Training mit dem neuen Pulsgurt HRM-Pro von Garmin
Training mit dem neuen Pulsgurt HRM-Pro von Garmin
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Training mit dem neuen Pulsgurt HRM-Pro von Garmin

Darius Affolter
Zürich, am 05.11.2020
Pulsgurte – auch Brustgurte, Herzfrequenz-Gurte oder Heart Rate Monitors (HRM) genannt – sind zwar keine neue Erscheinung im Markt, doch werden sie technisch und funktional immer besser. Der HRM-Pro ist der neuste Wurf innerhalb dieser Kategorie.

Fast jede Smartwatch misst die Herzfrequenz am Handgelenk. Dennoch fiel uns auf, dass wir immer mehr Pulsgurte verkaufen. Deshalb haben wir neu einen eigenen Bereich für diese Produkte.

In diesem Beitrag erfährst du nicht nur, was der neue HRM-Pro von Garmin alles kann, sondern auch, was der Unterschied zwischen einer Smartwatch und einem Pulsgurt ist und wie man mit einem Pulsgurt trainiert. Am Ende verweise ich noch auf Reviews von Profis.

Vorweg: Ich bin passionierter Hobby-Triathlet und Langstreckenläufer und habe bereits mit Pulsgurten trainiert. Allerdings bin ich längst kein Profi im Umgang mit diesen Produkten. Es würde mich daher sehr interessieren, was ihr für Erfahrungen mit Pulsgurten gemacht habt. Die Kommentarspalte unten gehört euch.

Der HRM-Pro im Scheinwerferlicht

Pulsgurt HRM-Pro (Pulsgurt (mit Modul))
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Garmin positioniert den HRM-Pro als «Premium Herzfrequenz-Brustgurt». Preislich hebt sich der neue Gurt etwas von bisherigen Modellen ab. Werfen wir einen Blick auf die Specs:

  • Batterielaufzeit: ca. 1 Jahr bei täglich 1 h Verwendung (Batterietyp CR2032)
  • Gewicht: 59 g
  • Länge: 60 bis 106 cm (bis zu 142 cm mit Gurt-Verlängerung)
  • Wasserdicht: Bis zu 50 m (5 ATM)
  • Betriebstemperatur: -10 °C bis 50 °C
  • Datenübertragung: Bluetooth und ANT+
  • Geeignet für: Laufen, Radfahren, Schwimmen und Fitness, aber auch Klettern, Mannschaftssport, Ballett, Kampfsport uvw.
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Um aber nun zu verstehen, was das Produkt genau macht bzw. kann, gehe ich im Folgenden noch auf ein paar weitere Eigenschaften ein:

  • Datenübertragung mit Bluetoot und ANT+: Mit Ausnahme des HRM-Dual bieten andere Garmin Pulsgurte (sowie die meisten Pulsgurte auf dem Markt) keine Bluetooth-Verbindung. Der HRM-Pro ermöglicht zwei Verbindungen über Bluetooth (z.B. 1x das verbundene Smartphone und 1x ein anderes Gerät) sowie beliebig viele Verbindungen über ANT+. Dies wird z.B. verwendet beim Training mit einem Rollentrainer von Tacx oder einer beliebigen Marke. Beim Training ermöglicht dies die Echtzeit-Datenübertragung von Gurt zu Smartwatch (oder zu einem Garmin Edge Velo-Computer, einem anderen Trainingsgerät wie Tacx oder sogar einer Online-Plattform wie Zwift). Diese Art von Training ist in den kalten und dunklen Wintermonaten sehr beliebt.

  • Datenspeicherung während dem Training: Der HRM-Pro hat einen internen Speicher mit Platz für ca. 18 h Training. Nach dem Training werden gemessene Daten an die verbundene Smartwatch gesendet. Dies ist ein Vorteil bei Kontakt- oder Mannschaftssportarten, weil die Uhr nicht getragen werden muss sondern in der Garderobe bleiben kann. Allerdings muss bei Trainingsbeginn eine Aktivität auf der Uhr gestartet werden, sonst misst der Gurt nicht.

  • Verwendung ohne Smartwatch möglich: Der HRM-Pro lässt sich per Bluetooth auch direkt mit der Garmin Connect App verbinden. Somit bedarf es nicht zwangsläufig einer Smartwatch als Verbindungsstück. Dank dem sogenannten «Physio TrueUp» von Garmin erfasst der Gurt Anzahl Schritte, Distanz, Kalorien, Herzfrequenz sowie weitere Laufdaten (Bodenkontaktzeit, Schrittlänge, Vertikales Verhältnis, Running Power usw., genannt Running Dynamics) und sendet diese nach dem Training an die Garmin Connect App.

Smartwatch vs. Pulsgurt – Was ist der Unterschied?

Vermutlich stellst du dir die Frage «Für die Pulsmessung habe ich doch meine Smartwatch, für was brauche ich dann noch einen Pulsgurt?.» Das ist eine absolut berechtigte Frage. Der Diskussionsspielraum hier ist gross und im Internet gibt es viele Beiträge dazu, deswegen fasse ich mich hier kurz.

Diverse wissenschaftliche Studien zeigen, dass Pulsgurte die Herzfrequenz viel genauer messen als Smartwatches. Das liegt an der grundlegend anderen Art der Messung. Nebenbemerkung: Puls und Herzfrequenz werden oft fälschlicherweise synonym verwendet, sind es aber nicht ganz. Der Einfachheit halber erlaube ich mir, dies hier zu ignorieren.

  • Smartwatches verwenden optische Herzfrequenzsensoren am Handgelenk. Grüne LED-Leuchten messen die Sauerstoffveränderung der Blutgefässe und wandeln die Messung in Herzschläge um. Diese indirekte Messung hinkt der echten Herzfrequenz zeitlich etwas hinterher und ist auch abhängig von Aspekten wie z.B. dem Grip der Uhr (zu locker = Kontaktverlust = ungenauer).

  • Pulsgurte messen die elektrische Aktivität des Herzschlags direkt und kommen dadurch sehr nahe an die Resultate eines EKGs. Der Sensor liegt auf dem Brustbein in unmittelbarer Nähe des Herzens, misst die elektrischen Signale und wandelt diese in eine Herzfrequenzmessung um. Registriert wird also der Herzschlag selbst, nicht die verzögerte Sauerstoffveränderung im Blut. Zudem passt sich der elastische Gurt dem Oberkörper ohne Kontaktverlust zur Haut an. Deshalb ist ein Herzfrequenzgurt genauer und zuverlässiger als die optische Messung am Handgelenk.

Beide Varianten haben Vor- und Nachteile. Eine Uhr ist z.B. besonders bei längeren Trainings bequemer zu tragen und ein Pulsgurt muss dank der Batterie nicht extra aufgeladen werden. Der Pulsgurt versteht sich ja in den meisten Fällen auch als Zusatzprodukt zur Uhr, denn die Pulsdaten schickt der Gurt während dem Training in Echtzeit auf dein Smartwatch-Display. Du findest eine genauere und ausführlichere Beschreibung dazu gleich unter dem Titel unseres neuen Bereichs Pulsgurt. Der Erklärungstext lässt sich ausklappen.

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Wie trainiere ich mit Pulsmessung?

Auch dazu gibt es online unzählige Berichte. Als Grundlage reicht es zu wissen, dass es fünf Pulsbereiche bzw. Pulszonen gibt (von «sehr leicht» bis «maximal»).

Training nach Pulszone
Training nach Pulszone
https://www.hammer-fitness.ch/fitnesswissen/trainingstipps/pulsbereich

Je nach Trainingsintensität befindet man sich z.B. eher in der Fettverbrennungszone oder in der Wettkampfzone und kann somit entweder die Grundausdauer fördern oder die eigenen Grenzen testen. Je nach Trainingsziel ist daher eine genaue und stetige Messung der Herzfrequenz von Vorteil sein, egal ob man Anfänger oder Profi ist. Die Guide «Effektiver Laufen durch Pulskontrolle» finde ich ebenfalls hilfreich.

Andere Herzfrequenz-Brustgurte von Garmin

Der HRM-Pro ist nicht der erste Pulsgurt von Garmin. Vielmehr gliedert er sich ein in eine bestehende Reihe von bunten Produkten, die jeweils einen etwas anderen Fokus und leicht andere Eigenschaften haben. Beispielsweise ist der HRM-Dual ein gutes Einsteigerprodukt für Neugierige, während sich der HRM-Tri namentlich an Triathnetinnen und Triathleten wendet. Der HRM-Pro wird mittelfristig wohl die beiden älteren Modelle HRM-Tri und HRM-Run ablösen. Schau dir diese Übersicht an für einen Garmin Pulsgurt-Vergleich.

Pulsgurt HRM-TRI (Pulsgurt (mit Modul))
107.–
Garmin Pulsgurt HRM-TRI (Pulsgurt (mit Modul))
Pulsgurt HRM-Run (Pulsgurt (mit Modul))
79.90
Garmin Pulsgurt HRM-Run (Pulsgurt (mit Modul))
Pulsgurt HRM-SWIM (Pulsgurt (mit Modul))
76.–
Garmin Pulsgurt HRM-SWIM (Pulsgurt (mit Modul))
HRM-Dual (Pulsgurt (mit Modul))
68.90
Garmin HRM-Dual (Pulsgurt (mit Modul))
HRM Strap Extender (Ersatzgurt (ohne Modul))
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19.90
Garmin HRM Strap Extender (Ersatzgurt (ohne Modul))

Grundsätzlich sind Garmin Pulsgurte für eine Verbindung mit Garmin Smartwatches konzipiert. Es lohnt sich, die Kompatibilität von Uhr und Gurt vor einem Kauf nochmals zu überprüfen, da nicht alle Garmin Pulsgurte mit allen Garmin Smartwatches komptaibel sind.

Gerne gebe ich auch noch ein paar Worte ab zum HRM Swim und zum HRM Dual, da sich die obigen Pulsgurte in der Auswahl doch teilweise sehr ähnlich sind. Der HRM SWIM ist breiter als die anderen Gurte, damit er beim Schwimmen (Indoor) nicht verrutscht. Die Breite wäre allerdings unangenehm beim Laufen. Zudem besteht er wegen dem Chlor aus robusterem Material. Der HRM Dual ist günstiger und richtet sich eher an Radfahrer, die einen Brustgurt mit ihrem Garmin Edge Velocomputer koppeln wollen und keine zusätzlichen Lauffeatures benötigen.

Offene Fragen? Profis wissen Rat!

Ein Pulsgurt ist ziemlich simpel in der Anwendung – einfach um die Brust binden und los geht's. Ich habe aber während dem Verfassen dieses Textes gemerkt, dass es nicht einfach ist, sämtliche Vorteile und Funktionalitäten zu beschreiben. Zum Glück haben Zahlreiche Profis die Produkte auch bereits auf Herz und Nieren geprüft:

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Darius Affolter
Darius Affolter
Category Marketing Manager, Zürich
Ein Tag ohne Sport und Musik ist ein verschwendeter Tag. Meine Leidenschaft gilt dem Triathlon und mein Zuhause verlasse ich nie ohne Kopfhörer und Smartwatch. Um mit der Digitalisierung im Alltag Schritt zu halten, probiere ich laufend neue Geräte aus und bleibe immerzu neugierig.

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