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Das Mädchen mit dem Roboterarm

Körperteile können neu ausgedruckt werden. 3D-Printer mögen für Durchschnittsmenschen nur eine Spielerei sein, doch Menschen mit Handicap können sie viel Lebensqualität zurückbringen.

Tilly Lockey ist zehn Jahre alt und müsste eigentlich tot sein. Nachdem sie von einer tödlichen Form der Krankheit Meningitis befallen wurde, Bluttransfusionen und die Amputation beider Hände überlebt hat, erfreut sie sich wieder bester Gesundheit. Am Abend vor der Amputation beider Hände ihrer Tochter schreibt Tillys Mutter auf ihrer Website, sie habe ihrer Tochter versprochen, dass ihre Tochter wieder Hände bekommen würde.

Sie hat nicht geahnt, dass Tilly mit ihrem neuen rechten Arm zum Internet-Star aufsteigt, zum Aushängeschild einer neuen Generation Bionik und zum Liebling des Internets wird.

Tilly ist offiziell Mitglied der Human Revolution

Aufmerksame Beobachter haben längst das Logo zwischen Tillys Ringfinger und ihrem kleinen Finger bemerkt. Es stammt aus dem Spiel «Deus Ex: Mankind Divided» und der künstliche Arm wird dort vom Gamehelden Adam Jensen getragen. Tillys Arm ist das Resultat einer Zusammenarbeit der Game-Designer von Eidos Montréal und des Englischen Startups Open Bionics.

Bevor Tilly den Arm erhalten hat, war da eine Werbekampagne und ein Trailer

Deus Ex: Mankind Divided - Day1 Edition (PS4, DE, FR, IT)
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Jensens Arm hat einige fantastische Vorteile, darunter ein eingebautes Schwert und einen Stabilisator, der seine Zielgenauigkeit verbessert. Tillys Arm muss natürlich keine Waffe sein - auch wenn die Designer von Open Bionics kurzzeitig einen Taser in den Arm eingebaut hatten -, die die Welt retten kann. Ihr Arm muss einfach nur das tun, was eine normale menschliche Hand tut: Dinge festhalten, Knöpfe drücken und Türen öffnen. Unter anderem.

Preissturz um 95%

«Der Arm ist ganz okay. Er sieht cool aus», sagt Tilly an einem Panel an der San Diego Comic Con im vergangenen Juli. Das Publikum am Open Bionics x Deus Ex Panel lacht. Die 10-Jährige gibt an, dass sich der Arm ganz natürlich anfühlt und ballt die Faust. Das Surren der Servomotoren ist zu hören, das Mädchen grinst. Der einfache Griff, also das Einklappen der Finger, ist eine der Standardbewegungen von Prothesen seit mindestens den 1950er-Jahren. Doch Tilly geht einen Schritt weiter. Zwei Finger bleiben gestreckt, die anderen zwei berühren den Daumen, Tilly schaut durch das Loch hindurch. Ein Quantensprung der Prothesentechnologie, denn die Servos werden von der Restmuskulatur im Stumpf ihres Armes gesteuert und somit ist die Ansteuerung einzelner Finger Präzisionsarbeit. Es erfordert viel Feingefühl vom Träger und empfindlichste Elektronik.

Alle Finger an Tillys Hand sind unabhängig voneinander bewegbar.

Open Bionics stellt laut Samantha Payne, COO bei Open Bionics, Prothesen her, die cool aussehen. «Früher wurden Leute, die anders aussehen, gemobbt. Heute bist du wirklich cool, wenn du einen Roboterarm hast», erklärt sie. Einige Menschen seien sogar eifersüchtig auf Träger der modernen Prothesen.

tilly_lockey_baseball_cap21.jpeg
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Dominik Bärlocher
Dominik Bärlocher
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Der Deus Ex Arm - Interview mit Familie Lockey

Die englische Firma setzt auf die Möglichkeiten des 3D-Druckens. Die Prototypen werden mit einem Ultimaker 2 hergestellt, der für jeden erhältlich ist. Bei den Designs setzen sie auf Open Source, damit jeder mit einem 3D-Drucker Prothesen ausdrucken und anpassen kann. «Das hat zur Folge, dass wir die Prothesen extrem günstig produzieren können», sagt Samantha Payne. In der Schweiz kostet eine bionische Rekonstruktion eines verlorenen Arms über 100’000 Franken. Ein Arm aus dem 3D-Drucker soll dereinst unter 4’900 Franken kosten.

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Doch die Sache hat noch einen Haken. «Ärzte verwenden die Technologie noch nicht. Spitäler auch nicht. Doch die Experimente gehen weiter», sagt Payne. Bis zum Mainstream dauert es noch eine Weile. «Der 3D-Druck von Prothesen ist unausweichlich», sagt Tobias Ettlin, Orthopädist bei Bellmann Orthopädie GmbH. Zwar sei die Entwicklung am Anfang und er zweifelt an der Materialstabilität von 3D-gedruckten Prothesen, will aber die Möglichkeiten und das Potenzial der Technologie nicht bestreiten. «Bereits heute werden einzelne Teile unter experimentellen Bedingungen gedruckt», fügt er an.

Modeaccessoire, Fetisch und Lebensqualität

Tillys Arm, genau wie all die anderen Modelle aus dem Hause Open Bionics, brechen mit der menschlichen Form. Wo die Schweizer Prothesenindustrie auf Kundenwunsch laut Ettlin mehrheitlich die menschliche Form imitiert, stellt Open Bionics Arme her, die bewusst das Augenmerk auf sich ziehen. «Das trägt zuweilen recht merkwürdige Früchte», sagt Samantha Payne. Sie bekomme Mails von Menschen, die nicht nur zwei intakte Arme haben, sondern auch grosse Deus-Ex-Fans sind: «In ihren Mails fragen sie danach, wie sie an eine solche Prothese kommen, damit sie einen ihrer Arme mit einem Open-Bionics-Produkt ersetzen können». Sie glaubt, dass das bisher wohl Scherze seien. Doch im Zuge der immer extermer werdenden Body Modifications - ein Aprilscherz des Blogs BMEZine macht immer mal wieder die Runde, weil er so glaubwürdig ist - werde früher oder später jemand den Schritt wagen und ein gesundes Körperteil durch eine cool aussehende Prothese ersetzen. Wo denn nun die Herrschaft über den eigenen Körper und die freie Bestimmung darüber endet, das sei nicht ihr Problem, sagt sie. Sie sei keinesfalls qualifiziert, diese Fragen zu beantworten.

Mit dem Arm aus dem Videospiel wird für Tilly der Alltag viel zugänglicher

Doch für Tilly ist der Arm ein Segen. Für sie ist der Arm zwar sowohl Mode-Accessoire aber auch ein Objekt, das ihr die Welt viel zugänglicher macht. Für sie ist der Adam-Jensen-Arm ein Werkzeug, mit dem sie die Welt für sich erobern kann. Denn auch wenn sie ohne Hände ganz gut zurechtkommt, ist sie im Alltag eingeschränkt. Die Trägerin des Arms selbst macht sich darüber aber scheinbar keine Gedanken, sondern denkt über die Zukunft der Prothesen nach: «In zehn Jahren habe ich einen Schrank voll Arme, genau wie Kleider», sagt sie. Sie fantasiert laut, dass sie eines Tages online einkaufen geht, sich neue Prothesen im Internet kauft und sich dann der Laune entsprechend einen Arm aussucht. Auch zum Thema des Transhumanismus, dem Übersteigen der biologisch-menschlichen Funktion durch Technologie, hat Tilly etwas zu sagen: «Mein Arm ist noch nicht super stark. Aber in der Zukunft ist das bestimmt machbar.»

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Dominik Bärlocher

Journalist. Autor. Hacker. Meine Themen haben meist mit Android oder Apples iOS zu tun. Auch die IT-Security liegt mir am Herzen, denn in unserer Zeit ist der Datenschutz keine Nebensache mehr, sondern eine Überlebensstrategie.

6 Kommentare

User Hybrid

Gibt noch eine weiter Person mit einer Metal Gear Solid Prothese, bei ihm James Young ist es der ganze Arm.

jamesahy.com/

21.09.2016
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User mariu5

Immer wieder erstaunlich, zu was der Mensch allem fähig ist. Grosses Lob an die Ingenieure von diesem Arm.

21.09.2016
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User Anonymous

Ja, wir geben Billionen für Waffen aus und machen Luftsprünge bei einer Armprothese... Schade aber realistisch!

02.10.2016
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User swisswuff

Armprothesen sind eine Medienthemenfalle. Der 3D Druck taugt nicht um fuer sich effektiv brauchbare Armprothesen herzustellen. Attrappen, ja, brauchbare Technologie, nein. Inzwischen gibt es ein offizielles Statement der Prothesentechniker dazu swisswuff.ch/tech/?p=6226

22.09.2016
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User Spir0u

Es ist scho verrückt was man mit der heutigen Technik alles machen kann. Nächsten Monat findet der Cybathlon.ch in Kloten statt. Das ist ein Wettkampf internationaler Teams, welche in verschiedenen Disziplinen mit Armprothesen, elektrischen Rollstühlen und andere Hilfsmittel gegeneinander antreten

23.09.2016
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User Pc_Reparatur

Ich finde das schön, wenn technik kann die Menschliche lebensqualität verbessern. Normaleweise es ist die einzüge (legal, akzeptierte) Grund für die vorsuchungen.

06.10.2016
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