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Schweizer Profifotograf Cyrill Matter im Interview

«WTF?! Hast du gerade Christoph Waltz fotografiert?» Über Erfahrungen mit Weltstars, Tipps für ausdrucksstarke Portraitbilder, Canon Kameras und über den perfekten Drucker. Ein Interview mit Cyrill Matter, der 2016 zum zweiten Mal in Folge den «Swiss Photo Award» in der Kategorie Fashion gewonnen hat.

Du hast 2016 zum zweiten Mal in Folge den Swiss Photo Award in der Kategorie Fashion gewonnen. Danach ist es um dich ruhiger geworden. An welchen Projekten arbeitest du aktuell?

Über den «Swiss Photo Award» und die damit verbundene Publicity habe ich mich sehr gefreut. Ruhiger ist es aus meiner Perspektive nicht geworden. Nachdem mein Agent in den Ruhestand ging, hatte ich ziemlich viel um die Ohren. Kurz gesagt: Meine New Yorker Agentur wurde (teilweise) von einem Grosskonzern übernommen. Ich wechselte zu einer kleinen Boutique-Agentur in Paris. Im Nachhinein die richtige Entscheidung, denn der Käufer meiner ehemaligen Agentur ist jetzt pleite. Neben dem ganzen Trubel habe ich an meinem Portfolio, verschiedenen Editorials und natürlich Jobs gearbeitet. So konnte ich zum Beispiel für Calida, eine der grössten Wäschefirmen in der Schweiz, den neuen Markenauftritt mitgestalten. Diese erscheint im Sommer. Dazu kamen Kampagnen für Sunrise mit Roger Feder und für McDonalds mit René Schudel. Viel Reisen, diverse Portraits, Editorials und Dokumentargeschichten gabs auch noch.

Was ist dein Erfolgsgeheimnis? Du fotografierst seit 2010 und hast für einen jungen Fotografen bereits beachtliche Erfolge erzielt.

Vielen Dank für das schöne Kompliment, darüber freue ich mich. Es gibt natürlich noch sehr viel Luft nach oben. Als Fotograf gibt es wohl keine Zauberformel. Es ist, glaube ich, immer eine Mischung aus Talent, Timing, Glück und unternehmerischen Fähigkeiten. Ich hatte mit Fotografie bis 2010 eigentlich recht wenig am Hut. Mein Pate ist Fotograf und mein Papa arbeitet in der Kreativbranche. Ich habe oft Bildbände angeschaut oder war ab und zu bei meinem Paten im Studio. Für mich war das aber immer etwas, von dem ich dachte, man müsse ein ziemlicher Nerd sein, um sowas zu können. Naja. Vielleicht stimmt das ja. Auf jeden Fall habe ich es schon immer bewundert und es hat mich fasziniert.

Ich habe eine KV-Lehre bei der NZZ gemacht, war dann ein Jahr Praktikant in der Beratung bei Leo Burnett (damals Spillmann/Felser/Leo Burnett), um danach die Wehrpflicht wahrzunehmen. Nach dem Militär fing ich bei Publicis als Account Assistant an. Ich habe auf einem Versicherungskunden gearbeitet und immer mehr gemerkt, dass ich im falschen Film bin. Ich war sehr unzufrieden und hatte null Drive. Irgendwann wusste ich: «Wenn du das jetzt noch weitermachst, wird es immer schwieriger abzuspringen.» Also habe ich gekündigt und angefangen, bei diversen Fotografen zu assistieren. Da ich aus der Werbebranche kam, hatte ich ja bereits Kontakte. Nebenbei habe ich noch in mehreren Bars und Restaurants gearbeitet. Während dieser Zeit habe ich auch eigene Projekte umgesetzt. Nach einem Jahr wollte ich dann nur noch selbst fotografieren und es ergaben sich immer mehr Projekte. Das war eigentlich die schwierigste Phase und ich hätte es auch nicht ohne all die Leute geschafft, welche mich unterstützt und an mich geglaubt haben. Irgendwann kam dann René Hauser auf mich zu. Seit Anfang an ist er mein Agent für den deutschsprachigen Raum. Inspiriert von Fotografen wie Hannes Schmid, Henry Leutwyler oder Marco Grob entschied ich mich dann 2013 nach New York zu gehen, um dort auch einen Agenten zu finden. Ich gab mir sechs Monate Zeit dafür. Visum und Geld hätten für mehr eh nicht gereicht. Nach vier Monaten unterschrieb ich bei Marek&Associates. Das war ein ziemlicher Meilenstein. Danach führte eins zum anderen und ich habe sehr viel gearbeitet.

Wenn ich jetzt zurückblicke war es eigentlich schon ziemlich naiv und ich hatte auch viel Glück. Ich glaube aber, wenn man ein Ziel hat und etwas unbedingt will, darf man einfach nicht aufgeben.

Wie viel Anteil am Erfolg eines Fotografen rechnest du seinem Talent an?

Schwierig. Fotografie ist so breit gefächert. Die Talente von Richard Avedon, Terry Richardson und Steven Meisel unterscheiden sich enorm. Trotzdem wurden alle erfolgreich. Früher war Fotografie viel technischer, ein Handwerk. Ich bin in das digitale Zeitalter hinein geboren worden. Aus technischer Sicht ist fotografieren heutzutage ja fast ein Kinderspiel. Man kann alles im Internet nachschauen und sich das Technische innerhalb einiger Wochen selbst beibringen. Die Frage ist, was man daraus macht. Jeder kann theoretisch ein technisch gutes Foto machen. Man kann es mit Malen vergleichen. Jeder weiss, wie man einen Pinsel in die Hand nimmt und Farbe auf eine Leinwand schmiert, aber deswegen kann noch lange nicht jeder malen. Ich finde, und das ist gut so, dass es heutzutage immer stärker auf den persönlichen Stil und Geschmack des Fotografen ankommt. Diesen zu finden und zu prägen ist das schwierigste überhaupt. Ich arbeite selbst noch sehr intensiv daran.

Bei deiner Arbeit vertraust du auf die Canon Kameras EOS 5D Mark IV und die EOS 5DS R. Wie setzt du die Geräte ein und welche Eigenschaften gefallen dir besonders?

Die EOS 5D Mark IV ist mein Workhorse und ich fotografiere das meiste mit ihr. Ich hatte bis jetzt nie Einschränkungen und sie ist eigentlich das non plus ultra, was mir eine Kamera bieten kann. Die 5DS benutze ich, wenn ich mehr Auflösung brauche. Meistens aber im Studio.

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Beim Drucken setzt du auf den Canon imagePrograf Pro1000 – wie gefällt er dir?

Vom PRO-1000 war ich extrem positiv überrascht. Wenn man das Gerät richtig einsetzt, ist die Qualität einfach wahnsinnig toll. Er ist für einen A2-Drucker recht kompakt und bietet ein fantastisches Preis-Leistungs-Verhältnis.

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Ausdrucksstarke Portraitbilder und virtuos inszenierte Modefotografie gehören zu deinen Markenzeichen – woher holst du die Inspiration für deine Arbeit?

Grundsätzlich bin ich inspiriert von den alten Meistern - sie sind meine Vorbilder und haben auch stark dazu beigetragen, dass ich mich für diesen Beruf entschieden habe. Wenn ich mir über ein spezifisches Portrait oder eine Modestrecke Gedanken mache, lasse ich mich von Emotionen leiten und mache Brainstormings dazu. Manchmal ist dann plötzlich eine Idee da. Es kommt aber auch vor, dass ich von einer neuen Kollektion einer Marke inspiriert werde. Oder manchmal sogar von etwas, dass ich per Zufall sehe, wenn ich unterwegs bin.

Planst du, deine Bilder zukünftig auch zu verkaufen?

Ja auf jeden Fall. Für mich ist das Endprodukt einer guten Fotografie ein gerahmter Print. Ich finde es essentiell, dass ein tolles Bild mal gedruckt und in limitierter Auflage verkauft wird. Wer meine Meinung teilt und sich gerne eines meiner Fotos zu Hause aufhängen möchte: Auf meiner Website kann man limitierte Prints in verschiedenen Grössen und Editionen bestellen. www.cyrillmatter.com/store.

Deine Tipps für charaktervolle Portraitbilder?

Das ist sehr individuell. Erstmal sollte man sattelfest mit Licht und Kamera, sprich mit der gesamten Technik und seinem Equipment sein. So kann man sicherstellen, dass die volle Aufmerksamkeit dem Subjekt gilt. Ich finde es gut, wenn man einen losen Plan hat und sich dann einfach leiten lässt. Meistens kennt man die zu porträtierende Person ja nicht oder nur flüchtig und muss sich dann schnell auf sie einlassen, um ein gutes Foto zu bekommen.

Wie geht man ein Portrait- oder Mode-Shooting professionell an?

Für mich ist es wichtig, dass ich gut vorbereitet bin. Alles ist organisiert, ich weiss, was und wie ich es umsetzen möchte und dass das Team stimmt. Ich bin immer vor der zu fotografierenden Person auf dem Set, damit ich genug Zeit habe, mich auf die Location und die Umgebung einzustellen.

Mein Workflow aus technischer Sicht unterscheidet sich von Shooting zu Shooting stark. Handelt es sich um etwas Persönliches, wie ein Portrait, fotografiere ich auf Speicherkarten. Bei kommerziellen Jobs fotografiere ich in den meisten Fällen direkt auf den Computer. So kann ich dem Kunden die Fotos noch am Set im Layout präsentieren und präzise Feinabstimmungen vornehmen. Ich bevorzuge es, wenn wir die Bilder gleich drucken und an eine Wand pinnen, sodass wir den Überblick über die Strecke haben.

Welchen Stellenwert misst du der Nachbearbeitung des Bildmaterials am Computer zu?

Die Nachbearbeitung ist enorm wichtig. Dennoch, ich bin kein grosser Fan von zu viel Post-Production und mache eher wenig an den Bildern. Die Basis, sprich das Licht, der Ausdruck und so weiter müssen einfach stimmen. Mir ist es wichtig, dass meine Bilder natürlich wirken und trotzdem modern. Weniger ist immer mehr in meinen Augen.

Dein Job führt auch immer wieder Promis vor deine Linse, wie zum Beispiel Christoph Waltz oder Lewis Hamilton. Wie ist es, mit weltberühmten Personen zusammenzuarbeiten?

Ich bin eigentlich vor jedem Shooting gleich nervös. Egal, ob ich es mit einer berühmten Persönlichkeit zu tun habe, oder nicht. Nach Shootings mit Weltstars muss ich aber manchmal schon schmunzeln und denke mir zum Beispiel: «WTF?! Hast du gerade Christoph Waltz fotografiert?!» Ansonsten ist es interessant und sehr professionell. Diese Leute wissen in der Regel was sie wollen, respektive nicht wollen, und arbeiten extrem effizient.

Bestehen dabei Unterschiede zur Arbeit mit erfahrenen Models oder Personen, die zum ersten Mal vor der Kamera stehen?

Es unterscheidet sich höchstens in der Anzahl Inputs die ich gebe oder ob und wie ich eine Person auf das Setting vorbereite. Gerade bei Models kann «zu viel» Erfahrung sehr kontraproduktiv sein. Ausserdem kommt es sehr darauf an, was die Fotos aussagen sollen.

Auf sozialen Plattformen im Internet existiert eine wahre Bilderflut – welche Bedeutung haben Instagram & Co. für dich und deine Arbeit?

Instagram ist für Fotografen ein fast unverzichtbares Marketingtool geworden. Smartphones machen technisch immer bessere Bilder und jeder wird mehr oder weniger zum Fotograf. Das kann auch positiv sein, weil es die Fotografen unter Druck setzt, kreativer zu sein und etwas zu kreieren, das eben nicht jeder noch schnell knipsen kann, um dann einen Filter drüber zu hauen und zu posten. Andererseits nimmt dadurch die Wertschätzung der Fotografie ab. Zumindest Online. Die minime Betrachtungszeit und der kleine Bildschirm zollen einer guten Fotografie meiner Meinung nach einfach zu wenig Respekt. Ich finde es wunderbar, wenn mir der Geruch von Papier und Tinte in die Nase steigt, wenn ich ein schönes Magazin oder Buch aufschlage. Oder wenn ich ein sauber gerahmtes Bild anschaue, wo drunter steht «1/50» (limitierte Auflage) und ich weiss, dass sich der Käufer jedes Mal daran erfreut, wenn er es betrachtet.

Lieber Cyrill, herzlichen Dank für das nette Gespräch und viel Erfolg weiterhin bei deiner Arbeit!

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Alle auf dieser Seite abgebildeten Fotos stammen von Cyrill Matter.

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Lilian Dach

Mein Ziel ist es, spannende Inhalte zu generieren – Wünsche sind willkommen! Fotografie begeistert mich, Shoppen ist sowieso meine grosse Leidenschaft – da bin ich genau richtig im Online-Business bei digitec.

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