
7 Feiertags-Filme, die garantiert im Fernsehen kommen
Heiligabend ist rum. Der volle Bauch muss sich von der Vorabend-Schlemmerei erholen. Zeit, mich zurückzulehnen. Zum Glück läuft während der Feiertage immer dasselbe im Fernsehen. Hier kommen 7 Feiertags-Filme, die garantiert irgendwo gezeigt werden.
Wenn du das liest und heute der 25. Dezember ist, dann machst du etwas falsch. Ehrlich. Warum sitzt du nicht längst vor der Glotze? Der Weihnachtsstress ist durch, du hast Zeit. Oder nicht? Es ist die Zeit des Jahres, wo am Fernseher die üblichen Blockbuster und Evergreens, die das ganze Jahr über nie zu sehen sind, rauf und runter laufen.
Machen wir ein Spiel daraus. Feiertags-Filme-Bingo. Das geht so: Ich zähle sieben Filme auf, die garantiert irgendwo laufen werden. Weil es schrecklich voraussehbar ist. Und nein, ich habe nicht im Programmheft nachgeschaut. Versprochen. Ich versuche dabei, nicht die Offensichtlichsten rauszupicken. So Moses- oder Jesus-Bibelgeschichten lasse ich weg. Und falls dir noch bessere Beispiele einfallen: Rein damit in die Kommentarspalte.
Ben-Hur (1959): Der grossartigste Sandalenfilm aller Zeiten
«Ben Hur» von Regisseur William Wyler basiert auf dem gleichnamigen Roman von Lew Wallace. Allein das Wagenrennen ist mehr als genug, um den Platz in der Filmgeschichte, die der Film hat, zu rechtfertigen. Später würde sie George Lucas zur Pod-Race-Szene in «Star Wars: Episode 1» inspirieren. Dazu kommen unfassbar aufwändige Kulissen, Massenszenen, die heute alle am Computer entstehen würden, und Schauspieler, die eine Performance für die Ewigkeit abgeben. Zu Recht hat «Ben-Hur» elf Oscars gewonnen – und hält damit zusammen mit «Titanic» und «Lord of the Rings: The Return of the King» den Rekord.
Die Hard (1988): Yippee-ki-yay mother, motherf...!
Regisseur John McTiernan lancierte 1988 mit «Die Hard», zu deutsch «Stirb langsam», nicht nur Bruce Willis Karriere, sondern erfand den Actionhelden komplett neu. Denn in den 1980er-Jahren dominierten Übermenschen wie Sylvester Stallone und Arnold Schwarzenegger das Action-Kino. John McClane ist die Anti-These. Er ist ein Jedermann, der richtige Typ zur falschen Zeit am falschen Ort. Ein Held, der flucht und blutet und durch seine Verwundbarkeit erst menschlich wirkt. Dann kamen die Filmemacher auf die Idee, den Film zu Weihnachten spielen zu lassen. Fertig ist der Weihnachts-Action-Kracher, der einfach jedes Jahr zur Weihnachtszeit läuft.
Home Alone (1992): Eine Familienkomödie ohne Familie
Wenn der nicht läuft, dann fresse ich einen Besen. «Home Alone», auch bekannt als «Kevin allein zu Haus», ist irrwitzig und wärmt zugleich die Herzen jener, die meinen, allein zu sein. In der Fortsetzung – die bestimmt auch noch irgendwo laufen wird – verschlägt es Kevin dann alleine nach New York. Die Wege von Regisseur Chris Columbus und Filmmusik-Komponist John Williams würden sich Jahre später wieder kreuzen, und zwar bei «Harry Potter and the Philosopher’s Stone».
Little Lord Fauntleroy (1980): Fast so kitschig, dass es weh tut
Okay. Der Film, zu deutsch «Der kleine Lord», ist brutal. Brutal kitschig. Und der kleine Cedric ist so übertrieben grossherzig, gütig und freundlich zu allem, was Beine hat, dass ich mir sowas nur antue, wenn ich in Stimmung bin. Also an Weihnachten. In Filmen ist es oft der Held, der während seinem Abenteuer eine Veränderung durchmacht, nachdem er eine wichtige Lektion gelernt hat – die klassische Heldenreise. Hier geht’s darum, wie die Gutherzigkeit des kleinen Lords eine Veränderung in seinem Umfeld, dem Status Quo, bewirkt. Eine ähnliche Film-Formel, wie du sie heute in den beiden «Paddington»-Filmen siehst.
Scrooged (1988): Der, oder irgendeine andere Version von «A Christmas Carol»
Der Film von Regisseur Richard Donner, auf deutsch «Die Geister, die ich rief», ist eine von sicher hundert Buchadaptionen von Charles Dickens «A Christmas Carol». Und es ist so ziemlich die verrückteste Version davon, die ich je gesehen habe. Dabei ist dieser Geizhals, der zu Weihnachten bekehrt wird, in modernem Gewand gehüllt. Und spassig. Und Bill Murray ist sowieso immer ein Gewinn. Punkt.
Frozen (2013): Es schneit, es wird gesungen, und es läuft garantiert irgendwo
Dass «Die Eiskönigin», so der deutsche Titel, zu so einem grossen Hit würde – damit hat niemand wirklich gerechnet. Der Film ist okay, ja sogar ganz herzig, aber nichts, was mich aus den Socken gehauen hat. Hier geht’s aber nicht darum, was mir mega gut gefällt, sondern, was garantiert während den Feiertagen laufen wird. Und «Frozen» wird sowas von dazugehören. Da wette ich einen Schneemann drauf.
James Bond – Octopussy (1983): Wenn nicht der, dann irgend ein anderer mit Roger Moore
Kaum einer hat James Bond so sehr geprägt wie Roger Moore. Er verkörperte den britischen Geheimagenten so oft wie keiner. Je länger je mehr glichen seine Bondfilmen einer Action-Komödie. Einen grottigen Bond-Film von ihm rauszupicken, war darum gar nicht so einfach.
«Octopussy» ist dahingehend speziell, dass er einer von zwei Bond-Filmen war, die 1983 im Kino liefen. Der Zweite: «Never Say Never Again» mit Sean Connery. «Never Say Never Again» ist eine Neuverfilmung von «Thunderball» (1965), damals schon mit Sean Connery. «Never Say Never Again» wurde aber nicht vom Original-Bondmacher Albert R. Broccoli produziert. Darum gehört «Never Say Never Again» auch nicht zum offiziellen Bond-Filmkanon, hat nicht die berühmte Bond-Filmmusik und auch sein Anfang hat nicht den typischen Bond-Einstieg mit der Sicht aus dem Pistolenlauf. Mist: Hätte ich nicht doch besser auf «Never Say Never Again» getippt?
Ich schreibe über Technik, als wäre sie Kino, und über Filme, als wären sie Realität. Zwischen Bits und Blockbustern suche ich die Geschichten, die Emotionen wecken, nicht nur Klicks. Und ja – manchmal höre ich Filmmusik lauter, als mir guttut.
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