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FotografieReview 2722

Canon EOS R: Leicht zu kritisieren, schwer zu verstehen

Meine Meinung zur ersten spiegellosen Vollformatkamera von Canon wechselte während des Tests mehrmals. Sie hat zwar einige Mängel, aber insbesondere die Bedienung ist viel durchdachter, als ich zuerst geglaubt habe.

Dieser Test fällt recht lang aus, denn wir haben es hier mit einem Gerät zu tun, an dem vieles neu ist und das überdies sehr komplex ist. Das deutschsprachige Benutzerhandbuch umfasst 644 Seiten, und ohne dessen Hilfe wäre ich nicht weit gekommen.

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Beim ersten Beschnuppern macht der Body einen robusten Eindruck und liegt gut in der Hand. Der Griff ist auch für grössere Hände praktisch. Der LCD lässt sich um 180 Grad ausklappen und drehen. Selbstaufnahmen im Video-Modus gelingen so viel einfacher und der Drehmechanismus bietet auch einen Schutz bei Nichtgebrauch, da die empfindliche Seite gegen innen geklappt werden kann.

Die Kamera lässt sich via USB-C zum Beispiel via Computer aufladen. Währenddessen kann sie aber nicht verwendet werden. Ein klassisches Ladegerät gehört auch zum Lieferumfang.

Das neue Bedienkonzept

Der Nachteil des drehbaren LCDs (im Bild links): Im Vergleich zur Canon EOS 5D IV – oder wie im Bild der 5D III – ist kein Platz mehr vorhanden für die fünf Tasten links des Bildschirms.

Durch den beweglichen Bildschirm der Canon EOS R (links) fehlen im Vergleich zur Spiegelreflexkamera (rechts) gleich fünf Tasten

Auch sonst fehlen im Vergleich zur Vollformat-Spiegelreflexkamera einige Bedienelemente. Das Gehäuse ist kleiner und bietet somit weniger Platz. Canon hat daher das Bedienkonzept grundlegend überarbeitet.

  • Statt des bekannten Drehrades hast du hier einen Ring mit vier Richtungstasten. Der Joystick der 5D IV fehlt. Der hat acht Richtungen, du kannst also den Fokuspunkt auch diagonal verschieben.
  • Die Tasten Q und Set wurden zu einer Taste zusammengefasst.
  • Der Lock-Schieber fehlt, dafür gibts eine kleine Lock-Taste oben.
  • Die Start-Stop-Taste fehlt auch, die braucht’s aber auch nicht bei einer Spiegellosen.
  • Drei der vier Mini-Tasten über dem kleinen Bildschirm der EOS 5D fehlen. Nur die Beleuchtungstaste ist noch da.
  • Neu ist dafür ein frei belegbarer Drehring am Objektiv (natürlich nur bei den neuen R-Objektiven).
  • Ebenfalls neu: die Multifunktionsleiste. Das ist die Touch-Bar mit den zwei Pfeilen rechts des Suchers.
  • Das Modus-Wählrad ist nun ein Knopf. Rund um diesen Knopf gibt es ein zweites Drehrad. Dessen Funktion lässt sich im Menü anpassen.

Das Bedienkonzept stützt sich also sehr stark auf frei konfigurierbare Elemente. Das klingt eigentlich gut, ist aber eine zwiespältige Sache.

Der Vorteil: Wenn Canon einfach bestimmte Tasten weglassen würde, dann sind das unter Umständen genau die, die du häufig brauchst. Mit den frei belegbaren Elementen gibt es dieses Problem nicht. Du kannst auch mit weniger Elementen eine Bedienung festlegen, die alle für dich wichtigen Zugriffe bietet.

Der Nachteil: Du musst zuerst herausfinden, was für dich passt. Dabei wirst du die Belegung mehrmals wechseln. Und solange du immer wieder wechselst, verwirrst du dich selbst. Erschwerend kommt hinzu, dass die Tasten je nach Modus unterschiedliche Funktionen haben. Es besteht somit die Gefahr, dass du dich ziemlich lange auf deiner eigenen Kamera nicht zurecht findest.

Übrigens treibt Canon das Spiel so weit, dass du selbst die beschrifteten Tasten mit einer völlig anderen Funktion belegen kannst. Auch hier bin ich unschlüssig, ob das gut sein soll. Einerseits fände ich es toll, die Taste mit dem Stern (AE Lock) für etwas anderes zu verwenden, da ich diese Funktion selten brauche. Andererseits sind dann die Tasten falsch beschriftet. Wenn du die Kamera mal jemandem ausleihst, ist die Verwirrung perfekt.

Die Touch-Bar ist ein völlig neues Element – und sehr gewöhnungsbedürftig. Zunächst muss ich von Hand eine Funktion zuweisen. Ich wähle hier zum Beispiel den Weissabgleich. Im Menü entscheide ich auch, ob ich die Leiste gesperrt haben will oder nicht. Wenn sie nicht gesperrt ist, besteht die Gefahr, dass ich bei der kleinsten Berührung etwas verstelle. Ist sie dagegen gesperrt, muss ich immer zuerst lange den rechten Pfeil berühren. Nun kann es passieren, dass ich die Leiste entsperren will, obwohl sie gar nicht gesperrt ist. Dann verstelle ich wieder den Weissabgleich. Unter dem Strich ist das ein ziemliches Gefummel.

Die Lösung für dieses Problem ist die Lock-Taste. Auch sie kannst du frei wählen. Auch das musst du aber zuerst einmal kapieren. Ab Werk sperrt die Lock-Taste nur den Objektivring und eines der beiden Drehräder, was mich verwirrt hat. Ich habe dann die Kamera so konfiguriert, dass alles gesperrt wird, also auch Touchscreen, Touch-Bar und zweites Drehrad. So weiss ich immer, ob die Touch-Bar nun gesperrt ist oder nicht.

Die Touch-Bar befindet sich gleich unter dem kleinen Kontrollbildschirm. Sie ist durch die Lock-Taste zu bändigen. Auf dem Bildschirm ist der Lock-Status jederzeit sichtbar.

Der frei konfigurierbare Objektivring ist toll. Aber den haben nur die neuen Objektive. Lege ich zum Beispiel die Belichtungskorrektur darauf, dann fehlt mir diese Einstellung, sobald ich ein älteres Objektiv nutze. Da die Objektivauswahl fürs R-System noch sehr klein ist, wirst du ganz sicher ab und zu mit einem EF-Objektiv fotografieren. Canon bietet einen Adapter an, der den Ring integriert hat. Den würde ich unbedingt anstelle des günstigeren Adapters ohne Ring empfehlen. Auch wenn dir Canon den günstigen Adapter schenkt und du deshalb im Moment gar keine Kamera ohne den bekommst.

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Praktisch ist der neue Kameramodus namens Flexible Mode (Fv). Mit dem Schnellwahlrad wählst du, ob du Belichtung, Blende oder ISO verstellen willst. Mit dem Hauptwählrad verstellst du dann den Wert. Der Witz dabei: Jeden dieser Faktoren kannst du auch auf «Auto» stellen. Damit hast du sämtliche vier Kamera-Modi in einem und zusätzlich immer die ISO unter Kontrolle.

Auch hier dauerte es aber einen Moment, bis ich die Bedienung wirklich verstanden hatte. Denn wenn ich zum Beispiel die ISO auf «Auto» stelle, zeigt es mir nachher trotzdem einen ISO-Wert an. Aber dies ist ein automatisch berechneter Wert. Ich erkenne das an dem Längsstrich unter dem Wert. Sehr durchdacht – muss man aber auch zuerst wissen.

Der Fv-Modus. Die Längsstriche unter einem Wert zeigen an, dass diese Grösse automatisch ermittelt wird. Hier ist die Zeit und die ISO auf Auto gestellt, daher entspricht dies dem Av-Modus.

Kurz: Die Bedienung ist viel besser, als sie auf den ersten Blick scheint. Canon hat viel Gehirnschmalz investiert und ich habe noch nie eine Kamera gesehen, die sich so flexibel einstellen lässt. Allerdings musst du dich wirklich vertieft mit dem Gerät auseinandersetzen, das Handbuch lesen, und selbst dann kann es noch lange dauern, bis du die für dich beste Einstellung gefunden hast.

Der Sensor und die Bildqualität

Um die Bildqualität nicht nur nach Bauchgefühl zu beurteilen, sondern objektiv vergleichbar, müsste ich immer dasselbe Bild mit immer denselben Lichtbedingungen und Kamera-Einstellungen aufnehmen. Dazu ist ein spezielles Testlabor nötig. Da wir das nicht haben, kommentiere ich das Material des Tests von dpreview.com.

Der Screenshot unten stellt die EOS R der Sony A7 III bei 25 600 ISO gegenüber, also in einem Bereich, wo auch gute Sensoren rauschen. Du siehst: Der Sensor der Sony-Kamera rauscht hier eindeutig weniger. Der Ausschnitt ist bei Sony etwas kleiner, weil die Auflösung niedriger ist (24 gegenüber 30 Megapixel).

Im JPEG-Format (untere zwei Bilder) scheinen mir die Unterschiede noch grösser. Wahrscheinlich ist die JPEG-Engine von Sony besser darin, Details herauszuarbeiten. Ganz sicher bin ich da aber nicht, weil bei JPEG verschiedene Einstellungen in der Kamera möglich sind. Hier zum Beispiel zweimal dasselbe Bild, einmal mit den Standard-Einstellungen und einmal mit hochgeschraubter Schärfe.

JPEG-Einstellung Standard
JPEG-Einstellung Standard mit mehr Schärfe

Bei der Dynamik liegt die Canon EOS R laut dpreview.com im Vergleich zur Sony A7 III ebenfalls zurück. Und auch im Vergleich zur Nikon Z6.

Einen Vorteil hat der Sensor aber im Vergleich zu Sony: Der Verschluss ist beim Objektivwechsel geschlossen und schützt den Sensor vor Staub. Bei Sony liegt der Sensor offen da und ist sehr anfällig für Verunreinigungen.

Der Verschluss schützt den Sensor beim Objektivwechsel.

Die Bildqualität hängt natürlich nicht nur vom Sensor ab, sondern auch vom Objektiv. Das RF 50mm F1.2 ist im Vergleich von dpreview.com schärfer, hat aber etwas mehr chromatische Aberration als das Referenzobjektiv EF 85mm. Ich habe das 24-105mm ausprobiert. Dieses machte mir einen sehr guten Eindruck. Zwar sind die Ecken im Weitwinkel sichtbar dunkler, aber diese Vignettierung ist beim entsprechenden Objektiv fürs Spiegelreflex-System mindestens genauso stark (EF 24-105mm F/4L).

Das RAW-File zeigt eine VIgnettierung im Weitwinkel.
Im JPEG werden die dunklen Ecken automatisch herausgerechnet.

Autofokus und Geschwindigkeit

Der Autofokus arbeitet schnell und zuverlässig, selbst im Dunkeln. Fotografieren in der winterlichen Abenddämmerung hat mir grossen Spass gemacht.

1/80 Sek., F/4, 3200 ISO, 24 mm
Ausschnitt aus dem obigen Bild

Der Adapter scheint den Autofokus in keinster Weise zu beeinträchtigen. Du kannst problemlos mit einem Tele-Objektiv für Canon-Spiegelreflexkameras fotografieren.

Hat die Canon EOS R also auch das Zeug für Sport und Action? Nur bedingt. Die Serienbildgeschwindigkeit fällt von 8 auf 5 Bilder pro Sekunde, wenn er nachgeführt wird, und normalerweise willst du ja, dass er nachgeführt wird. Das ist recht langsam. Im lautlosen Modus ist zudem überhaupt kein Serienfeuer möglich. Das AF-Feld lässt sich mit den beiden Drehrädern horizontal und vertikal recht schnell verschieben. Die Richtungstasten dienen nur zur Feinjustierung und sind sehr langsam.

Videofunktion

Spiegellose Kameras sind gegenüber SLRs grundsätzlich im Vorteil, was die Videofunktion betrifft. Bei einer SLR muss zum Filmen der Spiegel hochgeklappt werden, wodurch der Sucher schwarz bleibt und der normale, schnelle Autofokus nicht mehr funktioniert. Mit der Lancierung eines spiegellosen Profi-Systems könnte Canon im Videobereich Boden gutmachen.

Der um 180 Grad drehbare Touch-Bildschirm ist für Videos nützlich, da sich Selbstaufnahmen viel bequemer realisieren lassen. Kopfhörer- und Mikrofonanschluss sind natürlich auch vorhanden.

Der Autofokus arbeitet erwartungsgemäss problemlos im Videobetrieb. Die Fokussierung läuft absichtlich etwas langsamer als im Foto-Modus, da die Aufnahme sonst schnell nervös wirkt. Du kannst das in den Einstellungen anpassen. Es sind sogar unterschiedliche Geschwindigkeiten vor und während der Videoaufnahme möglich.

Mit dem Dual-Pixel-Autofokus hat Canon zudem eine Technologie am Start, die für Videografen sehr nützlich ist. Der Fokusmotor fährt nicht ständig hin und her, bis er korrekt scharf gestellt hat, sondern fährt zielstrebig auf den korrekten Fokuspunkt zu. Hier ein Vergleich zwischen der Dual-Pixel-Fokussierung und einem gewöhnlichen Fokussystem.

Nun hat die Videofunktion auch eine klare Schwäche. Wenn du Videos in 4K aufnehmen willst, beschränkt die Kamera den Bildausschnitt drastisch. Der Crop-Faktor beträgt ungefähr 1.8. Was das bedeutet, siehst du im Testvideo unten. Beide Clips habe ich mit 50 mm aus etwa zwei Metern Entfernung aufgenommen, das erste in Full HD und das zweite in 4K.

Zahlreiche Youtube-Vlogger sind komplett ausgetickt wegen des 4K-Crops. Meiner Meinung nach handelt es sich hier um eine Überreaktion. Sicher, ein Crop ist gerade bei Vlogging-Selbstaufnahmen unpraktisch, aber da brauchts eigentlich kein natives 4K. Ich muss die Gesichtspickel meines Lieblings-Youtubers nicht in mikroskopischer Auflösung studieren können. Einen Nachteil sehe ich vor allem für cinematografische Landschaftsaufnahmen, wo höchste Bildqualität gleichermassen gefragt ist wie ein grosser Bildausschnitt.

Hier ist ein Video, bei dem du testen kannst, ob du einen Unterschied siehst zwischen Full HD (mit entsprechendem Bildbeschnitt) und 4K.

Ich sehe schon deshalb keinen Unterschied, weil mein Bildschirm gar kein 4K darstellen kann. Und damit bin ich kein Exot. Selbst auf dem ultragrossen Bildschirm, den Redaktionskollege Kevin Hofer momentan testet, können wir kein 4K sehen.

Nicht einmal dieser Bildschirm beherrscht 4K.

Und noch ein Nachteil: Die Canon EOS R hat keine Bildstabilisierung im Gehäuse selbst. Bekannt ist diese Technologie unter der Abkürzung IBIS für In-Body Image Stabilization. Die Bildstabilisierung der Objektive funktioniert hingegen auch mit den EF-Objektiven für Spiegelreflexkameras.

Auch dieser Minuspunkt ist möglicherweise nicht so schlimm. Die Panasonic GH5s hat beispielsweise auch keine IBIS, und mehr Videokamera kann ein Gerät gar nicht sein. Die Begründung ist, dass beim Filmen mit Stativ oder Gimbal der Stabilisator sowieso nur stört. Das stimmt zwar, aber erstens filmst du vielleicht auch mal aus der Hand und ausserdem lässt sich ein Stabilisator auch deaktivieren.

Fazit: Ein solider Allrounder, der nichts perfekt kann

Die Canon EOS R hätte die perfekte Kamera für Video Producer sein können: Spiegellos, mit videotauglichem Autofokus, voll drehbarem Bildschirm und 10-bit-C-Log bewaffnet. Sie ist es aber nicht, weil sie 4K nur im Crop darstellen kann.

Die Canon EOS R hätte die perfekte Kamera für Sport, Action und Tiere sein können, mit der geräuschlosen Aufnahme und dem übers ganze Bild funktionierenden Autofokus. Sie ist es aber nicht, weil sie geräuschlos nur Einzelbilder schiesst und mit nachgeführtem Autofokus nur 5 Bilder pro Sekunde.

Die Canon EOS R hätte die perfekte Kamera für Landschaft und Architektur sein können, denn die Objektive befriedigen höchste Ansprüche. Sie ist es aber nicht, weil sie kein Pixelmonster ist. Mit den 30 Megapixeln schöpft der Sensor das Potenzial der High-End-Objektive kaum aus.

Die Kamera sammelt somit überall fleissig Punkte, holt sich aber nirgends die Siegertrophäe. Was bleibt, ist ein sehr solider Allrounder. Wahrscheinlich ist es strategisch richtig von Canon, mit einem Allrounder ein neues System zu starten. Nur: Der Preis ist so hoch angesetzt, dass ich von der Kamera ein Killer-Feature erwartet hätte. Das fehlt mir. Damit wird Canon zwar einen Teil ihrer bisherigen Kunden aufs spiegellose System bringen, aber keine Fotografen von anderen Marken weglocken.

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David Lee, Zürich

  • Senior Editor
Durch Interesse an IT und Schreiben bin ich schon früh (2000) im Tech-Journalismus gelandet. Mich interessiert, wie man Technik benutzen kann, ohne selbst benutzt zu werden. Meine Freizeit ver(sch)wende ich am liebsten fürs Musikmachen, wo ich mässiges Talent mit übermässiger Begeisterung kompensiere.

27 Kommentare

3000 / 3000 Zeichen
Es gelten die Community-Bedingungen.

User anolting

"Fazit: Ein solider Allrounder, der nichts perfekt kann"

Dafür ist das Schätzchen definitiv zu teuer. Mir ist klar, dass ihr nicht daran ändern könnt, aber der Preis den Canon für die Objektive aufruft, ist - sorry - gestört.

11.01.2019
User Anonymous

Das stimmt. Die Objektive sind völlig überteuert, aber das bleibt sicherlich nur jetzt am Anfang so, da sie bei tieferen Preisen automatisch mehr Absatz hätten und mit der Produktion nicht hinterherkommen ... Sie drosseln quasi gezielt die Nachfrage, weil sie Lieferschwierigkeiten haben ...

03.02.2019
User Anonymous

Gleichwertige (d.h. FAST gleichwertige) Objektive sind auch bei Sony viel zu teuer, vermutlich aus dem gleichen Grund ...

03.02.2019
Antworten
User drmedbwagner

Sorry, habe die Kamera seit einigen Wochen. Wer sich mit der Bedienungsanleitung auseinandersetzt bekommt durch die Möglichkeit fast alle Tasten frei nach Wunsch belegen zu können, einen genialen persönlichen Workflow, eben kein Mittelmass. Schlecht ist heute keine Kamera mehr, an den Bildern könnte ich nie sagen mit welcher Kamera es gemacht wurde. 2. Kartenslot. Habe ich in 10 Jahren 5D II nie benötigt. Zu teuer? Die Kamera ist fair eingepreist, Nikon und Sony sind nicht günstiger, und wenn hier behauptet wird die Objektive wären teuer, der hat noch nie gleichwertige Sony/ Zeiss Objektive gekauft.

14.01.2019
User Stereotype

Danke für den Bericht. Die R ist in dem Fall nichts für mich.

12.01.2019
User suti1984

habe die cam auch getestet. bei vielem bin ich auch denn gleichen Nenner wie du gekommen. mir fehlt klar noch der zweite Kartenslot und zoom auf einen von mir ausgewählten Fokus punkt per taste.

11.01.2019
User mova

Einiges lässt sich mit Firmware Upgrade verbessern. Nikon bringt Eye AF zu ihren Z Bodies. Aber fehlende IBIS ist sehr schade. Auch wenn die Canon Gläser das sehr gut Mit ihren VR (heisst sicher anders bei Canon) ausbügeln. Aber cool, dass Canon auch mitmacht, Konkurrenz ist gut für den Endkunden.

11.01.2019
User 2daishi2

Danke für deinen Artikel und Zeit für den Test. Heisst für mich kein vorzeitiger Umstieg meiner Canon dslr auf die EOS R...

12.01.2019
User mcleisa06

Ich habe die R seit einer Woche. Der AF ist sensationell, was Treffsicherheit angeht. Die Verschiebung der AF-Punkte mit dem Daumen geht so schnell und genau, wie ich es mit Joystick bei der 1D und 5D nicht so schnell konnte. Für Action ist die Kamera nicht ausgelegt, das war die 6D, auf diesem Level ist die R, aber auch nicht. Die Bildqualität ist eine Stufe höher als die der 5D IV. Die Bilder sind knackiger, haben mehr einen 3D Look.
Wer sich auf eine neue Bedienung einlässt, erhält eine tolle Kamera. Demnächst soll ein Firmware-Update folgen, welches gewisse Schwächen beseitigen soll.
Ich würde die R sofort wieder kaufen.

22.01.2019
User Anonymous

Genau, AF-Punkt-Verschiebung per Daumen auf dem Touchscreen ist deutlich schneller und präziser als bei der 5D IV mit dem fummeligen Joystick ... zudem viel mehr AF-Punkte ansteuerbar, in alle Richtungen, man kann das Sujet live verfolgen ... die Bildqualität ist markant besser als bei der 5D IV (und die ist schon top!). Wer Qualitäts-SD-Karten nutzt, braucht zudem keinen 2. Slot, Backup unnötig, aber ich verstehe den Aberglauben der „Hochzeitsfotografen“ natürlich ... Ehrlich gesagt, ein echter Profi hat 2 Kameras im Einsatz (links und rechts eine am Holster/Gurt) und dann noch mind 1 Backupkamera im Gepäck, besser zwei. Kann nicht jeder finanzieren, aber man kann ja auch mieten (z.B. bei Light+Byte).

24.01.2019
User Anonymous

Man erfasst übrigens mit dem AF viel mehr Bereiche im Bild, z.B. ganz in der Ecke, was die 7D-, 6D-, 5D-, und 1D-Serie gar nicht kann! Ich bin echt gespannt auf das hoffentlich bald kommende Profi-Modell der R-Serie (diese Kamera hier ist lediglich auf Stufe 6D Mark II positioniert, also semiprofessionell). Aber mit 2 Rs könnte man definitiv problemlos eine Hochzeit abdecken und toll ist dabei natürlich die Lautlos-Funktion – da meckert nicht mal
der konservativste Pfarrer! :-)

26.01.2019
User agro0

Verstehe dein Argument mit den zwei Kameras nicht. Die 2. Kamera nützt dir gar nichts, wenn dir eine SD Karte aussteigt.

03.02.2019
User mcleisa06

Doch klar. Bei 2 Gehäusen ist jedes mit einem anderen Objektiv bestückt. Damit fotografiert man abwechslungsweise. Somit hast Du bei einem Kartenausfall noch mindestens die Hälfte aller Bilder. Und bedenke, wenn Du schon so auf Sicherheit aus bist, die Kamera kann ja auch aussteigen!

03.02.2019
User agro0

Genau das meine ich ja. Die Hälfte der Bilder sind weg. Bei der Hochzeitsfotografie gibts viele must-have shots. Wenn dir diese teilweise fehlen, weil die Hälfte der Bilder weg sind, hast du beim Kunden ein fettes Problem und eventuell noch eine Rufschädigung. Und natürlich brauchst du als Hochzeitsfotograf noch ein Backup-Body. Die meisten Hobbyfotografen hier scheinen keine Ahnung zu haben, was von einem professionellen Fotografen erwartet wird.

03.02.2019
Antworten
User pe_mei

Danke für den Bericht. Ich habe die R auch getestet. Leider ist der Autofokus nicht Ideal. Die Gesichtserkennung und Augenerkennung funktioniert nicht sauber. Schade dass Canon den Kundennutzen niedriger Gewichtet als den Messetermin. Ich habe die 7D II und kann dort schon nicht alles so Belegen und Nutzen wie gewünscht. Wie soll ich mit dann mit diesem freiprogrammierbaren System zu einem vernünftigen Resultat kommen. Der schwenkbare Bildschirm und der Touchscreen sind super.

24.01.2019
User Anonymous

Hallo! Bei mir funktioniert der AF sehr gut und deutlich besser als bei 7d II und 5D IV. Kommt vielleicht eher aufs Objektiv an, mit welchem hast du getestet? Gruess

24.01.2019
User pe_mei

Canon 24-70 2.8; Canon EF 24-105 mit Adapter

25.01.2019
User Anonymous

Mit dem 24-70 2.8 II habe ich eigentlich sehr gute Resultate ... mit dem mitgelieferten Adapter ... Wichtig ist zu wissen, dass die EOS R als spiegellose Version der 6D Mark II positioniert ist und nicht auf Stufe 5D Mark IV. Eine Profi-Mirrorless kommt erst noch ... Wir sprechen hier also vom semiprofessionellen Segment. So richtig professionell ist eh nur die 1D-Serie.

26.01.2019
User agro0

Blödsinn. Die EOS R ist auf der gleichen Stufe wie die 5D Mk4 und ist auch preislich fast identisch und hat im Übrigen auch den gleichen Sensor wie die 5D mk4. Die 6D mk2 ist über 1000 CHF billiger und das spiegellose Äquivalent kommt erst noch, wenn man den Gerüchten glauben schenken will.

03.02.2019
User mcleisa06

Die R hat einen eigenen neuen Sensor. Es ist nicht der der 5D4! Bei Markteinführung war die 5D4 bei 3400.- also weit entfernt von den 2400.- der R. Die R ist das Pendant der 6Dll, das belegt ja auch schon die Seriengeschwindigkeit.

03.02.2019
Antworten
User Anonymous

Sehr tollen Bericht!
Ich finde der besserer Allrounder ist immer noch die Sony A7 III, die hat mehr Features für weniger Geld als die Canon EOS R

19.01.2019
User mcleisa06

Ich fotografiere wegen der Ergebnisse (Bilder) und nicht wegen der Features

03.02.2019
Antworten