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Sturmkind Drift: Cooles Teil, aber für mich zu teuer

Der Drift Racer von Sturmkind hat einiges auf dem Kasten. Das mit dem Smartphone gesteuerte RC-Auto simuliert die realen Fahreigenschaften eines echten Autos. Sein Heck bricht in Kurven aus, es beschleunigt schwerfälliger und der Bremsweg ist länger. Doch lohnt sich der Kauf?

Hinter Sturmkind Drift stand zu Beginn ein Tüftler. Martin Müller. Der von Modellbau begeisterte Deutsche hatte bereits 2003 den Traum, reale Autorennen in seinem Wohnzimmer zu bestreiten. Mit echten Autos und echten Fahreigenschaften. Dank den immer besser werdenden Technologien, konnte Müller im Laufe der Jahre seinen Traum je länger je mehr in die Tat umsetzen. Nach etlichen Stunden Arbeit und Unsummen von Geld später stand 2015 schlussendlich ein funktionsfähiger Prototyp. Ein Jahr später startete Müller eine Crowdfunding-Kampagne auf Kickstarter und stiess auf grosse Begeisterung. Mehr als 250 000 Euro nahm er damit ein, was ihm die Finanzierung der Serienproduktion ermöglichte.

Mein Racer wurde von Susan montiert

Von der Konstruktion über das Sounddesign bis hin zur Verpackung wird alles in Deutschland gefertigt. Sturmkind besitzt mittlerweile bereits 14 Mitarbeitende. Über ganz Deutschland verteilt sind jedoch etwa 50 Personen an der Herstellung des kleinen Racers beteiligt. Jeder dieser Racer wird von Hand montiert und verpackt. Ein schönes Extra ist dabei die im Lieferumfang enthaltene Plakette, auf welcher der oder die Monteurin deines Fahrzeuges ihr Autogramm hinterlässt.

Lieferumfang Sturmkind Drift.
Das Auto in der Mundharmonika-Schachtel.

Mein roter Flitzer aus Plastik

Der Racer besitzt einen Front- und Heckspoiler, einen Lufteinlass in der Motorhaube, einen Heckdiffusor mit Doppelrohr-Auspuffanlage und getönte Scheiben. Optisch besitzt er alles, was ein waschechter Sportwagen braucht. Sein Aussehen verspricht Tempo und Fahrspass. Haptisch gibt das Fahrzeug hingegen nicht viel her. Der zehn Zentimeter lange und vier Zentimeter breite Racer besteht komplett aus Plastik. Er ist zwar stabil und hat in meinem Test auch mehrere Crashs unfallfrei überlebt, doch bei einem Spielzeugauto dieser Preisklasse hätte ich mir ein Chassis aus Metall oder Kohlenstoff gewünscht.

Damit der Racer auf fast jedem Untergrund driften kann, besitzt er eine ausgeklügelte Mechanik zur Fortbewegung. Die vier Räder sind dabei nur Show und dienen lediglich der Dekoration. Angetrieben wird der Drift Racer von einer, sich in der Mitte des Unterboden befindenden Drehscheibe. An dieser Scheibe sind zwei gummierte Reifen befestigt, welche den Racer beschleunigen und abbremsen. Dreht sich der Teller während der Fahrt, ändert sich der Winkel des Racers. Dies hat zur Folge, dass das Heck des Fahrzeuges in Kurven ausbricht und dadurch um die Beine deines Esstisches driften kann.

Eine Software mit Potenzial

Das Interessante am Sturmkind Drift ist jedoch nicht das Fahrzeug selbst, sondern seine Software. Erst diese ermöglicht es dem Racer, waghalsige Manöver auszuführen und sich wie ein realer Sportwagen zu verhalten. Du kaufst dir daher mit dem Drift in Wahrheit kein RC-Auto, sondern ein Computerspiel. Das Fahrzeug ist dabei lediglich das Ausgabemedium.

Die Bluetooth-Verbindung zwischen dem Fahrzeug und meinem Smartphone verlief jedes Mal erstaunlich schnell und ohne Probleme. Da hatte ich schon andere Spielwaren in Gebrauch, bei denen ich mit der Verbindung halb verzweifelt bin. Es werden in regelmässigen Abständen neue Updates vom Hersteller veröffentlicht, welche in wenigen Minuten auf den Racer übertragen werden und ebenfalls problemlos über die Bühne gehen.

Die App hat meiner Meinung nach noch Verbesserungspotenzial. Zurzeit bietet sie noch zu wenige Fahrmodi und Einstellungsmöglichkeiten. Du kannst momentan zwischen freiem Fahren oder einem Rennen auswählen und dabei verschiedene Fahrassistenten ein- oder ausschalten. Zudem gibt es noch die Option, zwischen trockener und nasser Fahrbahn zu wählen. Das war’s dann aber schon. Ich vermisse hier eine Tuning-Garage, in der ich meinen Racer individuell anpassen kann. Eine grössere Auswahl an Fahrzeugen wäre ebenfalls wünschenswert, sodass ich mal mit einem Fiat 500 und dann wiederum mit einem Bugatti Chiron fahren könnte. Die Software hat also noch viel Luft nach oben.

Fazit

Der Sturmkind Drift ist ohne Frage einzigartig. Es gibt zum jetzigen Zeitpunkt nichts Vergleichbares auf dem Markt. Ich hatte beim Testen Spass mit dem Racer und bin von dessen Fahreigenschaften beeindruckt. Jedoch muss ich zugeben, dass der Fahrspass nicht lange andauerte. Nach der zehnten oder zwanzigsten Fahrt hatte ich den Dreh raus und nach ein paar Runden in meinem Wohnzimmer kam keine Abwechslung mehr auf. Die Software hat jedoch grosses Potenzial. Wenn der Hersteller die App weiterentwickelt und neue Fahrmodi oder virtuelle Fahrzeuge hinzufügt, wird vermutlich auch der Fahrspass wieder zurückkehren. Ich finde den Racer von Sturmkind ein cooles Produkt, doch zum jetzigen Zeitpunkt liefert es mir zu wenig für diesen doch eher hohen Preis. Bist du ein Fan von ausgefallenen und speziellen RC-Fahrzeugen oder Gadgets, dann wirst du bestimmt deine Freude am Sturmkind Drift Racer haben. Bist du jedoch wie ich kein grosser RC-Sammler oder -Enthusiast, rate ich dir vom Kauf ab. Dafür ist der Preis zu hoch.

  • Drift Racer (Bürstenmotor, LiPo, 1:43)
  • Drift Racer (Bürstenmotor, LiPo, 1:43)
  • Drift Racer (Bürstenmotor, LiPo, 1:43)
CHF 174.–
Sturmkind Drift Racer (Bürstenmotor, LiPo, 1:43)
Appgesteuertes Drift Auto welches reagiert und fährt wie das originale Vorbild. Männerträume Made in Germany.
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  • DRIFT Racer (Bürstenmotor, LiPo, 1:43)
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Sturmkind DRIFT Racer (Bürstenmotor, LiPo, 1:43)
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User

Ramon Schneider, Zürich

  • Junior Editor
Auf dem Motorrad geniesse ich meine Freiheit, beim Angeln wecke ich meinen Jagdinstinkt und hinter der Kamera lasse ich meiner Kreativität freien Lauf. Bezahlt werde ich dafür, von früh bis spät mit Spielwaren Humbug zu betreiben.

12 Kommentare

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User luberg

"Video unavailable
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FYI

23.10.2018
User Ramon Schneider

Danke für den Hinweis. Ich habe das Video entfernt.

23.10.2018
Antworten
User fabio_colbrelli

Super Idee denke es funktioniert auch super aktuell gibt es eine Aktion auf der Herstellerwebseite für 150Euro, da neue Racer bald rauskommen... Finde es leider auch zu teuer, 100 - 140.- CHF würde ich dafür ausgeben...

23.10.2018
User Frankie89

Ich hab meinen im Februar noch für CHF 230 gekauft (Digitec) :(
Einmal gebraucht und jetzt steht das Dingens in der Ecke und dient nur noch als Deko.

23.10.2018
User @instadroned

Dann verkauf es doch über die Verkaufsfunktion von Digitec ;) Jetzt mit Titelseiten Promotion von dem Produkt holst du sicher nen guten Preis raus.

23.10.2018
Antworten
User BahadirM

Sag doch nicht "auf (fast) jedem Untergrund"... Man sieht ja dass es nur auf "flachem" Untergrund fahren kann...

23.10.2018
User MakeAppsNotWar

Das bezieht sich wohl eher aufs Material. Glas, Plastik...

27.10.2018
Antworten
User ronn

Es wird alles in Deutschland produziert. Und hier wird sich beschwert, dass der Preis zu hoch sei? Alle wollen so wenig wie möglich Waren aus China oder Fernost kaufen. Es soll sogar Leute geben, die sich über solche Billigwaren beschweren!! Jetzt hat ein Start up ein gutes Produkt auf dem Markt gebracht und produziert in Eruropa, dass das nicht für 50,- CHF gibt ist eine Riesensauerei. (Achtung Ironie :-)

23.10.2018
User bkeleanor

Naja, es liegt am Verkäufer abzuklären ob ein Produkt mit dem Preis überhaupt eine Chance auf dem Markt hat. Für mich ist es zuviel, es mag aber durchaus sein das sie Erfolg haben. Ich würde es ihnen gönnen.

24.10.2018
Antworten
User davidxolus

Musste mir gleich einen mit Turbolader bestellen...gute Werbung digitec, gute Werbung ;)

23.10.2018
User bkeleanor

Tolle Idee sieht richtig cool aus wie der so driftet. Der Preis ist aber jenseits von bezahlbar und die smartphone steuerung ist auch seltsam. entweder hast du ein handy game und schaust auf den bildschirm oder du siehst dem auto zu wie es driftet. vorallem wenn die die software weiter zu einem "game" erweitern wollen, dann müsste das auto vielleicht noch eine kamera drin haben damit man auch auf dem bildschirm sehen kann wo ich hinfahre.

23.10.2018
User miromasina

man schaut nicht aufs händy weil es die fernsteuerung ist ^^ das telefon ist eingabegerät und der racer und rennstrecke ist der bildschirm, die spieloberfläche mal nicht nur visuell spielen wie heutzutage alle pysisch zum anfassen. Ein start up das es irgendwie trotz bilig china produktion zumindest ein wenig geschafft hat.
HUT AB! Dr!ft Racerz.

18.12.2018
Antworten