
«Bitte nicht stören»: Die Busy Bar macht deine Fokuszeit sichtbar
Kopfhörer auf, Status auf «beschäftigt». Trotzdem steht jemand an deinem Schreibtisch und will etwas von dir. Die Busy Bar soll solche Unterbrechungen verhindern und sperrt auf Wunsch gleich noch deine größten digitalen Ablenkungen.
Ein Zettel an der Bürotür oder Kopfhörer auf dem Kopf reichen nicht immer aus, um ungestört zu arbeiten. Die Macher des Flipper Zero setzen deshalb auf eine deutlich sichtbarere Lösung: Die Busy Bar zeigt deinen aktuellen Status auf einem farbigen LED-Display an. Schriftzüge wie «Busy» oder «On Call» sollen Kollegen, Mitbewohner oder Familienmitglieder davon abhalten, dich während einer konzentrierten Arbeitsphase zu unterbrechen.
Zwei Displays für deinen Status
Die Busy Bar erinnert an einen länglichen Digitalwecker. Auf der Vorderseite sitzt eine LED-Matrix mit 72 mal 16 Bildpunkten. Sie zeigt Texte, Symbole, Animationen und Countdowns an. So sieht dein Umfeld nicht nur, dass du beschäftigt bist, sondern auf Wunsch auch, wann du wieder ansprechbar bist.
Auf der Rückseite befindet sich ein zweites, monochromes Display. Dort siehst du den aktiven Modus, die verbleibende Zeit sowie den Akku- und Verbindungsstatus.
Du kannst die Busy Bar auf den Schreibtisch stellen, auf einem Monitor platzieren oder an einer Wand beziehungsweise Tür befestigen. Damit eignet sie sich auch als Belegungsanzeige für Arbeitszimmer, Studios oder Besprechungsräume.

Quelle: Flipper Devices
Die Bedienung erfolgt direkt am Gerät. Ein großer Knopf startet oder pausiert eine Sitzung. Über ein Drehrad stellst du die Dauer ein und navigierst durch die Menüs. Ein zusätzlicher Schalter wechselt zwischen verschiedenen Modi. Die grundlegenden Funktionen stehen auch ohne Internetverbindung zur Verfügung.
Die Busy Bar soll auch dich selbst bremsen
Das Gerät dient zugleich als Fokus-Timer. Du kannst damit etwa nach der Pomodoro-Methode arbeiten: Dabei wechseln sich konzentrierte Arbeitsphasen mit kurzen Pausen ab. Die Dauer der Intervalle lässt sich anpassen.
In Verbindung mit der Busy-App kann die Bar Benachrichtigungen auf Smartphone, Computer und Smartwatch unterdrücken. Ausgewählte Apps lassen sich während einer Fokusphase ebenfalls sperren sowie ausgewählte Apps vorübergehend sperren. Ein Tastendruck startet den Timer, reduziert digitale Ablenkungen und informiert gleichzeitig andere Personen im Raum.
Die Desktop-Software kann deinen Status zudem automatisch ändern. Nutzt eine Anwendung beispielsweise das Mikrofon, wechselt die Anzeige auf Wunsch zu «On Call». Auch der Start bestimmter Programme kann künftig eine Fokusphase auslösen. Apps sollen zum Verkaufsstart für iOS, Android und macOS bereitstehen. Eine Windows-Version ist für später geplant.
Smart Home und eigene Erweiterungen
Die Busy Bar unterstützt den Smart-Home-Standard Matter. Dadurch lässt sie sich in kompatible Systeme einbinden. Beim Start einer Fokusphase können beispielsweise Lampen ihre Farbe wechseln oder Musik pausieren.

Quelle: Flipper Devices
Über offene Schnittstellen können Entwickler außerdem eigene Anzeigen, Widgets und Automationen erstellen. Eine dauerhafte Verbindung zur Cloud soll dafür nicht notwendig sein.
Acht Stunden Laufzeit für 250 Dollar
Der Akku soll bei aktiver Statusanzeige bis zu acht Stunden durchhalten. Im Bereitschaftsmodus nennt der Hersteller eine Laufzeit von bis zu zwei Wochen.
Flipper Devices will das Gerät ab dem 14. Juli 2026 in den USA, der EU, Großbritannien und Kanada verkaufen und ausliefern. Je nach Aktion liegt der Preis zum Start zwischen rund 180 und 250 US‑Dollar. Konkrete Preise in Euro gibt es bislang nicht.
Damit ist die Busy Bar deutlich teurer als ein einfaches Leuchtschild oder ein digitaler Fokus-Timer. Ob der zusätzliche Funktionsumfang den Preis rechtfertigt, hängt vor allem davon ab, wie häufig du ungestört arbeiten musst. Und wie hartnäckig dein Umfeld Kopfhörer und geschlossene Türen ignoriert.
Die Interessen sind vielfältig, gerne genieße ich einfach nur das Leben. Immer auf der Suche nach News aus den Bereichen Darts, Gaming, Filme und Serien.
Vom neuen iPhone bis zur Auferstehung der Mode aus den 80er-Jahren. Die Redaktion ordnet ein.
Alle anzeigen

