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Das bringt der neue Powerline-Standard «G.hn» in Realität

Der neue HomeGrid-Standard soll es richten und dem heimischen Netzwerk über die elektrische Leitung mehr Leistung, mehr Reichweite und mehr Stabilität bringen. Mit dem «Devolo Magic 2» mache ich den Direktvergleich zum alten Standard. Und wie sich zeigt, ist das Stromnetz meiner Wohnung eine echte Knacknuss.

Neue Technologien und Chips braucht die Welt. Doch in Sachen Powerline gab’s seit 2014 keine Fortschritte. Nun kommt endlich Bewegung ins Spiel, und der alte Standard «HomePlug AV» wird durch «G.hn» abgelöst. Zu den ersten Geräten mit neuem Chipsatz gehören die Magic-Produkte von Devolo.

Kleiner Hinweis im Voraus: Wenn du wissen willst, wie eine Powerline funktioniert oder du gerne mehr über die in diesem Artikel vorkommenden Vergleichsprodukte mit altem Standard erfahren möchtest, empfehle ich dir folgende Lektüre.

<strong>Powerline-Vergleich:</strong> 2000 Mbps? Da lachen ja die Hühner!
SmarthomeReview

Powerline-Vergleich: 2000 Mbps? Da lachen ja die Hühner!

Als ich Ende Mai 2018 fünf Powerline-Adapter mit altem Standard verglich, war ich mehr als erstaunt: Von den maximal versprochenen 1000 bis 2000 Mbps waren alle Adapter weit entfernt. In meiner Wohnung bringt der Sieger der damaligen Testrunde, das «Devolo dLAN 1200 triple+», gerade mal 96.95 Mbps. Das reicht zwar problemlos für mehrfaches 4K-Netflix-Streaming, doch wenn die Werbung mehr Leistung suggeriert, fühlt man sich dennoch irgendwie an der Nase herumgeführt.

Das Testobjekt mit neuem Standard im Detail

Für diesen Test habe ich mir Magic-Produkte mit der zweiten Generation des neuen Standards installiert.

  • Magic 2 WiFi 2-1-3 (2400Mbit/s)
  • Magic 2 WiFi 2-1-3 (2400Mbit/s)
  • Magic 2 WiFi 2-1-3 (2400Mbit/s)
CHF 373.–
Devolo Magic 2 WiFi 2-1-3 (2400Mbit/s)
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Folgendes bringt dir das Magic 2 Multiroom-Kit auf dem Papier:

  • Basis-Adapter mit einem LAN-Port
  • Zwei Adapter mit jeweils zwei LAN-Ports und WLAN mit bis zu 866 Mbps (Standards: 802.11a, 802.11ac, 802.11b, 802.11g, 802.11n)
  • Powerline-Speed (dLan) von bis zu 2400 Mbps
  • Bis zu 500 Meter Reichweite
  • Mesh-Technologie für eine bessere WLAN-Abdeckung
  • Airtime-Fairness-Funktion (schnelle Geräte werden bevorzugt behandelt, um das Netz nicht auszubremsen)
  • Integrierte Steckdose mit Netzfilter
  • Neuer G.hn-Standard der zweiten Generation

Im Unterschied zu früheren Devolo-Produkten, ist es nun nicht mehr notwendig, für die erste Einrichtung einen Knopf an den Adaptern zu drücken. Es gibt drei Wege, welche ans Ziel führen:

  1. Du steckst den Basis-Adapter ein und hast dann zwei Minuten Zeit, um die übrigen Adapter einzustecken.
  2. Sind dir zwei Minuten zu knapp, um die Adapter in den Zielräumen zu platzieren, kannst du sie vorerst in der Nähe des Basisadapters einstecken. Sobald sie gekoppelt sind, steckst du sie aus und platzierst sie dann ohne Zeitdruck in den gewünschten Zielräumen.
  3. Du platzierst erst die Adapter in den Zielräumen. Am Schluss steckst du den Basisadapter ein.

Die Magic-Produkte sind übrigens nicht abwärtskompatibel zum alten Standard «HomePlug AV». Du kannst aber bei Bedarf die alte und neue Technologie parallel betreiben. Zur Einrichtung des Netzwerkes steht dir eine Smartphone-App zur Verfügung. Oder du benutzt das Programm «Devolo Cockpit» und den Webbrowser deines Desktop-Rechners.

Nach dem Einrichten ziehen die Adapter auch selbstständig Updates. Um sicherzugehen, dass meine Adapter auf dem neusten Software-Stand sind, habe ich vor dem Testen eine Nacht abgewartet und erst am Folgetag mit der Probe aufs Exempel gestartet.

Das Testverfahren

Ich teste mit der Software «LAN Speed Test».

Selbstverständlich prüfe ich die Adapter mit neuem Standard im exakt selben Szenario, wie mit den alten Adaptern. Zwecks Authentizität wird nur innerhalb des LANs mit zwei Computern mit SSD getestet. Die beiden Rechner fungieren als Server und Client. Vom Zimmer mit dem Router lade ich eine 1 GB grosse Datei in ein Verzeichnis auf den im Zielzimmer stehenden Computer. Nach erfolgtem Upload wird die Datei wieder heruntergeladen. Dabei werden die durchschnittlichen Mbps gemessen. Diesen Vorgang wiederhole ich dreimal und verwende dann den Mittelwert der insgesamt sechs Ergebnisse als finale Mbps-Wertung.

Der Test: Nun geht's ans Eingemachte

Eine erste Testreihe fahre ich unter optimalen Bedingungen. Will heissen, dass an der Steckdose nur der Adapter angebracht wird. Zusätzliche Geräte bringe ich mittels Steckleiste, welche an der integrierten Steckdose mit Netzfilter des Adapters hängt, an.

Gerne möchte ich auch wissen, wie sich die Adapter unter suboptimalen Bedingungen schlagen. Dazu installiere ich den zweiten Adapter im Schlafzimmer. Und ich tue es, wie man es nicht tun sollte. Vor den Adapter schliesse ich ein langes Verlängerungskabel sowie eine Steckleiste.

Optimales Testszenario: Resultate

*Grosse Dateien hoch- oder runterladen wegen instabiler Verbindung nicht möglich.

Da ich im Voraus viel Positives über den neuen Standard gehört habe, war ich felsenfest davon überzeugt, dass die neuen Adapter von Devolo bestimmt den Sieg holen werden. Doch der Vergleich ist ernüchternd. Zwar lässt das neue Produkt in meiner Wohnung alle anderen getesteten Adapter hinter sich, aber nicht wirklich mit deutlicher Abgrenzung zum alten Standard.

Suboptimales Testszenario: Resultate

*Verbindung nicht möglich.

Leider liegt mir zu den Adaptern von myStrom kein suboptimales Testergebnis vor. Doch diese sind in meinem Netzwerk schon unter optimalen Bedingungen nicht zu gebrauchen (Pingwert von 44 ms). Ich habe es im Mai ebenfalls versäumt, die Pingwerte der Adapter unter diesen Bedingungen zu testen. Die neuen Adapter von Devolo erreichen übrigens unter suboptimalen Bedingungen einen Ping-Mittelwert von 6 ms. Wenn du einen Blick auf die Ergebnisse wirfst, fällt auf, dass der neue Standard im Vergleich zu den alten Devolo-Adaptern beinahe die doppelte Geschwindigkeit erreicht.

Fazit: Minimal mehr Leistung und etwas mehr Stabilität

Wie sich zeigt, ist meine Wohnung respektive deren Stromnetz eine echte Knacknuss. Viel mehr Leistung bringt mir der neue Standard nicht. Der Leistungszuwachs beim suboptimalen Test weist darauf hin, dass ich mit «G.hn» mehr Stabilität in mein Powerline-Netz bekomme.

Die Produkte an sich sind nicht schlecht, und haben ihre Daseinsberechtigung. Immerhin kannst du mit 100 Mbps problemlos vier 4K-Netflix-Streams gleichzeitig laufen lassen. Weil ich genügend Datendurchsatz für meine Bedürfnisse erhalte, und aus Gründen der Bequemlichkeit, setze ich bei mir zuhause weiterhin auf Powerline. Doch bin ich (noch immer) der Meinung, dass die Laborwerte auf den Verpackungen verbannt gehören. Zu gerne würde ich mal dabei sein und zusehen, mit welchem Testaufbau die Hersteller zu solch grosszügigen Werten kommen.

Bleibt nur noch zu sagen, dass meine Wohnung mit einem Stromnetz aus den 80ern sowie die erbrachte Leistung der Adapter nicht das widerspiegeln, was deine Wohnung leisten kann. Gerne möchte ich wissen, ob ich die grottigste Stromleitung der Schweiz habe. Daher nun die Frage an dich; wie sieht es bei dir aus? Solltest du auch eine Powerline betreiben, wäre es echt toll, wenn du bei der Umfrage mitmachst. Oder einen Kommentar hinterlässt – allenfalls mit detailliertem Beschrieb deines Equipments und der gemessenen Leistung.

Powerline-Umfrage
Wie viel Mbps bringt deine Powerline hin?

0-50 Mbps mit «HomePlug AV»-Standard

24%

0-50 Mbps mit «G.hn»-Standard

1%

50-100 Mbps mit «HomePlug AV»-Standard

23%

50-100 Mbps mit «G.hn»-Standard

3%

100-150 Mbps mit «HomePlug AV»-Standard

8%

100-150 Mbps mit «G.hn»-Standard

1%

150-200 Mbps mit «HomePlug AV»-Standard

6%

150-200 Mbps mit «G.hn»-Standard

0%

200-250 Mbps mit «HomePlug AV»-Standard

3%

200-250 Mbps mit «G.hn»-Standard

0%

250-300 Mbps mit «HomePlug AV»-Standard

2%

250-300 Mbps mit «G.hn»-Standard

0%

300-350 Mbps mit «HomePlug AV»-Standard

1%

300-350 Mbps mit «G.hn»-Standard

0%

350-400 Mbps mit «HomePlug AV»-Standard

2%

350-400 Mbps mit «G.hn»-Standard

1%

400-450 Mbps mit «HomePlug AV»-Standard

1%

400-450 Mbps mit «G.hn»-Standard

0%

450-500 Mbps mit «HomePlug AV»-Standard

1%

450-500 Mbps mit «G.hn»-Standard

0%

500-750 Mbps mit «HomePlug AV»-Standard

1%

500-750 Mbps mit «G.hn»-Standard

0%

750-1000 Mbps mit «HomePlug AV»-Standard

1%

750-1000 Mbps mit «G.hn»-Standard

0%

1000-1500 Mbps mit «HomePlug AV»-Standard

0%

1000-1500 Mbps mit «G.hn»-Standard

0%

1500-2000 Mbps mit «HomePlug AV»-Standard

0%

1500-2000 Mbps mit «G.hn»-Standard

0%

2000-2400 Mbps mit «G.hn»-Standard

9%

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User

Martin Jud, Zürich

  • Editor
Der tägliche Kuss der Muse lässt meine Kreativität spriessen. Werde ich mal nicht geküsst, so versuche ich mich mittels Träumen neu zu inspirieren. Denn wer träumt, verschläft nie sein Leben.

39 Kommentare

3000 / 3000 Zeichen
Es gelten die Community-Bedingungen.

User sebastiantimm

Kosten / Nutzen sind bei diesem Szenario weit voneinander entfernt. Zu dem Preis was das Magic Set kostet kann man doch schon ein kleine WLAN Mesh aufbauen was dann definitiv deutlich mehr Leistung liefert bei stabiler Verbindung...
Dennoch, vielen Dank für den Test der mir erneut bestätigt hat das Powerline einfach nicht optimal ist.

14.12.2018
User dr3do

+1

14.12.2018
User david-cslu

Ja... oder man holt sich für die 400 .- einen Elektriker, der einem ein Kabel einzieht und zwei Dosen setzt. Dann hat man Garantierte Maximalleistung, statt irgendwelche Fantasiezahlen ;-)

15.12.2018
User Anonymous

@David-cslu: Das Kabel (du meinst vermutlich Ethernet-TP) zu verlegen selber ist kein Hexenwerk. Aber quer durch eine Mietwohnung? Da muss man je nachdem Wände durchbohren, Schlitze stemmen, diese wieder verputzen und allenfalls tapezieren etc. Das kostet dann auch mehr als 400 Franken.

08.01.2019
User david-cslu

@Anonymous
Kommt wohl aud die Wohnung und den Elektriker an. Ich habe für die Setzung zweier Dosen und die Verbindung dieser mit einem Ethernetkabel, verlegt hinter Sockelleisten (und z.T. in einem Kabelkanal unter einer Heizung), inkl. Durchbohrung zweier Wände, wenn ich mich recht erinnere nicht mehr als 400 .- bezahlt.

08.01.2019
Antworten
User hhoverflow

The electrical network was not designed to transport this kind of data, even tohugh it works. Powerline is just a "hacky" alternative to a problem.
I recently moved and almost got a powerline set, but I'm glad I didn't.
The best alternative currently to have good ethernet all over the house without cables is to use a MOCA adapter (multimedia over coaxial). The concept it's pretty similar as the powerline one, but it uses the coaxial connection of the house instead and those cables can handle data transmission much better. At my home, there is basically no difference in speed, latency or packet loss when measuring the network connected to the router or to the MOCA adapter. The only issue, is that you need coaxial sockets in your home, and a few old houses don't have it. Luckily my new home has a TV socket in every bedroom and also the living room, so it works perfectly.

14.12.2018
User mindscope

Ich kann Martin Jud trösten, habe bei meinen Eltern Power LAN installiert und bin auf noch viel schlechtere Werte gekommen. Es handelt sich zwar nur um Devolo 1000er-Adapter, aber auch da dürfte man doch einiges erwarten. Ich dachte eigentlich, dass die nur durch die fehlende Gigabit Schnittstelle ausgebremst werden und habe die üblichen 100 Mbit erwartet. Dass der Hersteller die nur mit einer Fast Ethernet-Schnittstelle ausrüstet zeigt ja eigentlich schon, dass er selbst nicht mit mehr Durchsatz rechnet. Eigentlich ist es ja schon fast Betrug, wenn man bei einer 100 Mbit-Schnittstelle satte 1000 Mbit anpreist. Wen interessiert schnon der Durchsatz in der Stromleitung, wenn am Ende dieser Flaschenhals sowieso alles begrenzt. Man könnte noch gelten lassen, dass solche Adapter dann immerhin über WLAN mehr als 100 Mbit weiterreichen können, die verwendeten haben aber nur LAN.
Aber was rege ich mich darüber auf, in der Praxis bringen sie gerade mal zwischen 25 und 40 Mbit/s und reizen damit noch nicht einmal Fast Ethernet aus. Das Szenario: Stromnetz aus den 80ern, Wechsel auf eine Stromphase einer andern Sicherung, da es sich um einen Raum am andern Ende der Wohnung handelt (habe aber nicht geschaut, ob die Phasen im Sicherungskasten schön nebeneinander sind). Die DLAN-Adapter sind jeweils direkt in der Steckdose eingesteckt.
Schlussendlich muss man aber froh sein, dass es diese Technologie gibt. Bei meinen Eltern ist WLAN so gut wie unmöglich, da vermutlich irgendein Störsender oder Ähnliches aktiv ist, denn sämtliche Bewohner des Blocks haben das gleiche Problem. Man kann zwei Geräte mit modernstem AC-WLAN direkt nebeneinanderstellen und kommt auf nicht mehr als 10 bis 15 Mbit, auch das 2.4 GHz-Band bringt nicht mehr. Da sind die erreichten DLAN-Werte Luxus dageben.

14.12.2018
User Anonymous

Wenn du den Verdacht auf einen Störsender hast, dann melde das bei der BAKOM!
eofcom.admin.ch/eofcom/publ...

08.01.2019
Antworten
User Anonymous

Diese Resultate waren ja logischerweise zu erwarten. an 1 GBit/s kommt Powerline wohl nie heran. Das theoretische Maximum liegt so um 400 Mbps. Mehr ist schon physikalisch und mit den Overhead nicht drin. Half-Duplex, usw. führen dazu. Es ist dasselbe Marketing-Gebrabel wie bei WLAN Bandbreiten.
Im Grundprinzip ist Powerline nichts anderes als ein WLAN über die Stromleitung. Nur in anderen Frequenzbereichen und eben auf einem für Hochfrequenzsignal völlig untauglichen Kabelverbindung. Von der Störabstrahlungen mal abgesehen. Das Störspektrum im Stromnetz ist oft auch recht hoch. Jeder Verbraucher und jedes Netzteil "versaut" das Stromnetz diesbezüglich mehr oder weniger. Bürsten-Motoren (z.B. Föhn) sind da ganz nett. Schaltnetzteile öfters auch.
Hinzu kommt, dass die Frequenz-Bandbreite beim Powerline nach oben beschränkt ist. Bei hohen Frequenzen steigt die Dämpfung des Stromkabels noch extremer an und die Sendeleistung ist vergleichsweise gering. UInd diverse Frequenzbereiche müssen ausgenotch werden. Andere Funkdienst stören tut das Zeugs trotzdem.
Interessant wäre es mal zu sehen, wie den das Frequenzspektrum und die genutzten Frequenzbereiche der einzelnen Powerlan Standards und Adapter aussieht. Und natürlich auch welche Uebertragungsmodulationen (QAM, Symbolrate, usw.) da eigentlich genutzt werden.

14.12.2018
User Anonymous

Beim Aufbau einer Powerline Verbindung ist Folgendes zu beachten.
Befinden sich Sender und Empfänger im selben Stromkreis (Abgang/Anschluss nach dem Leitungsschutzschalter) ist die Verbindung in der Regel recht gut und stabil.
Befinden sich Sender und Empfänger in zwei oder mehr verschiedenen Stromkreisen, d.h. Abgängen/Anschlüssen nach dem Sicherungskasten ist die Verbindung stark gedämpft und daher in der Regel sehr schlecht und instabil.
Ist noch ein Fehlerstromschutzschalter dazwischen wird es noch wesentlich schlechter.
Normale alte Schmelzsicherungen in alten Häusern dämpfen nicht so stark wie moderne neuere Installationen mit Leitungsschutzschaltern und Fehlerstromschutzschaltern.

Diese bestehen auch Spulen, Magneten und teilweise elektronische Bauelementen. Das heisst auch, dass z.B. Fehlerstromschutzschalter durch diese Störfrequenzen so stark gestört werden können, dass sie unter Umständen im Fehlerfall nicht wie gefordert auslösen.

Die Leitungen (Kupfer oder Alu) an sich sind unproblematisch, es muss "nur" darauf geachtet werden, dass alle Klemmverbindungen in den Steckdosen und Abzweigdosen fest angezogen sind.
Dadurch das Kupfer wie auch Aluminium unter Druck nachgeben und sozusagen unter der Schraubverbindung wegfliessen wird diese Verbindung über die Jahre immer schlechter.
Daher empfiehlt es sich diese Verbindungen alle fünf Jahre nachzuziehen.

Die fantastischen Herstellerangeben sind nur annähernd erreichbar, wenn Sender und Empfänger auf derselben Leitung ohne Unterbrechungen und Verbindungsstellen angeschlossen sind.
Das widerspricht aber den grundsätzlichen Kundenerwartungen.
Wer genaues wissen will muss sich mit den Testbedingungen auseinandersetzen.

Ich hoffe ich konnte etwas Licht ins Dunkel bringen.

17.12.2018
User Anonymous

Danke für den Beitrag. Gibt es schon Erkenntnisse, wie sich im neuen Standard die störende Beeinflussung anderer Funkdienste ändert (Kurzwelle, Funkamateure etc.)? Powerline macht ja das heimische Stromnetz zum "Radio-Sender".

14.12.2018
User Dezphere

Dann steht der Punkt wohl für ein "Ä"

15.12.2018
User david-cslu

Genau das dachte ich auch... Gähn.

15.12.2018
Antworten
User nalpu

Installation: Stromnetz aus dem Jahr 2003, Devolo-Adapter Typ 550. Achtung: auf 2 verschiedenen Phasen, Übertragung von Phase zu Phase deutlich langsamer als innerhalb derselben Phase, dieses trotz anderweitiger Versicherung aus der Werbung. Leider bieten die Firmen keine vernünftigen Phasenkoppler an!
Da in den heutigen Wohnungen in der Regel keine Datennetze verlegt sind, bleibt fast keine alternative Lösung, auch wenn die effektive Leistung mangelhaft ist.

15.12.2018
User newsletter

Also von Devolo gibt es Phasenkoppler im Angebot. Die sind auch je nach Installation sehr zu empfehlen. Allerdings sehe ich es wie andere in dem Thread - mittlerweilee würde ich auch auf ein Mesh netz gehen statt auf das Stromkabel zu setzen...

16.12.2018
Antworten
User Anonymous

Ich kann den Artikel nicht nachvollziehen. Ich habe vier dLAN 1200+ von Devolo am Laufen und habe im zwischen den beiden mit dem grössten Abstand von einem Stockwerk ins andere immer noch mindestens 170 Mbps. Was nicht tragisch ist, denn mein Internetanschluss liefert eh nur maximal 70 Mbps. Was auch nicht tragisch ist, damit würden immer noch zwei Fernseher in Netflix 4k laufen. Ich frage mich, wie diese 96 Mbps zustande gekommen sind. Den zwischen jenen Adptern, welche bei mir näher beieinander liegen komme auf bis 400 Mbps.

15.12.2018
User Anonymous

Wer sagt diese 400mbit/s. irgend eine devolo Software? Falls ja, Glückwunsch, das sind ziemlich sicher die Bruttowerte ohne Overhead und co. Selbst direkt nebeneinander habe ich noch nie viel mehr als 100mbit/s. mit Powerline geschaft - das reicht aber meisten auch, da man DLAN eh nur da einsetzt wo es schlicht nicht anders geht

16.12.2018
User Anonymous

PS: Für 4k Netflix brauchst du irgendwas um die 12-15mbit (weis es grade nicht auswendig), nur weils nach viel tönt muss eben nicht viel dahinter stecken ^^

16.12.2018
User Anonymous

Das ganze schwankt etwas und ja gemessen mit der Software von Devolon. Allerdings sagt die Konsole meines Routers genau dasselbe. Gerade sind es über 200 Mbps. Overhead müsste man dann etwas genauer definieren und vor allem WIE jemand dann "Nettowert" misst.

16.12.2018
Antworten
User norbert

Konfiguration:

UPS-Modem/Router -> Ethernet-Kabel -> Router RT-AC86U -> Devolo 500 AVplus -> Stromleitung -> Devolo 500 AVplus -> RT-N66U als Accesspoint -> WLAN

Resultate, die ich ohne extra Testinstallation zur Verfügung habe:

Devolo Cockpit 244 Mbit/s
Speedchecker Pro 101 Mbps Download, Ping 23 ms (WLAN von RT-N66U, unmittelbar davor über Galaxy S8+ gemessen)

Meinen PC habe ich direkt am RT-AC86U mit Ethernet-Kabel verbunden. Den Accesspoint habe ich im Wohnzimmer für TV, UPS-Box + PS4 (Ethernet-Kabel). Wlan für Notebook meiner Frau, das ständige im Wohnzimmer steht.

16.12.2018
User norbert

Wäre schön, wenn man seinen eigenen Text korrigieren könnte...
Natürlich nicht UPS oben, sondern UPC-Modem und UPC TV Box.

17.12.2018
Antworten
User Anonymous

In älteren Liegenschaften und je nach Design der Stromverkabelung ist das die Realität. Mit einer WLAN Bridge von Swisscom habe ich das eine Zimmer nun viel besser angeschlossen.

17.12.2018
User Anonymous

Beim Aufbau einer Powerline Verbindung ist Folgendes zu beachten.
Befinden sich Sender und Empfänger im selben Stromkreis (Abgang/Anschluss nach dem Leitungsschutzschalter) ist die Verbindung in der Regel recht gut und stabil.
Befinden sich Sender und Empfänger in zwei oder mehr verschiedenen Stromkreisen, d.h. Abgängen/Anschlüssen nach dem Sicherungskasten ist die Verbindung stark gedämpft und daher in der Regel sehr schlecht und instabil.
Ist noch ein Fehlerstromschutzschalter dazwischen wird es noch wesentlich schlechter.
Normale alte Schmelzsicherungen in alten Häusern dämpfen nicht so stark wie moderne neuere Installationen mit Leitungsschutzschaltern und Fehlerstromschutzschaltern.

Diese bestehen auch Spulen, Magneten und teilweise elektronische Bauelementen. Das heisst auch, dass z.B. Fehlerstromschutzschalter durch diese Störfrequenzen so stark gestört werden können, dass sie unter Umständen im Fehlerfall nicht wie gefordert auslösen.

Die Leitungen (Kupfer oder Alu) an sich sind unproblematisch, es muss "nur" darauf geachtet werden, dass alle Klemmverbindungen in den Steckdosen und Abzweigdosen fest angezogen sind.
Dadurch das Kupfer wie auch Aluminium unter Druck nachgeben und sozusagen unter der Schraubverbindung wegfliessen wird diese Verbindung über die Jahre immer schlechter.
Daher empfiehlt es sich diese Verbindungen alle fünf Jahre nachzuziehen.

Die fantastischen Herstellerangeben sind nur annähernd erreichbar, wenn Sender und Empfänger auf derselben Leitung ohne Unterbrechungen und Verbindungsstellen angeschlossen sind.
Das widerspricht aber den grundsätzlichen Kundenerwartungen.
Wer genaues wissen will muss sich mit den Testbedingungen auseinandersetzen.

Ich hoffe ich konnte etwas Licht ins Dunkel bringen.

17.12.2018
User chrisfosod

Frage zu Ihrem neuen Devolo: Funktioniert das auch, wenn die verschiedenen Räume duch unterschiedliche Stromkreise (mit unterschiedlichen Sicherungen) abgedeckt sind?

18.12.2018
User j.waldmeier

Powerline musste ich bei mir leider aus dem Haus verbannen, weil diese Technologie jedes Streaming-Signal vom Router zum Streamer sehr negativ beeinflusst - im Lautsprecher sind Knackser, Rauschen und jaulende Störgeräusche deutlich hörbar.

18.12.2018
User Toutcas

Ich würde gern, in meiner Neubauwohnung, folgendes machen, weiss nur nicht ob ich mit dem hier zum Ziel komme.
Mein Nas soll im Keller montiert werden, welches 3 Stockwerke unter mir ist. Dies weil in meiner 2,5 Zimmer Wohnung, nicht das permanente surren gewünscht ist.
Kann dies mit den Powerline gemacht werden?
Besten Dank für euer Feedback.

19.12.2018
User muotathaler

Theoretisch sollte es funktionieren. Bei mir ist es in etwa auch so. Hab eine Qnap im Keller und beim Fernseher eine Dreambox. Aufnahmen gehen zum Nas und werden später über die Dreambox wieder angeschaut. Teil‘s Stromverkabelung ist über 50 Jahre alt und ein Teil etwa 15 Jahre. Bisher funktioniert es

02.01.2019
Antworten
User Anonymous

Gut, bei einer "alten" Verkabelung mit Abzweigern, Uralt-Sicherungen etc bringen die besten PowerLine-Adapter nichts. Ideal funktioniert das ganze bei einer sternförmigen Verkabelung (wir sprechen von Energie, nicht Netzwerk) wie bei modernen Energieverteilungen heute üblich und allenfalls Phasenkoppler. Ich würde empfehlen, vor die Sicherungen auf die einzelnen Phasen Filter zu setzen (wie beispielsweise bei digitalstrom). Allerdings kann man bei diesem Aufwand - wenn es der Platz zulässt - auch gleich eine saubere Cat7- oder zumindest Cat6A-Verkabelung einziehen. Noch immer das stabilste und beste von allem. Bei älteren Elektroinstallationen vielleicht mal einen Fachmann fragen, was Kabel- und Filtermässig mit überschaubarem Aufwand erreicht werden könnte.

05.01.2019
User Felix8952

Ich begreife einfach immer noch nicht wieso diese Geräte Werte von 1000, 1400 und jetzt sogar 2400MBit/s auf die Verpackung schreiben dürfen, obwohl in der Praxis lediglich knapp 100MBit/s erreicht werden...

Selbst wenn "Sender" und "Empfänger" direkt nebeneinander in der gleichen Steckdosenleite stecken werden diese Werten nicht mal ansatzweise erreicht.

Auf was beziehen sich die 2400MBit/s? Wieso dürfen die seit Jahrzehnten schon ungestraft Fantasiewerte auf die Produkte schreiben?

08.01.2019
User sasa786

Toll wäre wenn man die Umfrage Ergebnisse auch sehen kann wenn man keine Powerline hat... jetzt musst ich dafür nämlich das Ergebnis verfälschen um das Resultat zu sehen.

08.01.2019
User Rathos

Das nette ist, wenn es nicht gut mit den Leitungen klappt darf man Sie mit 10% Abwertung wieder zurück geben :,D

14.12.2018
User RoG5Intel

Besten Dank für die Testreihe, wenngleich sie einmal mehr enttäuschend ausfällt.

Fazit für mich (weiterhin): gutes Ethernetkabel - in meinem Fall Cat. 7, 50m lang - mit dem Zeitaufwand eines Tages schon vor einigen Jahren mit einigen Bohrlöchern durch die Wohnung verlegt lohnt sich also weiterhin. Ich erreiche mit dieser Einrichtung hier knapp 100MB/s im Durchschnitt mit zwei 1GBit-Switches auf diese Länge, da hat auch WLAN kaum eine Chance; zudem ist und bleibt das Netz stabil.
Thema Kosten: Kabelanschaffung betrug in etwa CHF 100.- (wenn ich mich recht erinnere) plus Crimpwerkzeug und Stecker sowie die beiden Switches - überschaubar.
Und übrigens zukunftssicher, da ich ja nur die 1GBit-Switches durch 10GBit austauschen kann, wenn die mal noch erschwinglicher werden...

15.12.2018
User Anonymous

Das Geld für das Cat7 hättest du auch sparen können. Cat5e reicht für gigabit bis 100m locker. Gibts für knapp 100€ für ne 100m Rolle + nen pack Stecker für ein paar Cent.
Bei mir leigen ca 20-30 Cat5e Kabel (alle mind 20-40m lang) nebeneinander in einem Kabelkanal zum Netzwerkrack und selbst da erreiche ich Problemlos jederzeit 900Mbit/s. duplex..
Aber ja, besser in Kabel als in Powerline investieren, wobei ich auch schon Powerline nutzen musste in einer Wohnung, wo es eben halt einfach keine andere Möglichkeit gibt in ein Kellerraum zu kommen ;-)

16.12.2018
Antworten
User Sinthoras

Ich krieg mit meinen alten DLAN 1200+ gem. DLAN Cockpit bis 800 Mbit/s hin. Die Begrenzung liegt beim Download via Internet dann aber bei Cablecom bei 480-500 Mbit/s. Alles super. versteh hingegen die Zahlen aus diesem Artikel nicht (80 Mbit/s really?)

15.12.2018
User dr3do

Nice try. 😂

16.12.2018
User Sinthoras

Wieso? Die Dinger laufen halt wirklich nicht überall gleich gut. Ich hatte die früher in einem Haus, da hatte ich ähnliche Werte wie der Author. Nun in der Wohnung siehts besser aus und ich kann problemlos 4k Filme von Plex via Chromecast streamen.

16.12.2018
User masuv

Ich durfte eine Produkt von Devolo Testen Dlan 1200+ und muss sagen ein traum, das Zauberwort heisst hier Range+ . Mit diesem Teil habe ich 200mbps gekriegt wo ich vorher mit normalen Devolo produkten überhaupt keine verbindung hatte z.b im Keller. Das suchen von einer Steckdose welche mehr leistung hat erübrigt sich dadurch. kann auch bestätigen das die werte um die 500mbps in der wohnung zu erreichen sind vorher maximal 100mbps auch ein devolo produkt ohne Range +. und all dies in einer älteren Haus/Wohung, bei einer Neueren Wohnung sicher bessere werte zu erreichen.
Wichtig ist immer dass das Gerät als erstes in die Steckdose eingesteck wird, ansonsten grosser verlust von Geschwindigkeit.

16.12.2018
User janthuerkauf

also bei meiner wohnung nun (baujahr der liegenschaft 2016) bekomme ich gerademal auf ca. 60-80mbit/s down und komischerweise bis zu 40mbit up... is für mich ein eher komisches bild... pings unter 10ms ausser wenn die waschmaschiene (eigene in der wohnung) läuft, dann reden wir von knapp 10-20mbit down und pings von gegen die 200ms... was absolut unbrauchbar ist!
ich werde mich nun weiter zu MOCA-adaptern schlau machen und wenn das nicht klappt mit UPC dann wird eine leitung durch diesen kanal gelegt...

ps. an meinem alten wohnort (baujahr ~1940) mit Leitungen die genauso alt waren hatte ich über 200mbit!!! absolut unverständlich für mich..
(ich verwende devolo dlan1200+)

17.12.2018
User oakway

Ich habe div. 1200+ - Adapter im Haus, die besten Leitungen (Richtungen) liegen bei ca. 180 MBit/s, die schlechtesten Werte bei ca. 50 MBit/s. Nachdem ich in einem Raum sechs günstige LED-Leuchten (E27) installiert habe (waren glaub'ich von Pearl), ging die Leistung derart in die Knie, dass ich nicht mehr arbeiten konnte. LED raus, Leuchtstoff rein und gut (bzw. besser): WLAN möchte ich nicht bzw. nur gezielt wegen Elektrosmog. Unser Haus ist sehr verwinkelt und hat teilwese sehr dicke Mauern (das Haus ist "historisch" gewachsen...frühere Aussenmauern aus dem 19. Jhd. sind nun mitten im Haus). Von daher bin ich froh um Powerlan....

07.01.2019
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