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Computex 2026: Acer und Dell stellen neue Einsteiger-Notebooks vor

Durch den Erfolg des MacBook Neo trauen sich auch wieder andere Hersteller, wie Acer und Dell auf der Computex, bei ihren Neuheiten die günstigen Varianten in den Fokus zu stellen.

Das MacBook Neo scheint so erfolgreich zu sein, dass andere auch ein Stück vom Kuchen abhaben wollen. Acer und Dell haben auf der Computex neue Notebooks vorgestellt, deren Ausstattung und Preise in direkter Konkurrenz zu Apples günstigem Laptop stehen.

Nachahmung ist die höchste Form der Anerkennung

Apple hat mit dem MacBook Neo klargemacht, dass es nicht nur um Leistung und Rechenpower geht. Das günstigste Notebook des Konzerns verfügt nur über acht Gigabyte (GB) Arbeitsspeicher und geht mit dem iPhone-Chip A18 ungewöhnliche Wege für ein Notebook. Das genügt problemlos für die Ansprüche vieler Menschen. Kollege Samuel Buchmann bemängelt hauptsächlich die spartanischen Anschlüsse und die fehlende Tastaturbeleuchtung.

Sogar Bildbearbeitung mit Lightroom ist auf dem MacBook Neo möglich. Ich habe das vor einigen Jahren auf einem Windows-Notebook mit acht GB Arbeitsspeicher ausprobiert und konnte nicht einmal den Auswahlrahmen ohne sekundenlange Wartezeit bewegen. Ob das mit den neuen Intel-Core-300-Prozessoren (Wildcat Lake), für die sich Acer und Dell entschieden haben, besser wird, zeigen spätere Tests.

Dell XPS 13: besser ausgestattet als das MacBook Neo

Das Dell XPS 13 ist auf dem Datenblatt besser ausgestattet als das MacBook Neo. So verfügt es über die bei Apple vermisste Tastaturbeleuchtung und verwendet für beide USB-C-Anschlüsse USB 3.2 Gen 2 mit bis zu zehn Gbit/s. Beim Neo ist nur ein Anschluss so schnell, dafür verbaut Apple noch einen Audioausgang.

Der Touchscreen des XPS 13 misst 14 Zoll und hat eine Auflösung von 2560 × 1600 Pixeln. Es deckt den DCI-P3-Farbraum vollständig ab und die Bildwiederholrate erreicht bis zu 120 Hertz. Beim MacBook Neo, dessen Bildschirm nicht auf Berührungen reagiert, sind es nur 60 Hertz.

Beim Dell XPS 13 ist nur die Basiskonfiguration preislich mit dem MacBook Neo auf Augenhöhe.
Beim Dell XPS 13 ist nur die Basiskonfiguration preislich mit dem MacBook Neo auf Augenhöhe.
Quelle: Dell

In der Basiskonfiguration verfügt das XPS 13 über acht GB Arbeitsspeicher. Seine SSD ist mit 512 GB doppelt so groß wie beim MacBook Neo. Oder anders gesagt: Du zahlst bei Apple 100 Euro Aufpreis, um auf 512 GB Speicherplatz zu kommen. Dell bietet das Notebook für entsprechende Aufpreise auch mit 16 oder 32 GB Arbeitsspeicher, Core-Ultra-300-Prozessoren und Thunderbolt-4-Anschlüssen an.

Bei der Vorstellung des neuen XPS 13 betonte Dells Chief Operating Officer Jeff Clarke, dass die Entwicklung des Notebooks vor Bekanntwerden des MacBook Neo begonnen habe. Es hätte keine Auswirkungen auf die Hardware-Auswahl gehabt. Den Preis lässt er allerdings auffällig unerwähnt.

Das Dell XPS 13 gibt es nur mit Touchscreen.
Das Dell XPS 13 gibt es nur mit Touchscreen.
Quelle: Dell

In Deutschland soll das XPS 13 noch im zweiten Quartal erhältlich sein. Preise für die verschiedenen Konfigurationen nennt Dell bisher nicht, kündigt aber ein «Back-to-School»-Angebot an. Schülerinnen, Schüler und Studierende sollen das XPS 13 bis Ende Oktober für 799 Euro kaufen können. Das entspricht dem MacBook Neo mit 512 GB Speicherplatz. Für die Schweiz macht Dell noch keine Angaben zu Preis und Verfügbarkeit.

Acer Swift Air 14: Am Ende entscheidet der Preis

Für das Swift Air 14 ist bisher nur der US-Preis von 699 Dollar für die günstigste Variante bekannt. Denn auch hier lässt sich der Arbeitsspeicher gegen Aufpreis von acht auf 16 GB erweitern. Beim SSD-Speicher ist von bis zu 512 GB die Rede. Acer verbaut zwei USB‑C‑Buchsen mit Thunderbolt 4 und ergänzt mit einer USB-A-Buchse (USB 3.2).

Das Acer Swift Air 14 erscheint im dritten Quartal.
Das Acer Swift Air 14 erscheint im dritten Quartal.
Quelle: Acer

Das 14 Zoll große Display mit 1920 × 1200 Pixeln erreicht bis zu 120 Hertz und deckt den sRGB-Farbraum vollständig ab. Mit 300 Nits ist es dunkler als der Bildschirm des MacBook Neo. Der Akku des Swift Air 14 fällt mit 70 Wattstunden (Wh) größer aus als beim Dell XPS mit 52 Wh.

Acer will das Swift Air 14 ab dem dritten Quartal in Europa verkaufen und erst kurz vorher Preise nennen.

Die Software als Flaschenhals

Am Ende könnte nicht die vermeintlich schwache Hardware das Problem der neuen Notebooks von Acer und Dell sein, sondern die Software. Windows ist nicht so perfekt auf die Hardware abgestimmt, wie es Apple mit macOS und seinen Chips macht. Auch deshalb wäre es spannend, sie mit Linux auszuprobieren.

Apple hat einen weiteren Vorteil gegenüber allen Windows-Herstellern. Das MacBook ist unabhängig von seiner Leistung ikonisch und beinahe ein modisches Accessoire. Die Notebooks von Acer, Asus, Dell, HP, Lenovo und Co. sind dagegen für die meisten Menschen beliebig austauschbar.

Titelbild: Acer

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Als Grundschüler saß ich noch mit vielen Mitschülern bei einem Freund im Wohnzimmer, um auf der Super NES zu spielen. Inzwischen bekomme ich die neueste Technik direkt in die Hände und teste sie für euch. In den letzten Jahren bei Curved, Computer Bild und Netzwelt, nun bei Digitec und Galaxus. 


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