse an IT und Schreiben bin ich schon früh (2000) im Tech-Journalismus gelandet. Mich interessiert, wie man Technik benutzen kann, ohne selbst benutzt zu werden. Meine Freizeit ver(sch)wende ich am liebsten fürs Musikmachen, wo ich mässiges Talent mit übermässiger Begeisterung kompensiere.

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