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AudioReview 47

MW07: Hochwertige True-Wireless-Ohrhörer mit kleinen Makeln

True-Wireless-Ohrhörer werden immer populärer. Neu mischt auch Master & Dynamic mit. Mit den MW07 liefert der Hersteller aus New York solide Design-Ohrhörer ab, die aber ein paar Schwächen aufweisen.

Wow, sitzen die bequem, denke ich, als ich die MW07 zum ersten Mal in meine Ohren drehe. Die Dinger fühlen sich echt wohlig an. Wie’s wohl mit der Klangqualität aussieht? Ich höre mir «Stepping Stone» von Eminem an. Ohrhörer haben meistens die Tendenz dazu, den Fokus auf den Bass zu legen, um über Schwächen bei den Mitten hinwegzutäuschen. Und «Stepping Stone» ist sehr basslastig.

  • MW07 (In-Ear, Steel Blue Acetate)
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Master & Dynamic MW07 (In-Ear, Steel Blue Acetate)

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Die Hörer bringen tatsächlich mächtig Wums rüber. Ich empfinde den Klang von Werk weg als etwas Dumpf. Ich muss mit meiner Equalizer-App die Tiefen etwas rausnehmen. So gefällt mir der Klang recht gut. Die Melodie und die Stimme von Eminem nehme ich jetzt besser wahr.

New-Yorker-Kopfhörerschmiede

Master & Dynamic sagt dir nichts? Mir auch nicht – bis ich die MW07 in den Händen halte. Jetzt habe ich die New Yorker aber definitiv auf dem Schirm. 2014 gründete Jonathan Levine das Unternehmen. Er liess sich von den Audio-Geräten seiner Söhne inspirieren und wollte ein Produkt entwickeln, das ikonisch, langlebig, und zeitlos ist. Die diversen Hörer von Master & Dynamic sind ein Mix aus Retro- und Zeitgenössichem-Design. So auch die MW07.

Was gibt’s fürs Geld?

Mit knapp 320 Franken sind die Ohrhörer von Master & Dynamic eher in der oberen Preisklasse für True-Wireless-Hörer angesiedelt. Hardware-technisch kriegst du dafür aber einiges. Da wären einerseits die Ohrhörer mit 10 mm Beryllium-Treiber und einem Gehäuse aus Acetat. Dieses Material wird häufig bei Brillenfassungen verwendet und ist sehr leicht. Hinzu kommen eine Stahl-Ladebox, ein Beutel für die Ladebox, fünf Silikon-Ohrstöpsel sowie zwei Silikon-Wings. Damit lassen sich die Ohrhörer individuell anpassen.

Für die Ladebox gibt es noch einen Beutel.

Die Ladebox verfügt über einen USB-C Anschluss, was in Bezug auf die Kompatibilität mit anderen mobilen Geräten optimal ist. Im Gegensatz zur Konkurrenz lädst du die Ohrhörer nicht nur zweimal, sondern dreimal mit einer vollen Ladebox. Die voll geladenen Hörer sollen bis zu 3.5 Stunden halten, was dir gesamthaft 14 Stunden Laufzeit gibt. In meinem Test bin ich nie auf diesen Wert gekommen. Nach maximal 2.5 Stunden musste ich die Ohrhörer wieder in der Box laden. Dafür ist das Case schnell geladen. Nach einer Viertelstunde bereits zu 50 Prozent und nach etwa 40 Minuten zu 100 Prozent. Auch die Ohrhörer sind in der Box schnell geladen, nach etwa einer Viertelstunde hast du Akku für eine Stunde.

Die Ladebox zieht Fingerabrücke magisch an.

Bei der Konnektivität setzt Master & Dynamic auf Bluetooth 4.2 und aptX. Zwischen den Ohrhörern kommt Near Field Magnetic Induction (NFMI) zum Einsatz. Diese Übertragungstechnologie verbraucht wenig Strom und beisst sich nicht mit Bluetooth und Wi-Fi. Selbstverständlich gehört auch noch ein Mikrofon für die Kommunikation dazu.

Die IPX4 zertifizierten – also gegen Spritzwasser geschützten – MW07 sind bei digitec in drei verschiedenen Farbvarianten erhältlich. Nebst meinen Testhörern in Steel Blue gibt’s sie auch noch in Grey Terrazzo und Tortoiseshell.

  • MW07 (In-Ear, Grey Terrazzo Acetate)
  • MW07 (In-Ear, Grey Terrazzo Acetate)
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Master & Dynamic MW07 (In-Ear, Grey Terrazzo Acetate)

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  • MW07 (In-Ear, Tortoiseshell Acetate)
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Master & Dynamic MW07 (In-Ear, Tortoiseshell Acetate)

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Weiter mit etwas Musik

Nachdem ich jetzt weiss, dass ich für meinen Geschmack auf einen Equalizer angewiesen bin, höre ich mir etwas mehr Musik an. Da mir der Bass gleich zu Beginn etwas negativ aufgefallen ist, wähle ich ein Lied, das von tiefen Frequenzen lebt. «Paper Trails» von Darkside beansprucht die Treiber in tiefen Frequenzen stark, währenddem sie auch bei den Mitten ordentlich zu tun haben.

Mit Werkseinstellungen überschlagen die Treiber und können kein klares Klangbild erzeugen. Mir sind die Tiefen so zu wenig nuanciert und die Mitten kommen nicht richtig zur Geltung. Deshalb versuche ich es mit dem Equalizer. Nehme ich die Tiefen etwas zurück, ergibt sich schlagartig ein anderes Bild. Die feinen Unterschiede bei den Tiefen sind nun hörbar und auch die Mitten kommen gut zur Geltung.

Tüchtige Tasten

Steuern tust du die MW07 über Tasten an der Oberseite des Gehäuses. Beim linken Ohrhörer hast du zwei Knöpfe zum Regeln der Lautstärke und beim rechten einen Knopf für die Wiedergabe/Pause und Track vor- respektive zurückspringen.

Mit den drei Tasten unten funktioniert die Bedienung einwandfrei.

Die Bedienung funktioniert sehr gut. Die Tasten finde ich meist auf Anhieb und sie reagieren zuverlässig.

Wacklige Verbindung

Im Gegensatz zu den Tasten funktionierte die Verbindung nicht einwandfrei. Ich habe die Ohrhörer selbstverständlich auch beim Sport getestet. Beim Streetworkout lasse ich das Smartphone immer in meiner Sporttasche am Rand der Anlage. Dabei bewege ich mich nie mehr als fünf Meter weg. Ich habe aber bereits ab drei Metern Unterbrüche in der Verbindung. Immerhin sitzen die Ohrhörer bombenfest – auch wenn du schwitzt.

Dank fünf verschiedengrossen Silikonstöpseln und zwei verschiedengrossen Wings passen die Hörer in jedes Ohr.

Ebenfalls habe ich – wenn auch wenige – Unterbrüche in der Verbindung zwischen linkem und rechtem Hörer. Es kam in den zwei Wochen, in denen ich die Ohrhörer getestet habe, zwar nur etwa zehnmal vor, aber es war trotzdem nervig.

Im Gegensatz zur Verbindung ist der Sitz der Ohrhörer alles andere als Wacklig. Auch beim Rennen oder Kopfüber-Übungen sitzen die MW07 bombenfest.

Etwas Netflix und Hörbuch für zwischendurch

Die MW07 verfügen über kein Active Noise Cancelling. Trotzdem isolieren sie durch den guten Sitz und die Silikonstöpsel bereits etwas. Nur an sehr lauten Orten vermisse ich ACN. Wer mein Review zu den Sennheiser Momentum True Wireless gelesen hat, weiss, dass ich mir die «The Expanse»-Buchreihe als Hörbuch anhöre. Mittlerweile bin ich bei Buch 4 «Cibola Burn» angelangt. Die Qualität der Stimmen ist sehr gut und auch im lauten Zugabteil kann ich mich auf den Text konzentrieren.

Beim Netflixen wird das Audiosignal mit einem sehr kurzen Delay wiedergegeben. Ich muss mich stark konzentrieren, damit ich den bemerke. Beim normalen Gucken fällt er aber nicht auf. Schaust du dir synchronisierte Fassungen an, wirst du den Delay noch weniger feststellen.

Musik zum Dritten

Bei den Mitten überzeugen die MK07 mit hellem Klang. Damit du in den Genuss dieser kommst, musst du aber, wie bereits erwähnt, die Tiefen mit einem Equalizer etwas rausnehmen. Bei «3030» von Deltron 3030 sind nicht immer alle Instrumente klar auszumachen. Das ist bei so kleinen Treibern aber logisch und auch andere Ohrhörer wie die Momentrum True Wireless von Sennheiser haben damit zu kämpfen. Schliesslich ist hier ein einzelner Treiber für Mitten, Tiefen und Höhen zuständig. Ich beklage mich hier aber auf hohem Niveau für True-Wireless-Ohrhörer.

Auch die Höhen sind stimmig. Bei schlechten Kopfhörern tun mir bei Radioheads «The National Anthem» die Ohren weh. Das ist bei den MW07 überhaupt nicht der Fall. Ich kann mir den Song ohne Probleme anhören.

Teuer, aber gut

Hardwaretechnisch sind qualitativ hochwertig Komponenten verbaut. Master & Dynamic spart aber etwas bei den Funktionen. So fehlt ACN und eine Smartphone App. AptX genügt als Übertragungsstandard, ich hätte mir aber aptX HD für den Preis gewünscht. Der Standard würde auch der verbauten Hardware eher gerecht werden.

Abstriche musst du bei der Akkulaufzeit machen. Nur 2.5 statt den versprochenen 3.5 Stunden sind einfach zu wenig. Klar, In-Ears trägst du selten länger als zwei Stunden am Stück und danach kannst du sie in die Box zum Laden legen. Aber die Differenz in der Realität und auf dem Papier ist mit knapp 30 Prozent weniger einfach zu hoch.

Sonst gibt es aber nichts zu bemängeln. Das Wichtigste, Musik stimmig wiederzugeben, machen die Ohrhörer mit etwas Feintuning souverän. Bist du ein Bass-Fan, wird dich der Klang auch von Werk aus überzeugen. Ich hatte noch nie so bequeme In-Ears an. Gäbe es nicht die Sennheiser Momentum True Wireless, wären die MW07 zuoberst auf meiner Wunschliste für True-Wireless-Ohrhörer. Kannst du mit den paar Abstrichen leben, und findest das Design toll, solltest du dir die Ohrhörer genauer anschauen.

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User

Kevin Hofer, Zürich

  • Editor
Technologie und Gesellschaft faszinieren mich. Die beiden zu kombinieren und aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten ist meine Leidenschaft.

4 Kommentare

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Es gelten die Community-Bedingungen.

User Fabio Endrich

Ein Hoch auf deinen Musikgeschmack! Darkside sind ganz gross, trotz ihrer Unbekanntheit

06.12.2018
User abuchechen

Eminem song als beispiel... Kevin Hofer ftw

06.12.2018
User Zexion

Wenn ich schon so viel Geld ausgebe für Kopfhörer würde ich die Momentum True Wireless von Sennheiser nehmen :)

07.12.2018
User mastrit83

aptX HD wär sicher ein nettes Feauture, nur verstehe ich die Hersteller. 80% der Nutzer höhren Ihren Sound ab Spotify oder Youtube, da ist man fern von der Qualität die bereits mit aptX erreicht werden könnte. aptX LowLatency finde ich für so ein Headset jedoch vorteilhaft, daverzögerungen beim VideoStream nervig sein können.

Fazit: aptX HD für diesen Typ HeadSet meiner Meinung nach nur für ca 2-3% der Käufer interessant..

13.12.2018