Huawei am MWC 2018: Matebook X Pro und Mediapad M5 // Update 26.02.2018
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Huawei am MWC 2018: Matebook X Pro und Mediapad M5 // Update 26.02.2018

Dominik Bärlocher
Zürich, am 25.02.2018
Huawei hat am Mobile World Congress in Barcelona vor wenigen Minuten ein neues Laptop und ein neues Tablet vorgestellt. Wir sind live dabei und haben erste Informationen zu den Geräten.

Mit Klavierklängen beginnt die Pressekonferenz in Barcelona. Der Mobile World Congress beginnt zwar erst morgen, aber einige Marken wollen unbedingt vor der Konkurrenz ihre Pressekonferenzen durchbringen. Darunter Huawei.

Richard Yu, CEO der Consumer Business Group Huaweis, betritt die Bühne. Der Chinese berichtet von einem guten Jahr für die Marke. Sie haben 153 Millionen Smartphones aus ihren Fabriken geschickt, der Umsatz ist um 30 Prozent gestiegen. Er ist stolz auf die Mate-Serie Huaweis.

Mehr als nur Smartphones

Die Mate-Serie, so weiss Yu, ist mehr als nur ein Smartphone. Denn die Matebook-Serie gehöre zu den leichtesten und schnellsten Notebooks auf dem Markt. Es scheint so, als ob ein neues Notebook vorgestellt wird.

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Eine Frau, die auf dem Slide nur «Editor» genannt wird, sei 30 Jahre alt und wolle einen grossen Screen. Videoproduzentin Stephanie Tresch und ich schmunzeln. Das sieht aus wie ein Stock Photo. Es folgen weitere Stock Photos von Marketing Personas, die Ansprüche an Geräte haben. Marketing Personas sind fiktive und abstrakte Gestalten, die bestimmte Bedürfnisse an Geräte haben. Engineers und Designer gestalten dann Geräte nach deren Willen.

Dann der Bass: Das Matebook X Pro. Es ist das erste Full View Touch Screen Notebook der Welt, sagt Richard Yu. Er trägt das 1330 Gramm schwere und 14.6 Millimeter dicke Gerät in einer Hand. Mit Leichtigkeit. Der Bildschirm nimmt 91 Prozent der Klappenfläche ein. Das heisst, dass das Matebook X Pro einen 13.9-Zoll Bildschirm hat. Bei einer Pixeldichte von 260 ppi heisst das eine Auflösung von 3000x2000 Pixel. Die Farben werden mit 450 nits Helligkeit und einem Kontrast von 1500:1 dargestellt, was laut Yu das beste Display auf dem Markt sei.

Natürlich sei der Bildschirm ein Touchscreen. Denn die Welt hat aus dem scheinbaren Scheitern der Tablets gelernt und Technologien der Geräte, die einfach nicht so recht Produktivitätsgewinne bringen wollen, in Laptops verbaut. Touchscreens auf Laptops sind aber ein Segen.

Unter der Haube hat das Matebook X Pro ein Intel Core i7 der achten Generation sowie ein intelligentes Kühlsystem. Dieses wechselt zwischen aktiver und passiver Kühlung, abhängig davon, was verbaute Sensoren dem System melden. Die GeForce MX150 Grafikkarte soll sogar Gamern Freude machen, sagt Yu. Die Laptop-Speaker sollen ebenfalls gute Qualität liefern. Mit vier Speakern. Diese sind unter der Tastatur verbaut, links und rechts je zwei. Das erlaube sogar das Verbauen eines Subwoofers und Dolby Atmos Support.

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Der Akku soll 12 Stunden Videoplayback überstehen, 14 Stunden im Büro und ich hoffe, dass du sicher letzteres nie brauchen wirst. Die Boot Times sind beeindruckend:

  • Vom Standby zum Login: 1.9 Sekunden
  • Von Hibernation zum Login: 6.6 Sekunden
  • Von Aus bis Login: 9 Sekunden

In Punkto Sicherheit setzt Huawei auf die Zwei-Faktor-Authentifizierung. Der Power Button ist gleichzeitig ein Fingerprint Scanner. Dazu das normale Windows Passwort. Die Tastatur scheint dem Apple Keyboard nachempfunden zu sein, soll also Komfort und Stil bieten. Dazu sei die Tastatur wasserdicht und du kannst mal deinen Kaffee drüberleeren.

Das besondere am Matebook X Pro ist aber die Kamera. Sie unter dem F6-Knopf versteckt, da sie oben beim Bildschirm schlicht keinen Platz hat.

Anschlüsse:

  • Ein USB-A Port
  • Zwei USB-C Ports
  • Ein 3.5 Millimeter Kopfhörer-Jack

Das Matebook X Pro unterstützt Thunderbolt 3, was bedeutet, dass es die GeForce GTX 1080-Serie unterstützt sowie schnelle Datendurchsätze. Nice.

Der Charger bietet innerhalb von 30 Minuten Ladezeit eine Systemlaufzeit von sechs Stunden.

Die versuchte Integration ins Internet of Things

Im Huawei Matebook X Pro sind die Ansätze eines Huawei Ökosystems verbaut. Mit Huawei Share können Daten zwischen Huaweigeräten ohne Grenzen ausgetauscht werden. Das Ökosystem ist voll mit Windows 10 kompatibel.

Windows 10 kommt natürlich mit Cortana, der Live-Übersetzung und all den Features, die du hoffentlich von deinem Win10 gewöhnt bist.

Das Tablet ist tot, lang lebe das Tablet

Richard Yu macht kurz Pause. Er kommt wieder, räuspert sich und zeigt das MediaPad M5. Auch hier hat Huawei die gleichen Design- und Technologieprinzipien wie beim Mate Smartphone und dem Matebook X Pro angewendet. Doch anders als bei den anderen Geräten hat das Mediapad abgerundete Kanten, auf die der Bildschirm weitergeführt wird. So wie beim Samsung Galaxy S8.

Das Android Tablet hat 280 ppi, was die Farben auf dem 82 Prozent der Oberfläche einnehmenden Screen noch lebendiger wirken lassen soll. Und ganz nett: Huawei hat einen Eye Care Mode verbaut, der deine Augen in der Dunkelheit schonen soll. Die Ohren werden aber nicht geschont, denn Yu spricht von einer "Mini Soundbar" im Gerät. Deren zwei stecken im Mediapad und so soll das Ding so richtig viel Lärm machen können, denn das Gerät unterstützt HiRes Audio.

Eine Demo des neuen Mission-Impossible-Films will aber nicht so recht beeindrucken. Denn Sound aus der Halle ist nicht wirklich Sound aus dem Tablet. Aber laut ist laut. Das soll dem Mediapad gelassen werden.

Der Datendurchsatz kann mit LTE Cat 6, also mit bis zu 300 Megabit pro Sekunde, gut und gerne mit der Konkurrenz mithalten. Richard Yu spricht auch hier die Gamer an. Und die Produktiven. Damit trifft er einen Nerv der Leute, die gerne über Tablets streiten. Es kann mit einer angekoppelten Tastatur zu einem Laptop gemacht werden. Auch ein Stylus, also ein auf dem Bildschirm funktionierender Stift, wird unterstützt.

Das Mediapad soll im März in der Schweiz erhältlich sein. Danke, Huawei, dass wir zu der ersten Welle gehören.

Weiter spricht Richard Yu über sein neues Modem. Es übertreffe die Vorgaben des 5G-Standards etwas. Dann geht Yu zum ersten Mal off script. Er findet das Modem, so gross wie ein Chip, nicht in seiner Jackeninnentasche. Er lacht, entschuldigt sich. Das Publikum lacht und Yu hat sich viele Sympathien im Publikum erhascht.

Und jetzt: Zeit für ein Hands on. Stephanie und ich packen Laptops und Kameras ein und machen uns auf in Richtung Testing Area.

MediaPad M5 (10.80", 32GB, Space Gray, 4G)
Huawei MediaPad M5 (10.80", 32GB, Space Gray, 4G)
MediaPad M5 (10.80", 32GB, Space Gray)
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Huawei MediaPad M5 (10.80", 32GB, Space Gray)
MediaPad M5 (8.40", 32GB, Space Gray, 4G)
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Dominik Bärlocher
Dominik Bärlocher
Senior Editor, Zürich
Journalist. Autor. Hacker. Ich bin Geschichtenerzähler und suche Grenzen, Geheimnisse und Tabus. Ich dokumentiere die Welt, schwarz auf weiss. Nicht, weil ich kann, sondern weil ich nicht anders kann.

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