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Meizu Pro 7: Zwei Displays an einem schicken Phone

Das Meizu Pro 7 hat ein zweites Display auf der Rückseite. Das sieht nicht nur gut aus, sondern hat auch drei praktische Funktionen. Ich habe mir das genauer angeschaut.

Die chinesische Firma Meizu stellt nicht nur Smartphones sondern auch Accessoires wie Kopfhörer und Powerbanks her. Angefangen haben sie im Jahr 2003 mit der Produktion von MP3 Playern. Seit 2008 fokussieren sie sich auf Smartphones. So wie jetzt auf das Meizu Pro 7.

Das Meizu Pro 7, das natürlich nichts mit dem Fernsehsender Pro 7 zu tun hat, ist bei mir gelandet, weil das Produktmanagement davon geschwärmt hat. Ich habe das Phone eine Zeit lang getestet und kann sagen: Ich verstehe die Schwärmerei.

Auf der Rückseite des Meizu Pro 7 ist ein farbiges 2-Zoll-Display. Damit ist es momentan zumindest im europäischen Markt das einzige. Nur auf dem asiatischen Markt gibt’s ein, zwei Phones, bei denen die Rückseite auch als farbiges Display durchgehen könnte.

Falls du jetzt, so wie ich, an die Yotaphones gedacht hast: Die Yotaphones haben kein farbiges Display auf der Rückseite. Sie haben ein E-Ink-Display, das schwarz-weiss ist.

  • Pro 7 (5.20", 64GB, Dual SIM, 12MP, Black)
  • Pro 7 (5.20", 64GB, Dual SIM, 12MP, Black)
  • Pro 7 (5.20", 64GB, Dual SIM, 12MP, Black)
Meizu Pro 7 (5.20", 64GB, Dual SIM, 12MP, Black)
Das Meizu Pro 7 überzeugt mit Spitzen-Hardware und einem zweiten Display.

Verfügbarkeit

  • Aktuell nicht lieferbar und kein Liefertermin vorhanden.

Alle Angaben ohne Gewähr.

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  • Pro 7 (5.20", 64GB, Dual SIM, 12MP, Gold)
  • Pro 7 (5.20", 64GB, Dual SIM, 12MP, Gold)
  • Pro 7 (5.20", 64GB, Dual SIM, 12MP, Gold)
Meizu Pro 7 (5.20", 64GB, Dual SIM, 12MP, Gold)
Das Meizu Pro 7 überzeugt mit Spitzen-Hardware und einem zweiten Display.

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Das Zweitdisplay

Das farbige 2-Zoll-Display auf der Rückseite ist mit Amoled-Technologie ausgestattet. Bei Amoled wird jedes Pixel einzeln beleuchtet. Das sorgt einerseits für eine bessere Bildqualität und anderseits spart es Akku, weil keine Hintergrundbeleuchtung benötigt wird. Das Display hat drei Funktionen:

  1. Zeigt das Bild der Rückkamera an
  2. Zeigt dir Wetter, Uhrzeit und Nachrichten an
  3. Zeigt deine Schrittanzahl an

Die beste der drei Funktionen finde ich die Anzeige der Hauptkamera. Sie ist dafür da, gute Selfies mit der leistungsfähigeren Dual-Kamera auf der Rückseite des Phones zu machen. Du kannst die Kamera vom kleinen Display aus aktivieren. Zugegeben, das Display ist schon recht klein, mir hat es aber gereicht. Ein Wisch auf dem Mini-Display von oben nach unten und die Kamera läuft.

Bei der Rückkamera kannst du auf dem kleinen Display zwischen drei Modi wählen:

  1. Original: So wie du halt aussiehst
  2. Beauty: ein automatischer Schönheitsfilter
  3. Blur: ein künstlicher Bokeh-Effekt, also Tiefenschärfe. Nein, nicht die Band.

Das Display schaltet sich ein, sobald du das Phone umdrehst. Leider lässt es sich aber nicht als Always-On-Display nutzen.

Mit dem zweiten Display fällt das Meizu Pro 7 definitiv auf. Von Kollegen und Kolleginnen bin ich mehrmals auf das Phone angesprochen worden. Und einmal sogar von einem unbekannten Typen im Zug. Meine Telefonnummer hat er trotzdem nicht gekriegt.

Die Kamera

Die 12-Megapixel-Dual-Kamera hat unter anderem einen Pro-Modus, bei dem du Verschlusszeit, ISO-Werte, Belichtung und weitere Dinge, die Fotografen mögen, einstellen kannst. Auch GIFs kannst du aufnehmen. Einen künstlichen Bokeh-Effekt, der Blur heisst, gibt’s auch. Hat bei mir nicht immer ganz korrekt funktioniert, teilweise sind meine Haare mit in den unscharfen Teil geraten.

Testbild geschossen mit dem Pro 7

Schön schlank

Ich mag das Pro 7. Es ist mit 7.3 mm ein schlankes und mit 163 Gramm ein leichtes Phone. Das 5.2 Zoll grosse Amoled-Display lässt sich gut mit nur einer Hand bedienen. Diese Kompaktheit gefällt mir besonders. Und es hat Audio-Klinkenbuchse. Endlich wieder Musik hören ohne Dongle. Der 3000 mAh Akku des Pro 7 hält bei mir mehr als einen Tag, meist 1.5 Tage.

Ein kleiner Wermutstropfen: Das Pro 7 hat keine IP-Zertifizierung, es ist nicht wasserfest. Musik unter der Dusche hören geht nicht. Dann muss ich halt wieder selbst singen.

Die Rückseite des Pro 7 ist aus dunklem, mattem Aluminium gefertigt und sieht bruchsicher aus. Sie ist nicht anfällig für Fingerabdrücke. Im Gegensatz zu vielen Flaggschiffhandys dieses Jahres, die mit Keramikrückseite daherkommen.

Doch statt nur einem können jetzt zwei Displays kaputtgehen.

Das Pro 7 hat mit mir keinen Sturz erleben müssen. Da ist es übrigens eines der wenigen, da mir Handys gerne und oft runterfallen.

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Meizu liefert dir eine Hülle mit, deren Rand leicht über das Display ragt. Und das Display sieht genug stabil aus, sodass es nicht bei jedem unspektakulären Sturz einen Totalschaden erleidet.

Special Effects

Das Meizu Pro 7 hat Funktionen, die nicht auf den ersten Blick auffallen.

Es gibt den Music Only Modus. Der geht so: Du drückst die Ein-/Aus Taste für etwa drei Sekunden. Dann kannst du den Modus auswählen, bei dem du nur noch Musik hörst. Es ist nur noch das zweite Display aktiv und du hast Ruhe vor einkommenden Nachrichten und Anrufen.

Meizu hat über Android seine eigene Benutzeroberfläche gelegt. Mit Flyme kannst du dir Designs aus einem eigenen Store herunterladen und so dein Phone personalisieren.

Apps kannst du mit der bekannten Android-Funktion schliessen: Einfach auf dem Display nach oben wischen. Speziell bei Flyme: Du kannst bei den Apps direkt einstellen, dass sie unscharf dargestellt werden, wenn du durch die offenen Apps blätterst.

Das ist für mich praktisch, weil immer wieder Leute auf dem Pro 7 rumdrücken wollen. Damit können sie immerhin nicht beim Blättern meine Whatsapp-Chats bestaunen.

Das Pro 7 kannst du ohne Google Konto nutzen

Bei der Installation des Pro 7 wirst du nicht aufgefordert, das Phone mit deinem Google Konto zu verknüpfen.

Das hat Vorteile, bei der Installation aber auch Nachteile. Ich will die Nutzung ohne Google ausprobieren. Als Erstes habe ich einen Phone-Clone mit der vorinstallierten App von Meizu versucht. Das Pro 7 und mein altes Phone haben sich zwar gefunden. Aus mir nicht ersichtlichen Gründen wurde die Datenübertragung aber immer etwa, als sie in der Hälfte war, abgelehnt und dann abgebrochen. Also mache ich mich an eine manuelle Übertragung. Nach einer halben Stunde hatte ich davon genug. Vor allem mein Whatsapp-Backup liess sich nicht implementieren. Also habe ich den Google Installer installiert, danach konnte ich alles problemlos aus meinen Backups auf das Meizu kopieren. Aber jetzt ist es halt mit dem Suchmaschinengigant verbunden.

Insbesondere für Bastler ist die Nutzung eines Phones ohne Google-Konto sicher spannend. Apps kannst du mit oder ohne Google auch aus Meizus App Center beziehen. Doch Meizu hat nicht an die Bastler gedacht. Der Grund, weshalb die Google Play Apps nicht auf chinesischen Phones – ausser jenen die für den Export gedacht sind – installiert ist, ist, dass Google mit ihrer Philosophie der Offenheit sich nicht mit der Chinesischen Regierung, deren Zensur und deren Great Firewall of China, versteht. Dann und wann wieder macht Google Vorstösse, den Play Store zensiert oder unzensiert auf den Chinesischen Markt zu bringen, bislang ohne nennenswerten Erfolg.

Fazit

Es kann gut sein, dass sich ein zweites Display auf der Rückseite nie durchsetzen wird. Es braucht etwas mehr Akku und ist ein zusätzlicher Schwachpunkt in Sachen Bruchfestigkeit. Wenn du aber den kleinen statt den grossen Bildschirm nutzt, sparst du auch wieder an Akku.

Arbeitskollege Philipp Rüegg hat das Phone auf meinem Tisch gsehen. Er findet das zweite Display total unnötig, ein Akkufresser und ein weiterer Punkt am Phone, der kaputt gehen könnte. Ich selber sehe das Pro 7 als gutes und solides Handy, das sehr lady-like ist: Du kannst damit tolle Selfies machen und deine Bilder mit vielen vorinstallierten Filtern direkt auf dem Phone bearbeiten. Das Amoled-Display ist ein Hingucker, das Design ist schön, schlicht und kompakt gehalten.

Das Pro 7 ist ein Phone, das ich gerne länger wie nur für den Test behalten hätte.

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User
Experimentieren und Neues entdecken gehört zu meinen Leidenschaften. Manchmal läuft dabei etwas nicht wie es soll und im schlimmsten Fall geht etwas kaputt. Ansonsten bin ich seriensüchtig und kann deshalb nicht mehr auf Netflix verzichten. Im Sommer findet man mich aber draussen an der Sonne – am See oder an einem Musikfestival.

14 Kommentare

3000 / 3000 Zeichen
Es gelten die Community-Bedingungen.

User fumo

Das du dein altes Natel nicht eins zu eins klonen konntest lag an den fehlenden google play dienste, leider sind zu viele Apps darauf ausgelegt und darum ging es danach ohne Probleme.
Nur schade das ein Mediatek drin ist :(

20.12.2017
User pascal2008

und das PLUS wird es auch geben mit grösserem display? BITTE

20.12.2017
User fumo

Mag jetzt nach einer blöden Frage klingen, aber welche der beiden ist beim plus grösser?^^

21.12.2017
User pascal2008

m.gsmarena.com/meizu_pro_7_...

21.12.2017
User schLEIMER

Kann sein dass das Pro 7 ein CE Zertifizierung erhalten hat und das 7 Plus nicht. Das gibt es zb bei Xiaomi, 64GB Version hat eine und 128GB dann nicht.

21.12.2017
Antworten
User NenntMichLino

"zusätzlicher Schwachpunkt in Sachen Bruchfestigkeit. " Es gibt viele Handys mit Glas Rückseite z.B. mein Honor 8 und dem ist noch nie was passiert obwohl es keine Hülle trägt!

02.01.2018
User wolltenurschnellwaskaufen

Zitat:
"3. Blur: ein künstlicher Bokeh-Effekt, also Tiefenschärfe. Nein, nicht die Band."

Du meinst wohl die TiefenUNschärfe, nicht die Tiefenschärfe. ;)

21.12.2017
User Anonymous

Google mal genau den Unterschied und was genau was bedeutet.
#wolltenurschnellwasgoogeln ;)

21.12.2017
Antworten
User Miso1974

Danke, liebe Grammatiker.

21.12.2017
User Miso1974

Weil ich mich nicht immer auf Deustsch richtig ausdrücken kann, war mein Kommentar falsch verstanden. Kritik war in Richtung Moderatoren.

21.12.2017
Antworten
User Miso1974

Problem ist das sich fast jeder in shop als kompetent sieht...

20.12.2017
User schLEIMER

*im

21.12.2017
User Alodon

*, dass

21.12.2017
User fumo

Naja, mag sein dass im hiesigen Artikel nicht gerade viel technisches "Fachwissen" steckt, aber immerhin hat es keine Fehlangaben, Irreführungen oder bewusste Beschönigungen. Das ist ja schon Mal ein Fortschritt :) ;)

21.12.2017
Antworten