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Sony Bravia A1 – Sonys erster OLED-TV im Test

Selten habe ich mich so schnell in einen TV verguckt wie in den Bravia A1. Der erste OLED-TV von Sony punktet mit edlem Design, ein beinahezu makelloses Bild und dem vielleicht fortschrittlichsten Prozessor auf dem Markt. Ich habe das Referenz-Modell ausgepackt und gründlich angetestet.

Schnaufend wische ich mir die Schweissperlen von der Stirn. Der grosse OLED-TV von Sony ist nicht gerade leicht und forderte Senior Editor Dominik Bärlocher und mir einige derbe Flüche ab, als wir das 29.8 Kilo schwere Ding aus seiner Verpackung zogen und im kleinen Sitzungszimmer aufbauten. Nicht gerade die ideale Testumgebung, zugegeben, aber für unseren Test muss es reichen.

«Sir? Wir nehmen den Fernseher jetzt unter die Lupe. Over and Out.»

Sonys erster OLED-TV

Viele Hersteller wetteifern um den besten OLED-TV im Haifischbecken. Ironischerweise kommt das OLED-Panel bei allen aus derselben Fabrik. Dass sich die TV-Marken dennoch so unterscheiden, liegt an der unterschiedlichen Verarbeitungsqualität, am Design, am Klang, an der Aufbereitung des Bildes oder an der individuellen Ausstattung und dem Betriebssystem. Ein paar Beispiele: Wozu ein gutes Panel, wenn der Prozessor die Bilder nicht sauber aufbereiten kann? Würde ich viel Geld ausgeben für ein hochwertiges Gerät, wenn es nicht schön aussehen würde? Und am besten soll die Mattscheibe auch leicht zu bedienen sein, niemand möchte sich graue Haare wachsen lassen wegen einem zähen Betriebssystem.

Du siehst: Am Schluss zählt einzig und allein das Gesamtpaket.

Der Test beginnt

Sein neues Flaggschiff nennt Sony «Bravia A1». Du kriegst es in 77, 65 oder 55 Zoll. Bevor ich dazu komme, den TV einzuschalten, beeindruckt mich das Äussere. Der TV ist nämlich hochwertig verarbeitet, besitzt eine Metallrückwand mit Stoffbespannung und kommt auch von der Seite oder von hinten sehr ansehnlich daher.

Beeindruckendes Design

Dass der Fernseher so fantastisch aussieht, liegt am flachen «One Slate» Design. Standfuss und Lautsprecher verschwinden, weil der Fernseher nicht auf einem Standfuss steht, sondern sich an eine Halterung anlehnt. Sony nennt diese daher «Rückstandfuss». Was mit den Lautsprechern passiert ist, erkläre ich noch. Von vorne betrachtet sieht man also nur das pechschwarze Display, was auch an der extrem dünnen Bauweise liegt. Der Rahmen, der das OLED-Panel umfasst, ist nur wenige Millimeter dick. Damit gelingt Sony das, woran viele Hersteller scheitern: Die Konzentration auf das Wesentliche – dem atemberaubenden Bild.

Der Rückstandfuss mit Stoffabdeckung
Auch von hinten sauber und elegant verarbeitet.

Also, keine Lautsprecher im Panel? Und wo ist die ganze Elektronikeinheit hin? Auch dafür hat man beim japanischen Riesen eine ausgeklügelte Lösung parat. Die ganze Rechenleistung wandert nämlich in den Rückstandfuss.

Extrem dünner Rahmen dank OLED-Panel.
Der TV stützt sich am Rückstandfuss ab.

Überraschend guter Sound dank innovativer Technologie

Ebenfalls im Rückstandfuss untergebracht: Der Subwoofer. Richtig gelesen. Der Bravia A1 kommt mit einem eingebauten Bass daher.

«Acoustic Surface» überrascht mit toller Soundqualität

Falls du dich fragst, ob der restliche Sound ebenfalls aus dem Rückstandfuss kommt, kann ich dich beruhigen. Sony setzt hier auf das sogenannte «Acoustic Surface». Die Technologie ist nicht gänzlich neu, einen der ersten Prototypen gab es bereits vor über zehn Jahren. Allerdings war die Technologie noch unausgereift und das Ergebnis äusserst bescheiden. Sony hat an der Technologie weitergetüftelt und sie für ihren OLED salonfähig gemacht.

Und so sieht’s heute aus: In einem schmalen Balken an der Rückwand des TVs werden vier sogenannte Exciter verbaut. Sie sind klein, rund, und kleben von hinten direkt am Panel. Sie versetzen, anders als gewöhnliche Lautsprecher, nicht die Luft, sondern das Panel selbst in Schwingung. So sieht ein Exciter übrigens aus, falls du nicht weisst, was es ist. Weiter unten findest du auch ein kleines Video, das veraunschaulicht, wie die Technologie funktioniert.

Natürlich bin ich gespannt, was der Sound taugt, und habe deshalb zum Test die neuste Verfilmung von «Kong: Skull Island» in den 4K-Blu-Ray-Player geschmissen. Ganz ehrlich? Ich bin ich positiv überrascht, weil ich einen so ordentlichen und klaren Ton ohne externes Sound-Wiedergabegerät nicht erwartet hätte. Die ausgewogene Dynamik in den grossen Action-Szenen des Films ist toll, und auch der Bass macht sich angenehm bemerkbar.

So funktioniert laut Sonys Werbe-Video «Acoustic Surface».

Der TV-Sound im Vergleich zur Soundbar

Sicher, an meine Sonos Playbar, die bei mir Zuhause für den nötigen Rums sorgt, kommt die Akustik des Sony TVs nicht ran. Der Sound ist ausgewogen und dynamisch, aber nicht richtig laut. Und auch wenn der Subwoofer stolz und gut hörbar vor sich hinbrummt, kommt er nicht ganz so tief ins Bassgewölbe hinunter wie eine hochwertige Playbar.

Dennoch, das harmonische Klangbild des OLED-TVs hebt sich von allem ab, was ich bisher bei TV-Lautsprechern erlebt habe. Und das recht deutlich. Mit einer gängigen Soundbar hält Sonys Soundsystem locker mit.

Trotz Schwingungen keine Ruckler

Erstaunlich ist, wie die Stimmen teilweise direkt aus den Mündern der Darsteller zu kommen scheinen (und nicht einfach aus dem «Nichts» des Bildschirmes). Der fortschrittliche Chip, auf dem ich noch zu sprechen komme, steuert den Sound recht intelligent auf die jeweiligen Exciter hinter dem Panel. Dadurch entsteht eine tolle Räumlichkeit. Alles in allem muss ich sagen: Doch, ich bin angenehm überrascht.

Übrigens: Obwohl das Panel zum Schwingen angeregt wird, bleibt das Bild absolut stabil. Du kannst zwar die Vibration des Panels ganz leicht spüren, wenn du es anfasst, aber im Bild definitiv nicht sehen. Sorgen, dass dir der Fernseher vom Tisch runteruckelt, sind hier also unbegründet.

Kann das Bild mithalten?

Ich fasse zusammen. Der A1 sieht toll aus und klingt mindestens genau so gut. Zum gelungenen Gesamtpaket fehlt noch das Wichtigste – das Bild.

Der Prozessor als Ass im Ärmel

Laut Sony hängt die exzellente Bildqualität eng mit dem «X1 Extreme»-Prozessor zusammen. Der Chip zeichnet vor allem für die Bildaufbereitung verantwortlich und verfügt über «X-Reality Pro 4K». Was nach einem nichtssagenden Marketingbegriff klingt, steht in Wirklichkeit für eine exzellente Bildverarbeitung, die Full-HD-Inhalte sauber hochskaliert, Rauschen unterdrückt und das Bild von Artefakten säubert.

Kontraste, Farben und das perfekte Schwarz

Laut Hersteller lag der Fokus bei der Entwicklung des Chips auf der intelligenten Nachschärfung von Objekten. Flächen werden dabei vom unbeliebten Banding befreit. In meinem Test probiere ich das gleich am Film «Passengers», den ich ganz zufällig dabei habe, aus.

Mit «Passengers» möchte ich einen Blick auf die Schwarzwerte und mögliches Banding werfen.

Das Raumschiff schwebt durch das dunkle Vakuum des Weltalls und rast im Autopilot-Modus durch ein Asteroidenfeld. Das sieht nicht nur verdammt cool aus, sondern gibt mir die Möglichkeit, einen genauen Blick auf das tiefe Schwarz, das bei OLED-TVs so typisch ist, zu werfen. Besonders genau beobachte ich, ob die kleinen Lichtpunkte, die weit entfernte Sterne darstellen, sich vom Schwarz rundherum abheben oder eine Art Heiligenschein besitzen. Das Bild ist makellos. Keine Aura, kein Banding, kein Rauschen.

Ein bisschen begeistert bin ich schon.

Schwarz ist hier wirklich schwarz. Unschöne Grauschleier sind weit und breit nicht zu sehen.

Aber auch hellere Szenen überzeugen durch satte Farben und ausgewogene Kontraste. Das bemerkte ich übrigens auch beim Film «Kong: Skull Island», wo der Schauplatz mal eben von einem grellen Strand in einen dichten, sepiafarbenen Dschungel wechselt. Laut Hersteller erreicht Sonys OLED eine Helligkeit von bis zu 700 Nits, was gerade für einen OLED-TV ein sehr guter Wert ist. Deinem Filmgenuss in einer helleren Umgebung steht somit nichts im Wege.

Die Kontraste sind umwerfend und bieten satte Farben.

Schnelle Kameraschwenks – etwa, wenn der grosse Affe mit Bäumen die angreifenden Hubschrauber abzuschiessen versucht – bleiben jederzeit scharf und ruckeln kein bisschen. Unschönes Schmieren? Fehlanzeige. Die Bewegungsdarstellung ist, verglichen mit anderen OLEDs, die ich selber angetestet habe, aussergewöhnlich gut. Interessant für Gamer: Externe Tests messen einen Input-Lag von ungefähr 42 ms bei Full-HD-Inhalten, bei 4K-Inhalten sollen es sogar nur 30 ms sein. Ich selber konnte das leider nicht überprüfen.

Bewegungsunschärfen sind auch in schnellen Action-Szenen nicht zu sehen.

Ausstattung, SmartTV, und so?

Ich nähere mich dem Ende meines Tests. Zum Schluss noch ein paar Worte zu Ausstattung und Betriebssystem.

Die Ausstattung

Die Elektronik des OLED-TVs befindet sich zusammen mit dem Subwoofer im Rückstandfuss. Dort befinden sich auch sämtliche Anschlüsse, unter anderem 4x HDMI, 3x USB, 1x LAN-Port, 1x AUX und 1x Digital Audio Out.

Die Anschlüsse sind im Standbein verbaut.

Der Standfuss kann für eine Wandmontage ganz eingeklappt werden, auch wenn eine Zero-Gap-Wandmontage – also das Montieren des TVs ohne Spalte zwischen Gerät und Wand – so leider nicht möglich ist. Wer sich aber für den Kauf des Bravia A1 entscheidet, wird es auch getan haben, weil das Gerät von allen Seiten gut aussieht. Und den Fernseher dann eher nicht an die Wand nageln wollen.

Betriebssystem von Android und klassische Fernbedienung

Der Sony A1 läuft mit Android OS. Das Betriebssystem hat für meinen Geschmack gut und schnell geladen. Der Aufbau des Menüs ist schick und übersichtlich. Apps wie Netflix oder Youtube liefen stabil. Überhaupt, dank Anbindung am Google PlayStore ist die Fülle an verfügbaren Apps vermutlich so gross wie bei keinem anderen Hersteller. Mit der mitgelieferten Fernbedienung war das alles recht anständig bedienbar. Alles in allem gibt es wenig bis fast keine Beanstandungen von meiner Seite aus.

Die mitgelieferte Infrarot-Fernbedienung kommt recht klassisch daher. Sprich: Man verzichtet angenehmerweise auf überflüssigen Schischi wie Touch-Display oder Richtungssensor. Und sie hat – wait for it – Tasten!

So reich an Tasten – das ist man sich kaum noch gewohnt.

Fazit

Ich glaube, ich bin verliebt. Oder wenigstens ein bisschen verknallt. Das liegt am Design, das schlicht, aber elegant ist, und dabei den Fokus auf das Kernstück eines TVs legt – dem Bild. Dass der Fernseher nicht auf einen Standfuss steht, sondern daran abgestützt wird, ist eine schicke Abwechslung zum Mainstream-Design.

Dank «Acoustic Surface» erlebst du einen Fernseh-Sound, der viele Soundbars locker in die Schranken weist. Hier wird das Panel selbst zum schwingen gebracht, und sorgt zusammen mit dem Subwoofer im Rückstandfuss für beeindruckenden Sound. Ein komplettes 5.1 Surroud-System ersetzt die ausgeklügelte Technologie allerdings nicht.

Der Bravia A1 von Sony vereint extrem hohe Kontraste mit einem sehr guten Betrachtungswinkel und bringts auf eine für die OLED-Technologie sehr gute Helligkeit von 700 Nits, was auch für hellere Räume absolut ausreichend ist. Der fortschrittliche «X1 Extreme»-Prozessor unterdrückt Bildrauschen, optimiert Kontraste und sorgt für ein ausgezeichnetes Upscaling. In meinem Test zeigte sich selbst bei winzigen, kleinen Lichtpunkten in einem Meer von Schwarz kein geringstes Anzeichen von Banding. Grosses Kino!

Die Ausstattung kann sich ebenfalls sehen lassen, und dank Android OS und Anbindung am Google PlayStore bietet der Sony A1 eine riesige Palette an verfügbaren Apps.

Kurz gesagt: Der Sony A1 ist ein echtes Referenz-Gerät im High-End-Bereich.


KD-77A1 (77", 4K, Android OS, OLED)
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Sony KD-77A1 (77", 4K, Android OS, OLED)
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KD-65A1 (65", 4K, OLED)
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Sony KD-65A1 (65", 4K, OLED)
Der erste Sony OLED-TV. Ein Designstück mit überzeugendem Sound und beeindruckender Bildqualität. 4K-Bildauflösung gepaart mit HDR- und OLED-Bildqualität.
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KD-55A1 (55", 4K, Android OS, OLED)
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Sony KD-55A1 (55", 4K, Android OS, OLED)
Der erste Sony OLED-TV. Ein Designstück mit überzeugendem Sound und beeindruckender Bildqualität. 4K-Bildauflösung gepaart mit HDR- und OLED-Bildqualität.
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Luca Fontana

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Abenteuer in der Natur zu erleben und mit Sport an meine Grenzen zu gehen, bis der eigene Puls zum Beat wird — das ist meine Komfortzone. Zum Ausgleich geniesse ich auch die ruhigen Momente mit einem guten Buch über gefährliche Intrigen und finstere Königsmörder. Manchmal schwärme ich für Filmmusik, minutenlang. Hängt wohl mit meiner ausgeprägten Leidenschaft fürs Kino zusammen. Was ich immer schon sagen wollte: «Ich bin Groot.»

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