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ComputingReview 38

Nest Cam IQ: Hält sie, was versprochen wird?

Die Nest Cam IQ Indoor ist seit zwei Wochen bei mir installiert. Ich wollte herausfinden, ob das Produkt hält, was versprochen wird. Denn die Firma Nest Labs behauptet auf viel Komfort zu setzen. Ob dem tatsächlich so ist, erfährst du hier.

Nest Labs gehört seit Februar 2018 zur Hardware-Abteilung von Google. Die Firma ist auf Heimautomatisierung und Heimsicherung spezialisiert. Im oberen Preissegment positioniert, sollen Produkte von Nest Labs einen hohen Standard bieten und überaus User-freundlich daherkommen.

  • Cam IQ
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CHF 349.–
Nest Cam IQ
Nest Cam IQ sorgt für gestochen scharfe HD-Videos und kann anhand ihrer hochentwickelten Algorithmen Personen in deinem Zuhause entdecken, dir Warnungen senden und an Personen heranzoomen.
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Die wichtigsten Eigenschaften der Kamera:

  • 1080p-Videoqualität
  • 4K-Sensor mit 12-fachem digitalem Zoom
  • Nachtsichtfunktion dank integrierter Infrarotbeleuchtung
  • Automatische Erkennung und Identifizierung von Personen
  • 2-Wege Audio (Aufnahme und Wiedergabe / Gegensprechfunktion / intelligente Sound-Erkennung)
  • 6-Kern Prozessor
  • Google Assistant
  • Clouddienste (mit rudimentären Funktionen gratis, Premiumdienste kostenpflichtig)
Die Verpackung enthält nur, was auch benötigt wird.

So weit, so gut. Als erstes habe ich mir die Verpackung angeschaut. Sie kommt schlicht und funktional daher, der Inhalt aufgeräumt und übersichtlich. 300 seitige Handbücher oder ewig lange Garantieerklärungen sind nicht dabei. In der Verpackung finden sich die Kamera, ein Netzteil, ein Stromkabel (USB-C Kabel) und ein Quick-Start-Guide. Im Guide wird man auf die Apps im Google Play Store und Apple App Store verwiesen.

Die Nest-App

Wenn du die App zum ersten Mal startest, wirst du vom Install-Wizard gefragt, ob du neu bist und eine Kamera installieren möchtest. Schritt für Schritt erstelle ich einen Benutzer, füge die Angaben zu meinem WLAN-Netz hinzu und binde die Kamera ein. Der Wizard ist sehr intuitiv zu bedienen, alles klappt auf Anhieb. Nun fehlen nur noch Detaileinstellungen.

Die Startansicht der App wirkt übersichtlich und aufgeräumt. Hier kannst du die Kamera so einstellen, dass sie sich automatisch ausschaltet wenn man zu Hause ist und sich einschaltet, sobald man eine bestimmte Distanz erreicht hat. Dies bedingt allerdings, dass man die Ortungsdienste permanent im Hintergrund laufen lässt.

Die Nest-App ist schlicht und übersichtlich gehalten.

Mehr gibt es auf der Startseite der App nicht zu konfigurieren oder sehen. Da ist dann lediglich noch eine schwebende Wettermeldung. Und natürlich die Übersicht deiner Kameras.
Gehst du in die Einstellungen, kannst du Benutzer für die Kamera definieren. Ausserdem kannst du festlegen, welche Gesichter erkannt werden sollen. Fügst du ein Gesicht hinzu, wird dieses künftig keine Alarme mehr auslösen.

Klickst du auf eine deiner Kameras, kannst du deren Verlauf abrufen, Aufnahmen ansehen und Clips speichern.

Clouddienste

Eines muss ich vorwegsagen; ich bin kein Fan von Zusatzdiensten, welche in einem wiederkehrenden Zeitabstand bezahlt werden müssen. Deswegen habe ich kein Abonnement für die Clouddienste abgeschlossen. Die Premiumfunktionen können übrigens für 30 Tage mit aktiviertem 5-Tage-Videoverlauf getestet werden (Trial-Version).

Die Clouddienste bieten:

  • Videoverlauf (Abonnement-abhängig: drei Stunden gratis, ansonsten 5, 10 oder 30 Tage)
  • Videoaufzeichnungen rund um die Uhr (nicht in Gratis-Diensten enthalten)
  • Intelligente Warnungen
  • Clips und Zeitraffer
  • Definieren von Alarmbereichen

Wenn du Premium-User bist, erhältst du detailliertere Benachrichtigungen und Aufzeichnungen können direkt in der Cloud gespeichert werden. Je nach Abonnement bekommst du einen 5-, 10- oder 30-tägigen Videoverlauf.

Benutzt du die Gratis-Clouddienste, kannst du nur die jeweils letzten drei Stunden Aufnahmematerial ansehen. Aufzeichnungen können nicht in der Cloud gespeichert werden (lediglich lokales Speichern ist möglich). Der Umfang ist also relativ mager in Anbetracht der hohen Anschaffungskosten der Kamera. Hier hat die Konkurrenz, beispielsweise Netgears Arlo, die Nase klar vorn.

Die Kamera im Einsatz

Die Kamera selbst zeigt sich nach dem Aufstellen schlicht und unscheinbar. Lediglich eine kleine grüne LED zeigt, ob sie aktiv ist oder nicht (Kann ausgeschaltet werden). Dank dem langen Kabel, kann sie auch an weiter weg gelegenen Stellen aufgestellt werden. Nervig ist lediglich, dass das Netzteil so klobig ist, dass keine anderen Steckdosen daneben Platz haben.

Doch wie verhält sich die Kamera in der Praxis?
In den ersten Tagen kam es vor, dass mir Geräusche gemeldet wurden, wenn ich Tagsüber das Fenster offen liess. Ausserdem erhielt ich in den ersten Betriebsstunden einige Meldungen von erkannten Gesichtern (meines natürlich und das meiner Freundin). Nach dem Bestätigen, dass es sich um bekannte Gesichter handelt, hörten die Meldungen auf. Geräusche meldet die Kamera jedoch nach wie vor, man kann dies jedoch abstellen. Welche Geräusche gemeldet werden, kann ebenfalls eingestellt werden: Sollen beispielsweise nur Stimmen, oder Sprache gemeldet werden, oder auch Geräusche.

Wie ist die Benutzung der Kamera in der App?
Da ich das Abonnement im Trial-Modus teste, kann ich mir die Aufnahmen der letzten fünf Tage anschauen. Danach werden es nur noch drei Stunden sein. Auf dem Kamerascreen kannst du vor- und zurückspulen, indem du auf dem Display hoch- und runterwischst. Weiter kann man alle Personen, welche gesichtet wurden als Re­sü­mee anschauen. Ausserdem lässt sich nach Events sortieren und nach Ereignissen filtern (Geräusche, Personen und Bewegungen).

Bist du zuhause, schaltet sich die Kamera automatisch aus.

Falls du möchtest, lassen sich auch Zonen definieren, welche auf die oben genannten Ereignisse reagieren. Nicht markierte Bereiche werden dann ignoriert.

Fazit

Die Nest Cam IQ funktioniert während dem Testen tadellos. Sie tut, was sie tun soll und stört dank schlichtem Design auch nicht optisch.
Nachdem sich die Kamera nach ein paar Tagen selbst «geeicht» hatte, lief sie ruhig sowie ohne unnötige Meldungen. Sie war stets erreichbar. In Sachen Reaktionszeit messe ich ca. drei Sekunden, bis das Livebild auf dem Smartphone erscheint.

Das grösste Manko der Cam ist meiner Meinung nach der Service. Um den hohen Preis des Geräts zu rechtfertigen, könnte man im Basispaket ruhig mehr als nur drei Stunden Aufnahmezeit bieten. Auch wenn das Gerät an sich hochwertig ist und auch der dahinterstehende Algorithmus seine Arbeit bestens tut.
Daher empfehle ich jedem, der keine zusätzlichen Service-Kosten auf sich nehmen möchte, ein alternatives Produkt mit mehr Gratis-Funktionen zu kaufen.

Scheust du dich aber nicht vor monatlichen Mehrkosten, wird dich die Nest Cam IQ sehr glücklich machen.

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User
Kurz gesagt; ich mag Technologie und bin gerne mitten im Geschehen. Wo wäre ich besser aufgehoben als bei digitec?

3 Kommentare

3000 / 3000 Zeichen

User david.schmidt

Gibt es überhaupt eine Firma die Überwachungskameras anbietet ohne irgendwelche Zusatzangebote noch dazu zu verkaufen? Es würde mich einmal interessieren einen Vergleich zu sehen welche Kamera was anbietet mit den Grundfunktionen (Wie lange die Aufnahmen gespeichert werden, intelligente Warnung etc)

21.06.2018
User Quentin Aellen

Grundsätzlich haben die meisten Zusatzangebote, das ist das Geschäftsmodell. Es gibt allerdings manche mit mehr "Gratisdienste" als andere. Nest hatte bereits Kritik geerntet, als sie am Anfang nur 10.- Paket lieferten. Nun haben sie noch die 5.- Version ins Sortiment aufgenommen. Ich finde die kostenlose Variante hätte etwas mehr verdient. Alternativ kann man mit manchen Kameras die Aufnahmen auch Lokal abspeichern, auf einem NAS zum Beispiel

21.06.2018
User kaleidoskop

Nun. Netatmo hat ne interne Speicherkartr und gute Gesichteten unglaublich.. Kann ich sehr empfehlen, saubere Sache.

21.06.2018
Antworten