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Frische Farben für deinen TV – HDR und was du darüber wissen musst!

In der TV-Branche wird mit vielen technischen Fachbegriffen um sich geworfen. Ich erzähle dir, weshalb du bei HDR hellhörig werden solltest.

HDR beeinflusst das Bilderlebnis massgeblich

Bei den TVs der neuen Generation ist 4K der letzte Schrei. 4K, das bedeutet eine viermal bessere Auflösung als bei herkömmlichen Fernseher. Hier möchte ich dir aber erklären, warum HDR die eigentlich aufregende, neue Technologie auf dem Markt ist.

HDR ist die Abkürzung für den englischen Begriff «High Dynamic Range». Dabei handelt es sich um ein sogenanntes Hochkontrastbild, das grosse Helligkeitsunterschiede detailreich wiedergeben kann. Es sorgt also für:

  • Höhere Kontrastwerte (= grösstmöglicher Unterschied zwischen Schwarz und Weiss)
  • Mehr sichtbare Details
  • Eine grössere Farbpalette als je zuvor

Das bedeutet aber nicht, dass 4K eine unwichtige Eigenschaft ist! Denn um HDR zu erleben, kommt man nicht um 4K-fähige TVs herum. Allerdings sind sich viele Experten dahingehend einig, dass HDR das Seherlebnis mehr beeinflusst als die viermal höhere Auflösung. Einmal erlebt, möchte man diese Technologie nicht mehr missen. Die riesige Farbpalette, das tiefe Schwarz, die selbst in dunklen Szenen gut sichtbaren Details – das alles fällt sofort ins Auge. Wenn du dir also einen 4K-Fernseher anschaffen möchtest, solltest du unbedingt zu einem Modell greifen, das HDR unterstützt.

Die Auswahl des neuen TVs muss gut durchdacht sein.

Was ist HDR und wie funktioniert es?

HDR hat sich in der digitalen Fotografie bereits etabliert

«Ist HDR nicht diese Einstellung, die ich bei meinem Digicam aktivieren kann, um schönere Bilder zu machen?» mögen einige an dieser Stelle fragen. Die Antwort darauf wäre: Korrekt, HDR ist kein Novum und ist in der digitalen Fotografie bereits etabliert. Das Problem bei vielen Digitalkameras besteht darin, dass Bilder oft zu dunkel (Unterbelichtung) oder zu hell (Überbelichtung) sind. Weil die meisten digitale Bilder nur aus 256 Helligkeitsstufen (also aus je 8 Bit für die Farbkanäle Rot, Grün und Blau) bestehen, können nicht so viele Helligkeitsunterschiede dargestellt werden, wie sie uns in der Natur eigentlich begegnen würden. Diese Bilder entsprechen also nicht genau dem, was das menschliche Auge sieht. Das wiederum bedeutet, dass das Bild auf uns unnatürlich wirkt.

HDR schafft Abhilfe: Die Kamera schiesst dabei kurz hintereinander mindestens drei Fotos – einmal unterbelichtet, einmal normalbelichtet und einmal überbelichtet – und verschmilzt diese Fotos zu einem einzigen Bild. Das Resultat ist ein beeindruckender Farbumfang, enorm viele Details und hohe Kontrastwerte. Dementsprechend sehen HDR-Bilder einfach fantastisch aus:

Sonnenstrahlen, Strukturen in den Wolken, Dunst über dem Wasser – mehr Atmosphäre geht nicht.

HDR für TVs? Das passt!

Technisch gesprochen möchte man bei HDR-Fernsehern die Vergrösserung des Kontrastumfangs und des Dynamikbereichs erreichen. Oder einfacher ausgedrückt: Der Unterschied zwischen dem dunkelsten und dem hellsten Punkt eines Bildes soll so gross wie möglich sein. Je feiner die Abstufung der Farben innerhalb dieses Spektrums, desto besser. Weil das sehr technisch werden kann, wird in der Vermarktung von HDR zur Vereinfachung nur von einem grösseren Farbspektrum und mehr Details gesprochen.

Zusammenfassend: HDR-Fernseher können im Vergleich zu herkömmlichen TVs noch mehr Farben sowie noch mehr Details dank hohem Kontrast darstellen. Farben wirken kräftiger, satter, aber dennoch natürlich. Letzteres vor allem deswegen, weil das gezeigte Bild eher derjenigen Realität entspricht, die unser Auge wahrnimmt. Je mehr Farben dein TV darstellen kann, umso natürlicher wirkt das Bild. Je höher der Kontrastumfang, desto mehr Details werden sichtbar.

Stell dir eine düstere, furchteinflössende Gasse und triefenden Regen vor. Dank HDR bleiben selbst bei diesen schwierigen Bildverhältnissen sämtliche Details sichtbar und werden nicht von der Dunkelheit «verschluckt». Auch in helleren Bildbereichen können mehr Einzelheiten dargestellt werden.

Macht es also Sinn, HDR bei den TVs einzuführen? Die Antwort kann nur lauten: Ja, unbedingt! Denn so wie HDR die (Digital-)Fotografie revolutionierte, eröffnet es auch den TV-Herstellern neue Möglichkeiten, tolle Bilder für das Heimkino zu erschaffen. Ein TV ohne diese Technik ist nämlich gezwungen, den eigentlich vorhandenen Kontrastumfang stark zusammen zu stauchen oder nur einen ganz beschränkten Ausschnitt davon darzustellen. Fernseher mit HDR besitzen einen viel höheren Detailreichtum: Bei Aufnahmen von Wolken ist es möglich, selbst feinste Strukturen zu erkennen. Bei «normalen» TVs gehen solche Details unter, da sie einfach überstrahlt werden.

In einer Eishöhle wirst du die spröde, kristalline Oberfläche zu jeder Zeit wahrnehmen. Selbst kleinste Details bleiben gut sichtbar und werden nicht «verschluckt» oder überstrahlt.

Unterschiedliche HDR-Formate: «HDR10» vs. «Dolby Vision»

Achtung, jetzt wird es technisch! Nicht-HDR-Bildschirme nutzen eine Farbtiefe von 8 Bit je Farbe Rot, Grün und Blau, mit jeweils 256 Helligkeitsabstufungen. Rechnet man durch, wie viele Farben sich damit darstellen lassen (256 mal 256 mal 256), ergibt das insgesamt 16.7 Millionen Farben. Klingt beeindruckend? Warte es ab!

Auf dem Markt gibt es verschiedene Formate, um HDR darzustellen, die zwei populärsten und am meisten genutzten Formate sind «HDR10» und «Dolby Vision». Der erste Hauptunterschied liegt in der Anzahl Farben, die dargestellt werden können. «HDR10» bietet eine Farbtiefe von 10 Bit, während «Dolby Vision» eine Farbtiefe von bis zu 12 Bit anzeigen kann. Mit der gleichen Rechnung wie oben erhält man somit 1.07 Milliarden Farben mit «HDR10» respektive 69 Milliarden Farben (!) mit «Dolby Vision».

Der zweite Hauptunterschied liegt in der Nutzung der sogenannten Metadaten. Damit das Bild für den Zuschauer natürlicher aussieht, muss der TV wissen, welche Pixel mit welchen Werten gemastert wurden. Blaue Bereiche brauchen beispielweise eine geringere maximale Helligkeit als grüne oder rote Bereiche. Der TV findet dieses «Wissen» in den besagten Metadaten. Bei Ultra-HD-/4K-Blu-rays sind die Informationen auf der Disc gespeichert, bei Streaming-Diensten wie Netflix in den übermittelten Daten.

Ohne diese Informationen kann das Bild unwichtige Details fälschlicherweise verstärken oder zu dunkel machen. «HDR10» überträgt die Metadaten nur einmal – also statisch – für den gesamten Inhalt. «Dolby Vision» hingegen überträgt die Daten Szene für Szene oder, wenn nötig, sogar Bild für Bild – also dynamisch. «HDR10» muss in der Metadatei folglich einen Kompromiss für den ganzen Film finden. «Dolby Vision» hat dieses Problem nicht, woraus sich ableiten lässt, dass es das bessere Bilderlebnis bietet.

«HDR10»

  • Nutzung von statischen Metadaten
  • Kontrast von 1:1 000 (1 000 Nit)*
  • 10 Bit Farbtiefe
  • 1.07 Milliarden Farben

«Dolby Vision»

  • Nutzung von dynamischen Metadaten
  • Kontrast von bis zu 1:10 000 (10 000 Nit)*
  • 12 Bit Farbtiefe
  • 69 Milliarden Farben

*vereinfacht gesagt: Je mehr Nit, desto heller die maximale Bildhelligkeit.

Man beachte die verschiedensten Rottöne der Haut sowie die zahlreichen Details hinter Mad Max.

Die «HDR10» Version ist ein klein wenig mehr rot, was zu einem etwas dunkleren Bildeindruck führt.

Woher weiss ich, welches HDR-Format der TV unterstützt?

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass meist «HDR10» gemeint ist, wenn Anbieter von HDR reden. Das Format geht auf eine Initiative der TV-Giganten Samsung, LG und Sony zurück und ist im Jahr 2015 vom Industrieverband CTA («Consumer Technology Association») verabschiedet worden. Diese Initiative verlangt, dass Fernseher, die sich mit dem HDR-Label schmücken wollen, bestimmte Werte bezüglich des Unterschieds zwischen Hell und Dunkel erreichen müssen. Dazu später mehr.

Während «HDR10» vereinfacht gesagt eine Technologie ist, deren Nutzungslizenz allen Herstellen kostenfrei zur Verfügung steht, werden bei Dolbys «Dolby Vision» Lizenzgebühren fällig. Letzteres ist mitunter ein Grund dafür, weshalb die meisten TV-Hersteller vorzugsweise auf «HDR10» setzen.

Ein anderer, vielleicht noch wichtiger Grund für «HDR10» ist wohl die Leistungsstärke der verfügbaren Bildschirme. Um das begehrte HDR-Label zu erhalten, wird bei herkömmlichen LCD-Bildschirmen eine Bildhelligkeit von mindestens 1 000 Nit und ein Schwarzwert von maximal 0.05 Nit vorausgesetzt. Bei sogenannten OLED-Bildschirmen wird hingegen eine Bildhelligkeit von «nur» 540 Nit verlangt, dafür aber ein Schwarzwert von maximal 0.0005 Nit (!). Auch hier zeigt sich wieder, dass es bei HDR um den grösstmöglichen Unterschied zwischen Hell und Dunkel geht. Um die geforderten 1 000 Nit resp. 540 Nit zu erreichen, sind die Hersteller gezwungen, neue Technologien zur Hintergrundbeleuchtung der Pixel-Panels zu entwickeln. Und das kostet Geld.

Samsungs QLED-TVs, die zur Kategorie der LCD-TVs zählen, gehören zu den derzeit hellsten Bildschirmen auf dem TV-Markt. Sie erreichen eine (durchaus beachtliche) Helligkeit von bis zu 2 000 Nit. Im Gegensatz zu Samsung setzen die meisten Hersteller bei ihren High-End Modellen auf OLED-TVs (klicke hier, um mehr über OLED-TVs zu erfahren).

Anderst als bei Samsungs QLED-Displays ist die Bildhelligkeit bei OLEDs um einiges geringer, dafür die Darstellung von «echtem» Schwarz besser (Wieder: Je grösser der Unterschied zwischen Hell und Dunkel, desto besser ist das HDR-Erlebnis). Weil OLED-TVs selten die 1 000 Nit Grenze und Samsungs QLED-TVs nicht mehr als 2 000 Nit erreichen, ist das Potenzial von «Dolby Vision» noch lange nicht ausgeschöpft. Daher macht es im Moment für viele Hersteller noch wenig Sinn, die hohen Lizenzgebühren für «Dolby Vision» in Kauf zu nehmen. Aber – keine Regel ohne Ausnahme!

Denn der OLED-Pionier LG setzt bei seinem neuen 2017-er Line-Up auf «Dolby Vision». Weil dieses HDR-Format anhand komplizierter Algorithmen im Gerät die Metadaten so interpretiert, wie sie für den Bildeindruck am besten geeignet sind – ganz gleich, wie viele Nit oder Farben das Display schafft – soll das Ergebnis auf einem OLED-TV mit 600 Nit genau so überzeugend aussehen, wie auf einem doppelt so hellen QLED-TV.

Okay, was benötige ich, um HDR zu geniessen?

Beide Verfahren («HDR10» oder «Dolby Vision») funktionieren nur, wenn das entsprechende Videosignal die benötigten Informationen tatsächlich enthält. Dein normales Live-TV sendet keine HDR-Signale, sondern «nur» Full-HD- oder 4K-Signale, da die besagten Metadaten zu gross sind. Zwar könnte das HDR-Format «HLG» («Hybrid Log Gamma») Abhilfe schaffen, doch das ist vorerst noch Zukunftsmusik. Fernseher der neusten Generation können dank «Upscaling»-Technologien erstaunlich gut Full-HD-Inhalte auf das höherauflösende 4K-Format hochrechnen.

Wieso kann man den Kontrast- oder Farbumfang nicht ebenfalls nachträglich erweitern? TV-Hersteller erklären, dass Details, die in der Übertragung fehlen, mit der heute zur Verfügung stehenden Technologie eher schlecht als recht dazu erfunden werden können. Das Resultat wären unnatürlich bunte Bilder und fehlerhafte Helligkeitsunterschiede.

Nebst einem HDR-fähigen Fernseher benötigst du also die entsprechende Quelle. Stand heute sind das vor allem 4K Ultra HD Blu-rays. Seit 2015 müssen solche Scheiben mindestens das «HDR10»-Format beherrschen. Du erkennst sie am HDR-Logo, das auf ihren Hüllen zu finden ist und an der schwarzen Hülle. Zudem braucht dein TV sowie dein 4K Ultra HD Blu-ray-Wiedergabegerät zwingend eine aktuelle HDMI-Schnittstelle mit der HDMI-Version 2.0a. Das ist übrigens auch der Grund, weshalb sich die Technik auf Altgeräten nicht per Software-Update nachrüsten lässt. Überprüfe daher das Datenblatt des Fernsehers genau, um festzustellen, wie viele der zur Verfügung stehenden HDMI-Schnittstellen auf der aktuellsten Version laufen.

Das populäre Streaming-Portal Netflix bietet ebenfalls eine durchaus beachtliche Anzahl an HDR-Inhalten – das entsprechend grosse Abo vorausgesetzt. Netflix erkennt dabei automatisch, welches HDR-Format dein TV unterstützt, und zeigt es neben der Lauflänge des Films jeweils an: «Full-HD», «HDR» (womit «HDR10» gemeint ist) oder «Dolby Vision». Obwohl die meisten HDR-Inhalte auf Netflix im «HDR10»-Format verfügbar sind, kommen immer mehr «Dolby Vision» Inhalte dazu. Tendenz: Steigend.

HDR-Quellen zusammenfassend

  • Live-TV: Eher nein
  • Streaming-Portale: Eher ja
  • Ultra-HD-/4K-Blu-Ray: Ja

Netflix unterstützt immer mehr HDR-Inhalte.

Fazit

Bei der Anschaffung eines neuen TVs entscheidest du dich also stets für die teureren «Dolby Vision»-Modelle, richtig? So einfach ist es leider nicht. Salopp gesagt ist «Dolby Vision» das HDR für Fortgeschrittene. Das Format ist so programmiert, dass es Bildschirme mit einer Helligkeit von bis zu 10 000 Nit unterstützen kann. Das Problem ist, dass die meisten TV-Bildschirme noch gar nicht so hell leuchten. Da «Dolby Vision» im Gegensatz zu «HDR10» in jedem Fall die Metadaten für das bestmögliche Bilderlebnis dynamisch interpretiert, wird es immer besser aussehen als das Konkurrenzformat – unabhängig von Nits und Farben. Darüber hinaus beherrschen sämtliche «Dolby Vision»-TVs auch «HDR10».

«Dolby Vision» ist daher zweifelsohne das Format der Zukunft. Allerdings reicht – Stand heute – «HDR10» komplett aus. Das sei hier noch angemerkt: Egal welches Format dein TV schlussendlich benutzt, HDR sieht, wenn ich mir die Ausdrucksweise erlauben darf, so oder so verdammt gut aus. Die Puristen unter uns, die trotz wenig vorhandenem «Dolby Vision»-Material schon einen kleinen Vorgeschmack auf die Zukunft erhaschen möchten, riskieren definitiv einen Blick auf LGs OLED-TVs, die «Dolby Vision» unterstützen.

Update 12.9.17

Der Vollständigkeit halber: Samsung und Panasonic werden auf das HDR-Format HDR10+ setzen. Das Format basiert auf HDR10, soll aber genau wie bei Dolby Vision auf dynamische Metadaten zurückgreifen. Bei Samsung unterstützen bereits alle Ultra-HD-Fernseher des Modelljahres 2017 das neue Format, die 2016er-TVs wurden erst kürzlich per Firmware nachgerüstet. Bei Panasonic ist noch nicht bekannt, welche TVs HDR10+ darstellen werden. Zur IFA 2017 kündigte zudem das Filmstudio 20th Century Fox seine Unterstützung für HDR10+ an. Mehr Infos erhalten wir pünktlich zur CES im Januar 2018. Quelle für HDR10+ wird zunächst nur Amazon sein, das in der Schweiz noch nicht mit einem vergleichbar grossen Angebot wie Netflix punkten kann (letzteres bietet bereits diverse Dolby Vision Inhalte an). Soll aber noch kommen. In naher Zukunft dürften UHD-Blu-rays ebenfalls HDR10+ unterstützen, allerdings ist auch hier noch nichts fix.


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Abenteuer in der Natur zu erleben und mit Sport an meine Grenzen zu gehen, bis der eigene Puls zum Beat wird — das ist meine Komfortzone. Zum Ausgleich geniesse ich auch die ruhigen Momente mit einem guten Buch über gefährliche Intrigen und finstere Königsmörder. Manchmal schwärme ich für Filmmusik, minutenlang. Hängt wohl mit meiner ausgeprägten Leidenschaft fürs Kino zusammen. Was ich immer schon sagen wollte: «Ich bin Groot.»

22 Kommentare

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User HighChargeK

Guter Beitrag! Ich hätte mir gewünscht, dass auch noch etwas vertieft auf die Kontrastwerte der TVs eingegangen wird. Die Hersteller versuchen oft den Kunden mit den dynamischen Kontrast in ihre Fänge zu ziehen, weil sie dort eine viel höhere Zahl hinbekommen als bei dem statischen Kontrast.

24.07.2017
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User Mandarb01

Niemand gibt in ihren technischen Daten Kontrastwerte an. Allerdings werden bei Monitoren noch Kontrastwerte angegeben und gute Testberichte messen sie. LCD IPS schaffen rund 1000:1 währenddem LCD VA 3000-4500:1 schaffen. OLED ist wieder etwas anderes und wird typischerweise mit 100'000:1 angegeben. Allerdings haben OLED ihre eigenen Probleme und erreichen nicht die gleiche Helligkeit. Besonders nicht wenn nicht "weiss" gemessen wird (LG OLED panels - somit alle derzeitigen TV OLED panel). Sie sind RGBW, also ein weisses Subpixel. Alles ausser weiss kann nicht die gleiche Helligkeit erreichen, ausser die Farbe wird durch Weiss-Zusatz aufgehellt.

25.07.2017
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User mikemu912

Sehr guter Artikel! Eine Frage stellt sich mir aber noch. Gibt es schon Spielkonsolen die HDR unterstützen und wenn ja welche?

25.07.2017
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User Mandarb01

PS4 (Software 4.0+) PS4 Pro, und Xbox One S (X wirds auch haben). Die HDR game Liste is noch nicht sehr lang.

25.07.2017
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User martin.heusser

Wobei es mir heute noch ein Rätsel ist, wie die PS4 HDR10 ausgeben soll, da HDR10 HDMI 2.0a voraussetzt und die PS4 nur einen HDMI 1.4b Anschluss verbaut hat. Weder Sony noch sonst eine vertrauenswürdige Quelle hat jemals erklärt, wie HDR auf der PS4 funktioniert oder dass es sich tatsächlich um einen HDMI 2.0a Anschluss handelt. Zur Game Liste in meiner Sammlung kann ich Forza Horizon 3 und Gears of War 4 zählen. Für alle mit HDR TV, holt euch BBC Planet Earth II in 4K HDR. Das ist NEXT LEVEL!

25.07.2017
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User Mandarb01

Nicht unbedingt. HDMI 1.4b ist spezifisch für 3D Inhalte kreiert worden und kann 1080p 120Hz übertragen, somit 1080p 60Hz pro Auge. Ausserdem kann bis zu RGB 4:4:4 ausgegeben werden. Die Bandbreite ist locker ausreichend für 1080p 4:4:4 10bit @ 60Hz. Maximal unterstützt 1.4b 48bit Farbtiefe (16bit Farbtiefe pro Kanal).

25.07.2017
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User taconaut

Der OLED65B6V wird auch mit Dolby Vision Unterstützung beschrieben.

24.07.2017
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User Luca Fontana

Hallo taconaut. Auf dieser Seite siehst du nur eine kleine Vorauswahl für HDR-fähige TVs. Wenn du auf «Hier findest du alle «Dolby-Vision»-TVs» klickst (gleich unterhalb der «Dolby Vision»-TVs), findest du auch den OLED65B6V. Liebe Grüsse, Luca :)

24.07.2017
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User taconaut

Hallo Luka, ich habe mir eben diesen Fernseher vor einigen Wochen zugelegt und war erstaunt ihn in der RUbrik 'Unsere «HDR10»-TVs' zu finden,. deshalb mein Kommentar. Gruss :)

24.07.2017
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User Luca Fontana

Hallo taconaut. Der 65B6V ist dort, weil er nebst «Dolby Vision» eben auch «HDR10» unterstützt. Allerdings – und darauf wolltest du vermutlich hinaus :-) – war die Idee schon, dass unter jener Rubrik TVs aufgeführt sind, die nicht auch noch «Dolby Vision» unterstützen. Daher danke ich dir für dein waches Auge ;-). Gruss, Luca

24.07.2017
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User patrickobe1

Noch ein wichtiges Detail. Wer einen Audio Video Reciever (AVR) verwendet, der muss darauf achten, dass das Dolby Vision und HDR10 Format durchgeschleift wird. HDR10 können einige, Dolby Vision noch so ziemlich gar keiner. Die neuen 2017 Modelle von Denon können dies zum Beispiel, die 2016 werden teilweise mit Firmware erweitert :(

25.07.2017
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User Anonymous

Toller Artikel - wenn er ein halbes Jahr frueher erschienen waere. Jetzt ist er einfach nur veraltet (und zudem etwas ungenau). Mit HDR10+ haben Samsung und Amazon die Luecke zu Dolby Vision mittlerweile geschlossen (weil aktuelle Dolby Vision Geraete bieten nicht die vollen Specs).

31.07.2017
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User Luca Fontana

Hallo red_trela.

Danke dir vielmals für deinen Input. «HDR10+» habe ich hier bewusst aussen vor gelassen, da ich in diesem Artikel den Vergleich zwischen zwei etablierten Standards ziehen wollte. «HDR10+» kommt, ist aber noch nicht so etabliert wie z.B. «Dolby Vision». Erstens gibt es mir noch schlicht zu wenig Referenzwerte, auf die ich mich beziehen könnte, um den Unterschied zwischen «HDR10+» und «HDR» anhand eigener Erfahrungen festzustellen und euch hier glaubhaft zu präsentieren. Zweitens gibt es mir noch zu wenig Quellmaterial für «HDR10+» zum heutigen Zeitpunkt.

Das neue Samsung Line-Up unterstützt zwar «HDR10+», das 2016er Line-Up wurde hingegen – wenn ich nicht komplett daneben liege – erst vor wenigen Wochen per Firmware-Update nachgerüstet (und auch hier gibtes unterschiedliche Aussagen zu unterschiedlichen Modellen). Ansonsten ist mir nicht bekannt, dass auch andere Hersteller «HDR10+» unterstützen. Zudem kommt, dass eine Ausgabe via HDMI erst mit HDMI 2.1 erfolgen wird. Geräte, die dies unterstützen, lassen sich an einer Hand abzählen und sind zudem noch sehr teuer in der Anschaffung. Dies, weil HDMI 2.1 für die Übertragung von 8K-Inhalten vorgesehen ist, was aber wohl frühestens mit der Produktion der 2020 stattfindenden olympischen Spielen in Tokio interessant werden könnte.

Wenn man also nicht über ein entsprechendes Gerät mit HDMI 2.1 verfügt, ist Amazon Prime die einzige Quelle für «HDR10+». Leider ist das Angebot von Amazon Prime in der Schweiz noch sehr überschaubar. Kein Vergleich zu Netflix.

Ich werde sicher zu einem späteren Zeitpunkt, wenn «HDR10+» seinem Vorgänger den Rang abgelaufen hat (und das wird früher oder später passieren, daran zweifle ich gar nicht), ein Update vornehmen. Bis dahin aber bleibt es hier bei der Gegenüberstellung von «HDR10» und «Dolby Vision». Dir nochmals danke für deinen Input :-)

Lieber Gruss, Luca

31.07.2017
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User SlimPress

Die Lizenzgebühren für Dolby Vision betragen übrigens pro TV Gerät weniger als 3 US $! Sooo viel ist das ja nicht, vor allem wenn es um Highend TV's geht die ja ein paar Tausender kosten. Bei meinem C7V sieht man den Unterschied zwischen HDR10 und DolbyVision deutlicher als hier bei MadMax!

31.07.2017
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User ms

Hallo. Könntest du mir ein paar Monitore empfehlen für einen Konferenzraum. Für powerpoint Präsentationen usw. Die Grösse sollte 55 - 65" sein. Vielen Dank.

18.10.2017
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User Luca Fontana

Hallo Ms. Da du im Konferenzraum kaum Heim-Kino betreiben wirst (wäre ja schön, nicht wahr?), sind deine Ansprüche am TV sicher nicht besonders gross. Auf folgende zwei Dinge solltest du dennoch achten:

- 4K-Auflösung (was aber ab einer Zoll-Grösse von 55” eh mehr oder weniger Standard ist)
- Hohe Bildhelligkeit (600 Nits aufwärts), da du im Konferenzraum vermutlich nicht abdunkeln kannst wie Zuhause.

Auf Grund der Helligkeit scheiden fast alle OLEDs schon mal aus. Ich würde mich also definitiv auf LCD-Bildschirme fokussieren. Konkrete Modelle aufzulisten würde den Rahmen hier sprengen, zumal ich dein Budget nicht kenne :)

Liebe Grüsse,
Luca

23.10.2017
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User ms

Hallo Luca, vielen Dank für die Antwort. Deine Antwort hat sich leider mit unerem Kauf bei Digitec gekreuzt. Wir haben und schlussendlich für den LG OLED55C7V. Wir sind mit dem Modell sehr zufrieden.

24.10.2017
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User Luca Fontana

Hallo ms. Bei diesem Modell handelt es sich um ein OLED der neusten Generation – diese kriegen tatsächlich 20-25% mehr Peak-Luminance (gemäss Testberichten) als ihre Vorgänger hin. Sprich: Die Helleigkeit bewegt sich in etwa in dem Bereich, wo die LCDs der 2016er Generation sind. Somit überrascht es mich nicht, dass ihr mit dem Modell zufrieden seid :)

24.10.2017
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User Mandarb01

Was vielleicht wichtig zum Anmerken wäre im Artikel:
Dolby Vision Filme werden mit 12bit Farbtiefe gemastert. ALLE auf dem Markt befindlichen Dolby Vision TVs haben NUR 10BIT PANELS. Der Vorteil von Dolby Vision gegenüber HDR10 ist somit nur Dynamic Metadata. ABER: HDR10 wird auch eine Dynamic Metadata Komponente erhalten. Dolby Vision ist schliesslich nur ein Vehikel für Dolby um auf dem ganzen Produktions- und Wiedergabeweg Lizenzgebühren einzuheimsen. Kameras, Mischpulte, Displays, Player, TVs.. ganz erklecklich.

25.07.2017
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