Das kann Sonys neues 24-70mm-Objektiv
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Das kann Sonys neues 24-70mm-Objektiv

David Lee
Zürich, am 27.04.2022

Weniger Gewicht, lautloser Autofokus, stufenloser Blendenring, bessere Naheinstellgrenze: Das Update des G-Master-Objektivs FE 24-70mm F2.8 GM II ist ähnlich wie beim letztjährigen Teleobjektiv.

Sony bringt die Version II vom G-Master-Objektiv mit 24-70 Millimetern Brennweite heraus. Verfügbar ist es voraussichtlich ab Juni 2022; die bisherige Version aus dem Jahr 2016 bleibt weiterhin erhältlich.

FE 24-70mm f/2.8 GM, Full Frame E-Mount
Showroom
1649.–
Sony FE 24-70mm f/2.8 GM, Full Frame E-Mount
52
FE 24-70 mm F2.8 GM II
2499.–
Sony FE 24-70 mm F2.8 GM II
3

Bei der Rundumerneuerung hat Sony das Gleiche getan wie letztes Jahr beim 70-200mm-Teleobjektiv. Dementsprechend sind die Vorzüge im Vergleich zum älteren Objektiv sehr ähnlich.

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    Sonys neues 70-200mm: Leise, leicht und leider teuer

Grösse und Gewicht

Das GM II ist leichter und kompakter geworden. Das Gewicht beziffert Sony mit 695 Gramm, fast 200 Gramm weniger als die 885 Gramm des Vorgängermodells. Die Länge beträgt 120 Millimeter, gegenüber 136 beim alten Objektiv. Trotzdem soll auch die Bildqualität gegenüber dem Vorgängermodell weiter verbessert worden sein.

Fokus und Video-Features

Das neue Objektiv ist mit 4 XD-Linear-Motoren ausgestattet. Sie ermöglichen einen sehr schnellen und praktisch lautlosen Autofokus. Das ist einer der Gründe, weshalb das neue 24-70mm gut für Videoaufnahmen geeignet ist. Ein weiterer Grund ist das reduzierte Focus Breathing: Der Bildausschnitt ändert sich beim Fokussieren kaum.

Das GM II hat einen Blendenring, dessen Klickraster du für die Aufnahme von Videos ausschalten kannst. So werden sanfte Blendenübergänge möglich. Beim manuellen Fokussieren bewirkt die gleiche Drehbewegung immer die gleiche Fokusänderung, unabhängig von der Drehgeschwindigkeit. Auch das ist bei Videos von Vorteil. Beim Zoomring lässt sich mit einem Schalter wählen, ob er leicht oder eher streng gehen soll.

Nahaufnahmen

Die Naheinstellgrenze liegt bei 21 bis 30 Zentimetern, je nach Brennweite. Beim Vorgänger-Objektiv beträgt sie 38 Zentimeter. Der Vergrösserungsfaktor verbessert sich dadurch von 0,24 auf 0,32.

Diese schätzungsweise 7–8 cm grosse Blüte lässt sich formatfüllend abbilden.
Diese schätzungsweise 7–8 cm grosse Blüte lässt sich formatfüllend abbilden.

Das Motiv wird bei einer Brennweite von 70 Millimetern am grössten. Rein von der Vergrösserung her bringt es nichts, dass du im Weitwinkel bis auf 21 cm herankommst. Es ermöglicht aber neue Bildkompositionen mit einem sehr nahen Objekt im Vordergrund.

Bokeh

Elf gebogene Lamellen bilden eine kreisrunde Blendenöffnung und damit ein Bokeh mit runden Lichtpunkten. Zudem soll der Zwiebelring-Effekt des Bokehs weitgehend eliminiert worden sein.

Dieses Bild wurde mit f/5 aufgenommen.
Dieses Bild wurde mit f/5 aufgenommen.

Erste Einschätzung

Ich habe das Objektiv bisher nur ein paar Stunden ausprobiert. Der erste Eindruck ist sehr gut: Es ist mir überhaupt nichts negativ aufgefallen. Ob sich das Upgrade im Vergleich zum günstigeren GM I lohnt, hängt – neben den aktuellen Preisen – vor allem davon ab, ob du die Kamera auch für Videos verwendest. Dann ist die Version II ein Muss. Für die Fotografie tut es in den allermeisten Fällen auch das ältere 24-70. Auch wenn ich die Verkürzung der Naheinstellgrenze sehr praktisch finde.

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Durch Interesse an IT und Schreiben bin ich schon früh (2000) im Tech-Journalismus gelandet. Mich interessiert, wie man Technik benutzen kann, ohne selbst benutzt zu werden. Meine Freizeit ver(sch)wende ich am liebsten fürs Musikmachen, wo ich mässiges Talent mit übermässiger Begeisterung kompensiere. 


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