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Produktwissen 216

digitec-User testet das Wacom Slate S

Zusammen mit Wacom haben wir mehrere Zeichnungstablets verlost. Von den Gewinnern wollten wir ein ehrliches Feedback, was die Teile können. Hier ist das Review von User Parish, der ein Slate S von uns bekommen hat.

Auspacken, einschalten, los gehts

Das Bamboo Slate S ist schnell ausgepackt. Nur die wesentlichen Dinge sind drin: Slate, Stift, Kabel, CD – und ein Starterblock, zum Glück gepunktet. Warum heutzutage noch kariertes Papier gekauft wird, verstehe ich nicht.

Erstes Ausprobieren

Ich habe versucht, das Slate bei jeder Gelegenheit einzusetzen, um schnell herauszufinden, wo die Stärken des Geräts liegen. Und so habe ich gezeichnet, gedoodlet und drauflos geschrieben, was das Zeug hält – in dieser Zeit habe ich den ersten Block nicht ganz voll gekriegt.

Grundsätzlich sind die ersten Erfahrungen sehr gut. Diese würde ich in die folgenden drei Kategorien unterteilen: Block, Schreibgerät und die dazugehörige Software.

Block

Block und Stift lassen sich gut und einfach transportieren. Sie wirken auch für den Einsatz draussen geeignet. Der Stift lässt sich so am Slate fixieren, dass er auch beim Transport und bei schnellen Bewegungen kaum herausfallen kann. Somit ist eine Schutzhülle wirklich nur nötig, um zum Beispiel vor Witterung zu schützen.

Der On-Off Button erweist sich als ausserordentlich praktisch. Mit einem schnellen Druck ist das Tablett aktiv und man kann sofort losschreiben. Durch langes Halten der Taste lässt sich der Slate komplett ab- und einschalten.

Der Block lässt sich grundsätzlich gegen einen beliebigen tauschen, was beim Verwenden von Vorlagen wie vorgedruckten Orientierungslinien einen Riesenvorteil bringt. Das Papier muss unbedingt mit einem Karton am Tablet fixiert werden können. Es darf nicht verrutschen.

Stift

Das wichtigste Instrument ist der Schreibstift. Dieser ist einem ziemlich dicken Kugelschreiber nachempfunden. Die Spitze wird durch eine Drehung der Kappe vorgeschoben. Leider rastet die Kappe nicht nach der Drehung ein, so dass man ab und zu nachdrehen muss, damit die Spitze nicht im Stift verschwindet.

Ich bin kein grosser Fan von klassischen Kugelschreibern, sondern bevorzuge Tintenroller. Leider kann man nur diese eine von Wacom angebotene Art von Schreibspitze bestellen. Hier wäre eine grössere Auswahl wünschenswert.

Auch liegt der Stift durch seine Grösse nicht sehr bequem in der Hand. Ein gleichmässiger Druck beim Schreiben oder Zeichnen bereitet manchmal etwas Mühe. Das Tablet erkennt, soweit ich das sehen kann, keine Druckabstufungen, oder falls ja, dann nur in sehr beschränktem Umfang. Dies wäre natürlich für Zeichnungen von grossem Vorteil. Vielleicht liefert Wacom hier ja noch etwas nach.

Trotzdem war das Schreiberlebnis ein Angenehmes und ich konnte auch nach mehreren ohne Unterbruch gefüllten Seiten keine grossen Ermüdungserscheinungen beim Halten des Stifts feststellen.

Software

Ohne die Inkspace-Software auf meinem iPhone und der Bluetooth-Verbindung ist das Slate natürlich nichts weiter als eine extravagante Schreibunterlage. Die Software ist eine No-Thrills-Software, die ihren Dienst aber zuverlässig erledigt. Die Daten lassen sich einfach, wenn auch manchmal etwas langsam vom Tablet zur App transferieren und sind dann dort bereit zur Nachbearbeitung, Export und sogar zur automatischen Schrifterkennung.

In der Software lassen sich angefangene, unfertige Seiten verbinden und die Daten in verschiedene Formate exportieren. Am interessantesten ist hier die automatische Schrifterkennung, welche die Daten mittels einem externen Server analysiert. Die Ergebnisse sind nicht perfekt, aber meistens brauchbar. Diagramme oder ähnliches erkennt die Software nicht. Erstaunlicherweise funktionierte die Schrifterkennung bei mir auf Russisch recht gut, obwohl ich noch Anfänger bin und die Schrift beileibe nicht besonders gut beherrsche.

Die Online-Software macht einen eher unfertigen Eindruck. Das Login funktionierte die ersten zwei Wochen gar nicht, ohne irgendwelche Angaben von Gründen. Es besteht die Möglichkeit, die digitalisierten Seiten mit Tags zu versehen und zu ordnen. Ich konnte aber nicht herausfinden, wo man diese eingeben kann. Hier wird sich hoffentlich noch einiges tun.

Fazit

Das Bamboo Slate ist für mich vor allem für unterwegs geeignet. Innerhalb meiner Anwendungen bietet es sich primär für die Mischung von Zeichnungen und Text an: Zum Beispiel bei Storyboards oder Ablaufdiagrammen. Die schnelle Einschaltzeit lässt einen auch bei eiligen Situationen zum Slate greifen. Wünschenswert wären andere Optionen für den Schreibstift, gerade bezüglich Form und Schreibspitze. Wenn die Online-Software beziehungsweise die Verwaltung der bereits digitalisierten Seiten noch verbessert wird, kann ich mir gut vorstellen, das Slate täglich zu gebrauchen.

Bamboo Slate S (Deutsch, Französisch, Italienisch, Englisch)
CHF 120.-
Wacom Bamboo Slate S (Deutsch, Französisch, Italienisch, Englisch)
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1 Kommentar

User fabio.friedli

Sehr interessanter und lesenswerter Artikel.
Würden Sie dieses Zeichnungstablet einem Studenten empfehlen, um Notizen zu machen?
Oder gäbe es für diesen Zweck ein besseres Produkt?

07.11.2017
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User parishinpictures

Hallo (ich bin der Tester) - wenn man Papier und Kugelschreiber mag, und die Notizen konsequent auf dem Block anfertigt, ist das Produkt sehr gut.

Auf die Texterkennung würde ich mich nur bedingt verlassen - die Software kann zB bei der Cornell Note-Taking-Method die verschiedenen Abschnitte natürlich nicht auseinanderhalten.

Sonst hat bei mir das Slate zuverlässig gearbeitet. Natürlich fehlen mir einige Vergleiche, zB mit dem beschreibbaren eBook-Tablet, das kürzlich herausgegeben wurde.

08.11.2017
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